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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Denkaufgaben für jungen Hund



Jacqueline1705
12.09.2005, 22:24
Hallo ihr Lieben!

Ich bins schon wieder! Also, für alle, die mit mir nichts anfangen können: ich habe einen 4 Monate alten Dobermann-Labrador Mischling namens Rocco. Er braucht natürlich sehr viel Bewegung und ist ein ungehöres Kraftpaket. Ich sorge viel für Auslauf und dass er viele Möglichkeiten hat mit anderen, auch gleichaltrigen Hunden seine Kraft messen und trainieren kann. Aber er ist auch ein helles Köpfchen und auch das möchte ich gerne trainieren.
Kennt jemand ein paar Spielchen, mit denen man auch den Kopf des Hundes trainieren kann? So kleine Denkspiele, die man auch zu Hause machen kann?

Vielen lieben Dank im Voraus!

Jacqueline & Rocco :cu:

Samuel
13.09.2005, 00:13
Nichts gegen kleine Spielchen, aber meinst du nicht auch es wäre besser ihn erst mal mit Dingen zu fördern und zu fordern, die auch in eurem späteren Zusammenleben von Bedeutung sein werden. Selbst erfahrene Hundebesitzer sind damit viele Monate vollkommen ausgelastet.

Nichts für Ungut

Christian

cutterlin
13.09.2005, 11:53
Du könntest ihm zum Beispiel beibringen, sein Spielzeug beim Namen zu kennen und zu bringen. Dafür müsste er aber apportieren können, auch Kopfarbeit. Dann benennst du verschiedene Spielzeuge, indem du, wenn du z.B. mit einem Ball spielst, sagst: "Bring den BALL"
oder ähnliches. Braucht aber viel Zeit, so ein junger Hund kann sich ja noch nicht so lange konzentrieren. Aber wenn er das kann, kann das auch nützlich sein, was mit Spielzeug klappt, klappt auch mit Leine, Schlüssel etc...

Jacqueline1705
13.09.2005, 12:16
Hallo Christian!

Also, die Denkspiele sollen natürlich nicht seinen gesamten Tagesablauf bestimmen. Natürlich lernt er Dinge die "wichtig" sind ganz intensiv. Dafür bin ich ja auch mit ihm in der Hundeschule und ich finde, dass er mittlerweile schon viele Dinge sehr gut beherrscht, die er in seinem Alter können muss. Und er ist teilweise weiter als andere Welpen in dem Welpenspielkurs. Und Monate ist damit kein Hundebesitzer beschäftigt, sondern ein ganzes Hundeleben lang sollte man mit einem Hund lernen und üben. Niemand sollte irgendwann damit aufhören und sagen "Mein Hund kann jetzt alles, was er für ein Zusammenleben mit mir braucht" - und fertig! Gerade Hunde sind ganz intelligente Wesen, die glücklich sind, wenn sie Aufgaben für ihre Besitzer lösen und ausführen dürfen und danach dafür gelobt werden. Ein Hund strebt nach Anerkennung, dann ist er glücklich!
Und genau aus diesem Grund möchte ich meinem Hund das Lernen so abwechslungsreich wie möglich gestalten. Damit er immer Spaß am Lernen behält. Und den verliert er garantiert, wenn ich jeden Tag stur nur mit Sitz, Platz, Bleib, bei Fuß, usw. übe.

Gruß Jacqueline & Rocco

lotharingia
13.09.2005, 16:38
Hallo Jaqueline,

Ich finde es wichtig, schon früh mit dem Hund auch anderes zu üben, vor allem, weil es manches erleichtert, wenn dein Hund z.b. anhand eines Spielzeuges lernt und nicht nur mit Leckerlies.

Apportiert er schon? Wenn nicht bring es ihm bei. Mit dem Spielzeug kannst du ihm dann alles mögliche beibringen, suchen, springen u.s.w. Aber ich will hier nicht gross rumlabern, ohne zu wissen, was er bereits kann ;)

Jacqueline1705
13.09.2005, 21:47
Hallo Lotharingia!
Schön, dass du meiner Meinung bist! :wd:
Ja, apportieren kann er schon sehr gut. Ist wohl der Labi in ihm, der das besonders einfach macht.
Nun, ansonsten kann er das für sein lter entsprechende. Er kommt natürlich wenn ich ihn rufe, er macht aus jeder Position Sitz und Platz, er lässt sich auch teilweise schon beim rennen mit Platz stoppen und er gibt Pfötchen auf Kommando. Im Moment üben wir ganz intensiv bei Fuß an der Leine zu gehen und Bleib.
Er apportiert auch Sachn aus dem Wasser - geht aber nur bis zum Hals ins Wasser.
Ich würde gerne mit ihm Suchspiele machen, aber ich weiß nicht so recht, wie ich das anstellen soll, ist aber wahrscheinlich ganz simpel...
Ich möcte auch gerne "Geschicklichkeitsspiele" mit ihm machen, dadurch soll ja bei Hunden die Motorik besser werden. Vielleicht hat ja jemand Erfahrung mit soetwas!

Lieben Gruß
Jacqueline & Rocco :cu:

lotharingia
13.09.2005, 22:43
Also, suchen übt sich so: Du tust so als wirfst du das Spielzeug, lässt es aber, wenn er losgerannt ist, hinter dir fallen und sagst "such". Wenn er das begriffen hat (kann schon ne Weile dauern, du kannst nachhilfen in dem du selber "suchst" und mit grossen Schritten langsam rumläufst und "Wo ist es" usw sagst), machst du es immer schwieriger. In die andere Richtung werfen, ins Gebüsch u.s.w. Später kannst du ihm "such verloren" beibringen indem du das Spielzeug beim spazierengehen unbemerkt fallen lässt und ihn dann suchen lässt (da muss er aber schon sehr gut suchen können). Die Abstände zwischen dem verlorenen Gegenstand und dem Ort, wo du das Kommando gibst, kannst du dann immer vergrössern.

Springen Kannst du ihm auch beibringen, in dem du das Spielzeug über etwas wirfst . Ich habe das mit Hecken gemacht. Zuerst laufen sie rum, aber irgendwann fangen sie an rüberzuspringen.

