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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tödlicher Virus. Und nun?



Bea131165
08.09.2002, 02:06
Ich bin total verzweifelt und möchte einfach nur aufschreiben, was mich bewegt. Es begann alles gestern morgen. Ich besitze 4 Hunde. Französische Bulldoggen. Vor 2 Tagen habe ich in diesem Forum noch die Frage der Ernährung an die Tierärztin gestellt. Und nun... Wie gesagt, gestern morgen begann alles. Die kleinste und jüngste Hündin begann mit starkem Durchfall und Erbrechen. Nachdem sich trotz "Hausmittel" keine Besserung einstellte, bin ich natürlich sofort zum TA mit ihr. Antibiotika und Flüssigkeitsdepots. Kaum zuhause, begannen die anderen mit den gleichen Symptomen. Also wieder alle ins Auto und ab zum TA. Mittlerweile 20.00 Uhr. Aber der TA hat sich noch mal Zeit genommen. Danke an dieser Stelle. Heute morgen bei allen super Besserung und ich habe mich riesig gefreut. Das hielt auch an bis ca. 17.00 Uhr. Plötzlich wurde meine "mittlere" Hündin ganz ruhig und verzog sich in ihre Schlafbox. Macht sie sonst nie. Ich hätte hellhörig werden müssen. Aber ich dachte nur, naja, sie braucht Ruhe. Und nach ca. 1 1/2 Stunden gehe ich zu ihr um zu schauen, wie es ihr geht. Und da war sie schon total unterkühlt und atmete nur noch ganz oberflächlich. Auf dem Weg zum TA ist sie mir gestorben. Ich bin total verzweifelt und weiss nicht, wie ich mit dieser Schuld umgehen soll. Ich hätte früher nach ihr sehen sollen... Aber ich glaubte wirklich, dass sie einfach nur Ruhe braucht. Zumal die anderen Drei wieder vollkommen "normal" waren. Ich sitze hier, schreibe diese Zeilen und versuche, mit dem Erlebten fertig zu werden. Aber es gelingt mir nicht. Versteht mich bitte nicht falsch. Ich möchte keine "Entschuldigung" für mich. Die gibt es nicht. Aber wenn es jemanden auf dieser Seite gibt, der eine ähnliche Erfahrung machen musste, wäre ich dankbar, wenn "er" mir schreiben würde.

Wheatenmummy39
08.09.2002, 03:19
Hallo Bea,

ich möchte Dich ganz lieb drück und Dir sagen mach Dir keine Vorwürfe. Ich denke es das es Schicksal war.


Mein Mitgefühl ist bei Dir.


Sei lieb gegrüsst

Anja und ihre Wheatenteddys



PS: Was war es für eine Krankheit:confused: :confused:

Cockerfreundin
08.09.2002, 12:46
Hallo, Bea!

Das ist schrecklich und ich kann mich nur Anja anschließen: Du hast für Deine Hündin getan, was Du tun konntest. Mach Dir nicht zu große Vorwürfe!

Weiß der TA, was für ein Virus das war?

Liebe Grüße,
Annette

Bea131165
08.09.2002, 18:51
Danke für Euren lieben Antworten. Mit kommen schon wieder die Tränen und ich kann so gar nichts tun, ohne ständig an Jule denken zu müssen.
Nein, der Tierarzt sagte nur, es sieht aus wie Pavovirose, ist aber wohl keine. Es sind ja alle geimpft. Nun fahre ich morgen vormittag noch einmal zum TA, damit er die anderen noch mal durchchecken kann. Aber die benehmen sich wieder völlig normal und zeigen keine Auffälligkeiten. Aber ich fühle mich einfach besser, wenn alles erneut durchgecheckt wird. Vielleicht kann er mir dann auch schon sagen, was es wirklich war. Ich habe meine Jule ja dagelasssen, damit er sie gründlich untersuchen kann. Das fiel mir zwar schwer, aber ich muss ja die anderen schützen. Und das gelingt am einfachsten, wenn wir dahintersteigen, was dieses plötzliche Einschlafen von Jule ausgelöst hat.
Danke nochmal für Eure tröstenden Worte. Es tut gut, so ein Forum zu haben, damit man sich einfach seine Gedanken von der Seele schreiben kann und auf Menschen trifft, die verständnisvoll und mitfühlend sind.

Ulla
09.09.2002, 02:09
Hallo Bea,

es tut mir schrecklich leid, was mit Deiner Hündin passiert ist. Aber Du brauchst Dir keinerlei Vorwürfe zu machen!!! Wenn es wirklich Parvovirose war, dann hätte man die Hündin wohl eh nicht retten können. Ich hoffe, daß Deine TÄ Dir noch genau sagen kann, was es wirklich war.

Ich hatte eine Hündin, bei der die gleichen Symptome aufgetreten sind (Durchfall und Erbrechen), sie hat damals allerdings noch eine Woche durchgehalten bevor sie endgültig gehen mußte. Leider wissen wir bis heute nicht, was es wirklich war. Unsere damalige TÄ tippte auch auf einen Virus, genaueres hätte sich allerdings nur durch weitere Untersuchungen feststellen lassen und wie sie sich ausdrückte wäre das so als wenn man die Stecknadel im Heuhaufen suchte. Damals fehlte uns das Geld für eine derartige Untersuchung und ich hätte mir auch nicht vorstellen können, daß jemand meine kleine tote Maus auch noch aufschneidet usw. und deshalb haben wir darauf verzichtet. Heute würde ich auf jeden Fall wissen wollen, woran einer meiner beiden sterben würden, wenn es nicht eindeutig ist, denn die Zeit nach dem Tod unserer kleinen Maus war furchtbar, vor allem weil wir nicht wussten weshalb sie sterben musste und ob es vielleicht doch unsere Schuld war..... Sie ist nur 6 Monate alt geworden.....

Übrigens war sie auch komplett durchgeimpft.

Ich wünsche Euch allen viel Kraft und denke an Euch

Liebe Grüße
Ulla

zooplus Talkmasterteam
09.09.2002, 08:56
Guten Morgen Bea,
eben habe ich Ihren Beitrag zum Tode Ihrer kleinen Hündin im Forum gelesen. Es tut mir sehr leid, daß ihr nicht mehr geholfen werden konnte.
Zur möglichen Parvovirose der Hündin möchte ich Ihnen jedoch hinsichtlich der Ansteckungsgefahr fü die anderen unbedingt ein paar Dinge mitteilen!

1. Es kann durchaus vorkommen, daß geimpfte Tiere erkranken. Es gibt sogenannte non-responder, die schlichtweg auf das durch die Impfung in den Körper verbrachte Antigen keine Antikörper entwickeln und somit eine belastbare Immunität ausbleibt. Daher und auch aufgrund des in jüngster Zeit gestiegenen Seuchendruckes bei der Parvovirose (Berlin ist derzeit eine Seuchenhochburg!!!), sollten Welpen in der 6./9./12. und 15. Woche gegen Parvovirose geimpft werden.

2. Es ist also essentiell die Todesursache von Jule festzustellen, um für einen Ausbruch bei den anderen drei Junghunden gewappnet zu sein.

3. Virbac ist seit einigen Monaten mit einem Interferon auf dem Markt (Virbagen Omega), das mit gutem Erfolg bei der Behandlung der Parvovirose eingesetzt wird, sofern man in den ersten 36 Stunden der Erkrankung mit der Therapie beginnt. Bepsrechen Sie dies also umgehend mit dem behandelnden Tierarzt, damit er sich bei Virbac direkt erkundigen und das nötige Material beschaffen kann.
Alles Gute trotzdem und Kopf hoch!

dr. kirsten thorstensen
vet services manager

zooplus AG

Bea131165
09.09.2002, 16:22
Heute war ich ja nun beim TA. Es war eindeutig kein Virus, sondern alles deutet auf eine Vergiftung hin, allerdings ohne dass näher bestimmt werden konnte, was hierfür der Auslöser war. Und Jule war durch eine beginnende Gebärmutterinfekion (was mir noch nicht auffallen konnte laut TA) stärker geschwächt als die anderen. So jedenfalls die Aussage des TA. Es tröstet mich nicht in meiner Trauer um Jule, aber ich weiss nun, dass meine andere Rasselbande nicht mehr akut gefährdet ist. Allerdings beunruhigt mich schon, dass der TA keine Aussage zur Vergiftungsursache machen kann. Ist "es" irgendetwas auf unserem Grundstück, kam es von aussen...
Jedenfalls werde ich meine Hunde nun noch genauer beobachten und bei den kleinsten Anzeichen sofort beim TA auf der Matte stehen. Das wird ihn freuen.
Vielen Dank an den Webmaster vom Zooplus-Team für den Hinweis inbezug auf Parvo und Impfung. Nun gehe ich natürlich sofort mit dem Kleinen (9 Wochen) zur zusätzlichen Impfung. Dann ist da joch eine Hündin mit 14 Wochen. Macht es Sinn, diese auch noch zu impfen, obwohl ja praktisch eine "ausgelassen" wurde. Und was ist mit meiner "Grossen" (9 Monate). Für die Beantwortung dieser Frage wäre ich sehr dankbar. Ansonsten noch einmal Dank an alle, die mir ihr Ohr geliehen haben. Befinde mich auf dem Weg der Besserung. Zwar noch tiefe Trauer, aber ohne die starken Schuldgefühle und nicht mehr ganz so oft Weinkrämpfe.

Wheatenmummy39
09.09.2002, 17:04
Hallo Bea,

das ist ja nun wirklich absolut dumm das Du nun nicht weisst um was für eine eventuelle Vergiftung es sich handelt, zudem ja auch Deine anderen Doggies betroffen waren.

Hast Du vielleicht Pflanzen im Garten die eine Vergiftung auslösen könnte oder ähnliches?

Ich hoffe doch nicht das jemand Gift über den Zaun geschmissen hat aber vielleicht solltest Du vorsichtshalber den Garten absuchen und alles auffällige entfernen.

Rede nochmal mit Deinem TA er muss doch in etwa eine Vermutung haben wenn er sagt das es eine Vergiftung gewesen sein kann.

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Kraft um über den Verlust Deiner Jule hinweg zukommen.
Und drücke Dir ganz fest die Daumen für Deine Rasselbande


Sei ganz lieb gegrüsst

Anja und ihre Wheatenteddys


PS: ich bin ein grosser Fan der franz. Bulldoggen:D

Bea131165
13.09.2002, 02:41
Komme leider jetzt erst dazu, Euch wieder zu antworten. Wir hatten Besuch und haben "Jule" ganz feierlich begraben. Es war für mich sehr gut, dass wir dieses Ritual begehen konnten. Mein Mann hat Jule vom TA geholt (ich konnte sie nicht nochmal anschauen, wollte sie so in Erinnerung behalten, wie sie war). Aber es war schön, dass seine Kinder da waren (wir sind eine sogenannte Patchworkfamilie) und wir gemeinsam trauern konnten. Ich habe es zuanfang nicht geschrieben, weil ich Angst hatte, es könnte von Euch missverstanden werden. Jule war unser aller Liebling. Sie war die sanfteste, die kuschligste und hat sich nie in den Vordergrund gestellt. Und das ist es, was ich mir zum Vorwurf mache. Jede andere hätte mir vielleicht gezeigt, wie es um sie steht. Nein, Jule zieht sich zurück und...
Nein, ich möchte nicht wieder darüber nachdenken, ob ich es hätte verhindern können. Sicherlich hätte ich es können. Aber ich habe die Zeichen einfach falsch gedeutet. Die Kleinste (Solitär) ist seitdem wie ein Schatten von mir. Als wenn sie ahnt, dass ich jetzt viel Trost brauche. Bis jetzt war sie eigentlich die Zicke und hat nur Terror gemacht. Spüren Hunde schon in einem so jungen Alter, wie es einem geht? Scheinbar.
Liebe "...mama" (habe den gesamten Namen nicht vor mir, aber Du weisst schon, dass ich Dich meine).
Nein, die giftigen Planzen (Efeu) haben wir extra entfernt. Aber wir haben auf unserem Grundstück einen Teich, auf dem sich Algen befanden. Die haben wir abgefischt und vergraben. Allerdings mussten wir feststellen, nachdem wir das gesamte Grundstück abgesucht haben, dass unsere Hunde eine Stelle freigebuddelt haben. Allerdings weiss ich nicht, ob die Erkrankung unserer Hunde damit zu tun hat. Und der TA sagt auch nichts dazu. Also nichts gegen TA im allgemeinen. Aber im besonderen muss ich schon sagen, dass ich nicht mehr wirklich viel Vertrauen zu ihm habe. Ich war ja zum Check up mit den anderen. Er hat sich mehr auf Augen und Ohren konzentriert als auf alles andere. Kein Stuhl, kein Blut, kein Abstrich von den Mädels. Obwohl ja Jule eine beginnende Gebärmutterentzündung hatte. Ich weiss nicht, ob ich da nochmal hingehen möchte. Die Vergiftung konnte er ja auch nicht näher beschreiben. Oder bin ich jetzt nur besonders empfindlich? Wäre nett, wenn Du Dich nochmal meldest. Meine alte Heimat liegt übrigens in Deinem "Revier".

Wheatenmummy39
13.09.2002, 10:13
Liebe Bea,

endlich eine Nachricht von Dir, hatte schon ungeduldig gewartet. Also erstmal finde es echt gut das ihr Jule feierlich begraben habt und somit auch noch alle gemeinsam Abschied nehmen konnten. Nein Bea, du konntest es nicht verhindern wirklich nicht.
Ich glaube nicht das Deine Bullies die Algen ausgegraben haben, ausserdem kann ich mir nicht vorstellen das diese eine Vergiftung hätten auslösen können. Aber ich verstehe Deinen TA absolut nicht er setzt eine Behauptung in die Luft ohne irgendwelche Antworten absolut ein Unding.

Ich rate Dir GANZ Dringend zu einem TA Wechsel. und würde wenigestens noch eine Blutuntersuchung vornehmen lassen.

Ja auch junge Hunde spüren das das Frauchen Trost und Zuspruch braucht.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und drücke Dich ganz fest in Gedanken.

Sei lieb gegrüsst

Anja und ihre Wheatenteddys

PS: von wo aus meinem "Revier "warst du?

Wenn Du mir eine Mail schicken möchtest.
Wheatenmummy39@web.de