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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welpe pinkelt überall hin



fende
04.09.2002, 11:11
An alle Hundebesitzer, wer hat einen guten Rat für uns ?

Wir haben seit knapp 14 Tagen einen Bernersennenhundwelpen, eine Hündin Namens Biene. Mit 9 Wochen haben wir Sie bekommen. Da wir vorher lange Jahre Hovawart-Besitzer waren haben wir gedacht wir wüssten ja alles über die Welpenerziehung. Das stellte sich als nicht richtig heraus. Ich habe extra 14 Tage Urlaub um dem Hund die Eingewöhnungszeit bei uns zu erleichtern, deshalb kann ich jede Stunde mit Ihr rausgehen. Das große Geschäft ist dabei nicht das Problem, sie meldet sich immer wenn Sie groß muss.
Das Problem ist das Pipi. Ich gehe wie gesagt jede Stunde mit Ihr raus immer an die selbe Stelle. Sie macht dann dort jedesmal ein oder zwei Bächlein und ich lobe Sie dann dafür.
Wenn wir dann wieder reinkommen was jedesmal ein Drama ist weil Sie nicht reinwill kann es sein das Sie nach 10 Minuten
einfach irgendwo hinpinkelt ohne vorwarnung. Dann gehe ich wieder mit Ihr raus und sie will nur spielen.( Wir spielen viel mit
Ihr drinnen und draußen, auch haben wir noch einen Retriver im Haus mit dem Sie immer spielt.). Sie pinkelt auf jede Decke die wir Ihr hinlegen auf jeden Teppich, auf die Couch und sogar auf unser Bett. Sie hat auch keinen festen Schlafplatz und liegt nachts immer an einer anderen Stelle. Was noch zu sagen wäre wir schimpfen nie mit Ihr wenn ein "Unfall" passiert ist sonder ignorieren es einfach und gehen mit Ihr raus. Da die beiden Hovawart sehr unkompliziert waren und sehr schnell sauber sind wir jetzt etwas ratlos. Waren wir nur sehr verwöhnt , müssen wir mehr Geduld haben oder liegt es an der Rasse ? Es wäre schön einen guten Tip zu bekommen.

Danke

Claudia

Maggie_HH
04.09.2002, 11:59
also ich würde sagen, dass ihr viiieeel geduld braucht! Unsere Bernersennen Hündin war schon nach ein paar Tagen stubenrein, und Henki (der Berner Rüde) hat dafür fast ein halbes Jahr gebraucht!!!!! Jeder Hund ist eben anders!!!! Aber hast du schon mal daran gedacht, dass es vielleicht auch an einer Blasenschwäche liegen kann??? Vielleicht ist sie ja krank??? ich meine wenn sie ständig pipi macht, ward ihr mit der kleinen mal beim arzt????? Ansonsten könnte ich noch einen Tipp für die Nacht geben: Di sagst, sie leigt immer woanders, wenn sie nachts schläft!!! also so lange sie noch nicht stubenrein ist, würde ich sie in einen großen Karton oder Flugbox legen (für die Nacht) und den dann neben dein bett stellen!!! Sie wird bestimmt nicht in ihr eigenes "Nest" machen und wird sich dann melden, wenn sie muss!!!! so lernt sie dann, bescheid zu sagen!!! Versuch es mal, wenn das nicht klappt, würde ich sie mal zum arzt bringen.
Viel Glück,
Juliane

fende
04.09.2002, 13:39
hallo,

danke für die schnelle Antwort.
Das mit dem Karton ist eine gute Idee, ich werde es auf jeden Fall ausprobieren. Beim Tierarzt waren wir schon allerdings nur zum Impfen und zur Routinekontrolle. Der hat gesagt alles bestens. Sie pinkelt ja auch nicht immer rein. Ich habe jetzt auch alle Teppiche entfernt. Manchmal klappt es auch das Sie mal 1,5 Stunden nicht muß und draußen pinkelt Sie ja auch nicht alle paar Minuten. Aber ich glaube wir werden auch nochmal vorsichtshalber den Tierarzt aufsuchen um sicherzugehen. Denn ansonsten ist Sie nämlich eine ganz Liebe (außer die Zähne !!!) und macht uns viel Spaß.

Gruß

Claudia

Showhorses
04.09.2002, 13:57
Ich hoffe für Dich das es nicht so ist wie bei meiner Chihuahua/Rehpinscherdame.
Sie hat eine angeborene Blasenschwäche und pinkelt sogar oft während dem schlafen in ihr eigenes Körbchen. Sie kann wie gesagt nichts dafür, aber es ist verdammt "lästig". Gott sei dank ist sie so klein, da gibt es nicht solche riesen Bäche, aber es reicht auch so schon. Vom Tierarzt gibt es nur Tabletten dafür. Welche aber nicht wirklich viel helfen.
Aber ich denke das es bei Deinem Welpen einfach noch so seine Zeit braucht. Und das mit der Flugbox klappt meistens ganz gut.
Viele Hundegrüße
S. Lenz

Phillis
04.09.2002, 14:52
... daß sie ihre Lektion (zu) gut gelernt hat!!
Sie pinkelt irgentwohin und wird dafür belohnt, wenn ihr direkt mit ihr rausgeht!!! Denn da scheint sie gerne hinzuwollen um zu spielen.
„Pinkel ins Haus, darf ich sofort raus... .“ Der goldene Schlüssel bei Langeweile!
Das ist so offensichtlich, daß keiner draufkomt, ja?

Phillis.

Alpha
05.09.2002, 23:02
*klopf auf die Schulter*dem/der Phillis
Darüber hinaus gibts auch keinen Grund fürs "Loben" draussen(stiftet nur Verwirrung,da hund kein Lob kennt und das Sich-erleichtern schon angenehm genug ist)
außerdem sollte der Hund nie nie nie zuschauen können,wenn man das Bächlein wegputzt usw usw....
Alpha

Tina2809
06.09.2002, 08:47
außerdem sollte der Hund nie nie nie zuschauen können,wenn man das Bächlein wegputzt usw usw....

Sorry, wenn ich jetzt so blöd frage, aber warum ist das schlecht, wenn er es sieht?
Haben im Gang immer eine Zeitung liegen für nächtliche "Notfälle". Darf er da sauch nicht sehen, wenn man die entsorgt?

Squeeky
08.09.2002, 16:19
Hallo zusammen,

unser Rotti-Rüde ist jetzt 6 Monate alt und trotz häufigem Gassi gehen, ist ihm nachts immer wieder ein "Unglück" passiert. Da war es auch egal, ob ich nachts aufgestanden und mit ihm Gassi gegangen bin, regelmässig war morgens reingepinkelt...Irgendwann hatte ich dann keine Lust mehr und habe den Rat aus der Hundeschule versucht und den kleinen Rabauken mit seiner Leine an der Treppe (genau bei seinem Körbchen) festgemacht. So konnte er sich frei in einem Radius von 2 metern bewegen, hat aber nicht mehr reingemacht. Da Hunde ihr Lager ja nicht beschmutzen wollen, hat es sehr schnell geklappt. Ist vielleicht nicht die sensibelste Methode, hat aber seine Wirkung nicht verfehlt.

Gruss,
Jeanette

Cockerfreundin
08.09.2002, 20:33
Zitat
__________

Irgendwann hatte ich dann keine Lust mehr und habe den Rat aus der Hundeschule versucht und den kleinen Rabauken mit seiner Leine an der Treppe (genau bei seinem Körbchen) festgemacht.
__________

Klasse Hundeschule :mad: Echt klasse :mad:

Mit dem Karton, das macht Mensch ja auch ein bißchen mehr Arbeit: da hörst Du den Hund nämlich nachts und mußt nochmal in die Puschen steigen ...

Zitat
___________

Ist vielleicht nicht die sensibelste Methode...
___________

Kannste wohl sagen.

Zitat
___________

... hat aber seine Wirkung nicht verfehlt.
___________

Na dann: Gute Nachtruhe weiterhin.

Eine etwas irritierte
Annette

Phillis
09.09.2002, 09:50
Da wird aus dem Hund mit Problem wieder ein kleiner Rabauke dem ein Ünglück passiert. Wie niedlich!
:D
Das einzig stimmige hier ist das Unglück des Hundes in seinem Leinenradius.
Was rät die Hundeschule, wenn man nicht die Möglichkeit hat, den Hund irgentwo zu befestigen? Egal wo du bist, du suchst doch immer nach so ner Festmachmöglichkeit und bist in Sorge, ob es dem kleinen Racker wieder passiert, das Unglück.
Ob der Hund deine Anspannung zu dem Thema bemerkt?
Keine Lust drüber nachzudenken?
Gewöhn dich schon mal ans Nachdenken: der unglückliche, kleine Racker wird noch mehr Themen auf Lager haben, bei denen es mit anbinden (oder wahlweise auch kastrieren) nicht getan ist.

Phillis.

Tessi
20.09.2002, 12:18
Warum soll der Welpe nicht sehen, wenn man die Hinterlassenschaft entfernt?

Tasi2002
20.09.2002, 14:12
Also, meine kleine schläft nachts immer in einer transportbox, die ich verschließe! die pinkelt nicht darein, wenn sie mal gaaaaaaaaaaaanz dringend muss, dann meldet sie sich auch! so klappts auf jeden fall!

Dagi
20.09.2002, 15:38
Hallo Tessi,

ich weiß es nicht so genau, aber ich vermute, daß der Hund sonst denkt: "Aha, die finden das interessant, was ich da mache, na dann mach ich das mal wieder!"
Da Hund (zumindest bei uns) nach dem Malheur in der Wohnung (passierte meistens beim Spielen) sofort weiter läuft, hatten wir immer eine Rolle Tücher und Essigwasser bereitstehen, so daß wir es SOFORT wegmachen konnten während einer mit dem Hund noch in einem anderen Zimmer war.

@ Fende

Wir haben uns immer gewundert, daß in den Büchern steht, daß man, wenn das Malheur in der Wohnung passiert ist, den Welpen sofort nach draußen bringen soll. Ich habe ehrlich gesagt angezweifelt, daß er dann noch eine Verbindung zu seinem Bächlein, was er in der Wohnung gemacht hat, herstellen kann (Dauert ja dann doch bestimmt 1 Minute, bis er draußen ist). Außerdem ist die Blase dann ja eh leer. Wir haben das nur 1 x gemacht, und haben dann entschieden, daß das Blödsinn ist, da der Hund dann ja draußen nur spielt. Und wenn man ihn dann dort nach 'ner Minute wieder wegholt, ist er eh nur verwirrt.

Also haben wir sehr gut aufgepaßt, haben ein "Tagebuch" geführt, wann sie draußen was gemacht hat, und konnten abschätzen, wann sie wohl wieder muß. Wenn's in der Wohnung passiert ist (War gaaanz selten) haben wir's unbemerkt weggemacht, und haben uns gescholten, daß wir nicht aufgepaßt haben. Wir haben sie einmal direkt gesehen, da hat sie ein "Nein" bekommen, und 3 Tage später war sie im großen und ganzen stubenrein. Nachdem dann 2 Wochen nix mehr in die Wohnung gegangen war, hat sie auch plötzlich angefangen zu melden.
War eigentlich ganz einfach und ging schnell.

Dein Beitrag/Frage ist ja schon etwas her, vielleicht kannste ja mal sagen, wie's inzwischen ist?! Würd mich freuen, was zu hören!

Viele Grüße von Dagi

cheroks
20.09.2002, 19:31
@Claudia
wenn du ab jetzt nicht mehr jede Stunde mit ihm raus gehst, sondern nur noch nach den "typischen" Zeitpunkten (schlafen, fressen, spielen, trinken)und der ganzen Sache nicht mehr so viel Aufmerksamkeit schenkst, wird auch dein Hund es lernen. Lobe ihn, wenn er es draussen macht. Denn man kann einen Welpen von Anfang an begreifbar machen, wenn du etwas tust, was ich gut finde, dann sage ich es dir oder bestätige es mit einer Belohnung. Das lernt der Hund genau so wie er Sitz und Platz lernt. Wer sagt denn, dass ein Hund nicht noch lieber draussen pinkelt, wenn es da auch noch ein Leckeri gibt? Nach der Kosten-Leistungs-Rechnung eines Hundes geht diese Rechnung auf. Jedes Verhalten des Welpen, welches mir nicht gefällt ignoriere ich, damit er z.B. mit der Tat keine Wirkung erzielt, überhaupt keine! Ein Verhalten, was auf Ignoranz stößt, ist überflüssig! Das ist das sicherste Mittel, wenn er sich ein Verhalten zu nutze machen will.

An alle die ihre Hunde festbinden oder in Boxen einsperren,
so eine extreme Zwangseinwirkung auf einen Hund, kann noch ganz andere ungeahnte Folgen haben. Was soll der Hund daraus lernen? Er kann zwar nicht mehr hinein machen, da er sein Nest nicht beschmutzen will, aber das Mittel um das zu erreichen, steht in keinem Verhältnis zu der Tat. Gleiches gilt für den Hund nachts in einer Box zu isolieren Der Hund, der beste Freund des Menschen. Der Hund hätte einen besseren Freund verdient, als einen der ihm seine Freiheit so einschränkt, weil er keine Lust hat sich mit dem Problem Stubenreinheit auseinander zu setzten.Bis jetzt hat es noch jeder Hund gelernt, auch ohne solche Zwangsmaßnahmen die nur das Verhältnis zwischen Hund und Mensch beeinträchtig.
Das fängt nicht gut an!

Dagi
21.09.2002, 14:53
Hallo,

was ist denn so schlimm daran, den Hund in eine Box zu "sperren"? Wir haben eine riesige verschließbare Weidenkorbhöhle. Da liegt Amy sowieso die ganze Nacht drinnen und pennt durch. Neben meinem Bett. Ob ich das Türchen nun zumache oder nicht. Und das hat sie ab dem ersten Abend akzeptiert. Sie hat NIE NIE NIE gejault/geweint, was uns zwar schon erstaunt hat (man hört ja so einiges von den ersten Nächten) aber natürlich auch gefreut hat. Und sie hat ab der ersten Nacht durchgeschlafen. Schon ab dem 3. Abend ist sie abends um 22.30 Uhr von alleine ins Schlafzimmer in ihr Körbchen gehüpft und hat sich schlafen gelegt. Und das bis morgens um 7.00 Uhr. Zugegeben, da haben wir warscheinlich echt Glück gehabt. Aber warum soll der Hund nicht lernen, daß er nachts bescheid sagen soll? Und wenn's dann halt mit Hilfe einer Box geschieht?!
Wir haben das mit dem Körbchen allerdings nicht wegen der Sauberkeit gemacht, sondern wegen unseren beiden Katzen. Damit die drei nicht ohne Aufsicht miteinander "spielen" konnten. Da wurde ja noch ganz schön gefaucht und "gepfötelt".
Tagsüber haben wir Amy natürlich NIE in das Körbchen gesperrt. Da haben wir mit der Stubenreinheit schon aufgepaßt, und aus dem Grund hätte ich sie auch nie weggesperrt. Das einzige was wir noch als "Hilfmittel" benutzt haben, war ein Babygitter, was man in die Tür klemmt. Dann war ich aber mit im Raum. Oder ist das auch verwerflich?

Könntest Du bitte noch mal genauer erläutern, warum Du das mit der Box nicht gut findest?
(Klar ist natürlich, daß der Hund aufrecht drin stehen können muß und sich auch drin bewegen kann)

Gruß von Dagi

igelchen
21.09.2002, 16:52
Hallo allerseits!

Jetzt will ich auch mal meinen Senf loswerden :D Ich denke, es besteht ein meilenweiter Unterschied zwischen "den Hund im Flur anbinden" und "den Hund im Schlafzimmer in eine Box schließen"!! :mad: Wenn ich den Hund bei mir im Schlafzimmer habe, bekomme ich schließlich direkt mit, wenn er irgendein Problem hat. Wenn er sich im Flur "versehentlich" stranguliert, weil er sich im Schlaf ein paar mal zu viel rumgedreht hat, bin ich ja dann im Schlafzimmer ungestört. :mad: Ich würde keinen meiner Hunde nachts in 'ne Box schließen, einfach weil ich dann das Gefühl habe, ich bekomme nicht rechtzeitig mit, wenn was ist. :( Allerdings habe ich auch 'nen Bombenschlaf ;)

Meine Labimix-Hündin "musste" bis zur Stubenreinheit nachts bei mir im Bett schlafen. :D Ich habe kurzerhand ein Brett an die Bettkante gemacht, damit sie nicht einfach rausspringen kann. Da musste und konnte sie sich dann direkt bei mir melden... :p Heute hat sie ihr eigenes "Bett" direkt neben meinem, und wenn was ist, hüpft sie einfach zu mir ins Bett und nervt so lange, bis ich wach bin. ;)

Allerdings würd mich auch mal interessieren, was genau cheroks meint, von wegen, dass das noch ganz andere ungeahnte Folgen haben kann...

