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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dauerbrenner: Hund jagt Katze



garfield
05.09.2002, 13:37
Meine Mittelschnauzerhündin (Hera) ist ein sanftes, freundliches Tier. Anderen Hunden gegenüber ist sie sehr zurückhaltend und geradezu unterwürfig. Kurzum: Bekennendes Subsubgammatier! Es gibt nur ein Problem: Katzen. Sieht sie eine, rennt sie ohne Rücksicht auf Verluste hinterher. Bleibt die Katze stehen, steht auch der Hund (in sicherer Entfernung). Drückt sich die Katze nieder, scheucht Hera sie mit der Schnauze hoch. Sie beisst die Katze nicht oder schlägt sie sich um die Ohren etc. Hera hat einen guten Appell, wenn keine Katze in der Nähe ist. Ich kann sie "ablegen" und weitergehen, sie läuft sicher ohne Leine und lässt sich auch aus grösseren Entfernungen zurückrufen. Sehe ich die Katze zuerst und lasse Hera "bei Fuss" gehen, läuft sie nicht hinterher (zumindest, wenn ich sie scharf ermahne). Sieht Hera die Katze zuerst ... ist sie weg. Was kann ich tun? Ich scheue mich, einen militanten Kater zu suchen und dieTiere mehr oder weniger aufeinanderzuhetzen ("Expertenrat"), obwohl der Kater nichts zu befürchten hätte und ich auch schon ein paar "Freiwillige" kenne, die sofort mitmachen würden .... Wer kennt einen Indianertrick?

igelchen
05.09.2002, 14:37
Hallo Garfield!

Von diesem "Expertenrat" von wegen Hund mit militantem Kater konfrontieren kann ich Dir echt nur abraten!! Meine Labi-Schäferhund-Mix-Hündin ist im zarten Alter von 9 Wochen von drei Katzen "auseinander genommen" worden, so dass sie nur noch ein blutendes Bündel war (bei hellem Fell kommen so'n paar Kratzer eben besonders gut...). Seither hasst sie Katzen über alles, ich kann auch nicht dafür garantieren, dass sie den Katzen nichts tut.
Ich kann Dir auch leider keinen "Indianertrick" verraten, denn diese Hündin gehorcht bei Katzenbegegnungen auch nur, wenn sie (also mein Hund) in "greifbarer" Nähe ist. Und auch bei den anderen beiden hab ich ganz normale Befehle - ohne Seil und doppelten Boden:D

Dein Hund hat doch schon ganz tolle Gehorsams-Ansätze, die Du einfach ausarbeiten musst. Besuchst Du mit ihr eine Hundeschule/ seid ihr im Hundeverein? Das wäre natürlich das Beste, da könntet ihr vielleicht mal 'ne "Außenstunde" oder ein paar fingierte Katzenbegegnungen aufm Hundeplatz einlegen.;)
Aus dem "bei Fuss" jagt sie den Katzen nicht hinterher. Wie wäre es also, wenn Du sie überall, wo Euch Katzen begegnen könnten (das hängt halt davon ab, wo ihr Gassi geht...), erstmal sowieso "Fuss" gehen lässt? Es wär evtl. auch ratsam, sie dort erstmal an der Leine zu lassen - damit sie eben garnicht erst nachjagen kann!
Welche Kommandos gibst Du Hera denn, wenn sie einer Katze hinterherjagt? Ich habe bei meinen Hunden die Erfahrung gemacht, dass sie nur durch Befehle zu stoppen sind, die ein Verhalten verbieten (aus, nein, stop), während sowas wie "sitz, platz, hier" garnicht registriert wird. Erst wenn der Hund auf "stop" gehört hat, gebe ich ein anderes Kommando (z.B. platz), was dann auch befolgt wird.

Du solltest unbedingt die Situation, wenn die Katze und Dein Hund stehen bleiben, erzieherisch nutzen! Dies ist der Moment, in dem sie gestoppt werden kann - denn sie steht ja schon einmal. Wenn sie sich in anderen Situationen zuverlässig ablegen lässt, kannst Du das bestimmt auch hier erreichen. Wir haben "stop" mit einer 10m-Jagdleine und dem Lieblingsball geübt. Ohne Vorwarnung oder Kommando habe ich den Ball vorneweg geworfen/ gerollt, daraufhin ist mein Hund natürlich hinterher gestürmt. Dann kam direkt mein "stop" und kein Nachgeben der Leine (bei dieser Übung braucht Dein Hund ein Geschirr). Allerdings kannten meine Hunde dieses Kommando schon, aber eben nicht auf Entfernung bzw. mit Ablenkung.

Achso: Hat sie ansonsten eine ausgeprägte Jagdpassion, oder macht sie das nur bei Katzen?

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen
Viele Grüße
Igelchen

Daniela_J
07.09.2002, 21:50
Hallo,

Meine Erfahrung:
Suche dir doch ein Katzenbaby

Mein Schäferhund ist Filmhund und muss sich von dem her mit JEDEM Tier vertragen, bei Katzen hab ich das so gemacht, meine Oma hat einen Bauernhof und ihre Katze hat junge geworfen (4 Stück) die hab ich dann in den Händen gehalten und mein Hund hat sie beschnüffelt danach wollten die sogar spielen, nur muss man auf die Krallen der Katzen aufpassen die schmieren den Hunden ziemlich gerne eine egal in welchem alter und das kann böse enden. Ich rate davon ab wenn der Hund die Katze beißen würde oder die Katzen in irgendeiner Weise aggresiv auf Hunde reagieren, sonst kann dass ganze Hund und Katz Theater noch schlimmer werden.

Viele liebe Grüße
Daniela