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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 16 Wochen alter Welpe!



Hakulele
21.08.2005, 22:13
Hallo!

Ich hätte mal gern eure Meinung gewusst!
Ich könnte einen 16 Wochen alten Welpen (Samojede) adoptiere.
Weil man ja überall liest, das man einen Welpen im Alter von 8- 10 Wochen vom Züchter holen soll.
Was wäre denn anders wenn der Welpe erst mit 16-17 Wochen einzieht, welche Vor- und Nachteile gäbe es.
Schreibt mal eure Meinung.
Freu mich! :p

Anyanka
22.08.2005, 03:53
Eigentlich nur die, daß er entweder ganz toll oder ganz scheiße geprägt ist. Also schau Dir den Züchter genau an und frag, was er schon alles mit dem Welpen gemacht hat!

Nara
22.08.2005, 06:15
Hallo

Als erstes würde mich Interessieren warum der Hund mit 16 Wochen abgegeben wird..
Sollte er erst zur Zucht dazu,und man hat sich dann dagegen entschieden,dann würde mich doch der Grund Interessieren..
Hat er aber keinen neuen Besitzer gefunden,und ist übrig geblieben,wüßte ich gerne wie weit die Züchter ihn Vorgeprägt haben..
Wichtig ist immer auch immer,wenn man hin fährt,den Hund anschauen,das man lieber zwei mal schaut..
Schließlich möchte man mit dem hund,ja ein Hundeleben zusammen bleiben..
Ansonsten würde bei mir nichts dagegen sprechen einen 16 WOchen alten Welpen zu nehmen...
Wie gesagt Vorausgesetzt,der Hund wurde schon etwas geprägt...





SChöne grüße
Mona

Hakulele
22.08.2005, 20:11
Hallo und danke für die Antworten!

Die Züchter leben in der Slowakei und sind sehr nette Leute. Habe mit Ihnen schon seit einen viertel Jahr Kontakt (durh eine Züchterin in Deutschland kennen gelernt!). Der Wurf bestand aus insg. 7 Welpen und er (Rüde)ist noch übrig. Soweit ich weiß ist er gut geprägt und hat auch schon eine Ausstellung in der Puppy Klasse hinter sich und dafür auch schon ein entsprechendes Showtraining gemacht. Er ist sehr lernwillig schreibt mir die Züchterin. Ich müsste den Welpen auch in der Slowakei abholen. Habe vor mit dem Zug zu reisen. Könnt ihr mir noch ein paar Tipps für die Fahrt geben, die dauert nämlich fast 9 Stunden.

:wd:

Cathrin Tietz
23.08.2005, 08:15
Hallo!

Mag ja sein, dass ich falsch und vorschnell urteile, aber osteuropäischen Züchtern sagt man ja nun nicht unbedingt
Positives nach, was Aufzucht, Haltung und Prägung angeht.
Der günstigere Welpenpreis macht sich häufig nicht bezahlt,
weil die Welpen oft krank sind, kein Impfungen erhalten haben und schlecht sozialisiert sind. Möglicherweise tue ich ja Deinem Züchter unrecht, aber bei solchen Geschichten habe ich einfach ein schlechtes Bauchgefühl. Und mit 16 Wochen hat er bereits ein Showtraining und eine Ausstellung hinter sich? Ich weiss ja nicht.......
Warum holst Du Dir keinen Hund von einem deutschen Züchter,
wo Du die Gelegenheit hast, Dir die Zuchtstätte genau anzuschauen und den Welpen auch regelmässig zu besuchen kannst, bevor Du ihn zu Dir heimholst?

Nachdenkliche Grüße,
Cathrin

Samuel
23.08.2005, 15:14
und hat auch schon eine Ausstellung in der Puppy Klasse hinter sich und dafür auch schon ein entsprechendes Showtraining gemacht.

Und? War wohl nicht das was sie sich von ihrem zukünftigen Deckrüden versprochen haben, wie?;)

Im Ernst, natürlich sind auch Züchter keine Hellseher und so kommt es immer wieder vor, daß sie den "Falschen" behalten. Das kommt vor und ist auch keine Tragödie wenn man offen und ehrlich damit umgeht - vor Allem aber darf der Junghund in seiner Entwicklung nicht darunter leiden. Unter guten Bedingungen spricht kaum etwas gegen einen solchen Hund.

Aber mich persönlich würden andere Dinge arg zögern lassen, denn wie soll es bei der Entfernung möglich sein sich vorher ein umfassendes Bild von dem "Kleinen" machen zu können? Das gleiche gilt für die Elterntiere.

...und wer um alles in der Welt geht mit einer solchen Rasse auf Ausstellungen und wählt die Zuchtpartner sowie die zukünftigen Deckrüden nach optischen Gesichtspunktern aus?

ruth_kyno
23.08.2005, 15:44
ich wäre schon bei der rasse skeptisch, da die samojeden zu den huskies gehören und (meist) sehr stur und eigensinnig sind. von daher ist die richtige prägung besonders wichtig.
und zum züchter erzählen kann der viel aber ob es stimmt weißt du nicht. wieso willst du den hund denn nehmen? nur aus mitleid? sorry, aber das hört sich für mich so an.
ich kenne den züchter nicht, aber ich weiß von einigen hunden, die aus mitleid ausm ost-urlaub mitgenommen werden. gekauft aufm markt von einer bauersfrau. man hilft dadurch zwar dem einzelnen hund, bringt aber geld in die kasse und regt damit die weitere züchtung an und verschlimmert das problem dadurch nur. teilweise werden auch angeblich reinrassige hunde mit gefälschten papieren geschmuggelt, die zwar günstig, aber meitens auch krank (oft haben sie hd) sind und unter bestialischen bedingungen im kofferraum eingequetscht eine fahrt von 10 stunden aushalten müssen. diese hälfte übersteht meist nicht mal die hälfte der welpen. diese werden dann in deutschland in eine "seriöse" familie gebracht und dort als die eigenen reinrassigen welpen verkauft, ohne dass der käufer etwas merkt, bis der hund älter wird und plötzlich nicht mehr wie die einst angeschaffte rasse aussieht und unter krankheiten leidet, die aus inzucht hinweisen.
das ist alles, was ich von hunden aus osteuropa gehört habe.
ich kann die nur empfehlen dir den welpen und vor allem die züchter ganz genau anzugucken. am besten du bleibst für eine nacht da und schaust dir alles ganz genau an, vor allem die mutter (ob die zitzen angeschwollen sind, wie sich der hund verhält, gesundheitszustand...) wenn du dir dann ganz sicher bist, dann kannst du den hund nehmen. aber nimm ihn nicht aus mitleid, auch wenn es noch so schwer ist. du sicherst damit nur einen neuen wurf und ein neues leiden. wie gesagt ich kenne den züchter nicht aber das ist was ich über hund aus osteuropa gehört habe.

Hakulele
23.08.2005, 20:38
Hallo!

Nur um mal den ganzen Vorurteile mit osteuropäischen Züchtern entgegen zu wirken. Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass in Deutschland eine durchaus falsche Vorstellung von Züchter aus Ostländern besteht. Erst mal warum ich einen Züchter aus der Slowakei gewählt habe, weil die Züchterin die ich mir in Deutschland ausgesucht habe (habe mehrere Züchter besucht), hat aufgrund eines tragischen Todes einer Ihrer Hunde das Züchten erst mal auf Eis gelegt. Sie hat mir dann die Adresse der Züchter in der Slowakei gegeben (welche sie selbst schon besucht hat) und mir bestätigt, dass dies sehr gute Züchter mit gesunden Hunden sind! (nur zur Erklärung)

Ich kann euch ja verstehen wenn ihr schlechte Erfahrungen und schlechte Dinge gehört habt, aber es gibt eben nicht nur in Deutschland gute Züchter. Auch mit dem Preis hat es nichts zu tun!
:sn:

Das Samojeden nordische Hunde sind und ihren ganz speziellen Charakter haben das stimmt, aber damit habe ich mich lange genug auseinenader gesetzt, so ca. 4 Jahre und es steht fest ein Samojede wird es werden! :p

Vielen Dank für eure Antworten!:cu:

ruth_kyno
23.08.2005, 23:25
hallo
wenn du dir über die seriösität der züchterin sicher bist und sonst keine zweifel hast sehe ich keine bedenken.

Samuel
24.08.2005, 03:01
Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass in Deutschland eine durchaus falsche Vorstellung von Züchter aus Ostländern besteht.

"Die Züchter" gibt es auch im Osten nicht (daher war das auch nicht Gegenstand meiner ersten Antwort), weiter ist es auch immer Definitionssache was nun ein Züchter ist und was ein Vermehrer usw....
Fakt ist was hier in Deutschland ein gutes "Zubrot" ist, ist anderswo ein kleines Vermögen. Entsprechend größer ist die Versuchung und ebenso die Anzahl derer, die ihr erliegen. Hinzu kommt, daß die Einstellung zum Hund häufig doch eine ganz Andere ist.
Trotzdem gibt es aber auch im Osten ganz hervorragende Züchter mit durchaus "edlen" Motiven. Leider ist es nur fast unmöglich ohne mehrmaligen persönlichen Kontakt vor dem Kauf die wahre Intention der Zucht zu durchleuchten. Das betrifft in meinen Augen aber nicht nur Züchter im Ausland, sonder evtl. auch in Deutschland. Wer ist wirklich bereit 3-4 Mal 1200km (hin und zurück) zu bewältigen um sich ein halbwegs genaues Bild zu machen? Und das ist nur eine real mögliche Entfernung innerhalb Deutschlands.
Das war einer der zwei Punkte auf die ich hingewiesen habe und zwar unabhängig vom Land, nicht aber von der Entfernung.


Der zweite Punkt ist das vermutete Motiv (Ideal) der Zucht. Ich mag falsch liegen, aber mir scheint es so (aus dem was du geschrieben hast), daß das Hauptaugenmerk der Züchter ganz eindeutig auf den Ausstellungsbereich gerichtet ist. Denn wer sonst stellt seine "Welpen" ernsthaft aus?
Hier stellt sich dann nicht nur die moralische Frage warum man sich für solche Aktivitäten eine ursprünglich gebrauchstüchtige Rasse aussucht und wo es Diese hinführt, sondern auch was dabei auf der Strecke bleibt und mit welchen züchterischen Mitteln das Ziel verfolgt wird (und warum!). Diese (Un)Art der Hundezucht hat schon diversen Rassen unglaublich geschadet. Nicht nur im Bezug auf ihren Ursprung, sondern auch physisch und psychisch!

Es wäre nicht nur Schade wenn du 4 Jahre von einem echten Samojeden geträumt hättest und jetzt nur eine schöne Hülle mit evtl. sonderbarem Kern bekommen würdest, sondern es ist jedes Mal ein herber Schlag für eine Rasse wenn gezielt die Zucht weg vom Ursprung gefördert wird.

Jacqueline1705
09.09.2005, 11:09
Hallo alle zusammen!

Erstmal frage ich mich, warum ist dieser eine Welpe noch übrig? - So heißt es ja von dir. Darüber würde ich schon mal nachdenken.
Zweitens - natürlich gibt es auch in Deutschland genügend Unmenschen, die kranke Hunde züchten und nur aufs Geld aussind. Aber hier gibt es wenigtens ein paar Verordnungen (meiner Meinung nach zwar immernoch zu wenige), die es solchen Unmenschen wenigstens ein bisschen schwerer machen und es manchmal sogar schaffen, dass solche Leute das züchten verboten bekommen.
Aber in den Osteuropäischen Ländern gibt es solche Verordnungen gar nicht. In Deutschland sind vielleicht von 100 Züchtern 10 dabei, die Schindluder betreiben und umgekehrt sind es in der Slowakei vielleicht von 100 Züchtern 10 dabei, die es gut mit den Tieren meinen. Ich kann den anderen nur zustimmen, ich wäre an deiner Stelle sehr vorsichtig.
Was spricht denn dagegen, sich einen Züchter in Deutschland zu suchen?
Ein anderes Problem sehe ich noch bei den Impfungen. In Deutschland müsste der kleine bereits das zweite Mal geimpft worden sein und er müsste demnach einen Impfpass haben, der das belegt. Sind in der Slowakei die Bestimmungen beim Impfen auch so hoch wie hier? Kannst du dir sicher sein, dass der Kleine bereits entsprechend geimpft und entwurmt ist? Bedenke, auch einen Impfpass kann man ganz leicht fälschen. Und du weißt hoffentlich selbst, wie schnell und auf wieviele verschiedene Arten sich so ein kleines Hundebaby mit schlimmen, auch tödlichen Krankheiten anstecken kann, wenn ein entsprechender Impfschutz nicht oder nur unzureichend besteht!

Lieben Gruß Jacqueline & Rocco :cu:

coramadden
09.09.2005, 12:20
hallo,

also ich würde auch sagen, wenn du die züchterin, die hunde und die umgebung gut & seriös findest, dann spricht nichts gegen den welpen.

ich finde 16 wochen auch nicht zu alt. finde es eher bedauerlich wenn niemand dem kleinen kerl eine chance gibt nur weil er etwas über der zeit ist! ich wollte ursprünglich auch nen welpen, weil ich es wichtig finde den hund selbst zu prägen. bin dann aber auf meine klene gestoßen (im internet) und wurde neugierig. hab mich dann mit der vorbesitzerin (die ihre mutter hat) zusammen gesetzt und sie hat mir alles erzählt. cora war vorher bei sehr schlechten menschen, die haben sie eingesperrt, nicht richtig gefüttert und auch mal geschlagen! aber trotzdem wollte ich sie. hab sie zwei wochen fast jeden tag besucht, mit ihr gespielt, gassi gegangen etc. dann hab ich sie genommen (damals 5 monate) und bereue es bis heute nicht (jetzt fast 11 monate)! sie ist ein lieber, treuer, verspielter, fröhlicher wirbelwind. meine hundetrainerin meint auch, dass sie ein toller hund ist, nur manchmal etwas ängstlich. wichtig ist für mich auch das ich ständigen kontakt zur "züchterin" (ist ein schäferhund-mix) habe.

denke nur das die 9 stunden zug etwas viel sind, vorallem wenn der kleine es nicht gewöhnt ist.

lg anna

lotharingia
10.09.2005, 08:21
Hallo,

Also, wenn dir der Hund gefällt, dann nimm ihn. Man kann ja bei der Begegnung schon feststellen, in wie fern er positiv/negativ geprägt ist. Kommt er freudig auf dich zu, oder ist er ängstlich u.s.w, kann man ja alles in Büchern nachlesen und weisst du bestimmt schon. Du wirst ja auch vermutlich sehen, wie er gehalten wurde und so weiter.

Zum Thema Osthunden möchte ich auch was loswerden. Und zwar: nicht nur Osteuropäer machen sowas! Auch hier kann man sich damit ein reichliches Zubrot verdienen.

Unsere Hündin kommt von einem ehemaligen Nachbarn. Ich habe ihm damals vertraut, weil er unser Nachbar war und er uns den Hund in Gegenwart eines anderen Nachbars vorgestellt hat. Sie sollte ein reinrassiger Appenzeller aus der Schweiz sein. Sie war total süß und wir haben uns sofort in sie verliebt. Er verlangte 500 Euro und zwar am nächsten Tag, weil er sie sonst an andere verkaufen würde. Papiere hat er uns auch versprochen (haben wir aber nie bekommen). So, ich weiss, dass ich voll blöd bin und auch sehr gutgläubig, aber ich konnte mir wirklich nicht vorstellen, dass man von gleich 2 Nachbarn beschwindelt wird. Sie war unser erster Hund, also hatte ich auch keine Ahnung. Ich wusste nicht, dass man reinrassige Hunde mit Papieren schon ab 250 Euro bekommen kann. Jedenfalls, sie sieht schon wie ein Appenzeller aus, nur hat sie lange Haare! Wir würden sie auch für nichts in der Welt wieder hergeben. Sie ist der tollste Hund, den man sich vorstellen kann und ehrlich gesagt, habe ich, als wir uns einen Zweithund holen wollten, überlegt nocheinen von ihm zu holen, aber meine Prinzipien haben mich davon abgehalten und wir sind stattdessen ins Tierheim.

Dieser Herr vertreibt immernoch "reinrassige" Appenzeller Welpen. Bis jetzt habe ich noch keinen getroffen, der im erwachsenen Alter dem Rassestandard voll entspricht, obwohl einige da sehr nahe kommen (und andere sind sehr weit davon entfernt). Aber - alle Hunde sind trotz allem gesund, robust sogar, sehr freundlich, intelligent und aktiv. Was das wirklich für HUnde sind, das weiss der Geier. Vielleicht versucht da einer, eine neue Rasse zu züchten, vielleicht kommen die Hunde erst garnicht aus der Schweiz, was weiss ich - aber jedenfalls findet er immer wieder Menschen, die ihm die Geschichte abkaufen und 500 Euro bezahlen.

brina1912
10.09.2005, 10:31
Hallo,
also erstmal spricht nichts dagegen einen 16 Wochen alten Welpen zu nehmen, wenn der Züchter ihn sozialisiert hat. Da dein in Frage kommender Welpe allerdings jetzt schon eine Ausstellung hinter sich hat, wage ich mal die Prognose, dass er wahrscheinlich schon einen guten Gehorsam hat. Dies lässt sich dann auch mit der Aussage des Züchters, er lerne gern, stützen. Ich bezweifle aber das er sozialisiert ist, d.h. er wenige oder gar keine anderen Hunde und Hunderassen als die des Züchters kennt und auch sonst Umgebungsmäßig wenig gewohnt ist (Busse, Menschen, Straßenverkehr...) Demzufolge würde ich ihn dann eher nicht nehmen, denn er wird jeden Tag älter und lernt in seiner Prägephase nicht das was er hier sein Leben lang jeden Tag erlebt. Das kann Verhaltensprobleme nach sich ziehen.

Lg. sabrina und tango

ruth_kyno
10.09.2005, 12:06
hallo hakulele
wollt mal fragen wie du dich entschiedenhast und, ob du den hund genommen hast oder nicht?