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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : NRW/Hundegesetz



Scampolino
11.04.2002, 23:28
Der VDH unterstützt im neuen Mitgliederrundschreiben den Veranstalter
Menschen Tiere Werte e.V., z.B. auch indem er auf seiner Homepage www.vdh.de unter
"Infos zum Hundegesetz" offiziell auf die

Demo am 28.04.2002, ab 16.30 Uhr,
Burgplatz, D.dorf-Altstadt

macht bitte alles mobil, das zwei und vier beine hat. etwaige meldungen, leinenzwang vom tisch?, sind reine augenwischerei.

Euer Scampolino

Frauke
12.04.2002, 11:49
Hallo Scampolino,

für was demonstriert ihr denn eigentlich?

Es ändert sich doch fast nichts im Vergleich zur jetztigen Landeshundeverordnung NRW oder sehe ich das falsch.

Ich finde den Entwurf ziemlich o. K.!

40 / 20er Hunde dürfen dort, wo sie vorher ohne Leine laufen durften immer noch ohne Leine laufen und die Rasseliste Anlage 1 hat sich jetzt aufgesplittet in 1 und 2 und die bisherigen 2er-Listen-Hunde gehören jetzt zu den großen Hunden.

Man kann die "gefährlichen Hunde" immer noch vom Maulkorb- und Leinenzwang befreien lassen (und wer den nicht besteht, dem tut gut daran, seinen Hund an der Leine zu lassen bzw. einen Maulkorb anzulegen).

Und die ganzen Auflagen, die man erfüllen muss, um einen "gefährlichen" oder großen Hund zu halten, finde ich völlig in Ordnung. Denn vorher konnte ja nun wirklich jeder Depp sich einen Hund holen und damit machen was er wollte. Dies wird jetzt eingeschränkt. Wenn wir solche Anschaffungs- und Haltungsauflagen schon immer gehabt hätten, wären wir jetzt nicht in der Situation ein Landeshundegesetz zu benötigen. Wieviele Hundehalter sieht man Tag für Tag, die am besten keinen Hund hätten. Seid doch mal ehrlich.

Wenn ich das falsch sehen sollte, bitte ich um Antwort. Vielleicht habe ich das neue Gesetz ja auch völlig falsch verstanden, als ich es las.

Scampolino
12.04.2002, 14:29
Hallo Frauke!
Leider bist Du nicht richtig informiert, denn der Entwurf des neuen Landeshundegesetzes unterscheidet sich in einem ganz gravierenden Punkt: 40/20er Hunde in der Öffentlichkeit überall an die Leine! Und die Öffentlichkeit ist überall!
Im Wald, in den Wiesen, auf den Feldern, an Flußufern, am Strand......egal wo. Es würde bedeuten das alle diese Hunde nur noch in speziell ausgewiesenen Freilaufgebieten ohne Leine laufen dürfen, oder im fest umfriedeten eigenen Grundstück! Ein kleiner Unterschied zur noch geltenden LHV, oder?
Geh mal auf http://www.m-t-w.de dort kannst Du wie auch auf anderen Hundespeziefischen Seiten den Gesetzesentwurf nachlesen!
Ein Mitmachen bei der Demo in Düsseldorf würde für alle Hundebesitzer gut sein!

Gruß Scampolino

ChiaraKimberley
12.04.2002, 21:13
Hallo Frauke, hallo Scampolino,
es scheint leider irgendwie das Problem vieler Hundehalter zu sein, daß die geplanten Änderungen der LHV nicht richtig gelesen oder nicht richtig verstanden werden. Sicher sind gewisse Auflagen zum Schutz von Mensch und Hund sinvoll - z.B. eine vernünftige Ausbildung von Hund u. Halter, Haftpflichtversicherung und evtl. sogar Leinen- o. Maulkorbzwang z.B. in Zügen o. auf Bahnhöfen o.ä. Aber das muß für alle Hund und Halter gelten - nicht nur für bestimmte Rassen o. Größen. Ich möchte nicht, daß jemand durch meinen Hund zu schaden kommt - und wie die meisten verantwortungsvollen Hundehalter sind die o.g. Dinge für mich selbstverständlich, aber ich möchte auch meinem Hund nicht schaden und ihn durch generellen Leinenzwang o. Maulkorbzwang (noch Anlage 1 Hund) quälen und für die Fehler anderer büßen lassen. Wir sind auf jeden Fall mit auf der Demo in Düsseldorf (und bereits in Köln am Vortag). Denn auch wenn unser Hund nach neuer LHV nicht mal mehr zu Anlage 2 gehört, sondern nur noch unter die 20/40 Regelung fällt, können wir uns die Diskriminierungen und die Willkür diese Verordnung nicht einfach gefallen lassen. Auch für Politiker sollte Sachkunde vor Entscheidungen Pflicht sein - und wenn sie keine haben, sollen sie sich doch bitte entsprechende Hilfe durch anerkannte und faire Fachleute einholen. Ich hoffe, daß sich viele Hundehalter endlich mal aufraffen und für ihre und die Rechte ihrer Hunde eintreten. Es ist doch nicht so schwer mal zusammenzuhalten, vor allem wo es schließlich um unsere Familienmitglieder geht, die wohl keiner von und missen möcht!
Viele Grüße und hoffentlich bis zum 28.04.
ChiaraKimberley&Co.

Frauke
13.04.2002, 10:56
Also ich habe meine Infos aus dem Entwurf der beim VDH veröffentlicht wurde und dort ist ganz klar aufgeschlüsselt, was öffentliche Straßen und Wege bedeutet: Nämlich öffentlich sind diejenigen Straßen und Wege, die dem gesamten Straßenverkehr freigegeben sind. Sprich dort, wo keine Autos fahren dürfen, ist es keine richtig öffentliche Straße. Dies ist mir vom Ordnungsamt bestätigt worden.

Staff
14.04.2002, 03:47
Liebe Hundefreunde,

bevor ihr euch hier noch in die Wolle bekommt , hier eine Zusammenfassung des neues "landeshundegestzes" :

Bei weiteren Fragen wendet Euch doch an

http://www.stafford-terrier.de

Das Gesetz enthaelt wie schon die Landeshundeverordnung zwei Rasselisten, die sich von der Anzahl der Hunde her an den bundesweiten Empfehlungen orientieren. Danach gelten aufgrund der Rassezugehoerigkeit als gefaehrliche Hunde die Rassen Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier,
Staffordshire Bullterrier und Bullterrier und deren Kreuzungen. Fuer Hunde der genannten Rassen hat der Bundesgesetzgeber bereits ein Einfuhr-,Verbringungs- und Zuchtverbot erlassen. .
Darueber hinaus werden Hunde - unabhaengig von ihrer Rasse - zu gefaehrlichen Hunden, die aufgrund falscher Ausbildung oder durch tatsaechliches, gefahrverursachendes Fehlverhalten ihre Gefaehrlichkeit unter Beweis gestellt haben und deren individuelle Gefaehrlichkeit nach einer amtstieraerztlichen Begutachtung durch die zustaendige Behoerde verbindlich festgestellt wurde. Fuer den Umgang mit gefaehrlichen Hunden stellt das Gesetz strenge Anforderungen auf:

1. Erlaubnispflicht fuer die Haltung:
- Neue Haltungen nur bei Vorliegen eines besonderen privaten oder
oeffentlichen Interesses,(als öffentliches Interesse gilt : Das Tier aus dem Tierheim zu holen, um dieses zu entlasten !)
- Voraussetzungen fuer die Erteilung der Erlaubnis sind Volljaehrigkeit von Halterin oder Halter, Sachkundebescheinigung des Amtstierarztes,
Zuverlaessigkeitsnachweis durch Fuehrungszeugnis und Nachweis zur
ausbruchsicheren Unterbringung, Haftpflichtversicherung mit
Mindestdeckungssumme (Personenschaeden: 500.000,--EUR; Sachschaeden:
250.000,-- EUR) und Kennzeichnung des Hundes (chippen).

2. Verhaltenspflichten:
- Anleinpflicht ausserhalb des befriedeten Besitztums (mit Ausnahme von
Hundeauslaufflaechen) und Maulkorbpflicht mit Befreiungsmoeglichkeit nach
amtlicher Verhaltenspruefung,
- "feste Hand" von Halter und Aufsichtsperson,
- Sachkunde, Zuverlaessigkeit und Volljaehrigkeit auch fuer
Aufsichtspersonen,
- Verbot, mehrere gefaehrliche Hunde gleichzeitig zu fuehren,
- Mitteilungspflichten.
Verstoesse koennen als Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbusse von jetzt
bis zu 100.000,-- EUR (LHV: 1.022,-- EUR) geahndet werden.

Das Gesetz sieht - den bundesweiten Empfehlungen folgend - fuer 10 weitere Hunderassen besondere Regelungen vor. Hunde dieser Rassen und deren Kreuzungen weisen - ohne gefaehrliche Hunde zu sein - rassespezifische Merkmale auf, die ein besonderes Gefaehrdungspotential begruenden und unter praeventiven Gesichtspunkten besondere Anforderungen an den Umgang erfordern. Gefaehrdungsrelevante Merkmale bei den bestimmten Rassen sind beispielsweise niedrige Beisshemmung, herabgesetzte Empfindlichkeit gegen
Angriffe, Kampfinstinkt oder ein genetisch bedingter Schutztrieb.
Durch die Regelungen soll auch ein Ausweichen von verantwortungslosen
Hundebesitzern aus einschlaegigen Kreisen auf Hunde dieser Rassen erschwert werden. Auf Empfehlung der Innenministerkonferenz neu aufgenommen wurden die
Rassen Alano und American Bulldog. Fuer Hunde der bestimmten 10 Rassen und deren Kreuzungen gelten
Anforderungen wie fuer gefaehrliche Hunde mit folgenden Modifikationen:
- Kein Zuchtverbot,
- kein besonderes Interesse fuer neue Haltung erforderlich,
- Verhaltenspruefung zur Befreiung von der Anlein- und Maulkorbpflicht nicht unbedingt durch amtlichen Tierarzt, sondern auch durch anerkannte Stellen.
Durch eine Uebergangsvorschrift ist sichergestellt, dass Erlaubnisse und Entscheidungen ueber die Befreiung von der Anlein- und Maulkorbpflicht, die auf der Grundlage der LHV NRW ergangen sind, fortgelten.

Unter praeventiven Gesichtspunkten und zur Erhaltung des Schutzniveaus bleibt eine Regelung wie schon in der Landeshundeverordnung festgelegt,
besonders fuer grosse Hunde bestehen (20 kg Gewicht und mehr als 40 cm Widerristhoehe). Grosse Hunde dieser Kategorie koennen objektiv allein wegen ihrer Groesse oder
ihres Gewichtes in Folge aeusserer Ueberraschungsmomente erhoehte Gefahren fuer Menschen und Tiere hervorrufen und erheblichen Schaden zufuegen. Zur Kategorie "grosse Hunde" gehoeren beispielsweise Hunde der Rassen Dobermann,
Bullmastiff, Mastiff und der Schaeferhund, die in Beissstatistiken vordere Raenge einnehmen.
Der Umgang mit grossen Hunden erfordert eine durch sachkundige Haltung gepraegte fruehe Sozialisation und eine konsequente Erziehung. Anforderungen an den Umgang mit grossen Hunden sind:
- Pflicht zur Anzeige der Haltung,
- Sachkundenachweis, soweit nicht dreijaehrige unbeanstandete Haltung oder
Zugehoerigkeit zu sachkundigen Personenkreisen oder Berufsgruppen,
- Sachkundebescheinigung durch anerkannte Stellen (z.B. Hundesportvereine)
oder benannte Tieraerzte,
- Zuverlaessigkeit; Art und Weise der Ueberpruefung obliegt der zustaendigen
Behoerde,
- Haftpflichtversicherung,
- Kennzeichnung des Hundes,

Fuer alle Hunde gelten:
- Pflicht zum gefahrvermeidenden Umgang,
- Anleinpflicht in Oertlichkeiten und Situationen mit typischerweise
erhoehtem Publikumsverkehr,
- Verbot von Aggressionsausbildung, -zucht und -kreuzung.
Diese Pflichten gelten fuer den Umgang mit Hunden generell und werden von verantwortungsvollen Hundehaltern bereits jetzt befolgt. Durch sie wird der Unberechenbarkeit des Verhaltens eines Tieres und der dadurch moeglichen Gefaehrdung von Leben, Gesundheit und Eigentum Dritter (Grund fuer die
zivilrechtliche Tierhalterhaftung) Rechnung getragen und das Risiko einer Gefaehrdung oder eines Schadenseintritts deutlich reduziert. Im uebrigen wirken allgemeine Pflichten einer Diskriminierung von Haltern bestimmter Hunderassen entgegen.

So und jetzt noch etwas : Die generelle Anleinpflicht für 20/40 Hunde wurde bereits zurückgenommen und steht z.Zt. nicht zur Diskussion !

Meine persönliche Meinung : Auflagen haben noch nie jemandem geschadet, wenn sie von Vernunft geprägt sind ! Doch liebe Hundehalter, hat uns die Vergangenheit nicht gelehrt, das die Verantwortung beim Menschen liegt ? Aber sagt ein Führungszeugnis, in dem z.B. steht Diebstahl, wirklich etwas über die Fähigkeit zur Hundehaltung aus ? Ist der Sachkundenachweis in Wirklichkeit nicht ein Witz den jeder aber auch wirklich jeder bestehen kann ? Gibt es nicht immer noch die unvernünftigen Menschen, die selbst dort wo Anleinpflicht ist ihre Hunde frei laufen lassen und sagen, nach Aufforderung ihn anzuleinen "Mein Hund ist freiheitsliebend ?"

Wir brauchen nicht solche Rasseeinschränkenden Verordnungen, wir brauchen wieder klaren Menschenverstand !

In diesem Sinne !

Staff
14.04.2002, 03:55
Hallo @Frauke,

nun bei deinem Ordnungsamt mag es ja so sein. Doch ich muss Dir mitteilen, egal was der VDH erzählt, es stimmt so nicht wirklich. Wenn Du hier in unsere Stadt kommst, bekommst du vom Ordnungsamt, wenn Du denn danach fragst einen wunderbaren Plan gezeigt. In diesem Plan ist die ganze Stadt in rote und weisse Zonen unterteilt. Rot = Anleinpflicht, Weiss=Freilaufzonen. Beide Zonen beinhalten sowohl "öffentliche Strassen , Plätze und Wege" wie auch Feldwege und Schleichpfade wo keine Autos fahren ! Zudem gilt auch für unsere SoKas allen Unkenrufen zum trotz, in den weissen Zonen Freilauf ohne Leine, natürlich nur wenn man über die Leinenbefreiung verfügt ! Die kommunalen Regelungen sind noch viel undurchsichtiger als alle Verordnungen zusammen. Jeder sollte und muss sich bei seinem zuständigen Ordnungs- bzw. Veterinäramt erkundigen und man hat mehr Rechte als man glaubt, nur fragen muss man halt ! Das gleiche gilt für Führungszeugnisse bei 20/40 Hunden. Den Gemeinden ist es selbst überlassen dieses Zeugnis einzufordern oder nicht ! Bochum z.B. verlangt keins, die Nachbarstadt Witten jedoch schon !

In diesem Sinne nie streiten, lieber richtig informieren !:D

Topsy
14.04.2002, 10:13
Hallo,

soll das eine Verordnung werden, die für ganz Deutschland gilt???
Was ich so beobachte ist, dass sich kaum jemand an diese Auflagen hält, leider auch nicht Halter von wirklich gefährlichen Hunden. Bei uns in Hannover gilt für ALLE Rassen in Grünanlagen Anleinpflicht, außer auf ausgewiesenen Hundeauslaufflächen, die aber oft weit entfernt vom Wohnort liegen... Ihr müsst nicht über die Politiker herziehen, obwohl es oftmals genug Gründe dafür gibt, sondern eingebrockt haben Euch die ganze Sache verantwortungslose Hundehalter. Was sollen die Politiker machen, um Mensch UND Tier vor gefährlichen Hunden zu schützen?
Ich würde es richtig finden, wenn JEDER Hundehalter einen sogenannten Hundeführerschein machen müsste und bei bestehen vom Leinen- und Maulkorbzwang befreit werden würde. Dass auf belebten öffentlichen Gehwegen ein Hund angeleint gehört, sollte selbstverständlich sein, denn man muss auch auf diejenigen Rücksicht nehmen, die Angst vor Hunden haben und KEIN Hundebesitzer kann die Hand für seinen Vierbeiner ins "Feuer legen". Dass Vorbestrafte keine Anlagehunde halten sollen finde ich auch sinnvoll, denn diese haben schon gezeigt, dass sie sich in der Gesellschaft nicht einfügen. Eine Prüfung für alle Hunde und ihre Halter würde ich für sinnvoll finden, nur wie kann man das umsetzen??? Gruß Elke

Topsy
14.04.2002, 10:22
Also ich habe mir eben die neue Verordnung durchgelesen und ich finde sie sehr gut... Wer einen gut sozialisierten Hund hat, hat doch keine Probleme durch die Verordnung. Nur bedauerlich, dass diese Verordnung nicht für ganz Deutschland gilt... Elke

Eiswolf
14.04.2002, 11:56
Es ist egal , ob 20/40 generelle Leinenpflicht bekommen sollen oder nicht, es ist "kurz vor Wahl"!!!! Und wenigstens jetzt
sollten ALLE Hundefreunde zusammenhalten.
Es ist klar, je mehr die Hunde an der Leine laufen müssen,umso unverträglicher werden sie. Da achtet kein Hund darauf zu welcher Rasse er gehört!!!
Meine ist verträglich und " nur " 20/ 40 , aber wir sind in Düsseldorf dabei, ihr hoffentlich auch.
Gruß Eiswolf

Schaut doch mal unter www.6feet.de
Da stehen auch die Infos drin

martinholzwurm
14.04.2002, 17:05
DAS AUS FÜR
A RT G E R E C H T E
HUNDEHALTUNG?
Die Landeshundeverordnung hat bereits das Grundgesetz mißachtet - das von den Grünen und
SPD vorgestellte neue Landes-Hundegesetz, würde in noch größerem Umfang gegen dessen
verfassungsmäßige Grundsätze von Gleichbehandlung, Verhältnismäßigkeit und Notwendigkeit
verstoßen. Das Gesetz sieht unter anderem folgendes vor:
n EINSCHRÄNKUNG VON GRUNDRECHTEN (§18)
Für Hundehalter soll das Grundrecht auf freie Berufsausübung, Unverletzlichkeit der Wohnung und das Recht auf Eigentum
eingeschränkt werden. Mit der Umkehr der Beweislast wird ein Grundpfeiler des demokratischen Rechtssystems gekippt.
n GENERELLE ANLEINPFLICHT FÜR ALLE GRÖßEREN HUNDE (§11)
Für alle Hunde ab 40cm/20kg soll die generelle Anleinpflicht gelten. Konnte man den Hund nach der LHV NRWnoch außer-halb
bebauter Gebiete ohne Leine laufen lassen, so wurde dieser Satz auf Antrag der SPD im Gesetzentwurf gestrichen.
Wer sich hier widersetzt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, riskiert eine Vorstrafe und die Einziehung des Hundes.
n RASSELISTEN (§ 3 ff.)
Entgegen aller wissenschaftlichen Gutachten wird weiterhin an Rasselisten festgehalten, die jedoch von 42 auf 14 Rassen
reduziert wurden. Diese "plötzliche Ungefährlichkeit" von 30 Hunderassen, die jetzt 2 Jahre lang zum Maulkorb- und
Leinenzwang verpflichtet waren, zeigt umso deutlicher, welche Augenwischerei hier betrieben wird.
Durch ministerielle Verordnung können die Rasselisten willkürlich erweitert werden.
n TÖTUNG VON HUNDEN (§12)
Der Gesetzentwurf ermöglicht die Tötung sichergestellter, nicht "verwertbarer" Hunde; unklar bleibt, ob die Tötung nur wegen
eines konkreten Vorfalls oder auch wegen der abstrakten Gefährlichkeit aufgrund der Rassezugehörigkeit des Hundes erfolgen
kann. Allein die Wortwahl "Verwertung von Hunden" verdeutlicht die mangelnde Achtung vor dem Lebewesen "Hund".
n ORDNUNGSWIDRIGKEIT (§20)
Bei Verstößen gegen das LHG können Bußgelder bis zu 100 000 E verhängt werden - zum Vergleich: das Waffen- und das
Kriegswaffenkontrollgesetz sieht bei Verstößen eine Geldbuße von max. 5000 E vor. Wir sind Hundehalter - keine Verbrecher!
Über die Dringlichkeit, gegen diesen Gesetzentwurf vorzugehen, braucht nichts gesagt zu werden!
Wenn Hunde weiter zu unseren Familien gehören sollen, kommen Sie zur Demonstration am Sonntag,
28.4.2002 - 16.30 UHR
DÜSSELDORF - BURGPLATZ
Die Projektgruppe "6 feet for freedom" läuft mit ihren Hunden 140 km von Aachen nach Düssel-dorf
und trifft gegen 16.3o Uhr am Burgplatz ein. Wir demonstrieren gemeinsam zum Landtag,
wo die Abschlußkundgebung stattfinden wird.
Veranstalter: Menschen Tiere Werte e.V., Annastr. 59, 40477 Düsseldorf , Tel: 0174 5412 542, www.mtw-ev.de, info@mtw-ev.de
Spendenkonto: Deutsche Bank: Blz: 30070024, Kontonr. 2222727. Unterstützt von: Projektgruppe 6 feet - die Lauf-Route unter: www.6feet.de,
VDH, Domino Dogs Deutschland, IBGH Interessengemeinschaft großer Hunde Köln, BI Gelsenkirchen, Koordinationskreis NRW, u.a.

Ilselore
14.04.2002, 17:10
Liebe Hundefreunde,
sicher, es haben sich nur Nuancen geändert.
Jedoch, und das sollten a l l e Hundebesitzer beachten, werden alle Hunde als gefährlich eingestuft, die unten aufgeführte Missetat(en) begangen haben:

3. Hunde, die einen Menschen gebissen. haben, sofern dies nicht zur Verteidigung anlässlich einer strafbaren Handlung geschah,

4. Hunde, die einen Menschen in Gefahr drohender Weise angesprungen haben,

5. Hunde, die einen anderen Hund durch Biss verletzt haben, ohne selbst angegriffen worden zu sein, oder die einen anderen Hund
trotz dessen erkennbarer artüblicher Unterwerfungsgestik gebissen haben,

6. Hunde, die gezeigt haben, dass sie unkontrolliert Wild, Vieh, Katzen oder andere Tiere hetzen, beißen oder reißen. Die
Feststellung der Gefährlichkeit nach Satz I erfolgt durch die zuständige Behörde nach Begutachtung durch den amtlichen Tierarzt.

Die §§ 19 und 20 sagen deutlich aus, was auf Euch und Eure Hunde zukommt, im Falle des Falles!

Das kann nicht "achselndzuckend" hingenommen werden!


Verordnungstext unter URL: http://www.6feet.de/gesetzentwurf_nrw.htm

Ilselore

Wir sollen alle von unserem Bemonstrationsrecht Gebrach machen
- wer weiss, wie lange es uns noch gewährt wird -

Topsy
14.04.2002, 20:04
Hallo Ilselore,

was ist dagegen zu sagen??? Wenn ein Hund ordentlich erzogen wurde, braucht man diese Verordnung nicht zu fürchten!!! Hunde die sich so verhalten dürfen zum Schutz von Mensch und Tier nicht mehr frei umherlaufen dürfen. Ich habe einen gut erzogenen Terrier und begrüße die neue Verordnung. Hoffentlich tritt sie in Kraft.und zwar Bundesweit. Ich bin es nämlich leid, meinen Hund gegen andere schlecht erzogene zu schützen und auch die Anfeindungen, dass ALLE Hundehalter diskrimitiert werden. Elke

Ilselore
15.04.2002, 21:30
Original geschrieben von Topsy
Hallo Ilselore,

was ist dagegen zu sagen??? Wenn ein Hund ordentlich erzogen wurde, braucht man diese Verordnung nicht zu fürchten!!!
Ich bin es nämlich leid, meinen Hund gegen andere schlecht erzogene zu schützen und auch die Anfeindungen, dass ALLE Hundehalter diskrimitiert werden. Elke

ich weiss nicht, in welchem Bundesland Du wohnst.
Ich habe lange Jahre mit meinen Hunden in NRW gewohnt. Ich kenne keine Anfeindungen. Sicher, hier und da gab es Diskussionen, aber immer ohne feindlichen Unterton.
Seit ein paar Monaten wohne ich im BL Niedersachsen. Auch hier, keine Probleme.

Mein DSH ist ein Familienhund, keine SH-Ausbildung, Sitz, Platz, Fuss und Aus, diese Übungen befolgt er.

Trotzdem, es gibt immer wieder Situationen, die auch einen ordentlich erzogenen Hund aus seinem Fell fahren lässt. Davon kann sich kein Hundebesitzer frei sprechen. Lassen wir der Verordnung freien Lauf, finden wir uns schneller auf der "Sünderbank" und unsere Hunde im Tierheim (weil von Amtswegen eingezogen!) wieder.
Ich wünsche Dir und Deinem Wuffel, dass Du nie in diese Situation kommst.

Ilselore

Marita
15.04.2002, 22:42
Hallo Frauke, Topsy und Ilselore,

habt Ihr die offiziellen 37 Seiten des Gesetzentwurfs inkl. Erläuterungen für Nicht-Juristen wirklich gelesen ? Bevor Ihr hier Gerüchte, wie "alles o.k." in die Welt setzt, solltet Ihr das wirklich tun. Irgendeinen Grund muß es haben, daß VDH und BPT (Tierärzteverband) jetzt erstmals in NRW eine Demo unterstützen. Vielleicht lest Ihr mal deren Stellungnahmen ? Sind weniger als 37 Seiten.
Zum Beispiel:
Zu den o.g. Punkten, welche Hunde gefährlich sind und damit Maulkorb- und Leinenzwang hat, einige Frtagen an Euch ?

1. Ignorieren Euere Hund grundsätzlich draußen Katzen,
Kaninchen und sonstige Tiere ?

2. Wer entscheidet, ob ein Hund wirklich in "gefahrdrohender
Weise" einen Menschen angesprungen hat ? Ihr etwa ?
Oder eher die Gegenaussage eines netten Mitmenschen ?

3. Begrüßt Euer Hund grundsätzlich jeden Besucher
freundlich ? Schlägt er nur an, oder knurrt er sogar ?
In § 18 ist die "Unverletzlichkeit der Wohnung " lt. Grund-
gesetz eingeschränkt. Es darf somit zu jeder Tages- und
Nachtzeit ein Ordnungsbeamter Eur Haus betreten, um
die Gefährlichkeit Eures Hunders zu prüfen, ohne Durch-
suchungsbeschluß.

4. Es gilt der generelle Leinenzwang auf allen Straßen,
Wegen und Plätzen. Die Straßen, Wege, Plätze sind in der
Straßenverkehrsordnung genau definiert: ALLE der
Öffentlichkeit zugänglichen Straßen, Wege und Plätze
sind es, inkl. Feldwege, Uferwege. Sie sind nämlich
frei zugänglich und somit öffentlich. Daher sind ja aus-
drücklich auch "umfriedete Besitztümer" ausgenommen,
also z.B. Euer Garten. Ausgenommen sind auch öffentlich
als soclhe ausgewiesene/beschilderte Hundefreilauf-
flächen, falls es bei Euch welche gibt, die beschildert
sind.

5. Ach ja, falls Ihr Euren Hund ohne Leine laufen lasst,
kann nicht nur hohe Geldstrafe verhängt werden, der
Hund kann entzogen werden.

6. Entzogene Hunde können (falls nicht vermittelbar)
auf Anweisung de mtsveterinärs getötet werden.
Kostet schließlich Geld, ihn unterzubringen und zu
verpfelgen. Zurüpck bekommt Ihr ihn jedenfalls nicht,
denn Ihr habt Euch durch freilaufenden Hund als unzu-
verlässig erwiesen. Und "40/20"-Halter müssen eben auch
zuverlässig sein.

7. Ist Eure Stadtkasse gut gefüllt ? Die Strafen für Ordnungs-
widrigkeiten sind sehr saftig. Warum sollten Politessen
noch Knöllchen für Parksünder schreiben, wenn ein frei-
laufender Hund z.B. das 10-fache an Geld bringt.

8. Auf die Rasselisten möchte ich nur kurz eingehen.
Aber durch willkürliche mionisterielle Verordnung kann
jede Rasseliste erweitert werden - steht im Gesetz.

Wirklich nur N u a n c e n , die sich da ändern ?
Alles in Butter ?

Bitte lest die 37 Seiten - und dann schreibt erst dann Eure Meinung. Es lohnt sich. Naivität ist bei Hundehaltern nicht mehr gefragt. Es ist 5 vor 12.
Ich (selbst juristisch tätig!) habe 4 Tage und Nächte gebraucht und etliche Rückfragen bei einem Rechtsanwalt für Verwaltungsrecht, um diese drastische und kaum zu glaubende Verschärfung der LHV zu verstehen.

Übrigens - ich habe "nur" zwei Collies !!!

Gruß
Marita

Topsy
16.04.2002, 09:05
Hallo Marita,

ich bin der Meinung, dass ein Hund die Auflagen erfüllen kann, wenn er gut erzogen wurde.

Beim Anspringen können Kinder und ältere Menschen verletzt werden, gerade von großen Hunden. Es ist auch ein Unterschied, ob ich eine Hund anspreche und er deshalb springt oder ohne jeden Grund. Anspringen kann auch aberzogen werden.

Auf die Auflage Beissen brauch ich hier wohl nicht einzugehen, das wird wohl jeder verstehen, dass sowas nicht sein muss.

Die Anlagehunde können sich bei denen bedanken, die ihre Artgenossen als Prestigeobjekt gehalten haben... Komisch, bei uns sind nach der Verordnung fast alle Anlagehunde verschwunden und die paar die noch da sind hatten schon immer verantwortungsvolle Halter.

Was ich vermisse, ist gegenseitige Toleranz, sei es anderen Hundehaltern gegenüber oder Menschen die keine Hunde mögen oder sogar fürchten. Jeder Vorfall hat dazu beigetragen, dass wir hier diskutieren...

Ich finde es auch nicht schön, dass Halter darüber lachen, wenn ihre Hunde junge Enten oder Kaninchen jagen. Es ist auch für Radfahrer und Fußgänger nicht ungefährlich, wenn jagende Hunde ihren Weg kreuzen. Die Hunde können auch dabei arg verletzt werden, wenn sie z.B. in ein Rad laufen.

Wenn ein Hund gut erzogen und gehalten wird und sich vor der Anschaffung eines Hundes über seine Charaktereigenschaften informiert wird, ist das schon viel. Viele Vorfälle kommen doch erst durch falsche Haltung oder Unkenntnis..

Die Auflage die Ilselore schrieb, gilt für Niedersachsen und bei uns in Hannover gilt für ALLE Rassen in Grünanlagen Leinenzwang. Auf Gehwegen, ausgenommen die Innenstadt, dürfen die Hunde frei laufen. Diese Verordung finde ich lächerlich...

Ich selbst habe eine 13 ½ jährige Hündin (5Kg) die ich so halte, dass sich selbst Hundehasser an ihr nicht stören können. D. h. ich leine sie an, wenn uns viele Menschen begegnen und entferne ihre Häufchen, sollte sie sich mal außerhalb eines Grünstreifens erleichtern. Sonst ist sie gut sozialisiert.

Die Demo wird nicht viel bringen, solange es neue Vorfälle gibt und verantwortungslose/rücksichtslose Halter. Haltet Eure Hunde so, das sich NIEMAND dran stört, dann nehmt ihr dem Staat den „Wind aus den Segeln“. Jeder Vorfall gibt den
Politikern /Hundegegnern recht und auch jeder Hundehaufen auf Liegewiesen und Gehwegen. Es liegt in unserer Macht etwas zu ändern, aber nicht durch eine Demo, auf der wahrscheinlich auch verantwortungslose und rücksichtslose Halter sein werden. Toleranz und Rücksicht ist das Zauberwort....., aber leider wird es immer Hundehalter geben, die Anderen und auch ihren Hunden das Leben schwer machen. Es gibt leider zu viele Leute, denen man die Hundehaltung verbieten sollte, da sie Hunde nicht lieben, sondern missbrauchen...

In diesem Sinne

Elke

Topsy
16.04.2002, 09:33
Hallo Ilselore,

wenn Dein Hund gut erzogen ist, wirst Du auch keine Probleme haben. Aber manchen reicht es schon, dass sie einen Hundehalter nur sehen und schon heißt es "Ihr und Eure Köter".
Ich habe eine Hündin, die beschnüffelt z.B. auch Autofelgen wenn eine Rüde da markiert hat, dann kommt schonmal der Ausruf: "Wenn der jetzt seín Bein hebt, dann..." Macht sie zum Glück als Hündin nicht :-) und mich würde es auch stören, wenn ein Rüde meine Alufelgen anpieseln würde.
Du meinst, niemand kann für seinen Hund die Garantie übernehmen, dann haben die Politiker ja recht, denn sie haben die Pflicht das Volk zu schützen. Wenn sie bei Serientätern mal auch so vorgehen würden...aber das ist ein anderes Thema.

Gruß

Elke

Scampolino
16.04.2002, 20:53
Hallo Topsy-Elke!
Du scheinst, Dein Hündchen im Trocknen zu wiegen!
Schön und gut, aber Marita hat es wohl nicht deutlich genug gesagt, lest erst mal den genauen Gesetzestext, bis Ihr hier losballert!
ICH kann nicht verstehen wie ein Hundehalter, egal ob 5 kg oder 20 kg Hund überhaupt nur FÜR diese drastische Verschärfung in NRW sein kann!
Das hieße, dieser Hundehalter leint seinen Hund niemals in der Öffentlichkeit ab! Ist das so Elke? Nein, auch Du leinst Deine kleine Maus in der Öffentlichkeit ab, also gehörst Du auch dazu!
Ich gehe selbstverständlich davon aus, das ich meine Hunde ( 1 Collie und ein Mischling) anleine, wenn Menschen in Verzug sind, die sich fürchten könnten oder Kinder, Jogger oder Radfahrer!
Es geht hier jetzt nicht um ein friedliches Miteinander und das wir hier weniger Probeleme hätten, wenn alle so denken würden!
Danach fragt uns jetzt keiner mehr, weil es 5 vor 12 ist und sie usn mit diesem Gesetz in NRW das Garaus machen wollen und dann heißt es einfach klipp und klar: NIE WIEDER OHNE LEINE, NIRGENDWO!
Elke, ich kann nicht glauben, das Dir das egal ist! Es kann heute in NRW so sein und morgen in Niedersachsen!!!
Deshalb ersuchen wir hier den Zusammenhalt aller Hundehalter! Jeder möchte irgendwo unter irgendwelchen Bedingungen seinem Hund egal .... wie schon gesagt .... ob 5 kg oder 20 oder 30 oder 40 und mehr mal Freilauf gönnen!
Wenn das Gesetz verabschiedet wird, ist das NIE WIEDER möglich!
Das kann und darf nicht sein!

Ich war noch nie auf einer Demo, hoffe und bete es werde meine erste und letzte sein, aber ich werde für die Freiheit meiner Hunde in der Öffentlichkeit kämpfen!

Bitte seid nicht so engstirnig und macht mit, wo ihr nur könnt!

Ansonsten können wir uns unsere Hunde bald ausstopfen und auf Rädern hinter uns herkarren!

In diesem Sinne

Euer Scampolino mit Frauchen Silke und Teddybärli

Marita
16.04.2002, 20:58
Hallo Elke,

in einem gebe ich Dir Recht: es gibt Hundehalter, die völlig verantwortungslos und rücksichtslos sind.
ABER: Ich finde, genau diese "schwarzen Schafe" gehören bestraft. Und zwar richtig !

Warum sollten aber verantwortungsvolle Hundehalter mit gut erzogenen Hunden in "Mithaftung" genommen werden ?

Warum sollen gut erzogene Hunde nur noch im eigenen Garten und in eingezäunten öffentlichen Hunde-Toiletten/Hunde-Auslaufplätzen ihrem Bewegungsdrang nachkommen ?

Warum sollten normale Hundehalter weniger Grundrechte haben als Kriminelle ? ICH möchte selbst entscheiden, wer mein Haus betritt - und nicht ein "guter Freund", der mir eins auswischen will. Und auch nicht irgendein Ordnungsbeamter ohne Hundeverstand (obwohl meine Hunde Besucher sehr freudig begrüßen).

Ich bin ein erwachsener Mensch. Kinder darf ich ohne weiteres auf die Welt bringen. Autofahren (egal wieviel PS) darf ich auch.

Die meisten Unfälle (inkl. Todesfälle) durch Hunde (56 Tote seit 1968) geschehen im sozialen Umfeld des Hundes. Innerhalb der Familie und Freunde. Was nutzt also ein genereller ! Leinenzwang oder ein Maulkorbzwang, wenn der zuhause nicht gilt ?

Ich bin selbst Mutter und verlange größtmögliche Sicherheit für die Bevölkerung.
Genereller Leinen- und Maulkorbzwang führen aber höchstens zu verhaltensgestörten und damit aggressiven Hunden.
Wenn ich meine Hunde irgendwo in der "Pampas" freilaufen lasse, möchte ich dafür jedenfalls nicht 500 Euro bezahlen umnd im Wiederholungsfall (Beweis der Unzuverlässigkeit ...)die Hunde weggenommen bekommen.

Wie wir aus den ständigen Unfällen sehen, wird die LHV ignoriert. Sie hat ihr Ziel eindeutig verfehlt. Meinst Du, ein Gesetz würde kriminelle Hundehalter
auf den "rechten Weg" bringen ???

Lies Dir das Statement von Dr. Helga Eichelberg durch.
Sie hat die Lage erfasst.

Gruß
Marita

PS für Staff: In Deinem Beitrag weiter oben behauptest Du, der generelle Leinenzwang wäre vom Tisch. Schick doch bitte den Beweis dafür ins Netz, statt solchen Unsinn zu behaupten. Beweis ist (zum Beispiel) ein geänderter Gesetzentwurf.
Alles andere sind Gerüchte, die die Hundehalter zum "Stillhalten" animieren sollen - bis es zu spät ist und das Gesetz Gültigkeit hat. Wenn Du damit auf Bärbel Höhns Artikel im KStA anspielst: Höhne hat bei der Abstimmung im Landtag genauso nur eine Stimme wie jeder Landtagsabgeordnete. Und wenn Du Dir die Statements der von Höhn geladenen "Experten" ansiehst: es könnte noch schlimmer kommen, als es jetzt im Gesetzentwurf steht. Von Entwarnung keine Spur !

Ilselore
16.04.2002, 21:05
Original geschrieben von Marita
Hallo Frauke, Topsy und Ilselore,

habt Ihr die offiziellen 37 Seiten des Gesetzentwurfs inkl. Erläuterungen für Nicht-Juristen wirklich gelesen ? Bevor Ihr hier Gerüchte, wie "alles o.k." in die Welt setzt, solltet Ihr das wirklich tun.

Gruß
Marita

Hallo Marita, selbstverständlich habe ich die damalige Verordnungsvorlage, die bestehende Verordnung und nun auch die aktuelle VO-Vorlage gelesen. Es kommt doch auf den Standpunkt an, machen Menschen ist Wohl zu mute, meinen sie doch, alles, was von oben kommt ist gut.
Das dem nicht so ist, muss klar und unmissverständlich auf allen zukünftigen Demos Erwähnung finden.
Damals wie heute ist jeder Hundehalter, der einen Hund führt immer mit 1 Bein im Kittchen. Denn, wie Du schreibst, entscheiden viel zu viele Menschen an dem Schicksal Mensch/Hund.

Ja, es haben sich Nuancen geändert. Das ist auch der Sinn dieser neuen (Staats)-Aktion. Nur Menschen, die sich die Mühe machen das ganze Dokument zu lesen, erkennen, wo die Daumenschrauben enger gezogen werden. Die m.E. härteste Änderung, die aus jedem Hundehalter in nullkommanix einen Popanz machen kann, habe ich hier in dem Forum herausgestellt. Es sind die Punkte 3, 4,5 und 6 der aktuellen Vorlage.

Ich bin der Meinung, dass ich mit dieser Thematik nicht naiv umgegangen bin.

Es ist 2 vor 12 den Hundebesitzern aller Rassen klar zu machen, was auf dem Spiel steht, und das ist kein GERÜCHT!
Ilselore :mad:

Ilselore
16.04.2002, 21:41
Original geschrieben von Topsy
Hallo Marita,
Die Auflage die Ilselore schrieb, gilt für Niedersachsen und bei uns in Hannover gilt für ALLE Rassen in Grünanlagen Leinenzwang. Auf Gehwegen, ausgenommen die Innenstadt, dürfen die Hunde frei laufen. Diese Verordung finde ich lächerlich...
In diesem Sinne
Elke

Hallo Ele, das will ich kurz klären, ich wohne zwar auch, wie Du in Niedersachsen. Der Gesetzentwurf, um den es hier geht, ist jedoch der von NRW.
lG
Ilselore
:)

Sandy
17.04.2002, 14:09
Ich finde es wirklich ganz übel,
dass auf einmal solch übertriebenen Gesetzte verordnet werden! Die sollten sich mal was neues ausdenken!
Denn wegen solch "behinderten" Verordnungen landen übertausende Schuldlose arme Tiere im Tierheim!!!
Und die haben dann erst recht keine Chancen mehr
auf ein schönes und erfülltes Leben!

Liebes WUFF!
Sandy

ChiaraKimberley
17.04.2002, 19:42
Es freut mich zu sehen, daß auch viele Nicht-Listenhunde-Halter sich hier engagieren und für ein GEMEINSAMES und akzeptables Ziel eintreten. Ich kann die Einstellung mancher Hundehalter wirklich nicht verstehen, die meinen das geht sie alles nichts an. Bis vor der LHV hatten wir auch einen gut sozialisierten, verträglichen, erzogenen, unauffälligen Familienhund. Er ist niemals negativ aufgefallen, hat weder Mensch noch Tier gebissen, taucht in keiner Beißstatistik auf, hat keine Nachbarn belästigt, kläfft nicht und mutierte doch über Nacht zum "gefährlichen Kampfhund - Anlage 1" per Gesetz. Es geht wirklich schneller, als man glaubt. Es folgten schlaflose Nächte, Unsicherheit, Angst, Tränen, Diskriminierung, Prüfungen, Gebühren - Haltegenehmigung, Maulkorb- u. Leinenbefreiung. Wir erfüllen alle Auflagen - erhalten alle Befreiungen und doch: es ist nicht mehr wie vorher. Wir konnten unseren Hund vor der LHV überall hin mitnehmen und haben es auch getan. Mit Rücksicht auf andere, angeleint bei vielen Menschen, rücksichtsvoll, wenn jemand Angst äußert. Er hat einige unserer Bekannten durch sein liebes Wesen von ihrer Hundeangst "geheilt". Die Welle des unberechtigten Hasses und der unbegreiflichen Anfeindungen, die uns plötzlich entgegenschlug - und noch entgegenschlägt - hat uns geschockt! Ich will nicht, daß Menschen o. Tiere verletzt oder getötet werden, ich möchte alle Hunde in verantwortungsvollen Händen wissen, ich befürworte Ausbildung als Pflicht für Hund und Halter um ein friedliches, harmonisches Miteinander zu gewährleisten. Aber ich bin nicht bereit im Rahmen von Kollektivstrafen für die Fehler anderer zu bezahlen. Und unsere Hunde auch nicht. Wir sind nicht kriminell - wir besitzen Hunde als Familienmitglieder. Und es ist kurz vor 12 für ALLE Hunde, denn wie wir am eigenen Leib erfahren haben, kann es JEDEN treffen - ohne Grund, ohne Vorwarnung, aber mit allen Konsequenzen!
Auch wenn unser "Großer" von der neuen LHV profitieren würde - er steht da nicht mal mehr auf einer der Rasselisten - können wir sie so nicht akzeptieren. Keine (beliebig erweiterbaren) Rasselisten, keine übertriebenen Auflagen, die artgerechte Hundhaltung nahezu unmöglich machen. Gegen eine vernünftige, ausgewogene unter Einbeziehung von Fachleuten erstellte Verordnung, die Mensch und Hund zum Schutze dient, hat wohl kaum einer etwas einzuwenden.
Wir versuchen durch unseren Protest bei der Demo dazu beizutrage; und durch ein positives Bild in der Öffentlichkeit für uns und unsere Hunde um Akzeptanz und Toleranz zu werben, dann die dürfen nicht nur Nicht-Hundehalter von uns erwarten, sondern auch wir von ihnen.
Viele Grüße ChiaraKimberley
und mit einem dicken Wuff -und in der Hoffnung auf
Unterstützung- grüßen Ivan (Bordeuaxdogge) u.
Othello (Franz. Bulldogge)

Ilselore
18.04.2002, 00:05
Hallo Chiara,

es ist immer wieder die selbe Wut, die in mir aufkocht, wenn ich Texte wie z.B. Deinen lese.
In jedem Deiner Sätze spüre ich die Machtlosigkeit, die innere Leere, Deine Hoffnungslosigkeit.
Per Gesetz, über Nacht werden Hunde zu "Unhunden" erklärt. Von ganz Oben abgesegnet durch Beschluss!
Einem verantwortungsvollem Hundefreund treffen diese Verordnungen tief in ihre Seele, wissen sie doch genau, es sind gerade die unverantwortlichen "Flegel", deren Hunde die Situation heraufbeschworen haben und weiterhin heraufbeschwören werden. Wer glaubt, der "Flegel" lässt sich von diesen Verordnungen beeindrucken, der wird immer wieder eines Besseren belehrt.
Jeder weitere Vorfall (Beissangriff auf Menschen) wird unsere Obrigen anspornen, weitere Verschärfungen auf den Weg zu bringen.
Ich vermisse die Solidarität aller Zuchtvereine.
Ich vermisse die Solidarität der Hundebesitzer, die Kleinst- Mini- und Kleinhunde besitzen. Ich würde mir mehr Solidarität von Menschen wünschen, die zwar selbst keine Hunde besitzen, sich aber liebevoll den Hunden der Nachbarschaft zuwenden.

Ich hoffe, die Demo in D'dorf, die Veranstaltung der 6feet-Organisation wird ein grosser Erfolg.
Ich wünsche mir, dass die Veranstalter die richtigen Worte gegenüber den verantwortlichen Politikern finden werden. Ich drücke Ihnen die Daumen, und mein Chicco ganz fest seine Pfoten.

Ilselore
PS: Die Hoffnung stirbt zum Schluss.
Ich demonstriere, protestiere, solange es Diskriminierung von Hund und Halter gibt!
http://www.sector27.de/lehn/khindex.htm

Topsy
18.04.2002, 09:09
Hallo Chiara,


Dein Beitrag spricht mir aus der Seele, genau so sehe ich die Sache auch...

Hallo Ilselore,

Du vermisst, dass auch Kleinhundehalter sich in dieser Angelegenheit arrangieren, hattest Du mal einen Kleinhund und kennst Du die Angst, nicht zu wissen, ob Dein Hund den nächsten Spaziergang überlebt???
Leider gab es bei uns einige (und das waren nicht wenige)verrückte und vor allem rücksichtslose "Kampfhundhalter" die sich einén Spaß aus unserer Angst machten und Sprüche klopften wie: "Deinen frisst meiner nochmal zum Frühstück:" Das war von diesen Haltern durchaus ernst gemeint und es gab genügend Vorfälle. Auch gab es bei uns im Naturschutzgebiet Hundekämpfe und die Polizei schaffte es kaum, dies zu verhindern. Dank der LHV ist zu 90 % Ruhe eingekehrt, denn die gefährlichen Hunde sind nicht mehr da, sie verschwanden sehr schnell, weil ihre Halter mit ihnen nicht mehr protzen konnten. Meine Hündin hat aber auch "Freunde" unter den Anlagehunden, z.B. einen American-Staffordshire, der allerdings jeden SH angreift und es leider auch schon getan hat. Meine Hündin darf sich allerdings alles bei ihm erlauben. Er muss jetzt ständig einen Maulkorb tragen, die Beissattacke passierte, weil seine Hundesitterin ihn ableinte... Bei seinem Besitzer gehorcht er aufs Wort und daran liegt es, welcher Mensch ist am anderen Ende der Leine...
Ich frage Dich, wie willst Du verhindern, dass soganannte Anlagehunde nicht in die falschen Hände graten und andere in Gefahr bringen?

Elke

Ilselore
18.04.2002, 22:07
Ich frage Dich, wie willst Du verhindern, dass sogenannte Anlagehunde nicht in die falschen Hände geraten und andere in Gefahr bringen?

Elke

Hallo Elke,
das ist eine gute Frage, die ich nur mit einer Frage beantworten kann. Wie sollen es die Verordnungen schaffen, dass Hunde nicht in die falschen Hände kommen? Du glaubst doch nicht im Traum daran, dass sich der illegale Sumpf, in dem sich die Banausen tummeln von Verordnungen beeindrucken lassen. In den ländlichen Gegenden aller Bundesländer finden nach wie vor Trainings- und Wettkampfveranstaltungen statt. Die Zucht läuft ungehindert weiter, im Gegenteil die Preise steigen. Erklärung: Zuchtverbände sind verboten, das Angebot wird knapp. Aber keine Panik für die Freunde der Szene, es gibt noch genug frisches Blut um Linienzuchten erfolgreich weiter zu züchten. In der Illegalität versteht sich. Und das ist für manch einen Hundefreund eine besondere Delikatesse.
Und noch eins: Hunde aus der Kampfhundszene habe weder ich, und ich denke weder Du noch sonst wer aus diesem Forum auf der Strasse gesehen. Diese Tiere werden isoliert gehalten. Verlierer werden eliminiert!

Nun frage ich mich, was will der Gesetzgeber?
Er will den Schutz insbesondere für Kinder und ältere Menschen durch Verordnungen gewährleisten.
Was passiert? Rassen, die über Zuchtverbände, somit über kontrollierte Zuchen, werden verboten.
Ein Teil unseres Kulturgutes stirbt langsam aus, respektive, wird dahingemeuchelt (eingeschläfert)
Ein weiterer Teil lebt im Untergrund unkontrolliert (s.o.) weiter. Diesen Teil hat es früher gegeben, diesen Teil wird es weiterhin geben. Daran ändert auch kein Gesetz etwas.

Sach- und Fachausbildung für jeden Hundebesitzer ist das einzig Nützliche, was all die Verordnungen erreichen können.

Ilselore

Ilselore
18.04.2002, 22:29
Zur Information

Gruss Ilse

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VON JUTTA VOSSIEG, 17.04.02, 21:05h, aktualisiert 21:31h

Hunde-Fachleute haben vor der Anhörung zur Landeshundegesetzeverordnung die Sorge, dass ihr Sachverstand nicht gefragt ist.

Köln - Sechs Wochen nach Vorlage der neuen Landeshundegesetzeverordnung durch Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne)
hat die rot-grüne Landesregierung für diesen Freitag zu einer Expertenanhörung eingeladen. Doch die Veranstaltung führt schon im Vorfeld zu Streit: Bereits nach Erlass der Landeshundeverordnung im Sommer 2000 hatte Höhn die Fachleute angehört - ihre Stellungnahmen gingen jedoch nicht in die Verordnung ein.

Ähnliches befürchten die Verbände jetzt wieder, denn das Gesetz übernimmt im Wesentlichen das Konzept der Verordnung, das Hunden bestimmter Rassen und allen größeren Hunden generell Gefährlichkeit unterstellt. Abgesagt hat daher die Zoologin und Hunde-Wissenschaftlerin Helga Eichelberg. Zur Begründung schreibt sie an Landtagspräsident Ulrich Schmidt: „Wie ist es
möglich, dass allen Ernstes Wissenschaftler aufgefordert werden, zu dem vorliegenden Gesetzentwurf Stellung zu nehmen, der nach wie vor die Gefährlichkeit eines Hundes an den falschen Kriterien festmacht, obwohl in sämtlichen wissenschaftlichen Gutachten ... dieses als falsch dargestellt und begründet wurde? Weshalb werden wir gefragt, wenn die Antwort gar nicht
interessiert und wenn die weltweit einhellige Meinung ... keinerlei Entscheidungshilfe darstellt?“

Auch Thomas Schoke, aus dessen Standardwerk über Herdenschutzhunde gegen seinen Willen die Rasseliste II der alten Verordnung abgeleitet wurde, hat abgesagt. Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH), der Jagdgebrauchshundverband, der Landesjagdverband und der Landestierschutzverband äußern die Sorge, dass ihr
gemeinsames Papier wieder unbeachtet bleibe: „Wir appellieren an alle Parteien, die Stellungnahme der Fachverbände ernst zu nehmen.“ Denn: „Lösungsvorschläge haben Experten bereits vor Jahren entwickelt. Dass sie nicht aufgegriffen wurden, ändert nichts an ihrer Richtigkeit.“ Jetzt werde lediglich „Scheinsicherheit“ für die Bevölkerung vorgetäuscht. Die vier Verbände
äußern die Vermutung, dass „sachfremde Gründe vorliegen, wenn dieser Irrweg weiter beschritten werden soll“. Der „Irrweg“ ist in ihren Augen neben den Rasselisten vor allem die nordrhein-westfälische Sonderlösung, sämtliche größeren Hunde amtlich zu erfassen und ihren Haltern weitreichende Auflagen bis hin zum Leinenzwang zu machen.

Als „Kronzeugen“ für ihr Gesetz hat die Landesregierung den umstrittenen Hundezüchter und -abrichter Franz Breitsamer eingeladen, der bis zu seinem Ausscheiden die Hundeschule der bayerischen Landespolizei leitete. Er erläutert die Rasselisten
so: „Der Personenkreis, den der Verordnungsgeber mit diesen sicherheitspolitischen Regelungen treffen will (Kriminelle, ungeeignete Hundebesitzer, »gestiefelte Glatzköpfe«) .... ist erfahrungsgemäß den bullrassigen Hundetypen ... »zugeneigt«“. Im „Großen und Ganzen“ findet er das Gesetz „sehr gut“.

Damit stellt Breitsamer sich gegen den Arbeitskreis der 18 Diensthunde haltenden Behörden von Bund und Ländern (Polizei, Zoll, Bundesgrenzschutz), der sich in einer eindringlichen Resolution gegen die Rasselisten gewandt hatte.

Umweltministerin Bärbel Höhn hat zu einer Expertenrunde eingeladen.

http://www.ksta.de/artikel.jsp?id=1019044484641

Topsy
19.04.2002, 10:58
Sach- und Fachausbildung für jeden Hundebesitzer ist das einzig Nützliche, was all die Verordnungen erreichen können.

Hallo Ilselore,

da stimme ich Dir voll und ganz zu. Zum Glück habe ich noch keine Hunde aus der "Unterwelt" gesehen und ich glaube auch wie Du, dass diese Hunde natürlich illegal weitergezüchtet werden. :mad:
Allerdings gibt/gab es auch die Möchtegernhundehalter die sich diese Rassen für ihr Ego gehalten haben und auch diese haben ihre Hunde trainiert, z. B. auf Spielplätzen und in Wäldern an Bäumen. Die Hunde rannten die Bäume hoch und hielten sich da längere Zeit an den Ästen fest, sowas hab ich nie für möglich gehalten, dass ein Hund sowas kann. Die Polizei hatte vor der LHV keine Möglichkeit dieses zu unterbinden, so sagte es mir ein Polizist. Genau diesen Haltern habt ihr die LHV zu verdanken. Diese Leute haben anderen angst gemacht und hatten ihren Spaß dabei. Leider beobachte ich, dass die Herdenschutzhunde in Mode kommen, ganz besonders der Kangal. Hoffentlich schreckt die Größe dieser Hunde einige von der Haltung dieser Tiere ab.
Jedenfalls werde ich es weiter verfolgen, wie sich die LHV entwickelt und wünsche den seriösen Haltern und ihren gut sozialisierten Hunden, dass sich für sie alles zum Guten wendet.

Gruß

Elke die "nur" einen Zwerghund hat und zur Zeit glücklich darüber ist, dass diese ihre Freiheit NOCH genießen dürfen.

Ilselore
19.04.2002, 22:27
von Hundefreunden aufgefunden.
Keine Heilungsaussicht - TOD!

http://www.sector27.de/lehn/sorgenkind.htm

Ilselore