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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein Rüde rammelt ständig andere Rüden



Tina1965
14.09.2005, 10:32
Hallo Ihr lieben:cu:

ich hätte gerne wieder mal einen Rat bezüglich meines Rüdens Benji (knapp 4 Jahre) von Euch.
Er bringt mich mittlerweile zur Verzweiflung wegen seines ewigen Besteigens von jungen Rüden. Ich finde sein Verhalten ist mit seinem Alter auch immer schlimmer geworden.
Wenn wir auf Rüden treffen die entweder noch sehr jung sind oder nicht sehr selbstbewußt auftreten, versucht er gnadenlos aufzureiten. Ich war erst letztens mit ihm in einer Hundeschule und da hat er sich dann auch gleich einen ca. 7 mon alten Labbi Rüden vorgenommen. Unter Anleitung der Trainerin habe ich ihm das sofort untersagt und ihn auch nicht gerade sanft von dem kleinern heruntergejagt, aber das hat ihn überhaupt nicht gestört. Er ist total ausser sich, aufgeregt, jankt und hat kein anderes Ziel als aufzureiten. Die Trainerin meinte das es sich nicht um ein sexuelles Problem handelt sondern um Dominanz.
Kann mir jemand raten was ich in diesem Fall tun soll? Dieses Verhalten ist extrem lästig und ich werde oft von den anderen Hundebsitzern angemacht...mein Hund wäre ja hypersexuell und ich soll ihn kastrieren lassen.
Darüber habe ich in der Tat schon häufig nachgedacht, weil er in der Zeit wo bei uns die Hündinnen läufig sind auch mittlerweile leidet.
was meint Ihr?

Liebe Grüße
Tina

lotharingia
14.09.2005, 13:06
Hallo Tina,

Ich weiss es nicht. Ich kenne auch einen Rüden, der gerne aufsteigt, der ist jedoch kastriert. Deshalb bringt eine kastration eventuell nichts, was das Aufsteigen von Rüden betrifft. Wenn er hypersexuell wäre, würde er dann nicht mit Vorliebe Weibchen besteigen?

Tina1965
14.09.2005, 14:13
er versucht auch Hündinnen zu besteigen. Ich meine wenn sie nicht läufig sind. Ich weiß nicht ob es an bestimmten Gerüchen liegt, manchmal sind diese Hündinnen auch kastriert. Da wir ja in Kürze auch eine junge bereits kastrierte Hündin bekommen, muß ich sehen wie er da reagiert. Unsere alte Yorkihündin die auch kastriert ist, belästigt er überhaupt nicht.

lotharingia
14.09.2005, 14:27
Na ja, Apollo versucht auch ab und zu kastrierte oder nicht läufige Hündinnen zu besteigen. Ich denke es kommt drauf an, wie häufig der Hund das tut. Wenn's nur gelegentlich vorkommt, ist es wohl OK, aber wenn er es mit jeder macht und sich gar nicht mehr abhalten lässt oder sogar andere Gegenstände begattet, dann hat er ein Problem, dass ihn eventuell auch sehr stresst.

Der Apollo versucht die Buffy zu besteigen, wenn sie bellt. Ansonsten lässt er sie in Ruhe. Die Frau von der Hundeschule meinte, das bellen würde ihn erregen. Vielleicht werden die Hunde ja manchmal auch durch andere Dinge erregt, die wir nicht so wahrnehmen.

Was für eine Hündin bekommt ihr denn?

Taischa1
14.09.2005, 14:33
Hallo,
leider teile ich die Meinung deiner Trainerin , es sei ein Dominanzproblem, absolut und überhaupt nicht. Ich weiß auch leider nicht wirklich , ob es soetwas gibt, aber kannst du nicht einfach deinen Tierarzt darauf ansprechen und fragen, ob in seinem Hormonhaushalt etwas nicht stimmt????? Ich meine mal gehört zu haben, dass es etwas wie einen Hormontest gibt, wie schon erwähnt, bin mir da aber nicht ganz sicher.
Sorry, wenn ich mir das erlaube zu sagen, aber deine Trainerin hat da auch nicht so den Schimmer und anzunehmen er sei dominant, geht einfach leicht und würde ich auch nicht so einfach hinnehmen.
Sprich doch einfach mal ganz unverbindlich mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.
Mit hundischen Grüßen