Andere Suchspiele kannst du mit Leckerlies und Spielzeug machen. Lass ihn Platzmachen und geh weg und lass Leckerlies oder Spielzeug (geht auch mit mehreren) auf dem weg hinter dir fallen. Suchen darf er dann erst auf Kommando. Für den Anfang kannst du die Sachen so hinlegen, dass er weiss, wo sie sind, damit er kapiert, worum es geht. Dann kannst du kleine Fährten legen mit leckerlies oder auch Brot u.s.w. Lass ihn Platz machen und geh Rückwärts von ihm weg und lass Stückchen Brot, Wurst oder Leckerlies hinter dir fallen. Dann lass ihn Suchen. Wenn er sehr gut Platz und bleib macht, kannst du längerere Fährten legen z.B. mit Brot und am Ende was besseres wie Wurst hinlegen. Du kannst dann auch jemand in den Wald laufenlassen mit seinem Spielzeug oder etwas tollem zu essen (während er warten muss), und er muss die Person dann finden.

Versteckspiele mit Menschen begreifen die Hunde sehr schnell und somit kannst du ihm eventuell das Kommando "such" beibringen. Wenn du mit sonst jemand spazieren gehst, kann sich einer verstecken, wenn er nicht kuckt, und er muss dann suchen. Ich lege mich dann öfters ins Grass und so, ums schwerer zu machen. Ist im Prinzip ja nicht anders als das sich vom Hund verstecken, damit er lernt, dich im Auge zu behalten.

Geschicklichkeitsspiele wie Leitersteigen und so kannst du üben in dem du ein Leckerlie vor seine Nase hälst. möglichst weit unten und ihn mit der Hand führst. Nur musst du natürlich drauf achten, dass die leiter nicht zu steil ist. Meistens findet man im freien Gegenstände, auf denen die Hunde gefahrlos balancieren können und sich auch nicht wehtun, sollten sie runterfallen. Mit der Leiter und sonstiges kannst du ja dann im Agility üben, wenn euch das Spass macht.

Zuhause kannst du auch Versteckspiele ohne Ende machen mit Leckerlies und Spielzeug. Ich würde auch versuchen, ihm beizubringen andere Gegenstände zu suchen und zu bringen. Das habe ich bei meiner Hündin versäumt unf weiss auch nicht, wie ich es ihr jetzt beibringen soll. Da weiss bestimmt sonst jemand rat ...?

Viel Spass.

Samuel
14.09.2005, 02:47
Ich will dich um Gottes Willen nicht dazu überreden, daß du das Trainingsprogramm langweilig gestaltest. Im Gegenteil!
Was ich damit ausdrücken wollte ist, daß die elementaren Dinge in diesem Alter das "Größte" sein sollten.
Ich sehe in letzter Zeit immer häufiger Hunde die kleine Kunststücke zuverlässiger und freudiger ausführen als Basishörzeichen. Das geschieht sicherlich nicht mit Absicht, aber man sollte schon bedenken, daß eine zwangarme Erziehung und Ausbildung unglaublich vieler Wiederholungen bedarf. Dabei sind Ablenkungen ein wichtiger Faktor. So wird das Ganze schnell zu einer recht zeitaufwendigen Geschichte. Wenn es Jemand schafft einen Hund binnen 15 Monaten (ist übrigens das Mindestalter bei einer BH), mit vernünftiger Ausbildungsweise, zu einem freudig und vor Allem zuverlässig arbeitenden Vierbeiner im elementaren Bereich zu machen ist das schon eine gute Leistung.

Ein zweiter Aspekt ist der Weg wo es mal hingehen soll. Das in diesem zarten Alter zu entscheiden fände ich für Beide nicht ideal.
Für den Hund nicht weil seine Anlagen in diesem Alter noch nicht komplett erkennbar sein können.
Für den HF vermutlich auch nicht weil die Meisten erst im Laufe der Zeit eine Richtung wählen (was ja auch sinnvoll ist).
Bei sehr vielen hundebegeisterten Menschen entwickelt sich beispielsweise das Bedürfnis sich mit Anderen über Ausbildungsdinge auszutauschen, sich gegenseitig zu unterstützen. Nicht Wenige tun das in Hundesportvereinen und wählen somit irgendwann eine Sportart (sei es nun Agi, THS, VPG, FH, RH oder sonst was). Mehr als ärgerlich ist es dann wenn man etwas falsch oder unpassend aufgebaut hat. So ist suchen nicht gleich suchen und apportieren nicht gleich apportieren.



Ich würde gerne mit ihm Suchspiele machen, aber ich weiß nicht so recht, wie ich das anstellen soll, ist aber wahrscheinlich ganz simpel...

Klar, Suchspiele bei denen man selbst die Regeln festlegt (am besten noch nach dem was der Hund anbietet) sind völlig simpel. Echtes Fährten (ob nun Sport- oder "Gebrauchs"fährte) sind es keineswegs!
Aus Ersterem ist schell die "Luft" raus, Zweites als Team in Perfektion zu erlernen ist eine Lebensaufgabe. So ist das mit fast allen Dingen in der Hundeausbildung.
Hundesport ist Denksport!

...und das für beide Seiten.
Allerdings nur dann wenn das Niveau nicht viel zu tief angesetzt wird.

Jacqueline1705
14.09.2005, 21:28
Hallo Christian!

Also, so wie sich das anhört, legst du die Messlatte sehr hoch. Wenn ich daran denke, nur mit ihm die "Basisübungen" durch zu orgeln, verliere ja sogar selbst ich den Spaß am Training. Das was du da schilderst, hört sich alles so verbissen an. Ich versuche gerade einem "Hundekind" ein schönes Leben zu gestalten. Der richtige Ernst des Lebens kommt schon früh genug auf ihn zu. Natürlich werde ich mir erst später überlegen, was ich mit meinem Süßen für eine Sportart anstrebe. Dafür ist es jetzt allerdings viel zu früh.
Und wie soll ich denn herausfinden, für was sich mein Hund eignet, wenn ich nicht durch Spielerei seine Schwächen und Stärken herausfinde?!
Findest du nicht, dass man den Spieltrieb eines Welpen/Junghundes unterstützen sollte und nicht untergraben?
Er wird auch die Begleithundeprüfung ablegen, wenn er alt genug dafür ist. Und glaub mir, ich bin mir mehr als 100% sicher, dass er das ganz locker schaffen wird, weil er eine gute Erziehung genießt und schon jetzt bei allem sehr aufmerksam mitarbeit.
Ich hätte mir auch keinen so großen und aktiven Hund geholt, wenn ich mir nicht bewusst darüber wäre, dass gerade solche Tiere beinahe "perfekt" ausgebildet sein müssen.
Und ich glaube du verstehst nicht, worum es mir geht! Ich will meinem Hund keine Kunststücke beibringen, sondern seine Geschicklichkeit und Aufmerksamkeit fördern und was soll daran verwerflich oder gar störend für eine gute Ausbildung sein? Ich denke, ganz das Gegenteil ist der Fall. Denn eine besondere Aufmerksamkeit ist doch sehr hilfreich für die Ausbildung.
Ich möchte Spaß am Leben mit meinem Hund haben und ich möchte auch, dass mein Hund Spaß am Leben mit mir hat und mich als einen sehr guten Freund ansieht. Was du schreibst, hört sich für mich nach extremen Ehrgeiz an. Nach "Pokal- und Siegesstreben". Das mag zwar für einige Hundebesitzer ein wichtiger - für manche leider sogar der wichtigste - Aspekt zu sein, für mich aber nicht.