Liebe Grüße
Igelchen

cheroks
21.09.2002, 17:10
Hallo Dagi,
wenn ein Hund freiwillig in seiner Box schläft, dann braucht man die Tür doch auch nicht zumachen. Und das ein Welpe mal nachts herein macht, ist auch normal. Mein Hund soll an einem Platz schlafen, aber ich möchte ihn nicht dazu zwingen müssen.Ausserdem bin ich der Meinung, mein Hund soll mir NICHT sagen, wann es raus geht. In der Phase, wo er lernt stubenrein zu werden, achte ich darauf, dass es möglichst nicht zu einem "Unfall" kommt. Trotzdem muss mein Hund lernen sich auf mich einzustellen (natürlich langsam und nicht von heute auf morgen)
Jetzt bringe ich meinem Hund bei, er soll sich melden wenn er raus muss und später muss er lernen, bei so einem Verhalten wirst du ignoriert, denn ich sage, wann wir was machen.Mit so einer Aktion bringe ich meinem Hund bei, das er mir sagt was gemacht wird, und nicht anders herum.

Auch wenn man Hund und Katze einander vorstellt und einen davon einsperrt, bringst du das eingesperrte Tier in eine Zwangslage. Beiden Tieren sollte die Möglichkeit zum Rückzug gelassen werden, wenn sie es wollen. Sie sollen doch lernen miteinander klar zu kommen. Bei unseren Hund - Katz Konfrontationen (es waren z.T. schwierige Hunde, aber auch wehrhafte Katzen) gab es sicher mal den ein oder anderen Kratzer, aber im Endeffekt hat es immer geklappt und keinem ist etwas schreckliches passiert (wir haben eben ein bisschen Dolmetscher gespielt)
Zum Schutz des Welpen, damit er nicht z.B. die Treppe herunter fällt, ein Babygitter zu installieren, finde ich angebracht und verhältnismäßig, denn wenn es darum geht Tod oder Zwang, dann natürlich lieber Zwang (z.B. auch Leine).

igelchen
21.09.2002, 17:20
Hallo Cheroks!


Original geschrieben von cheroks
Jetzt bringe ich meinem Hund bei, er soll sich melden wenn er raus muss und später muss er lernen, bei so einem Verhalten wirst du ignoriert, denn ich sage, wann wir was machen.Mit so einer Aktion bringe ich meinem Hund bei, das er mir sagt was gemacht wird, und nicht anders herum.
Solange Dein Hund noch nicht stubenrein ist, sorgst Du dafür, dass er oft genug raus kann, damit er sich gar nicht erst melden muss - nehme ich mal an... Aber was machst Du, wenn Dein Hund z.B. mal krank ist und deshalb nachts raus muss? Meldet er sich dann, obwohl Du ihm das nie "beigebracht" hast?

Liebe Grüße
Igelchen

cheroks
21.09.2002, 18:25
@igelchen
Meine Hündin hat eine Herzklappeninsuffiziens und muss viel entwässern. Da ich dass weiss, stelle ich mich auch darauf ein. Wenn sie nachts raus muss, wird sie unruhig und davon wache ich auf . Kommt aber sehr selten vor. Andererseits, finde ich es auch nicht schlimm, wenn in so einem Fall ein "Unglück" passiert. Angenommen ein Hund hat Durchfall und das Herrchen arbeitet... das kann eben passieren.

Zu den ungeahnten Folgen:
damit meine ich, man setzt den Hund einer konfliktreichen Situation aus. Er wird nach Möglichkeiten suchen, diesen Konflikt für sich zu lösen. Da keiner dabei ist der ihm sagt, so ist es richtig, wird er die Regie übernehmen müssen. Und da kann sich schon das nächste unerwünschte Verhalten einschleichen (Pfoten knabbern, Aggressionsverhalten, Melancholie da er sich wohl oder übel seinem Schicksal ergeben muss, Angst etc) Die Hundeseele ist doch sensibel.Das muss natürlich nicht alles so sein, aber wenn das anleinen gegen Unsauberkeit eingesetzt wird, was ist denn dann der nächste Schritt, wenn der Hund ein unbequemes Verhalten zeigt?

LG
Ich glaube hier wird/wurde mit Kanonen auf Spatzen geschossen und die Folgen sind nicht abzusehen.

Dagi
23.09.2002, 11:16
Hallo Cheroks,

da ein Welpe noch nicht aufhalten kann, man aber möglichst vermeiden soll, daß er in die Wohnung macht: bitteschön, wie soll man das nachts machen? Mein Mann wollte sich einen Wecker stellen, und dann nachts mit ihr rausgehen. Nee, nachher gewöhnt sich da ein Hund dran. Das wollte ich nicht! Aber sie sollte auch nicht wahllos in die Gegend machen. Wie gesagt, daß Problem hatten wir ja nun überhaupt nicht. Aber: natürlich haben wir Hund und Katzen tagsüber NICHT getrennt, und versucht "Dolmetscher" zu spielen. Wir haben die das aber größtenteils selber machen lassen. Erfolgt: Amy akzeptiert (momentan) den Kater als ranghöher. Sie begegnet ihm mit Respekt. Aber mit unserer Katze hat das leider nicht so gut geklappt. Die war ja nur noch im Dauerstreß, und hat dabei 1 kg abgenommen. Wenn Amy auf sie zustürmte, lief sie weg, und Amy mit wehenden Ohren hinterher. Da wollten wir der Katze nachts eine Erholungsphase gönnen, in der sie sich etwas ausruhen kann, und auch mal einfach auf dem Rücken in der Gegend rumliegen kann.
UND: Die Katzen haben seit 6 Jahren das Privileg, daß sie (wenn sie wollen, was allerdings nur selten der Fall ist) sich bei uns am Fußende zusammenrollen dürfen. Nun wollten wir nicht, daß der Hund ihnen das sozusagen "streitig" macht. Denn ich muß ehrlich sagen, ich habe so einen bombigen Schlaf, daß ich nachts aber auch wirklich gar nix mitkriege. Ich hör ja nicht mal den Wecker! Es wäre aber nur zu logisch, daß der Hund die Katzen auf dem Bett sieht, und auch hinauf will. Sie ist aber ein Dackel, ALSO: im ersten Lebensjar nirgendwo hoch- oder runterspringen, wegen des Rückens.
Wir hatten also eine Vielzahl von Dingen zu bedenken und nach sorgfältiger Abwägung haben wir uns dann eben für den Korb entschieden. Das die Tür nicht für immer zubleibt ist doch LOGISCH!!! Seit diesem Wochenende machen wir sie nicht mehr zu, denn auf Amys bombigen Schlaf ist eben auch Verlaß! Aber: morgens springt sie jetzt halt aufs Bett und weckt mich. Was der Rücken dazu sagt, weiß ich nicht. Sie springt wenigstens nicht wieder alleine runter.
FAZIT: die verschlossene Korbhöhle war für uns ein Übergangs-Kompromiß, den ich so auch wieder einsetzen würde, wenn ich in der gleichen Situation wäre. Hätte ich nur einen Hund gehabt, hätte ich so nicht entschieden, da es mir wie gesagt nicht in erster Linie um die Stubenreinheit ging. Hat sich aber auch da bewährt bei Erbrechen/Durchfall als Impfreaktion. Hätte ich sonst NIEMALS mitbekommen. Ebenso nach ihrer OP war es dann gut, daß sie nachts nicht einfach durch die Gegend laufen konnte.

Mich würde übrigens noch mal interessieren, wie Du dem Hund das Melden beibringst. Amy hat das ja dann von alleine gemacht, ich hätte auch nicht gewußt, wie ich ihr das BEIBRINGEN soll.

Grüße von Dagi

cheroks
23.09.2002, 16:14
Hallo Dagi,
meiner Meinung nach muss man seinem Hund nicht beibringen sich zu melden. Dadurch, dass man ihm tagsüber belohnt, wenn er draussen macht, stellt sich der Erfolg meistens von ganz allein ein (bei dem einen früher dem anderen später). Und da nachts alles schläft (der Welpe hoffentlich auch) gehts nicht raus. Meine letzte Runde habe ich z.B. um 23.00 Uhr gemacht und die erste wieder um 5.30 Uhr. Da mein Hund als Welpe ja kontrolliert frisst und trinkt, sollte bis dahin alles "raus" sein. Mit zunehmenden Alter habe ich die morgendliche Runde weiter nach hinten verschoben, (immer 5-10 Minuten). Am Tag habe ich natürlich darauf geachtet, dass sie nicht zu lange warten muss, aber sie muss ja auch lernen anzuhalten. Wenns mal schief geht, na und, dann habe ich sie überfordert und muss die Abstände verkürzen.

Ich glaube, wenn ich schon meinen Welpen dazu bringe, mir zu sagen, was er will, ist das ein Schritt in die falsche Richtung. Auch wenn sich das vielleicht ein bisschen hysterisch anhört, man schustert ihm gleich die Rolle des Rudelführers zu. Er stellt eine Verknüpfung her die für ihn im schlechtesten Fall so aussehen könnte, wenn ich etwas will , signalisiere ich das z.B. durch bellen und mein Mensch gehorcht, in diesem Fall er lässt mich raus. Hunde sind intelligent und sie werden vielleicht auch mal versuchen ihr Fressen einzufordern oÄ, wenn das eine so gut klappt!?!
Wenn ein Hund stubenrein ist, dann weiß er, er soll sein Geschäft draussen machen. Wenn er z.B. krank ist und dringend raus muss, wird er unruhig da er nicht reinmachen will. Das ist ein Zeichen, auf dass ich natürlich reagiere. Aber normaler weise warten meine brav, bis ich zur "Jagd" rufe.
LG

Tessi
24.09.2002, 10:08
Das Thema "stubenrein" ist ja längst nicht so einfach, wie ich es mir vorstellte. Es gibt zahlreiche Meinungen und Zusammenhänge, die man als "Neu-Hundler" nicht unbedingt lesen kennt. Ich kann mir gut vorstellen, dass es für die einen besser ist, den Hund nachts einzusperren und für die anderen, ihn im Bett schlafen zu lassen. Da muss doch jeder das für ihn richtige finden oder ausprobieren. Ausser anbinden fand ich alles akzeptabel. Ein Hund schläft schnell oder gern allein, der andere hat Heimweh. Mit hat es geholfen zu erfahren, dass ein Welpe die Blase nicht so bald kontrollieren kann und ansonsten gebe ich mir die Schuld, weil ich nicht aufgepasst habe, wenn er tatsächlich reinpinkelt. Solange man überhaupt einen Fortschritt erkennt und es mit der Zeit weniger wird...
Ich höre aber gern noch mehr zu dem Thema

Dagi
24.09.2002, 10:53
Hallo cheroks,

irgendwie verstehe ich Dich nicht ganz. Du schreibst in dem einen Beitrag:


Jetzt bringe ich meinem Hund bei, er soll sich melden wenn er raus muss
In dem letzten Beitrag schreibst Du aber:


meiner Meinung nach muss man seinem Hund nicht beibringen sich zu melden.
Wie denn nun?
Und dann kam von Dir das:


Ich glaube, wenn ich schon meinen Welpen dazu bringe, mir zu sagen, was er will, ist das ein Schritt in die falsche Richtung. Auch wenn sich das vielleicht ein bisschen hysterisch anhört, man schustert ihm gleich die Rolle des Rudelführers zu
Ich glaube, da übertreibst Du ein wenig. Ich laß mir bestimmt nicht von meinem Hund sagen was SIE will. Ich bestimme IMMER, wann gespielt, gefressen wird, wo's auf dem Spazierweg lang geht etc. Aber bei dem "müssen" sehe ich das anders.

GERADE bei den Welpen geht das so plötzlich, daß sie länger halten können. Wenn man dann also nach zwei Stunden wieder raus geht, war bei uns der Erfolg: oh super, ich komme raus, aber machen tu ich nix. Also war ich froh, daß sie gemeldet hat, so daß ich wußte: AHA, sie kann jetzt (praktisch von heut auf morgen) schon 4 Stunden durchhalten. Warum soll ich den Welpen dann "strapazieren" und riskieren, daß er doch in die Wohnung macht, wenn er doch eigentlich schon stubenrein ist? Das ist doch ein Rückschritt!! Und der Hund wird meiner Meinung nach dadurch total verunsichert!