coramadden
14.09.2005, 15:15
hallöchen,

ich vermute mal, dass es evt. doch ein dominanzproblem ist.
auf der hundewiese in leipzig haben wir nen golden retriever, der ist 2 jahre alt und besteigt auch alle jüngeren hunde (egal welches geschlecht). der hundetrainer der besitzerin hat auch gesagt, dass milo so seine dominanz zeigen will "ich bin der rudelführer". er will den anderen zeigen wie es läuft.
eine hündin aus unserem haus hat cora auch bestiegen, um zu zeigen wer das sagen hat.
also hat deine hundetrainerin vielleicht doch recht.

lg anna

billymoppel
14.09.2005, 15:45
natürlich handelt es sich um dominanzverhalten. genauso wie um sexualverhalten. dazwischen gibt es nämlich keinen unterschied. den gibt es erst, wenn man den kontext betrachtet. schön, dass die trainerin das sofort in der ersten minute erkannt hat, eine wahre hellseherin, respekt. ;)
tja, und bitte, was ist an domianz schlecht? gibts bei hundens neuerdings kommunismus?
zum aufreiten gehören übrigens immer zwei - einer der reitet, einer der sich gefallen läßt.
auch hündinnen werden von rüden dominiert (und durchaus bisweilen auch umgekehrt, durch aufreiten)
also bitte, schau dir den kontext des verhaltens an: neigt der rüde sonst zu hypersexuellem verhalten? liebt er seine sofarolle mehr als sein bällchen ? oder zeigt er hingegen auch sonst domiantes verhalten gegenüber artgenossen?
gegen hypersexualität kann eine kastration hilfreich sein, gegen dominanz nicht, die sitzt im hirn, nicht in den eiern. ein domiantes tier bleibt ein dominantes tier - lebenslang.
für den fall des dominanzgebarens heißt das nicht, dass man das dem hund unwidersprochen durchgehen lassen muss - mobber entwickeln sich und das kann ja auch durchaus eine "lustige" beschäftigung sein. früher oder später gibts auch ärger, denn seinen meister findet noch jeder rüde. aber das ein jungrüde mal dominiert wird, halte ich für völlig normal und absolut legitim und für die sozialsiation des jungspundes auch sehr erforderlich. das maß machts. und die situation. und die gleichwertigkeit der "gegner".
ein hand- und hörzeichen sollte genügen, denn herrn bisweilen von seinem tun abzubringen. wenn man seinen hund mental im griff hat, wird das funktionieren. keinesfalls den hund vom anderen runterzerren, dann gibts ärger.
ritualisiertes domianzverhalten wie z.b. aufreiten (was schon eine starke geste ist), steifbeinigkeit, haare aufstellen etc. pp. dient ganz klar der vermeidung direkter gewalt und körperlicher angriffe, da sollte man sich immer vor augen halten.

gruß
bettina

Emma&Simba
14.09.2005, 15:56
@Bettina:
Hi! Da wollte ich gerade darüber schreiben, dass man bei dem Begriff Dominanz nicht gleich in Panik geraten muss, da erschein zeitgleich mit meiner Anmeldung Dein Beitrag...und alles ist erklärt :-)

@Tina:
Habe bei meinem Rüden (kastriert) das Aufreiten unterbunden und so lässt er es in meinem näheren Umkreis. Er macht das gerne bei jüngeren Rüden. Als ich meinen zweiten Hund (eine Hündin) dazubekommen habe, hat er dies einmal versucht, denn das Donnerwetter (das von der Hündin ausging) danach hat ihn tief beeindruckt. Mittlerweile ist sie auch seine eindeutige Chefin.
Ich habe Simba damals kastrieren lassen, da in unserer Nachbarschaft sehr viele Hündinnen leben und er es so weitaus einfacher hat. Das Aufreiten ist dadurch natürlich nicht verschwunden. Grüsse, Emma

Tina1965
14.09.2005, 19:57
Hallo,

danke für die zahlreichen Antworten.
Bei Benji ist es so, daß er sonst nicht zu dominantem Verhalten neigt anderen Hunden gegenüber. Er vermeidet Streit und kann Hunde auch mal ganz gut links liegenlassen.
Hypersexuell ist er sonst auch nicht, d.h. er rammelt jetzt nicht zu hause an Möbeln oder Beinen.
Wenn er aber einen Hund gefunden hat den er beisteigt, dann kann ihn nichts davon abhalten. Er ist völlig ausser sich, jankt zieht an der Leine wie verrrückt und gebärdet sich völlig durchgeknallt.
Ist er ohne Leine versucht er es immer wieder, egal wie oft ich ihn ermahne es zu unterlassen. Leider hat er bisher auch noch keinen Hund gefunden, der ihm gezeigt hat wie der Hammer hängt.
Ich muß noch sagen das ich sonst keine Probleme mit seinem Gehorsam habe, wenn ich etwas sage, macht er es auch. Nur in dieser Situatuion nicht, da brennen alle Sicherungen bei ihm durch.

Grüße Tina

Jany
14.09.2005, 21:09
Hört sich wirklich ganz klar danach an das er zeigen will das er der stärkere ist1 Irgentwann wird warscheinlich noch der Hund kommen der sich das nicht gefallen lässt!

billymoppel
14.09.2005, 23:07
hallo tina,

ich habe ja mal kurz versucht, es anzudeuten: ein wirklich souveräner (ja ja und dominanter, logisch) rüde wird tatsächlich recht wenig offensichtlichen streit haben, weil er die körpersprache der hundewelt - inklusive aufreiten, beherrscht. ein hund, der es nötig hätte, dauernd kloppereien vom zaun zu brechen, wäre in der freien wildbahn tod, bvor er je eine hohe rangposition erreicht hätte. es ist wie bei uns auch - nur der schafft es nach oben, dessen weg keine leichen pflastern, sondern ergebene claquere. (die man natürlich vorher möglichst wirkungsvoll eingeschüchtert hat)
da es die freie hundewildbahn aber nicht gibt und es zudem haufenweise herrchen mit sexuellen verklemmungen gibt (oder was glaubst du, warum von allen dominanzgesten gerade das aufreiten unter rüden so wenig tolerabel ist, obwohl es mit sicherheit stärkere gesten - ein starrer blick in die augen des anderen z.b. - gibt ;) ) , muss man tatsächlich gegensteuern, zumal sich daraus auch eine art sport entwickeln kann. und hunde, die eben mal im park aneinander vorbeigehen, müssen auch keine weiterführenden "besprechungen" halten, das solltest du deinem hund einfach verdeutlichen im lauf der zeit. sollte dein hund aufreiten, beendest du die begegnung sofort.
die situation huschuh sehe ich da schon anders, das gelände ist eng, die hunde sehen sich häufig, sie benötigen eine funktionierende ordnung. ich wäre nicht nicht auf den gedanken gekommen, das aufreiten in meinem junghundekurs (in dem sich vom welpen bis zum opa alles tummelt - mangels anderer angebote), beim ersten oder zweiten mal zu unterbinden - erst wenn ich den eindruck gehabt hätte, dass tatsächlich mobbing vorliegt. oder aber die natürlichen kräfteverhältnisse eine solche geste eigentlich überflüssig machen (der labbi muss es nun wirklich nicht nötig haben, den bichon zu behöckern)
ich tendiere sogar zu der meinung, dass aufreiten eine recht harmlose geste ist unter hunden, denn sie enthält keine direkte/indirekte drohung. fast immer wird geduldet, dass das "opfer" sie selbst aufhebt. ich habe aus dieser situation heraus auch noch keine beißerei erlebt (jedenfalls dann nicht, wenn sich mensch nicht körperlich einmischt und dadurch die kräfteverhältnisse verändert).

Tina1965
15.09.2005, 08:18
@Bettina

Du hast Recht damit das die meisten Hundebesitzer eben nicht möchten das der Hund bestiegen wird, die meisten haben auch nicht wirklich Ahnung vom Hundeverhalten.
Passiert es nochmal das Benji meint er müßte einem anderen Hund so zeigen wo es lang geht, breche ich sofort ab und geht mit ihm weiter

@ Taischa
das mit dem Hormontest werde ich beim nächsten Mal mit dem TA besprechen,

@lotharinga
ja ich denke auch wenn er es ab und zu tut ist es okay. Was mit bei Benji einfach nicht gefällt ist, mit welcher Besessenheit er aufreitet, er läßt sich durch nichts davon abhalten und versucht es immer wieder und ich denke auch das er dadurch Streß hat.
Vielleicht muß ich abwarten wie es läuft wenn die neue Hündin kommt, ob er sie auch ständig bedrängt...dann ist eh ein Gespräch mit dem TA fällig zwecks evtl. Kastration
Die neue Hündin ist ein ca. 10 mon alte Setter-Mix Hündin aus Griechenland von Hundepfoten in Not
Sie ist bereits kastriert und muß lt. Pflegestelle eine ganz tolle Hündin sein. Kannst ja mal schauen:D http://www.setter-in-not.de/ dann auf Irish Setter und dann auf Ilka clicken

Liebe Grüße Tina

lotharingia
15.09.2005, 14:02
Die ist ja süß. Ich wußte garnicht, dass es so viele Setter in Not gibt :(

Ich denke, du kannst am besten festellen, ob dein Hund dominant ist. Da gehört ja mehr dazu, als nur die Tatsache, ob er bei gewissen Hunden aufreitet. Meiner Meinung nach ist das Aufreiten nicht unbedingt ein Zeichen, dass ein Hund dominant ist, vor allem wenn er es nur mit jüngeren und offensichtlich Schwächeren macht, die seine Souvaränität wahrscheinlich sowieso nicht in Frage stellen. Da hätte ich gedacht, dass er eher unsicher ist.

Wenn er anderen Rüden begegnet, hast du den Eindruck von seiner Körpersprache, dass er der Chef ist, oder eher nicht? Wenn er eher Augenkontakt vermeidet und sich klein macht, dann kann er ja nicht dominant sein. Wenn er aber erhobenen Hauptes selbstsicher auf sie zugeht und ihnen mit seinem Blick oder einem leisen brummeln zu verstehen gibt, wer der Herr ist, dann ist er wohl doch eher dominant.

Meiner Meinung nach sind wirklich dominante Tiere Souverän und haben das ganze Imponiergehabe wie scherren, kammstellen, übermässiges markieren u.s.w. gar nicht nötig. Die meisten Tieren sind ja in den mittleren Rängen, und da werden sie manchmal dominant auftreten und manchmal eben nicht. Die Tatsache, dass dein Hund beim Aufreiten sich wie bessessen verhält, gibt mir zu grübeln. Vielleicht ist er ja wirklich etwas hypersexuell oder vielleicht wird er durch gewisse Reize erregt. :confused:

Tina1965
15.09.2005, 19:04
Hi, danke für den Tip mit dem Camiro, das mit dem Bild ist genial, aber ich glaube ich habe schon eine geheime Farbauswahl getroffen...mal sehen...muß den Hund ja noch in natura sehen;)

Mit Deiner Meinung hast Du völlig Recht, ich denke schon das mein Hund dominant ist aber auch sehr unsicher....also dominant/unsicher falls es das gibt
Er hat zwar ganz selten Streß mit anderen Hunden, aber Kamm aufstellen, sich in Position bringen, starr stehen und Blickkontakt, das kann er ganz gut. Im Makieren ist er auch ein Weltmeister. Ich muß ihn auch zuhause gelegentlich mal in seine Schranken weisen, sonst bekommt der Herr einen Höhenflug.
Ich mache wahrscheinlich Anfang des jahres ein Seminar bei Martin Rütter (Körpersprache und Kommunikation) und treffe ihn bald bei einem Themenabend der Problembehandlung beeinhaltet. Ich werde Herrn Rütter mal fragen wie er die Situation einschätzt....wird sicher interessant.

Liebe Grüße
Tina

lotharingia
16.09.2005, 15:02
Ich denke, die meisten Hunde sind gleichzeitig dominant und unsicher, es kommt dann eben darauf an, wenn sie vor sich haben. Miner ist auch so. Bei manchen macht er den dicken bei anderen zieht er den Schwanz ein und bei weiteren interessiiert er sich gar nicht. Wenn es dann doch zu so einer typischen Rangrangelei kommt, ist er derjenige, der immer aufgibt ;)

Ich würde mich übrigens nicht wundern, wenn deine neue Hündin sowieso den Benji unterbuttert. Meine Buffy hat den Apollo voll unter der Fuchtel ;) Wie sieht es denn mit der Yorkie Hündin aus? Hat sie den grossen im Griff oder ist ihr das zu doof? Natürlich weiss ich nicht, wie ängstlich deine neue ist - nach den Erfahrungen, kann das ja auch sein.

Tina1965
16.09.2005, 15:36
also die Yorkihündin hat mit allem nichts am Hut, sie schläft den ganzen Tag und ist in der Rangordnung ganz unten. Sie würde auch niemals versuchen diese in Frage zu stellen....Benji ist der Chef.

Aber ich habe in dem Buch "Hunde sind dich Rudeltiere gelesen, das es oft so ist, das die Hündin das Kommando übernimmt.
Lt. Beschreibung der Pflegestelle, läuft sie dort im Rudel mit und akzeptiert ihre Rangordnung, dort hat nämlich eine Jack Russel Hündin die Führungsposition.
Wenn das bei Dir der Fall war, das die neue Hündin dem Rüden die Führung abgenommen hat, würde mich sehr interessieren, wie Du Dich verhalten hast. Ich meine, ich würde natürlich erst mal Benjis Rang unterstützten, d.h.er bekommt das Futter zuerst, wird zuerst begrüßt usw.
Kann es sein das die beiden anfangen Rangordnungskämpfe auszuführen? Und wie verhalte ich mich dann am besten?

Liebe Grüße
Tina

lotharingia
16.09.2005, 16:26
Nein, bei uns war es so, dass die Hündin zuerst hier war, aber in der Tat ist es sehr oft so, dass die Hündinnen den Rang beherrschen, auch wenn sie später dazu kommen. Vermutlich ist es den Rüden ja auch meistens recht so.

Es gab bei uns nur einen sehr kurzen Kampf - was heisst Kampf, die Buffy hat eben klar gestellt, dass sie hier der Chef ist - fertig. Dann hat der Apollo um ihre Gunst geworben, bis sie mit ihm gespielt hat.

Ich denke, dass schlimme Kämpfe mit Bissen und so eher zustande kommen wenn man 2 gleichgeschlechtige Hunde nimmt, vor allem wenn einer oder beide gleichgeschlechtige nur bedingt tolerieren. Ich habe mich aus der Rangordnung zwischen den Hunden rausgehalten. Sie bekommen beide gleichzeitig ihr Futter, und ich versuche sie gleichzeitig zu begrüssen, aber meistens kommt die Buffy zuerst dran, weil sie viel energischer ist.

Sie kommen ausgesprochen gut miteinander zurecht. Vielleicht auch, weil sie im Charakter sehr verschieden sind. Die BUffy ist zielstrebig und ehrgeizig. Sie will körperliche unf geistige Aktion mit ihren Menschen. Apollo ist eher der legere Typ. Ab und zu mal ne Runde Aktion, aber dann ist auch gut, man will sich ja nicht verausgeben.

Ich weiss auch nicht, ob das wirklich was bringt, den einen Hund im Rang zu unterstützen. Wenn der andere ehrgeiziger ist, wird er sowieso der Chef. Ich würde mich bei Rangkämpfen raushalten. In aller Regel kommt es ja eher selten zu bissen. Sollte es aber heftig werden, musst du einschreiten, am besten in dem du den agressiveren Hund mit den HInterbeinen wegziehst. Dann müssen sich beide erst mal berühigen. Aber ich denke nicht, dass es dazu kommen wird. Bei uns ist es so, dass die Buffy mit viel Lärm dem Apollo an den Hals springt, ohne jedoch zu schnappen oder zu beißen. Dann ist die Sache gegessen.

Wird schon schief gehen. ;)

coramadden
17.09.2005, 11:57
hallöchen,

also bei uns ist es ja gerade so, dass cora und ich für ein paar monate zu meiner oma sind. hier herrscht aber arko (12 jahre, dackel-pekinese) und cora ordnet sich ihm unter. sie ist jetzt 11 monate und mehr als doppelt so groß, trotzdem bestimmt der zwerg. an sich verstehen sie sich. cora nervt nur manchmal weil sie spielen will, dann macht arko ihr aber klar, dass das nicht läuft. "streit" gibts dann höchstens ums futter.
meine hundetrainerin meinte, dass es normal ist wenn cora sich unterordnet. ich soll aber arko als ranghöheren zuerst füttern und begrüßen. grad beim begrüßen ist das schwer, weil cora ihn dann fast umrennt um zuerst bei mir zu sein. die trainerin sagte auch ich sollte darauf achten, wenn sich die verhältnisse ändern, sprich wenn cora versucht die führung zu übernehmen. um dann größeren kämpfen vorzubeugen soll ich sie zuerst füttern etc., damit der wechsel "harmonisch" abläuft.

also beobachte ich schön fleißig...

:cu: anna

Tina1965
17.09.2005, 19:37
Hallo Anna,

danke für die Antwort. So in etwa dachte ich mit das schon. Ich werde die beiden erst mal eine Zeit beobachten und schauen was sich da tut.

Grüße
Tina

billymoppel
18.09.2005, 17:16
hallo tina,

man muss sich auch von dem gedanken schlichter hierarschicher strukturen im hunderudel lösen. sich gibt es eine(n), der im großen und ganzen die hosen anhat, aber es es gibt immer bereiche, wo auch untergeordnete tiere zum zug kommen, sei es durch durchtriebenheit oder desinteresse der anderen. beispielsweise hat der rüde bei mir wohl im großen und ganzen das sagen, vor allem draußen. wenn wir andere hunde treffen, werden die mädels von billy auch schon mal recht unfein zurückgeprügelt - er will auf jeden fall den erstkontakt. sozailkontakte sind etwas, das billy schon immer wichtig war. wenn's um fressen geht, schlägt moppel dagegen alle :D wo sich die anderen nicht gerade draufsetzen, dass gehört ihr. billy kartet da nicht nach, es interessiert ihn wenig. als berufs-suppenkasper tangiert ihn fressen wenig. noch berührt ihn besuch, er hat überhaupt keinen wachtrieb. da ist denn lisa vorne, sie ist der wachsamste (und offvensivste) meiner hunde und nimmt ganz selbstverständlich das privileg in anspruch, fremde zu "begrüßen". der postbote gehört ihr :D
eine ressource, die bei drei hunden wirklich langsam knapp wird, ist zuneigung des menschen, hier werden die wahren schlachten geschlagen, vor allem in der weiber-fraktion. da kommt es immer wieder zu eifesüchteleien und kleineren reibereien (sprich: gezänk). der rüde mischt da nie mit, er hält sich absolut zurück.
ich vertrete die auffassung - was die hunde unter sich machen - jedenfalls solange niemand gemobbt wird oder blut in strömen fließt, ist ihr ding. ich bin kein hund - weder würden die hunde das je glauben, noch wollen. das man durch solche lächerlichkeiten wie fütterungsreihenfolge eine rangordnung beeinflusst, halte ich für ausgemachten blödsinn. man muss die rangfolge auch nicht so dringend beachten. wir sind für hunde analphabeten, wenn es um hündisch geht. die verstehen, das wir nicht verstehen. hunde können mit unserem kommunikationsdefizit umgehen :D
erst wenn eine sache zu dauerhaften irritationen unter den hunden führt, muss man nach einer lösung suchen, ansonsten kommen die damen und herren prima allein zurecht.

gruß
bettina

Tina1965
19.09.2005, 08:59
Jetzt bin ich schon super gespannt wie es mit der neuen Hündin wird. Wir fahren erst mal am 08.10. nach Bad Tölz (dort ist sie in der Pflegestelle) und machen dort dann ein paar Tage Urlaub. Wir holen sie dann jeden tag ab und nehmen sie mit zu unseren Spaziergängen. So haben wir die Möglichkeit uns kennenzulernen und vor allem auch die Hunde. Ja und dann nehmen wir sie mit nach hause und schauen wie es läuft.
Jetzt haben ja gerade die Hunde aus den südlichen Ländern den Ruf sehr verträglich mit Artgenossen zu sein. Lt. Pflegestelle läuft Ilka dort auch problemlos im Rudel, bestehend aus 5 Hunden, mit. Deswegen mache ich mir auch keine großen Sorgen, wir werden sehen wie es wird, wenn sie sich eingelebt habt.
Ich werde auf jeden Fall berichten wenn sie da ist.

Liebe Grüße
Tina