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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aussie jagt



daydreamer
17.08.2005, 10:24
Meine Aussie-Hündin ist zweieinhalb und war vom Welpenalter in der Hundeschule.
Sie hört generell sehr gut und hat bei der Ausbildung im Jagd- und Gebrauchshundeverein von 80 Punkten 79 erhalten. Seit zwei Wochen rennt sie allerdings hinter Hasen und Rehen her, wenn sie sie im Wald sieht.
Ich habe sie beobachtet: Sie zögert nicht mal eine Hunderstel-sekunde, wenn ich trillere, obwohl ich sie sonst in jeder Lebenslage ins "down" trillern kann.
Nun gehe ich seit drei Tagen an der 10m langen Schleppleine mit ihr in den Wald. Leider haben wir in dieser Zeit kein Wild gesehen.
Außerdem übe ich, indem ich Kong oder Frisbee werfe und sie downtrilere, während sie hinter dem Teil herrennt.
Hat jemand noch eine Idee?
Ich bin für jeden nachvollziehbaren Vorschlag dankbar.

Anyanka
17.08.2005, 22:19
Hat sich denn in den letzten beiden Wochen bei euch was verändert?

Der Aussie ist nun mal nicht der oft angepriesene nicht jagende Hund, aber normal hätte sich dieses Verhalten früher gezeigt.

Überleg mal was anders ist als sonst. Wenn Du die Ursache kennst, kannst Du besser an dem Problem arbeiten, als wenn Du nur die Symptome bekämpft.

daydreamer
18.08.2005, 10:40
Leider ist da nichts, was auffällt.
Wir tun dasselbe wie immer.
Ich gehe lange mit dem Hund im Wald spazieren und irgendwann im Laufe des Tages bewegen wir auch noch gemeinsam das Pferd, natürlich auch wieder im Wald bzw. auf Feldern oder daneben.
Vielleicht sind zur Zeit auch mehr Rehe unterwegs. Da kenne ich mich nicht gut aus.

Suzanne
18.08.2005, 12:18
Hallo,

ich habe auch solch ein Exemplar zuhause, der meint, er kriegt den Hasen.

Wir haben uns, als er alt genug war um mitzulaufen, daß Pferd zunutze gemacht. Beim Reiten habe ich quasi Heimvorteil - ich habe auch 4 Beine und bin immens schnell. :p Erspähte er irgendwas und rannte los, rief ich einmal, wendete dann sofort und galoppierte in die entgegengesetze Richtung davon. (Natürlich nur da, wo es der Boden zuläßt)

Hinzu kommt, daß das "weglaufen" nicht zu überhören ist. Die ersten Male reagierte er zu spät, dann wurde es immer besser. Er stoppte dann, dreht sich um "boah - die haut ab".....:D

Es ist natürlich kein Allheilmittel, aber Versuche wert. Ganz ausgrenzen konnte ich es nicht, aber zu Fuß bleibt er mittlerweile ohne Leine bei mir, wenn sich auf den Wegen die Fasane tummeln oder im Wald Knackgeräusche versursachen. Manchmal ist es - wenn wir zu "Fuß" unterwegs sind leider, leider immer noch ab und an ein vereinzelter Hase. (Es wäre einfacher, wenn sie im Rudel dawären und nicht davonliefen)

Perfekt sind wir hier leider auch noch nicht.:(

LG Susanne :cu:

daydreamer
18.08.2005, 20:59
Hallo,

das macht meine Freundin mit ihrem Setter, aber meiner Aussie-Tusse ist das Pferd äußerst unheimlich. Jedesmal wenn er stolpert oder auf einen Ast tritt, zuckt sie zusammen. Bis zum 14.06.2005 ist sie immer im Abstand hinter ihm hergezockelt und dann einfach zurück in den Stall gerannt. Sie weiß in unserem Wald (übrigens voller Wurzeln) genau Bescheid und wartet dann in der Box, bis ich auch komme.
Ohne dass was passiert ist, ging es ab dem 15.06. Ab dem Tag konnte ich sie vorausschicken.
Dafür hat sie jetzt eben eine neue "Macke".
Sie hat eigentlich dauernd solche Phasen. Insofern hoffe ich, dass das Jagen auch wieder vergeht, wenn ich jetzt konsequent die Leine nehme.
Sie weiß jetzt auch schon, dass sie nicht wegkommt. Ich frage mich nur, was geschieht, wenn ich sie dann wieder frei laufen lasse. Ich muss es ja irgendwann versuchen.
Wer weiß noch was dazu oder hat ähnliche Erfahrungen mit seinem Hund gemacht?

Pafil
25.08.2005, 16:35
Sorry die Frage aber gibt es öfters jagende Aussies?

daydreamer
26.08.2005, 09:55
Ich wollte es vorher auch nicht glauben, da ich mir ja extra einen Hütehunde ausgesucht hatte, da klar war, dass wir viel Zeit im Wald verbringen.
Außerdem dachte ich immer, die Leute, deren Aussie jagt, haben ihn nicht richtig erzogen.
Ich habe alles getan, was angebracht ist,, und nun findet meine Kleine trotzdem, dass es supertoll ist, hinter Rehen herzurennen, auch wenn sie irgendwann umkehren muss, weil sie keine Chance hat.
Und ich als uneinsichtige Besitzerin erwarte, dass sie umkehrt, wenn ich pfeife oder rufe. Da wir uns nicht dementsprechend einigen konnte, geht sie nun eben die zweite Woche an der Schleppleine, die noch nicht zum Einsatz gekommen ist, da wir kein Reh mehr gesehen haben.
Aber mein vertrauen ist erst mal dahin.

Grüße

Rüsselterriene
26.08.2005, 10:07
Darf ich mal fragen, wieso ihr denkt, Aussies wären anders als andere Hunde?
Habt ihr die Verkaufsfloskel "nicht-jagend" etwas zu ernst genommen?

Das Hüteverhalten IST ein JAGDVERHALTEN. Deshalb wird jeder Aussie und auch jeder andere Hütehund JAGEN müssen.

Wie heisst es so schön: Man darf nicht alles glauben, was die Verkäufer einem erzählen! Die wollen auch nur "ihre Ware" an den Mann bringen!

Anke

Pafil
26.08.2005, 14:31
ja so doof war ich ,dachte die Züchter sind allwissend .Ich glaub denen ist auch egal verkauft ist verkauft ob Auto oder Hund.Sorry bei den Anständigen.
Unser Aussie ist erst 1 Jahr mal sehn was da noch alles kommt.Aber ihr könnt mich gern vorwarnen .
Ich glaub nicht ,dass der Aussie anders ist als andere Hunde,ich hätte gern ein Engelchen bitte...geht ja leider nicht...oder liebe Züchter.
Grüüüüßle
jagend ?der Aussie bleibt immer schön an meiner Seite gar kein Thema (hahahahah)
zumindest bei den Züchtern,so ist das Anke
Grüüüüüüüüüßle

nadinemen
30.08.2005, 09:55
Hallo zusammen,

habe auch eine kleine jagende Aussie-Hündin. Allerdings habe ich auch schon von vielen Aussie-Besitzerns gehört, dass ihr Hund nicht jagt.

Ich denke es gibt solche und solche, sicherlich liegt es in der Natur eines jeden Hundes zu jagen.

Mittlerweile muss ich allerdings sagen, dass meine Kleine (10 Monate) so gut hört, dass ich sie abrufen kann, auch wenn sie schon eine Spur in der Nase hat.

Hatteanfangs auch über eine Schleppleine nachgedacht, aber aufgrund unseres täglichen "Trainings" und der Hundeschule, hat sie mittlerweile den nötigen Respekt vor meinen Kommandos, dass sie auch in einer solchen Situation gut hört.
Sicherlich muss man, aufgrund ihres Alters auch Abstriche machen, wenn sie schon 100m entfernt ist, verzichte ich lieber auf ein Kommando, da kann es nämlich schon mal passieren, dass sie es doch ignoriert.
Aber wenn ich sehe, dass sie gerade los startet, und ich sie dann rufe, klappt das sehr gut.

Die Idee mit dem Pferd find ich allerdings auch super :tu: !!!

daydreamer
30.08.2005, 10:45
Ich kenne auch solche und solche. meine hat im normalfall vor allem angst, was größer ist als sie.
sie rennt auch nur hinterher, wenn sich das reh bewegt.
eine spur kann sie überhaupt nicht aufnehmen.
am sonntag waren wir bei einem damwildgehege. ich wollte ihr die tiere aus der nähe zeigen und sie zum stillhalten bewegen. aber da wollte sie gar nicht hin. wenn sich einmal ein reh umdrehen und "buh" machen würde, wäre die sache erledigt. aber das tun sie leider nicht.
heute beginnt der folgekurs bei unserem jagdhundeverein. ich hoffe, die haben fachmännische tipps.

danke und grüße

lotharingia
30.08.2005, 12:02
Das hört sich jetzt bestimmt bescheuert an, aber hast du versucht, dich zu verstecken? Meine Hündin (Appenzeller-Mischl.) kommt immer sehr schnell zurück, wenn sie merkt, dass ich weg bin. Ich denke, dass Hütehunde generell ihr Herrchen/Frauchen gerne im Blick haben. Wenn du sie rufst, weiss sie wo du bist. Deshalb ist es vielleicht effektiver dich einfach zu versteken.

daydreamer
31.08.2005, 09:47
das mit dem verstecken haben sie uns ziemlich bald in der hundeschule gesagt. ich mache es oft, wenn sie zu langsam hinter mir hertrödelt. aber wenn sie einem reh nachrennt, dreht sie sich nicht mehr um, wahrscheinlich bis das reh aus ihrer sicht verschwindet. und ich bin auch schon einmal mit dem pferd weggetrabt, als der weg es erlaubte. sie findet mich immer und kommt dann angehechelt.
ich habe gestern auch mit einer beagle-besitzerin gesprochen, die meinte, ihrer hätte letzthin auch ein reh gesehen und wäre hinterher gelaufen, aber nach zwei minuten zurückgekommen. sie fand das nicht schlimm. mir sind zwei minuten schon viel zuviel.
aber trotzdem danke, ich werde alles wieder ausprobieren, wenn sie abhaut.

Suzanne
31.08.2005, 13:13
Original geschrieben von daydreamer
und ich bin auch schon einmal mit dem pferd weggetrabt, als der weg es erlaubte. sie findet mich immer und kommt dann angehechelt.
ich habe gestern auch mit einer beagle-besitzerin gesprochen, die meinte, ihrer hätte letzthin auch ein reh gesehen und wäre hinterher gelaufen, aber nach zwei minuten zurückgekommen. sie fand das nicht schlimm. mir sind zwei minuten schon viel zuviel.

Das meinte ich :p 1x rufen oder pfeifen und dann richtig Tempo geben. Wenn ein Menschlein "abhaut" ist das kaum zu hören, aber ein galoppierendes Pferd ist nicht zu überhören. Zu "Fuß" suche ich ganz bewußt die Plätze der Fasane auf und übe, übe, übe. 5 x Erfolg, 1 x Mißerfolg. Aber es war auch schon andersrum :(

Es wird immer besser und besser, wenn auch langsam. Mein Rüde wird im Dezember 3 und irgendwie habe ich das Gefühl, Aussies sind Spätzünder :?: , Lausbuben.

Ich arbeite an dem daran, daß er nichts verfolgt, schließlich kann das Feld an einer Straße enden und ein Auto kommt :(

In den letzten paar Wochen hat sich der ganze Hund irgendwie gewandelt, "hört" immer besser, auch am Gartenzaun wird es immer besser, ich frage mich nur, woran das liegt :confused: :?:

Ob er mich ernst genommen hat, als ich ihm sagte, der kommt in ein Heim für Schwererziehbare......:D

LG Susanne

daydreamer
02.09.2005, 09:06
das mit dem spätzünder unterschreibe ich sofort. meine ist noch so kindisch, obwohl sie jetzt auch schon zweieinhalb ist. alle anderen hunde meiner freunde haben die begleithundprüfung mit ca. eineinhalb gemacht. da hat hexe noch gar nicht begriffen, was ich wollte.
gestern hatte ich einen teilerfolg. sie startete plötzlich durch. ich habe getrillert und sie hat sich nach kurzem zögern tatsächlich hingelegt.
teilerfolg deshalb, weil ihr objekt ein eichhörnchen war, das auf einen baum geklettert ist und sowieso unerrreichbar war. aber immerhin hat sie mal gehört.
mit dem pferd geht es nicht so gut. meiner ist ein riese, der nicht sehr leicht zu wenden ist, unsere wege sind grottenschlecht und er ist im galopp ohnehin schlecht zu halten. schade.


grüße