Und natürlich haben wir unseren FESTEN Rhythmus, den WIR bestimmt haben. Aber es kann ja auch mal vorkommen (wie es bei uns im Sommer war) daß der Hund mal sehr viel trinkt, und dann eben nicht aufhalten kann, bis die nächste Runde ansteht. Also MUSS er Bescheid sagen!!! Bedenke: Wir reden von WELPEN bei denen die Blase noch gar nicht so groß ist!!!

Denn wenn man es streng sieht, könnte er in der Natur machen wann er wollte. Wir "zwingen" ihn aber in die Haus- u. Wohnungshaltung. Also muß er schon Bescheid sagen, wann er dringend muß.

Apropos: warst Du nicht irgendwie GEGEN Zwang?

Und noch mal ganz am Rande bemerkt: Ich gehe die letzte Runde um 21.30 und die erste erst wieder um 7.00 Uhr! Und dazu muß ich Amy nicht zwingen, im Gegenteil: ich muß die olle Schlafsuse wecken, damit sie nicht noch länger schläft!

Wie Du siehst: Mit der Stubenreinheit oder dem Durchhalten haben wir nun WIRKLICH GAR KEIN PROBLEM!!! Trotzdem bin ich froh, daß sie bescheid sagt, wenn sie unbedingt muß (außer der Reihe), und dann bin ich manchmal selber erstaunt, daß da so viel kommt.
Ich gehe dann auch nicht auf ihr erstes vorsichtiges Bescheid sagen los, sondern warte den Moment ab, in dem sie nicht vor der Tür sitzt und winselt.

Dagi

cheroks
24.09.2002, 12:42
Hallo Dagi,
mit dem "jetzt bringe ich meinem Hund bei... " meinte ich ja, ich halte das für einen Widerspruch, ich mache es anders. Ich habe es ihr nicht beigebracht. Ich will auch nicht sagen, dass meine Methode das non plus ultra ist, aber ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Ich bin im übrigen nicht streng und verwende keinen Zwang. Meine 3 jährige Hündin Pauline (die ständig bei mir lebt) trägt z.B. nie eine Leine, obwohl ich in der Großstadt lebe (verantwortungslos?)
Sie verlässt sich 100 % auf mich. Ich kann sie aus jeder Situation abrufen, ohne je mit Schleppleine oder Wurfkette gearbeitet zu haben. Sie leistet nicht Kadavergehorsam aus Angst, sondern im Gegenteil, sie ist immer sehr aufmerksam, und wartet geradzu auf jedes Signal von mir.

Ich habe mich lange mit Verhaltensforschung beschäftigt und bin zu der Meinung gekommen, man muss dem Hund deutlichere Zeichen/Signale geben, die ein Hund versteht und die er auch nachvollziehen kann. Daher meine Meinung, der Rudelführer sagt, was gemacht wird.
Der Hund sieht die Personen mit denen er lebt, als sein Rudel an. Gebe ich ihm Zeichen, wie z.B. sag mir, wann du raus musst, oder wann es futter gibt oder wann gespielt oder gestreichelt wird, dann bringt man ihn unbewusst dazu sich wie ein Rudelführer zu fühlen. Sagt man ihm, du darfst sagen, wann du raus willst, aber nicht, wann es fressen gibt, verwirrt man ihn erst recht, da fehlt die klare Linie.
Noch ein Beispiel, in einem Wolfsrudel, begrüßt der Rangniedere den Ranghöheren nach nahezu jeder Trennung um zu checken, ob sich in der Rangordnung irgend etwas geändert hat. Viele Hunde machen einen Feitztanz, wenn das Herrchen wieder kommt. Die Besitzer beginnen ebenfalls einen Feitztanz. Das versteht ein Hund dann ungefähr so, ein Glück das wir wieder vereint sind, es war ganz furchtbar getrennt zu sein. Für den Hund eine eher verwirrende Situation wenn der Rudelführer sich auch so gebärdet und dem Hund sagt,es war ganz furchtbar wie gut das du da bist. Ein Rudelführer kommt zu seinem Rudel zurück, sagt kurz hallo, und das war´s.
Hört sich fies an, ist es aber nicht, denn so verständigen sich Hunde und man erspart ihnen Stress. Denn ein Hund freut sich nicht im menschlichen Sinn.
Von diesen Theorien hab ich noch mehr auf Lager, ich weiß aber auch, kaum einer möchte sie hören, da wir Menschen ein gewisses Bild von unserem Hund haben, welches wir nicht aufgeben möchten. Es sei auch jedem selbst überlassen, wie er es handhabt mit seinem Hund. Für mich ist mein Weg der natürlichste und artgerechteste Weg, in dem es kaum Zwang gibt (bis auf die Leine, die aber mit zunehmenden Alter auch nicht mehr benötigt wird).
Mir hat unter anderem das Buch "Mit Hunden sprechen" von Jan Fennell weiteren Aufschluss über das Verhalten gegeben und es hat mich in meiner Art mit Hunden umzugehen bestärkt, wenn ich es auch nicht zu 100 % übernehmen würde, wie auch jede andereErziehungsmaßnahme. Jeder Hundebesitzer soll sich seinen Weg suchen, aber ich bin von meiner Methode überzeugt! Ist man als Rudelführer 100%ig akzeptiert, und verhält sich auch so, gibt man dem Hund Sicherheit. Er braucht nicht zu verteidigen, er weiss, es lohnt sich in der Nähe zu bleiben und den Anschluss nicht zu verpassen, denn der Rudelführer führt das Rudel erfolgreich, souverän, ruhig und intelligent. Er ist gerecht aber er bestimmt auch, im Sinne des Rudels. Kleinigkeiten können das Bild von diesem guten Rudelführer ins wanken bringen und der Hund meint, diese Aufgaben übernehmen zu müssen, was ihn nicht glücklicher macht, denn die wenigesten Hunde haben ein wirkliches bestreben Alpha zu sein. Die meisten Hunde sind froh, wenn man ihnen zeigt bzw. die richtigen Signale gibt, sie brauchen sich keine Sorgen zu machen und Verantwortung zu übernehmen, der Rudelführer macht das schon. Sie können sich entspannen und ein sorgenfreies Leben führen.
Das ist meine Philosophie.
Liebe Grüße Tina

Thea
24.09.2002, 13:18
Hallo Cheroks,
100% Zustimmung, und ich glaube doch, dass viele Leute deine Meinung hören wollen. Vielleicht ist dieser Umgang mit Hunden, den du beschreibst vielen einfach noch zu fremd, auch wenn ich ihn für genau richtig halte. Ich muss sagen, ich hatte einen langen Weg, auf dem ich einige Hunde hatte, bis ich zu meiner jetzigen Erkenntnis gekommen bin, und damit klappt es am allerbesten. Man braucht eben für alles Zeit und Geduld und ganz viel Ruhe. Aber ich glaube, gerade für schwierige Hunde ist es der beste Weg. mach weiter so,

liebe Grüße, Anke

Tessi
24.09.2002, 13:24
Hallo cheroks,
vielen Dank für den Beitrag, der öffnet mir für manche Problemchen die Augen. Jetzt weiss ich, warum meine Kinder nicht so akzeptiert werden, sie machen ja auch den "Feitstanz". Ich glaube, das Buch möchte ich auch lesen. Ich will nicht, dass mein Hund durch Missverständnisse verwirrt wird. Da glaubte ich doch, ich hätte mich gut vorbereitet.
Gruss
Tessi

Dagi
24.09.2002, 22:12
Hallo Tina,

genau den Weg, den Du dort beschreibst versuche ich zu gehen. Ich habe auch einige Bücher (zugegeben, das von Jan Fenell fehlt mir noch) über Wolfsforschung/Hundeverhalten gelesen, und komme im Prinzip ja zu den gleichen Schlüssen wie Du, und bin auch immer bereit neues zu lernen. Deswegen finde ich es übrigens auch sehr schade, daß Alpha sich aus dem Forum, wie es scheint, zurückgezogen hat. Am eigenen Hund kann man sehr schön beobachten, wie sehr er es eigentlich genießt, wenn man ihm seine Grenzen zeigt, und auch NICHT EINMAL eine Ausnahme macht (gibt ja Tage, an denen sie es doch testen).

Wie Du z.B. die Begrüßungsrituale mancher Hundebesitzer schilderst, zeigt sehr deutlich, wie leicht Mißverständnisse entstehen können, obwohl der Mensch es gut meint und (wahrscheinlich) aus Unwissenheit handelt.

Trotzdem meine ich, daß man einem 13 Wochen alten Welpen nicht abverlangen kann, z.B. 5 Stunden die Blase zu halten. Da muß man dann halt doch öfter raus. Und ich glaube auch, daß nicht alle Hundebesitzer Schwierigkeiten mit ihrem Hund haben, die das ganze nicht so streng nach der "natürlichen" Haltung angehen - kommt vielleicht auch auf den Hund an? Also ich kenne jedenfalls einige, bei denen der Hund trotzdem nicht zum Problemhund wurde. Kenne aber natürlich auch andere Beispiele.

Wie gesagt, prinzipiell stimme ich in der Umgehensweise mit Dir überein und bin froh, daß das mal wieder so deutlich angesprochen wurde. Trotzdem sind wir mit der Übergangslösung Box (um dieses Thema gings ja eigentlich) gut gefahren. Ich habe nicht das Gefühl, daß Amy verunsichert ist, denn sonst würde sie ja andere Dinge in Frage stellen, die wir von ihr verlangen, bzw. erwarten. Sie ist -was man bis jetzt sagen kann- aufmerksam beim Spaziergang, Ohren sind immer in meine Richtung gestellt, Blick meistens auch, ob ich evtl. was zu "sagen" habe. Ein NEIN ist ein NEIN, und wenn ich z.B. was zu Fressen auf den Boden lege, interessiert sie das überhaupt nicht, sie weiß, daß das meins ist, das ich auf ALLES einen Anspruch haben. Und das ohne jeden Zwang oder Kadavergehorsam und mit viel Freude. Wenn Änderungen im Verhalten auftraten, war das sofort das erste Zeichen dafür, daß mit ihr körperlich etwas nicht i.O. war (Schmerzen), und so war es bis jetzt auch die beiden male, wobei sie nicht agressiv wurde, es waren dann nur minimale Veränderungen.
Sie hat z.B. NIE ein Möbelstück angeknabbert, Socken oder Schuhe. Wenn ich das von anderen Besitzern höre, was die Hunde da so alles zerstören...manche Freunde sagen, daß wir ganz schön Mut haben, die Schuhe so in der Gegend rumliegen zu lassen. Das ist kein Mut, denn ich weiß, daß Amy da nicht rangeht und sie weiß, daß ihr das nicht zusteht!

Werde mir aber das Buch von Jan Fenell doch noch besorgen (wurde hier im Forum ja schon öfter empfohlen) und mich noch tiefer in das Thema einlesen.

Bis dahin viele liebe Grüße von Dagi + Amy und dem restlichen Haushalt

PS: 'tschuldigung, mit dem "beibringen" kam für mich wohl nicht so deutlich rüber, daß Du das Gegenteil gemeint hast.

Cockerfreundin
25.09.2002, 18:13
Hallo, zusammen!

Bei uns war/ ist es auch so, dass von Anfang an ICH die Verantwortung übernommen habe, wann es rausgeht - sei es zum Pippi machen oder auch sonst.

Tagsüber war das in den ersten Wochen strikt alle 2 Stunden, Nachts ab der 2. Nacht gar nicht. Hat von Anfang an super geklappt. da Basti ohnehin mit auf dem Bett schläft, hätte er sich im Notfall schon gemeldet.

Wenn tagsüber in den ersten 2 Wochen mal ein Malheur passiert ist, war das MEIN Fehler. Wenn Basti jetzt nachts wirklich mal muß (Durchfall o.ä.), meldet er sich in der Tat: er geistert dann ganz unruhig in der Wohnung hin und her, sodass ich aufwachen muß. Das einzige Mal, wo es nach der Stubenreinheitsphase noch ein Malheur gab, war nach der OP (vermutlich Narkosenachwirkung). Aber DAS ist nun wirklich nicht schlimm.

Ich hab Basti das Melden auch nie beigebracht - mit dem "Erfolg", dass ich jetzt einen Hund habe, der darauf wartet, daß/ bis es rausgeht.

Grüße von
Annette + Basti :)

Tina2809
05.10.2002, 20:10
Hallo an alle!
Ist zwar schon länger her, daß über dieses Thema diskutiert wurde, ich hab aber eben erst alle Threads gelesen (waren in Urlaub, musste jetzt erstmal alles nachlesen).
Uns wurde auch von allen Seiten geraten, Timmy in eine Box zu stecken, dann würde sich das "Problem" ganz schnell lösen.
Ich bin aber der Meinung, daß das zunächst mal kein Problem ist, und man seinem Hund die Zeit geben sollte, zu lernen, wo er sein Geschäft machen darf und wo nicht. Einem Menschenbaby gibt man ja auch Zeit und zwingt es mit irgendwelchen Massnahmen zum durchhalten.
Ich persönlich stimmt cheroks voll und ganz zu. Ich bin kein Experte und bin mir in vielen Dingen auch noch unsicher, aber mein bester "Lehrer" war immernoch mein Hund, der mir durch seine Reaktionen sofort gezeigt hat, was ich richtig mache und was nicht (Natürlich habe ich trotzdem hier und in der Welpengruppe schon viele Fragen gestellt; was ich sicher auch noch öfter tun werde).
Jeder muss selbst entscheiden, wie genau er jetzt seinen Hund sauber bekommt. Frohes wischen! :D
Tina

Tessi
08.10.2002, 09:40
Mein Hund ist jetzt 17 Wochen alt und macht immer noch ins Haus.
Zeitweise dachte ich, er will nicht raus, wenn es dunkel ist oder regnet. Aber das kann es nicht sein, denn er geht auch spazieren, wenn es regnet und bei Dunkelheit.
Heute morgen hat er mich nicht geweckt und als ich nach im sah, war ein Pfütze im Zimmer. Einmal hat er sich in den Keller geschlichen (große Treppe, soll er ja nicht) und dort ein Häufchen gemacht, obwohl ich mit ihm darussen war und die Tür zum Garten offenstand. So geht das jeden Tag!!!
Ich bin jetzt doch etwas frustriert und bin für jeden Rat dankbar.

Dagi
08.10.2002, 16:10
Hallo,

wie macht ihr das denn jetzt momentan mit den Gängen nach draußen, bzw. wie habt ihr es denn von Anfang an gemacht? Vielleicht ist da ja irgendetwas schiefgelaufen, bzw. für den Hund mißveständlich gewesen?
Obwohl ich schon im Forum mal gelesen habe, daß es bei einigen Hunden auch länger gedauert hat!

Beschreib doch mal, wie's GENAU war und z.Zt. ist!

Grüße von Dagi

Tessi
09.10.2002, 10:52
Ich bekam ihn mit 9 Wochen und am Anfang hat alles gut geklappt. Ich habe neben ihm geschlafen und bin nachts mit ihm raus, wenn er unruhig wurde. Auch morgens sind wir gleich raus. Nach dem Fressen musste er auch immer sofort. Unterwegs hat er nie gemacht, nur im Garten. Da er immer Zugang zu Wasser hatte, musste er tagsüber auch mal, wenn die Tür nach draussen zu war oder wenn er aufwachte und ich war nicht da. Draussen habe ich ihn immer gelobt und belohnt. Nach vier Wochen, als die Pfützen und Häufchen immer noch im Haus landeten, obwohl wir auch tagsüber regelmäßig raus gingen, habe ich angefangen, zu schimpfen, wenn er es im Haus gemacht hat. Ich hatte das Gefühl, er hätte noch nicht kapiert, dass es mir im Haus nicht recht ist, da ich es ohne Kommentar weggeputzt habe. Mittlerweile habe ich das Schimpfen wieder aufgegeben, weil es nichts bringt.
Immer ging es zwischendurch mal einen Tag gut. Auch heute noch macht er beim spazierengehen sehr selten etwas.
Da sein Verhalten ansonsten mehr als ok ist, liebe ich ihn heiss und innig. Er verträgt sich mit den Katzen, allen anderen Hunden, liebt Kinder, ist sehr gelehrig... kurz: Er ist einfach super.

Azala
14.10.2002, 22:34
Mein Yorki-Mix Merlin ist inzwischen zehn Monate alt und hat trotz vieler vergeblicher Versuche noch nicht gelern sich zu melden wenn er mal muss. Wir haben ihn vor zwei Monaten aus dem Tierheim geholt und kennen seine "Vorgeschichte" nicht genau. Demnach wissen wir auch nicht, ob das alles nun an der Umstellung... liegt oder daran, dass er es noch beigebracht bekommen hat. Wie kann ich ihm klar machen, dass er sich irgendwie bemerkbar machen muss? Das "Ins Haus Machen" ist zwar nicht mehr so extrem wie am Anfang, dennnoch geht er gelegentlich noch in den Keller (wo er sich dann ungestörtentleeren kann) und verrichtet dort sein Geschäft. Es kommt aber auch schonmal vor, dass er einfach auf dem Weg von oben nach unten in der 1. Etage halt macht und sich dort (neben seinem Körbchen!!) entleert. Hat er evtl zu viel Freiraum im Haus? Was kann man bei einem solchen Problem tun?:confused: