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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erinnerung an meinen Leon



Thekla Gärtner
01.09.2005, 15:33
Mein Mischlingsrüde Leon ist im März vergangengen Jahres gestorben. Er hatte eine unheilbare, am Ende schmerzhafte Infektion, und es war besser für ihn, ihn einschläfern zu lassen.

Obwohl ich für Leon alles getan habe, damit er nicht lange leiden muss, und er immerhin glückliche 15 Jahre bei mir alt geworden ist, habe ich lange Zeit keinen Trost gefunden, und der Gedanke an einen "neuen" Hund ist immer noch nicht so ganz da.

Besonders belastend war es für mich, dass ich Leon nicht beerdigen konnte und beim Tierarzt lassen musste. Sicher, er war "nur" ein Hund, aber es wäre schon tröstlich gewesen,
ihm einen würdigen Platz zu geben.

Ich habe jetzt Leon auf eine andere Art "beerdigt", nämlich indem ich seine Geschichte aufgeschrieben habe. In einer Hundezeitschrift fand ich die Einladung eines Verlags (Buchverlag Andrea Stangl in Paderborn), die machen Tiergeschichten und geben einen Sammelband mit solchen Geschichten heraus. Wenn ich in dem Buch einen Platz
bekomme, dann kommt auch ein Bild von Leon mit auf den Einband und Leon ist dann dort verewigt. Aber auch wenn es nichts damit wird, mir hat schon das Schreiben der Geschichte total gut getan.

Ich bin froh, dass ich am Ende nicht gekniffen habe und bei Leon geblieben bin, obwohl mein Freund mir diesen Gang abgenommen hätte. Ich finde, dass man sich am Ende nicht wegdrehen sollte, wenn die letzte Stunde gekommen ist, sondern den eigenen Schmerz zurückstellen sollte, um als vertrauter und beruhigender Begleiter dabei zu sein, und ich bin ganz sicher, dass Leon das auch gespürt hat.

Inoit
02.09.2005, 10:38
Das tut mir sehr leid für dich.
Ich kann verstehen, was du in dem Moment gespürt hast als er eingeschläfert werden musste, da mein Freund und ich vor ca. 2Monaten auch seinen Hund einschläfern lassen mussten.

Aber es war gut, dass du dich doch durchgerungen hast bis zum Schluss dabei zu sein. Das haben die Hunde einfach verdient. Sie haben aus uns einen besseren Menschen gemacht und unser Leben positiv bereichert. Kein Mensch könnte ein treuerer Freund sein als ein Hund. Von daher muss man den letzten Weg einfach mit ihnen gehen damit man auch in der letzten Minute noch für sie da war.

Topsy
06.09.2005, 13:57
Hallo,

ich kann dich sehr gut verstehen. Es ist erst 2 Wochen her, dass ich meine über alles geliebte Topsy im Alter von fast 17 Jahren gehen lassen musste. Es war sehr schwer, aber ich habe sie auch bis zum Schluss in meinen Armen gehalten. Alles andere hätte ich mir selbst nicht verziehen und ich bin froh, dass ich dabei war. Meine Topsy fehlt mir sehr und oft muss ich um sie weinen, denn wir hatten eine sehr enge Bindung. Mein Mann hat darauf gedrängt einen neuen Hund zu holen, ich selbst wollte keinen, ich wollte diesen Verlustschmerz nieee wieder spüren müssen. Seit Samstag ist Jola bei uns, wie Topsy wieder ein Silkymädchen und doch ganz anders, was gut ist. Ich hatte Angst, dass ich dieses kleine Wesen nicht lieben kann, ganz ehrlich. Heute bin ich meinem Mann sehr dankbar, denn durch Jola können wir wieder lachen, auch wenn ich noch oft um meine Topsy weinen muss. Jola hat die Stille durchbrochen, was gut ist. Meine Topsy werde ich trotzdem nie vergessen und die gemeinsame Zeit kann uns keiner nehmen. Topsy wird immer ganz fest in meinem Herzen bleiben, genauso wie es Jola bereits ist. Überall hängen bei uns Fotos von Topsy, so ist sie wenigstens ein wenig bei uns.

Liebe Grüße

Elke

Thekla Gärtner
07.09.2005, 15:10
Danke für deine Antwort und die tröstenden Zeilen.
Ich werde sicherlich auch eines Tages wieder einen Hund haben...

Liebe Grüße
von Thekla

rhonda
13.09.2005, 00:05
es tut mir sehr sehr leid!!:0( :0( :0( :0(