Samuel
15.09.2005, 01:55
Hier liegt, glaube ich, wirklich ein Mißverständnis vor.
Zumindest in großen Teilen.
Ich weiß ja nicht wie ihr die "Basisübungen durchorgelt", ich für meinen Teil versuche sie für den Hund zu einen sehr positiven Ereignis zu machen. Daher ja auch der ganze Aufwand. Mit Zwang wäre das "Soll" deutlich schneller erfüllt.

Nimmt man z.B. in die Liste der Grundlagen die Übungen Abliegen, Fuß gehen (bestehend aus mind. 6 Teilebereichen), Absitzen, Heranrufen, Abliegen oder Heranrufen aus der Bewegung (am besten Beides), sowie die üblichen Teile der Leinenführigkeit und Unbefangenheit, dann kommt man locker auf 10 Übungen pro Tag ohne sich am nächsten komplett zu wiederholen.
So kommt man schnell auf 40 Minuten (z.B. 4x10) pro Tag in denen die volle Aufmerksamkeit gefordert ist. Für meine Begriffe ist das schon eine ganze Menge Kopfarbeit für einen jungen Hund, schließlich muß er noch "so nebenbei" die Welt erkunden.



Also, so wie sich das anhört, legst du die Messlatte sehr hoch.

Wenn du das so nennen möchtest, ok. Aber dieses sind nun mal Dinge, die euer weiteres Zusammenleben maßgeblich bestimmen werden. Erstens durch die Zuverlässigkeit, denn diese ist nun mal abhängig von Wiederholungen, positiven Erfahrungen und Konsequenz. Und zweitens durch die enge Bindung und das Vertrauensverhältnis welches durch diese gemeinsamen, schönen Rituale wächst.
Wenn du Üben als "Ernst des Lebens" bezeichnest und im auch in div. anderen Formulierungen immer wieder auf Verbißenheit anspielst, so kann ich das ehrlich gesagt kaum nachvollziehen. Wenn es das für dich ist..... ok, das ist dein Ding. Aber deinem Hund sollte es Spaß machen. "Üben", "arbeiten" und "lernen" ist für einen Hund nichts Schlechtes wenn die Bedingungen stimmen. Im Gegenteil! Es gibt eigentlich nichts Größeres als mit seinem Zweibeiner Probleme zu lösen und dann die Bestätigung einzuheimsen.





Und ich glaube du verstehst nicht, worum es mir geht!

Das kann schon sein, daß ich da etwas falsch verstehe.
Ich wollte dir im Prinzip nur aufzeigen, daß es nicht um die Quantität der Ereignisse geht, sondern um die Qualität.

Meiner Meinung nach ist es eben wichtiger einem jungen Hund eine solide, positive Basisausbildung angedeihen zu lassen und ihn ansonsten Junghund sein zu lassen als ihn mit Angeboten zu überhäufen.
Verstehe das nun aber auch bitte nicht so als dürfte man sonst nichts mit seinem Vierbeiner unternehmen. ;)

Zeige ihm allen möglichen Dinge: Wiesen, Felder, Wasser, Städte, Baustellen, Bahnhöfe, Trödelmärkte, Geschäfte und Busse von innen....... ach, eben Alles was dazugehört und du wirst merken, daß man auch so erkennt was seinem Hund liegt.


Denn eine besondere Aufmerksamkeit ist doch sehr hilfreich für die Ausbildung.

Na klar ist sie das. Sie ist die Grundlage von Allem.
Nur sollte die Aufmerksamkeit dir gelten und nicht einer bestimmten Aktion.
Ein guter Hundeausbilder bis du dann wenn dein Hund auch in 10 Jahren noch freudig, aufmerksam und erwartungsvoll neben dir läuft.
Und ja, dazu muß man etwas ehrgeizig sein. Aber es geht nicht zu Lasten des Hundes. Das ist der feine aber entscheidende Unterschied!

Jacqueline1705
15.09.2005, 11:02
Ich übe mit meinem Hund viel am Tag und eben genau diese Basisübungen, die du meinst. Er macht auch mit Spaß mit, doch er ist selbst nach einer halben Stunde oder vielleicht auch mehr am Tag noch nicht ausgelastet und er freut sich ein Loch in den Bauch, wenn er danach mit mir spielen darf. Und dazu gehören nunmal Apportieren, Such- und Ziehspiele. Da er aber nun schon körperlich etwas getan hat, soll er nun auch noch etwas für sein Köpfchen tun.
Ich lasse meinen Hund das sein, was er ist - einen Hund. Doch soll ich ihm die Freude am Spiel mit mir nehmen, weil er das wichtige für ein Leben mit mir gelernt hat und als Dank dafür lasse ich einfach nur in Ruhe das machen, was er will? Warum sollte ich nicht seine Freude am Spiel unterstützen? Er ist eben ein sehr verspielter Junghund und ich finde es grenzt dann ja schon fast an Tierquälerei, so ein Tier ständig mit sich alleine spielen zu lassen, weil ich nur "Ernste" Dinge mit ihm übe.
Es klingt ja fast so, als fändest du spielen mit dem Hund als "Kinderquatsch" oder gar lächerlich.
Ach, und ich gestalte die "Basisübungen" - wie du es so schön nennst - ganz abwechslungsreich. Nur übe ich nicht so lange mit ihm, bis er von sich aufhört mit dem Training, denn das ist grundlegend falsch. Ich beende das Training vorher und zwar mit einem für ihn positiven Ereignis. Mit einer Übung die er schon gut beherrscht und somit ein Lob am Ende der "Trainigsstunde" bekommt.
Ich denke nicht, dass das eine falsche Einstellung ist.
Und noch etwas zu deinem vorletzten Eintrag: apportieren ist nicht gleich apportieren und suchen nicht gleich suchen - Soll ich meinen Hund der gerade mal vier Monate alt ist, apportieren lassen, wie einen gut ausgebildeten Jagdhund oder ihn Fährten suchen lassen wie einen gut ausgebildeten Schutzhund? Dass das ja wohl unmöglich ist, müsste dir doch wohl klar sein!
Klar gehe ich mit ihm überall hin, in Geschäfte, in die Stadt, in den Wald, usw. Ich bin jeden Tag ca. 2 Stunden mit ihm draußen (außerhalb des Gassigehens natürlich), aber erkläre mir mal bitte, wie ich dabei seine Stärken und Schwächen herausfinden soll? Wie soll ich so merken, ob er Spaß am Springen (Richtung Turnierhundesport), oder Apportieren, usw. hat? Das merke ich doch nicht beim Einkaufen mit meinem Hund!
Ich würde mal gerne wissen, wie ein Waldspaziergang bei dir und deinem Hund aussieht. Spielst du nicht auf einer großen Wiese mit ihm und wirst ein Spielzeug, damit er es dir freudig strahlend wiederbringt? Wirfst du keinen Ball ins Wasser, den er dir glücklich wieder bringt (geht natürlich nur bei kleinen Wasserratten), versteckst du dich nicht mal kurz hinter einem Baum, wenn er gerade nicht aufpasst und freust dich dann mit ihm darüber, dass er dich wieder gefunden hat?
Übst du bei einem Waldspaziergang auch nur - oder gar nicht?
Ich mache beides mit ihm. Ich übe ein paar Sachen mit ihm und lasse ihn dann wieder spielen und wenn sich dann wieder eine schöne Situation ergibt, übe ich wieder etwas mit ihm usw. Mein Hund scheint darüber sehr glücklich zu sein.
Bisher habe ich auch nur gutes von anderen über seine bisherige Erziehung gehört.

:cu:

Jacqueline1705
15.09.2005, 12:34
Hallo lotahringia!

Danke für deine lieben Tipps. :-*
Ich werde gleich nach Roccos Mittagsschläfchen anfangen mit ihm "Such" zu üben. Mal sehen, ob es ihm Spaß macht.

Lieben Gruß
Jacqueline & Rocco :cu:

lotharingia
15.09.2005, 13:42
Hallo Jaqueline,

So wie du deinen Hund schilderst hat er sicher Spass dabei. Meine Hündin Buffy war mein erster Hund und ich hatte mit ihr ziemliche Gehorsamsprobleme. Ich habe von afang an mit ihr gespielt und langsam merkte ich, dass ich sie durch's spiel zum Gehorsam bringen konnte und so habe ich es dann auch gemacht. Mittlerweile ist sie so brav, dass die Leute alle meinen, ach wär meiner nur so u.s.w, keiner glaubt mir, dass sie früher unmöglich war ;) Bestimmt habe ich einiges falsch gemacht, aber trotzdem ist sie durch's Spiel und durch die Beschäftigung ausgeglichen geworden.

Ich finde, so wie du es schilderst, machst du alles richtig und du wirst mit deinem Hund bestimmt viel Spass haben. Du vernachlässigst ja nicht den Grundgehorsam, in dem du auch andere Sachen mit dem Hund übst.

Leider interessiert sich unser Rüde nur mässig für's spielen mit Menschen oder für irgend welche Aufgaben. Natürlich habe ich mit ihm auch Spass und habe ihn genauso lieb wie die Buffy, aber er wird wohl nie mit dieser absoluten Hingabe bei irgend einer Sache sein, wie unsere Hündin es ist. Ich denke, dass das eventuell daran liegt, dass sein vorheriger Besitzer sich einfach nicht mit ihm beschäftigt hat (weder mit spielen, noch mit Grundgehrsam - er konnte, als wir ihn übernommen haben mit 11 Monaten noch nicht mal "sitz"!).

Samuel
15.09.2005, 14:42
Warum sollte ich nicht seine Freude am Spiel unterstützen?

Wo steht, daß du das nicht tun sollst?
So langsam habe ich die Vermutung, daß du unterschwellig Dinge zwischen die Zeilen interpretierst, die so dort gar nicht stehen. Sind es die Formulierungen, die du "ernst" findest?
So unterhalten sich viele Hundler nun mal und irgendwann färbt das ab. Wenn da z.B. steht, daß nach einer gut ausgeführten Übung eine Bestätigung folgt, dann heißt das nichts anderes, als das man mit dem Hund ausgelassen spielt. Klar man könnte auch schreiben, daß man ,wenn der Hund als Beispiel korrekt und aufmerksam Fuß läuft, die Beißwurst in der Bewegung aus der Tasche zeiht, den Hund verbal freigibt, und sich anschließend mit ihm auf der Wiese herumrollt. Nun ist aber jeder Hund anders und man geht davon aus, daß der HF (auch schon wieder so ein formeller Begriff) weiß was seinem Hund Spaß macht und es entsprechend einsetzt.
So habe ich meine blauen Flecke sicherlich nicht weil ich regelmäßig verhauen werde, sondern weil ich meinen Hund viele Male am Tag "bestätige". Mal sind es nur Kleinigkeiten wie ein Leckerchen, ein Lob oder Streicheleinheiten, mal ist es sein heißgeliebter Ball den er erbeuten kann...... tja und regelmäßig ist es dann eben auch sein Lieblingsspiel und das ist nun mal "sich um die Beißwurst kloppen".



Soll ich meinen Hund der gerade mal vier Monate alt ist, apportieren lassen, wie einen gut ausgebildeten Jagdhund oder ihn Fährten suchen lassen wie einen gut ausgebildeten Schutzhund?

Nein. Du sollst dir nur nicht die Möglichkeit nehmen, dieses später einmal zu tun. Genau das passiert aber recht schnell wenn man einfach mal etwas ausprobiert.
Klar macht es Spaß mal eben zu testen ob der Junghund ein Stück Fleischwurst in der hohen Wiese findet - man sollte sich dann nur bewußt sein, daß ein solcher Hund nach nur wenigen Wiederholungen evtl. nie wieder mit tiefer Nase suchen wird. Damit hätten sich dann die Richtungen FH, VPG, zum Teil RH u.ä. komplett erledigt.




Wie soll ich so merken, ob er Spaß am Springen (Richtung Turnierhundesport), oder Apportieren, usw. hat? Das merke ich doch nicht beim Einkaufen mit meinem Hund!

Richtig, ob er gern springt merkst du nicht unbedingt auf dem Weg durch die City. Dafür kannst du aber erkennen (und auch bedingt beeinflussen) wie unbefangen er an bestimmte Situationen herangeht. Und es gibt Bereiche in denen ist Unbefangenheit ein absolutes Muß.
Ob er sich gern bewegt und springt merkst du spätestens auf den Ausflügen in dem Wald. (Es geht hier um einen Dobermix wenn der sich nicht gern bewegt, dann stimmt was nicht.)



Ich würde mal gerne wissen, wie ein Waldspaziergang bei dir und deinem Hund aussieht.

Das ist völlig verschieden und hängt maßgeblich davon ab was wir vorher gemacht haben, oder was wir danach tun werden.
Nach einem anstrengenden Training werde ich mich hüten ihn mit dem Ball zu scheuchen. Dann gehen wir nur ein Stück und setzen uns irgendwo hin und entspannen (ok ich sitze.... er liegt und kaut Stöckchen).

Wenn sonst nichts für den Tag geplant ist sieht es natürlich anders aus. Wobei diese Tage doch eher selten sind.

lotharingia
15.09.2005, 14:54
Hallo Samuel,

Meine Hündin sucht mit tiefer Nase und auf den hinterbeinen stehend, wenn das gesuchte im Baum ist. Im langen Grass springt sie beim suchen, und das obwohl sie es nicht in einem Verein gelernt hat, sondern mit mir Laien und als Welpe. Mein anderer Hund sucht nur mit tiefer Nase (na gut, er sucht auch im Wasser). Darüberhinaus hat sie nach vielem üben das springen gelernt und konnte es nicht einfach nur so. Meine anderer Hund will nicht springen (er macht es nur, wenn er keine Wahl hat), obwohl er ein Schäfer-Husky Mischling ist.

Ich bezweifele, ob meine Hündin diese Sachen könnte, wenn sie sie nicht als Junghund gelernt hätte.

Jacqueline1705
15.09.2005, 15:15
Hallo lotharingia!

Es freut mich diese netten Worte hier von dir in dieser Dikussion zu hören. Das muntert mich wirklich auf.
Ich habe vorhin ein bisschen das Suchen mit Rocco geübt. Na ja, wirklich geklappt hat es noch nicht, aber er versteht wenigstens, was ich von ihm möchte und er hatte Spaß dabei. Das ist für mich ja eh die Hauptsache.

Später hat er sich noch ausgiebig selbst belohnt mit einem Knochen, den ich für ihn gekuaft habe, ihm aber erst später geben wollte. Er hat ihn gerochen, geSUCHT und gefunden... Ja ja, wenn doch alles immer nur so schnell bei ihm gehen würde. ;)

Das mit deinem Rüden finde ich schade. Wie können Menschen Tiere nur so sehr vernachlässigen. Aber wenigstens hat er es ja jetzt bei dir mehr als gut. Was für Hunde sind die zwei denn?

Lieben Gruß

@Christian: Ich glaube, es hat gar keinen Sinn darüber weiter zu diskutieren, weil wir zwei einfach völlig unterschiedliche Ansichten haben. Du wirkst sehr leistungsorientiert und scheinst einfach nicht zu verstehen, dass es Menschen gibt, die ebenfalls an Leistung interessiert sind, aber auch Umwege auf ihrem Weg zum Ziel in Kauf nehmen.
Nur weil ich mit meinem Junghund spiele und mich intensiv mit ihm beschäftige, verbaue ich uns doch keine Zukunft im Hundesport. Das ist völliger Quatsch und habe ich auch noch nie zuvor von irgendjemandem gehört. Noch nicht einmal von jemandem, der keine Ahnung von Hunden hat.
Der Erfolg, den ich mit Rocco in der Erziehung habe, gibt mir Recht, dass ich auf dem richtigen Weg bin, ihn zu einem sehr, sehr guten Begleiter zu machen!
Und das Eine möchte ich jetzt mal ganz nachdrücklich klären: Ich scheuche meinen Hund garantiert nicht mit einem Ball oder sonstiges. Wenn er erschöpft ist, dann lasse ich ihn selbstverständlich in Ruhe. Und ich möchte mir nichts gegenteiliges von dir unterstellen lassen.
Außerdem lese ich nichts zwischen den Zeilen und ich verstehe die Ausdrucksweise die du wählst auch sehr gut und habe keine Probleme damit, sie richtig zu interpretieren.
Nur du scheinst zwischen meinen Zeilen einiges zu finden, was es gar nicht gibt. So frage ich dich, woher du die Behauptung nimmst, dass sich mein Hund nicht gern bewegt? Wir reden hier von einem Dobermann Labrador Mix. Jeder der nur ein wenig Ahnung von diesen beiden Rassen hat, wird wissen, dass sie unglaublich viel Bewegung brauchen und fordern.

Es gibt ganz einfach mehr, als nur schwarz und weiß zum Thema Hunde und deren "richtige" Erziehung. Man sollte lernen, in der heutigen Zeit auch mal grau zu sehen als nur stur schwarz und weiß. Erst dann ist man offen für andere, neue Sachen. Du hast für dich und deinen Hund einen Weg gefunden, den ihr beide mehr oder weniger gemeinsam geht. Das ist schön für euch, doch nun lass andere ihre Wege gehen und ihr Glück finden. Jeder Mensch und jeder Hund hat andere Interessen, welche man berücksichtigen und akzeptieren sollte.
Ich habe mir bereits mal einige deiner Berichte durchgelesen und finde, dass du immer einen sehr harten und auch - entschuldige bitte den Ausdruck - geschwollenen Ton anschlägst. Du greifst hier oft Leute an, die nicht deiner Meinung sind und das finde ich sehr schade, denn wir sind alle aus ein und demselben Grund hier - der Lieben zu unseren Tieren. Ich bin auch oft anderer Meinung als manch andere, doch trotzdem rede ich normal mit den Leuten und greife sie nicht an, denn damit erreicht man garantiert kein umdenken, sondern ganz das Gegenteil.
Schade, dass unsere kleine Diskussion so endet, aber ich sehe keinen weiteren Sinn darin.

Samuel
15.09.2005, 15:42
Im langen Grass springt sie beim suchen, und das obwohl sie es nicht in einem Verein gelernt hat

Oder vielleicht auch gerade deshalb. ;)
Nee, im Ernst es ist ja nicht schlimm wenn ein Hund Dinge nicht nach Prüfungsordnungen erledigt. Das sind ja keine Gesetze, sondern die Beschreibung einer idealen Ausführung um eine Vergleichbarkeit zu schaffen. Wer sich nicht vergleichen will, dem könne sie schnuppe sein.
Da Viele sich aber erst später entscheiden Hundesport zu betreiben kam an dieser Stelle der Hinweis sich dieses nicht leichtfertig zu verbauen oder unnötig extrem zu erschweren.



Ich bezweifele, ob meine Hündin diese Sachen könnte, wenn sie sie nicht als Junghund gelernt hätte.

Na klar hätten sie das gelernt. Ich habe meinen Hund (Dobermann-Schäfer-Mix) erst mit 6 Monaten aus dem TH bekommen. Sein Zustand war schlicht erbärmlich.
Dieser Hund hat mit 15 Monaten seine erste Fährte gesehen und ist nun bei einer ?Fährtenprogramm? von 1800 Schritten, 7 Gegenständen und Winkeln, so wie einem Bogen angekommen. Ist übrigens eine 3 Stunden alte Fremdfährte.
Er ist sicherlich nicht perfekt, aber mit einem Alter von 3 1/2 Jahren hat er ja auch noch etwas Zeit sich zu verbessern.

Samuel
15.09.2005, 15:59
Schade, dass unsere kleine Diskussion so endet, aber ich sehe keinen weiteren Sinn darin.

Das sehe ich mittlerweile leider genau so, denn auch in deinem letzten Beitrag wirfst du mir wieder Behauptungen vor, von denen exakt das Gegenteil in meinem Text zu finden ist.

Ich habe lediglich versucht dir eine Anregung zu geben. Wenn du das nicht möchtest, ok. Wenn du anderer Ansicht bist, auch ok. Wir können gern heftig darüber diskutieren...... aber bitte ohne haltlose persönliche Unterstellungen und den andauernden Versuch Geschriebenes ins Gegenteil umzukehren.

lotharingia
15.09.2005, 16:00
Hallo Jaqueline,

Hahaha, der schlaue ;)

Es dauert ein bischen, bis die das mit dem suchen raffen, aber haben sie es mal geschnallt, dann finden sie es absolut toll. Sogar unser Rüde (Apollo) sucht gerne, aber er sucht nur essbares und leider findet die Buffy alles immer zuerst, wenn sie es zusammen machen. Die Buffy hat als Welpe oft mit einem Dobermann gespielt, von dem sie viel gelernt hat. (Leider sieht sie ihn heute eher selten, da Frauchen der Meinung ist, ihrer versteht sich nicht mit Apollo). Wenn du jemanden kennst, mit einem erwachsenen Hund, der so was kann und ihr zusammen spazieren geht, dann lernt Rocco vielleicht noch schneller.

Buffy ist vermutlich ein Appenzeller-Mischling und Apollo ist ein Husky-Schäferhund-Mischling. Hier kannst du sie sehen:

Buffy:
http://people.delphiforums.com/LOTHARINGIA/private_pics/foon_garden.jpg
Alle 2
http://people.delphiforums.com/LOTHARINGIA/private_pics/pol_foon_garden.jpg
Und noch mal alle 2 (mit noch wem):
http://people.delphiforums.com/LOTHARINGIA/private_pics/petal_dogs.jpg

@Samuel

Ich wollte damit nur sagen, dass meine Hündin ihre Suchweise den Umständen entsprechend ändert. Sie ist nicht riesig gross (48 cm Schulterhöhe) und springt immer durch länges Grass, ob sie nun sucht oder nicht. Ich vermute, es stört sie, dass sie sonst nichts sehen kann.

Also ich habe es bis jetzt nicht geschaft, meinen Rüden für etwas zu begeistern, ausser im Fluss beim schwimmen Wurst zu suchen und auch essbares auf Land. Ich vermute aber, dass er beim suchen ausbaufähig ist. Er will absolut nicht apportieren u.s.w. und laufen findet er ganz blöd ;) Wenn du Tipps hast, wie ich ihn animieren kann, wäre ich dankbar.

Jacqueline1705
15.09.2005, 16:20
@ Christian:

Ich glaube, du übertreibst ein wenig. Ich habe nur deine Art und Weise gewählt jemandem etwas "an den Kopf zu schmeißen". Ich fühle mich von dir persönlich angegriffen, weil du einfach einen sehr harten Ton anschlägst. Du bist begeisterter Hundesportler. Schön für dich - ich hingegen bin im Moment nur Welpenmami. Akzeptiere doch einfach, dass es Menschen gibt, die mit einer 1800 Schritt Fährte über 7 Meter usw. nichts anfangen können.
Du übersiehst hier die Ausgangsposition! Rocco - Welpe - 4 Monate alt - in Grundausbildung.

Da hat Fährtensuchen und so ein Gedöhns noch gar nichts verloren. Das kommt erst später.

Und nein, du wolltest mir keine Anregungen geben. Du möchtest, dass ich deinen Weg der Hundeausbildung als den einzig wahren und wirklich tollen finden soll. Tue ich aber nicht. Ich selbst habe ein Ziel das ich erreichen möchte und bastel mir aus guten Tipps von anderen Leuten einen Weg. Nur kann ich ausschließlich Tipps gebrauchen, die zu Rocco und mir passen. Mein Hund soll nie Fährten lesen können, also wozu das ganze Theater darum?

Ich finde auch die Art und Weise wie du mit mir "sprichst" nicht gut. Änderst du das? - Nein! Weil ich einen anderen Weg gehe als du, meinst du den Ton mir gegenüber hart anschlagen zu müssen. Und, nein danke, ich möchte hier mit niemandem heftig diskutieren. Das ist nicht meine Art. Tut mir Leid, aber zum streiten kannst du dir jemand anderen suchen. Ich bin stets freundlich zu den anderen und erwarte das gleiche von den Menschen, die mich ansprechen. Ich suche hier Hilfe und den Kontakt zu netten Hundemenschen und keine heftigen Diskussion oder gar Streitereien.

Ich finde wirklich schade, dass du mich hier so angreifst und nur eine heftige Diskussion zu diesem Thema vorsiehst.

Wie gesagt, daran habe ich keinen Bedarf.

Samuel
15.09.2005, 16:28
Wenn du Tipps hast, wie ich ihn animieren kann, wäre ich dankbar.

Ich kenne deinen Hund ja leider nicht persönlich, insofern ist es da fast unmöglich eine Anregung zu geben.
Davon abgesehen ist mir bei nordischen Hunden schon häufiger aufgefallen, daß der Prozentsatz der Hunde die "annähernt erwachsen" werden größer zu sein scheint. Vielleicht hast du ja solch einen Vertreter. Sie sind in ihrer Art den erwachsenen Caniden ähnlicher als die übrigen Haushunde, die zeitlebens juvenil bleiben.
Solche Hunde motivierst du nur mit elementaren Dingen, da Spiel so gut wie keine Bedeutung für sie hat - sprich Futter.


Wenn ihm die Fährtenarbeit liegt, dann fordere ihn auf diesem Gebiet. Denn ein freudig laufender und springender Hund wird dann nie aus ihm. Das ist doch auch nicht weiter tragisch ein toller Hund ist auch so.


P.S.: Wie verhält er sich auf Spaziergängen? Marke Einzelgänger?

Jacqueline1705
15.09.2005, 16:36
@ lotharingia:

Du hast zwei wunderschöne, süße, hübsche Hunde! Wirklich klasse die zwei! :wd:
Sie gefallen mir beide wirklich außerordentlich gut!

Hmm, in der näheren Umgebung gibt es zwar sehr viele Hunde, aber leider sind deren Besitzer teilweise etwas merkwürdig. Ich wohne in der Nähe eines Schäferhund-Übungsplatzes und was da so unter Ausbildung verstanden wird, finde ich beinahe grausam. Viele kommen mit den Hunden im Auto angefahren, obwohl der Weg dorthin zu Fuß richtig schön zum Spazierengehen ist. Am Platz werden die Hunde herausgeholt und dann arbeiten sie ein bisschen mit ihnen. Das geht meist mit viel Schreierei von statten. Die Hunde tragen dort ausschließlich Stachelhalsbänder - anders ist da glaub ich gar nicht zugelassen. Nach ein paar Übungsrunden werden die Tiere dann abgelegt und die Besitzer trinken ein, zwei Bierchen zusammen, packen ihre Hunde ein, fahren sie nach Hause und geben sie dort in ihre Zwinger.
Einmal bin ich einem solchen Schäferhund im Wald begegnet. Dort spielten gerade mehrere Hunde auf einer großen Wiese miteinander. Auch Rocco war dabei. Der SH war ohne Leine unterwegs als er die spielenden Hunde sah. Er zischte direkt ab und wollte mitspielen. Der Besitzer schrie wie von Sinnen hinter ihm her. Doch da war die ach so tolle und konsequente Erziehung vergessen. Der Hund wollte spielen. Wir anderen Hundebesitzer versuchten den Herrn in ein Gespräch zu verwickeln, damit er den armen Hund ein wenig Spaß gönnte, doch er packte sich seinen SH, zog ihn äußerst brutal am Stachelhalsband(!) und schrie auf ihn ein - direkt in sein Ohr. Danach bekam er noch einen Klaps aufs Hinterteil und wurde angeleint und mitgeschliffen. Der Mann brüllte uns dann noch an, dass wir Hobbyhundehalter das ganze Ansehen der wahren Hundesportler mit unserer 08/15 Erziehung in den Dreck ziehen.
Ich finde soetwas unglaublich grausam und unter jeglicher Würde. Mir tat der arme Hund unendlich Leid.
Rocco ist viel mit anderen Hunden zusammen (aber leider nur, wenn wir zum Spazierengehen im Wald sind), von denen er sich bereits einiges abgeguckt hat. Kürzlich hat er das talentierte Ballspielen von einem Terrier beobachtet und ist seitdem begeisterter Allein-Ball-Spieler geworden, was vorher unmöglich war. Er hat sich nie alleine mit einem Ball beschäftigt. Sieht aber noch sehr lustig aus, wenn er mit seinen noch viel zu großen Pfotech einen Tennisballgroßen Gummiball verfolgt.

:cu:

Samuel
15.09.2005, 16:40
Ich bin stets freundlich zu den anderen

Ich hoffe du erlaubst gewisse Zweifel an dieser Aussage... :?:


Und nein, du wolltest mir keine Anregungen geben.


Doch das wollte ich und zwar die hier


Da hat Fährtensuchen und so ein Gedöhns noch gar nichts verloren. Das kommt erst später.

Du hast damit inhaltlich meinen allerersten Beitrag wiederholt. Nichts anderes wollte ich dir sagen: "Laß doch das Gedöns weg."
Meine Formulierung fand ich aber, mit Verlaub, doch etwas höflicher. ;)

Jacqueline1705
15.09.2005, 16:47
Aber du musst doch mal verstehen, dass ich eben mit meinem Hund solche Spiele machen möchte, es geht in meinem Beitrag um dein professionelles Fährtensuchen. Das hat bei einem Junghund noch nichts verloren. Alles andere sind kleine Spielereien.

Damit es jetzt ganz klar wird, ich finde deine "Anregung" diese Spiele wegzulassen nicht gut und alles andere, was du hier geschrieben hast, passt einfach nicht zu dem oben genannten Thema, welches lautet: "Denkaufgaben für jungen Hund". Lass dir das mal auf der Zunge zergehen und überlege dann mal, ob du mit deinem Hundler-Deutsch und Fachchinesisch des "gehobenen Hundesports" hier nicht doch ein wenig fehl am Platze warst.

Wie oft gehst du denn so mit deinem Hund zum Fährtensuchen? Reicht es dir nicht dort so zu reden? Ich hatte lediglich eine kleine Frage und du machst da so eine riesen Diskussion draus. Kannst du nicht ein bisschen höflicher sein?

Mit Verlaub, das bist du nämlich überhaupt nicht.

lotharingia
15.09.2005, 16:52
So hatte ich das nie gesehen (mit den elementaren Dingen). Es ist nicht so, dass er gar nicht spielt, aber er ist durch spiel oder spielzeug nicht zu motivieren, etwas anderes zu tun. Beim Spzierengehen ist es so: Die Buffy hängt mir fast die ganze Zeit an den Fersen und will beschäftigt werden. Es ist schwer eine Gelegenheit zu finden, was zu verstecken, da sie mich immer im Auge hat. Manchmal rennt sie Mit Apollo los, ist aber nie länger als 30 Sekunden weg. Sichtkontakt verleirt sie nur länger, wenn sie was sucht. Der Apollo läuft immer etwas weiter von mir entfernt und brauch keinen Sichtkontakt. Er läut NIE neben mir (wenn er abgeleint ist). Wenn ich mich verstecke ist er aber sofort da. Er zerrt zwar gerne am Spielzeug, springt, um es zu kriegen, oder spielt fang. Ist aber immer sehr schnell davon gelangweilt. Wenn er das Speilzeug ergattert, rennt er davon, schüttelt es, und lässt es fallen. Ohne Wurst geht er nur bei Hitze schwimmen. Wenn ein anderer Hund sich zu uns gesellt, dann spielt er sprodisch sogar energisch mit ihm, läuft aber hauptsächlich in der Gegend rum, checkt alles ab, und sucht Löcher, in denen er buddeln kann. Er hört zwar, aber immer mit Verzögerung. Ist das ein Einzelgänger? Im Haus folgt er mir überall hin und er hängt auch extrem and der Buffy.

Er ist in der Tat ein toller Hund, ausgesprochen lieb und sanft und ehrlich gesagt wohl der ideale Partner für Buffy, die wohl kaum einen anderen ihrer Art toleriert hätte. Leider kann auch ich nichts mit der von dir beschriebenen Fährte anfangen ;)

lotharingia
16.09.2005, 14:55
Hallo Jaqueline,

Danke. :D Hast du von deinem auch ein Bild?

Solche Leute, wie die, die du beschrieben hast, finde ich auch mehr als fragwürdig. Wie können die sich dann auch noch tierlieb schimpfen? Wie die Leute, die denken, man müsse alle Mischlinge erschiessen. Stell dir vor, nur profi hundesportler hätten Hunde? Wo kämen die anderen denn da alle hin? Aber das ist diesen "Tierfreunden" wohl egal. Man sagt ja auch nicht einem normalen Autofahrer, er würde den Rennsport in den Dreck ziehen ;)

Es gibt so viele nette Menschen mit Rassehunden, auch Züchter die man unterwegs trifft, und dann kommen ab und zu diese arrogenten Deppen, die denken, sie und ihre HUnde seien was besonderes. Habe anfang der Woche auch eine Dame getroffen, dessen Hündin der Buffy das Spielzeug geklaut hat und sie dann zu mir meinte, dass ihr Hund das nicht mehr hergint, weil sie "ausgebildet" sei. Desweiteren meinte sie dann, ich sei dumm mit meinem Hund dort zu spielen, wo es andere Hunde gibt!!! Nun ja, ich erzähl nicht die ganze Geschichte, weil die habe ich schon im Thread Mal wieder typisch erzählt. Wollte nur sagen, dass ich das voll blöd finde und diese Hunde tun mir auch total leid (obwohl die von mir erwähnte Dame wenigstens ihre Hunde mit anderen spielen lässt, auch wenn ihre was besseres sind ...)

Übrigens. Ich habe mir von kurzem ein Buch gekauft, dass dich bestimmt interessieren würde: Es heisst Mit Hunden spielen von Brigitte Rauth-Widmann. Ich habe es zwar schon einige Wochen, habe aber gestern zum ersten Mal richtig reingeschaut (habe mir einen Stapel gekauft und war bei dem noch nicht angekommen). Darin sind viele tolle Beschäftigungtips und Spiele, die du mit deinem Hund überall im Freien machen kannst, oder auch zu Hause. Das Angebot ist breitgefächert und ich denke, ein Hund wie deiner wirst du für viele Spielarten begeistern können. Vor allem wirst du mit diesen Spielen gewiss deinem Hund nicht die Zukunft verbauen, weil sie erklärt, wie man es richtig macht ;) Es kostet auch nur 7,95.

Schade, dass du nicht in der Nähe wohnst. Unsere Hunde hätten bestimmt Spass zusammen.

Jacqueline1705
16.09.2005, 18:04
Hallo lotharingia!

Ja, ich habe ein paar Bilder von meinem Schatz, aber die habe ich bis jetzt noch nicht auf den PC gespielt. Brauche erst noch ein Kartenlesegerät um die Speicherkarte von meiner Digitalkamera auszulesen. Aber sobald ich die habe, zeige ich dir mal ein paar Bilder.

Nach diesem Buch werde ich mich mal umsehen, hört sich wirklich interessant an. Danke für den Tipp! :)

Deine Geschichte in Mal wieder typisch habe ich bereits gelesen. Ich finde sowas richtig ätzend. Warum holen sich solche Menschen denn überhaupt ein Tier? Ich begreife das nicht.

Warum können nicht alle Hundebesitzer so sein wie wir hier?

Ja, ich finde es auch richtig schade, dass wir so weit voneinander weg wohnen, denn ich glaube, nicht nur unsere Lieblinge würden gut miteinander auskommen... :D

Lieben Gruß
Jacqueline & Rocco :cu:

lotharingia
19.09.2005, 18:08
Oh - das hört sich kompliziert an - ich muss nur die Kamera in den Computer stecken und ruck-zuck sind die Bilder da.
Ich freu mich schon jedenfalls darauf, ihn zu sehen.

Ich vermute, dass solche Leute denken sie seien die perfekten Herrchen. Es gibt so viele Leute in verschiedenen Lebensbereichen, die denken, sie wissen alles obwohl sie keine Ahnung haben und wie Hans Guck in die Luft durch die Gegend laufen. Das trifft auf diese bestimmt auch zu. Leider. Man hat doch viel mehr vom Leben, wenn man immer dazulernen möchte. :)


Ja, ich finde es auch richtig schade, dass wir so weit voneinander weg wohnen, denn ich glaube, nicht nur unsere Lieblinge würden gut miteinander auskommen...

Seh ich auch so :D

Grüße,

uta, buffy und apollo

Mocki
20.09.2005, 09:45
Hallo Jacqueline,

ich habe mir vor kurzem hier bei zooplus das Spiel "DogSmart" gekauft und meine Hündin spielt sehr gerne damit. Meist muss sie sich ihre Ration Trockenfutter am Nachmittag durch das Spiel erarbeiten - und es macht ihr richtig viel Spaß.




:cu: