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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Adria hat ein dickes Sprunggelenk



LoveofLabs
19.08.2005, 10:37
Hallo Foris,
Adria ist jetzt am Mittwoch in einen neuen Offenstall umgezogen. Da die Pferde sich alle verstanden haben (sind alles Haffis, wie im vorigen Stall) haben wir sie gleich dauerhaft zusammen gelassen. Adria geht ja, wenn sie angezickt wird. Nun haben wir gestern festgestellt, dass sie ein dickes Sprunggelenk am rechten Hinterlauf hat. Sie lahmt auch und belastet das Bein nicht. Sie muß also doch was abbekommen haben, oder ist beim Weglaufen in ein Loch getreten - keine Ahnung... Der TA war da und konnte äußerlich erstmal keine Verletzungen feststellen. Fieber hatte sie auch nicht. Sie hat eine Spritze gegen die Entzündung und Schmerzmittel bekommen. Außerdem habe ich noch ein Gel zum Einschmieren gekriegt. Zweimal täglich bekommt sie noch ein Mittel ins Maul - komme jetzt blöderweise nicht auf den Namen. Ist aber gegen Prellungen, Stauchungen uns sowas. Sie steht jetzt abgeteilt von den anderen, damit sie erstmal zur Ruhe kommt. Heute morgen um sechs sah das Bein schon wesentlich besser aus und sie hat es auch schon wieder belastet. Habt Ihr noch einen Tipp, wie ich ihr noch weiter helfen kann? Mit Wasser kühlen? Kann man Pferden Traumeel o.ä. geben? Wär´ toll, wenn Ihr mir ein bißchen raten könntet. Ich hatte so ein Problem (Gott seid Dank) bislang noch nicht und brauche mal ein bißchen Zuspruch.
Montag kommt der TA noch mal vorbei und schaut sie sich noch mal an...

Liebe Grüße
Sabine

Heike+Lina
19.08.2005, 11:46
Hallo Sabine,

keine Panik das geht meist von selbst alles wieder weg. Blöd finde ich es nur das der TA deinem Pferd ein Schmerzmittel gespritzt hat, das Pferd soll ja das Bein nicht überbelasten aber mit Schmerzmittel merkt es das nicht :mad:

Ich an deiner Stelle würde gar nichts meinem Pferd geben, das heilt von alleine, bitte aber nicht das Pferd in eine Box oder Winzpaddock sperren. Die Heilung verläuft dann viel langsamer!

Deswegen keine Aufregung das sind Peanuts;)

LG
Heike

LoveofLabs
19.08.2005, 11:57
Hallo Heike!


Original geschrieben von Heike+Lina
Blöd finde ich es nur das der TA deinem Pferd ein Schmerzmittel gespritzt hat, das Pferd soll ja das Bein nicht überbelasten aber mit Schmerzmittel merkt es das nicht :mad:
Aber sie hatte wirklich offensichtlich Schmerzen - ist man da nicht schon allein aus Tierschutz-Gründen verpflichtet, für Linderung sorgen?


Original geschrieben von Heike+Lina
Ich an deiner Stelle würde gar nichts meinem Pferd geben, das heilt von alleine, bitte aber nicht das Pferd in eine Box oder Winzpaddock sperren. Die Heilung verläuft dann viel langsamer!

Sie steht abgeteilt auf ´nem Stück Wiese. Der TA hat gesagt, 6x6 Meter groß. So haben wir es auch gemacht. Meinst Du, das ist zu klein? Sie kann sich ganz gut darin bewegen - macht sie auch - aber sie soll halt - laut TA - möglichst nicht so viel herumrennen...

Kannst Du so aus der Ferne ´nen Tipp abgeben, wie lange sie nun Schonung braucht?

LG
Sabine

Heike+Lina
19.08.2005, 12:43
Also:

meiner Meinung ist es absolut wiedersprüchlich was Tierärzt in solchen Situationen von verschreiben. Allerdings muß ich dazu sagen das sie dazu verpflichtet sind Boxenruhe zu verschreiben! Sonst können Sie Ihre Zulassung verlieren.

Schmerzen sind von der Natur dazu gemacht eine Stelle des Körpers vor Überlastung oder sonstwas zu schützen. Wenn dein Pferd extrem starke Schmerzen hat würde es gar nicht auftreten und Du würdest über seinen Nüstern Schmerzfalten sehen. Ich meine wenn ich mir meinen Fuß verstaucht habe tut´s weh und ich humpel mir einen ab und es sieht ach so fürchterlich aus. Mein Arzt hat mir wg. einem umgeknickten Fuß noch keine Schmerzspritze gegeben eben weil ich nicht meinen Fuß überbelasten soll!

Dann wird durch die mangelnde Durchblutung wg. Boxenruhe/Paddockruhe womit 6x6 meter in dem Fall noch viel sind die Stoffwechseltätigkeit verlangsamt womit auch die Schadstoffe nicht so schnell abtransportiert bzw. die Abwehrstoffe langsam hintransportiert werden können.

Wenn mein Pferd mal ein dickes Bein oder ein Gelenk dick haben sollte mache ich rein GAR NICHTS natürlich lasse ich aber den TA kommen wenn ich mir nicht sicher sein sollte das es ein Bruch sein könnte (dann müßte mein Pferd auch erheblich starke Schmerzen vorweisen).

Wenn mein Pferd mal einen Einschuß haben sollte (kam bisher einmal vor, durch einen dicken Katscher) laß ich ihn ganz normal mit den anderen in seinem O-Stall er humpelt dann 1-2 Tage leicht und danach ist der Einschuß weg.

Wenn das Pferd genügend Bewegung hat, heißt ohne Schmerzmittel sich selbst genügend Bewegung verschafft, dann ist so eine Lapalie in 1 Woche vom Tisch, meistens schon früher.

Das ist mein ganz persönliche Meinung die auf jahrelange Erfahrung basiert mit zig Pferden.

LG
Heike

Edit: Ich an deiner Stelle würde deinen Hafi schon noch getrennt stehen lassen aber würde ihm viel mehr Auslaufmöglichkeit bieten! Wenn sie sich nicht schonen will (OHNE Schmerzmittel!!!) ist es auch nicht nötig. Er weiß schon selbst was für ihn das beste ist;)

Entschuldige Er ist ja eine Sie :rolleyes:

LoveofLabs
22.08.2005, 10:02
Hallo Heike,
wollte mal kurz berichten... Die Schwellung an Adrias Sprunggelenk geht (wenn auch langsam) zurück. Mittlerweile geht sie nicht mehr lahm und belastet das Bein auch wieder richtig. Allerdings hält sie es immer noch deutlich öfter in Schonhaltung. Wir haben sie mittlerweile wieder zu den anderen Pferden gelassen, weil ihr die Einzelhaltung sichtlich nicht behagt hat. Nun hält sie sich immer etwas abseits und wird größtenteils in Ruhe glassen. Sie hat auch schon gelegen und die anderen standen sozusagen als "Aufpasser" drumherum, ich denke, das spielt sich langsam ein...
Ansonsten ist sie ohnehin eher der ruhige Typ und läßt es langsam angehen, sodass ich mir eigentlich keine Sorgen machen muß, dass sie sich mit zuviel Rumtoben übernimmt.

Traumeel habe ich ihr jetzt erstmal die restlichen Tabletten gegeben, die ich noch hatte. Ich habe sie zermörsert und ins Maul gestreut - ging ganz gut.
Nun hoffe ich, dass es sich weiterhin bessert und wir demnächst das neue Reitgelände erkunden können!

Viele Grüße und noch einmal vielen Dank für Deine Tipps!
Sabine

PS: Adria ist ein Quarter Horse/Vollblut-Mix, steht aber in einer Haffi-Herde...;)

Heike+Lina
23.08.2005, 11:48
Schön das es deinem Hoppa wieder besser geht:wd:

Ups, habe gedacht Du hättest einen Hafi:cool:

LG
Heike

mausebärchen
24.08.2005, 06:37
Tensolvet ist auch gut bei Blutergüßen, Prellungen,Verstauchungen.

LoveofLabs
02.09.2005, 12:23
Wollte mal wieder einen Zwischenbericht geben. Das Gelenk ist außen immer noch ein bißchen dick und Adria schont das linke Beim auch noch öfter als das andere. Ich bin sie letzte Woche zweimal ca. eine halbe Stunde nur langsam Schritt geritten. Sie ging fleissig und ohne zu lahmen. Allerdings hatte ich am nächsten Tag den Eindruck, sie hat wieder mehr Schmerzen. Tja, und nun steht sie wieder... Sie ist ja Tag und Nacht draußen und hat dadurch ihre Bewegung, deshalb finde es es nicht so schlimm, aber es macht mir schon Sorgen, dass es nun scheinbar nicht mehr besser wird. Das Sprunggelenk ist halt nach wie vor ein wenig dick. Auf der Weide läuft sie aber ganz normal. Sie trabt und gallopiert auch, ohne zu lahmen. Sie bekommt jetzt wieder 30 Traumeel am Tag und ich schmiere mit Traumeel-Salbe ein. Eine Stallkollegin meinte, so eine Verletzung kann gut und gern mal sechs Wochen dauern. :eek:

Meint ihr, ich sollte doch noch mal den TA holen? Ich habe für die erste Behandlung schon 120 Euro bezahlt und habe es im Moment leider nicht so dicke, nachdem ich in den vergangenen Wochen viele unvorhergesehene Kosten hatte...:(

LG
Sabine

futini
25.07.2006, 21:54
Hallo.......
deine Beschreibung der Verletzung passt zu einem Einschuß. Habe damit leider schon oft Erfahrungen gehabt. Mein Wallach hatte mehrere male einen Einschuß am selben Bein.Infolge seiner Bindegewebsschwäche hatte ich immer Probleme das Bein "wieder dünn" zu bekommen. Habe einige Sachen ausprobiert. Am besten hat folgendes geholfen: Quark (250g) mit 10 Tropfen Arnika D5 anrühren und auf die betroffene Stelle auftragen. Ist erstens billig, und nichts chemisches. Nachteil: man braucht einige Zeit es abzuwaschen, aber dafür gibt es Kühlung inklusive! Ich hab das immer täglich gemacht, solange bis es besser wurde.
Hoffe ich konnte helfen!
Gute Besserung!:tu: