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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bachblütenerfahrungen gesucht



Daggi
03.09.2002, 18:22
Hallihallo, möchte mich bei Euch mal nach Euren Erfahrungen mit Bachblüten beim Hundi erkundigen. Was meint Ihr dazu? Hat es bei Euren Bellos/Bellinis geholfen? Wir haben ja - wie wahrscheinlich viele andere auch - das Problem, dass unser Hundi nach dem Urlaub immer wieder auf's Neue Verlassensängste hat. Wir wissen das und nehmen daher auch immer nach dem Urlaub (wenn wir nicht zu Hause Urlaub machen) noch ein paar weitere Tage frei, um sie wieder an das Alleinsein zu gewöhnen. Jetzt haben wir bemerkt, dass unser Hundi bereits nach 4 Tagen Zusammensein (Freitag bis einschl. Montag) wieder voll ins Wolfsgeheul und Pfotenschaurren ("komm ich hier wohl aus der Wohnung raus zu meinen Menschen?") ausbricht (wir nehmen sie immer anfangs mit dem Kassettenrekorder auf). Nach 'nem normalen Wochenende ist das nicht der Tag. Wie wir merkten, aber schon zwei Tage später sehr wohl. Das Heulen etc. passiert relativ schnell nach unserem Weggehen. Sie leidet volle Kanne! Um ihr das Ganze "eingewöhnen" etwas zu erleichtern, wollen wir mal Bachblüten ausprobieren. Wir haben uns Nr. 26 (Rock Rose), Nr. 6 (Cherry Plum), Nr. 2 (Aspen), Nr. 18 (Impatiens) und Nr. 30 (Sweet Chestnut) ausgesucht. Nach Abklingen bzw. wieder der Einsicht, wir kommen ja wieder, wollen wir das Ganze wieder absetzen. Wie habt Ihr dies gehandhabt? Wie habt ihr die Bachblüten verabreicht, in welcher Konzentration bzw. wie viele Tropfen. Unsere wiegt 11 kg. Es ist furchtbar sie so leiden zu sehen, doch sie muss sich nun mal wirklich wieder daran gewöhnen, sie ist normalerweise (wenn wir wieder arbeiten) max. 5 Stunden alleine, danach mit allem "pipapo" wieder voll die Nummer 1 (spielen, Gassigehen, schmusen), natürlich aber auch "bloß" dabei sein, beim Haushalt machen, hi, hi. Bleibt dieses Alleinseinproblem (immer wieder nach dem Urlaub Verlassensängste haben) immer bestehen, oder lernt ein Hund im Laufe seines Lebens diese Tatsache zu akzeptieren? Ich erwarte sehnsüchtig Eure Antworten. Es grüßt Euch Daggi

Daggi
03.09.2002, 18:24
Es heißt: "... nach 'nem normalen Wochenende ist das nicht der Fall ..." Sorry

03.09.2002, 20:34
Hallo Daggi,
mit Bachblüten habe ich keine Erfahrungen, ich werde auch keine machen. Ich denke, Probleme die sich mit Bachblüten bekämpfen lassen, lassen sich einfacher und billiger mit veränderten Haltungsbedingungen beseitigen. Meine menschliche Klientel,die sich mit Bachblüten behandelt ,mit mehr oder meist weniger Erfolg gehört jedenfalls allesamt zur Kategorie "eingebildeter Kranker " oder "gelangweilte Hausfrau". Was die Verlassensängste betrifft, wie wäre es mit einem zweiten Hund? Zusammen wartet es sich leichter, es ist immer ein Spiel-und Kuschelkamerad vorhanden. Wir haben damit jedenfalls sehr gute Erfahrungen gemacht. Mein Mann arbeitet zwar von zu Hause aus, ist aber nicht ständig bei den Hunden. Unsere beiden toben dann zusammen draußen, begrüßen alle vorbeikommenden Touri´s oder schlafen zusammengekuschelt im Wohnzimmer seit dem Welpenalter ohne jegliches Jammern und ohne je etwas kaputtzumachen.
Viele Grüße, Simone

gini_aiko
03.09.2002, 21:32
hallo!
mein aiko (welpe von 3 monaten) hat(te) das problem, dass er immer ziemlich unruhig ist (war). er lief zb. immer eine halbe stunde rum, bis er sich zum schlafen niederlegte ... . er bekommt seit einiger zeit bachblüten nr. 18 und es hilft, er wird immer ruhiger (nicht hektisch, schon lebhaft wie ein welpe, aber eben nicht fahrig) und ist nicht mehr soooo hyperaktiv.
bei menschen mag es schon sein, dass sie sich einiges einbilden und dadruch *gesund* werden, obwohl sie nie *krank* oder beeinträchtig waren, aber das passiert genauso bei kopfwehtabletten, als auch bei bachlüten.
ich bin der meiniung, dass man durchaus einen mittelweg zw. zb. schulmedizin und naturheilkunde finden soll. es bietet beides seine möglichkeiten und kann sich sehr gut ergänzen. es ist gut das immer mehr mediziner (vet. u. hum.) diesen weg einschlagen.

Tina2809
03.09.2002, 22:53
Meine menschliche Klientel,die sich mit Bachblüten behandelt ,mit mehr oder meist weniger Erfolg gehört jedenfalls allesamt zur Kategorie "eingebildeter Kranker " oder "gelangweilte Hausfrau".

Bei Hunden kann das ja aber nicht der Fall sein, oder? Er kann ja nicht wissen, für was das gut sein soll, was er da bekommt :confused: :confused: oder???

Denke mal, daß das ähnlich ist, wie mit dem "Anti-Zecken-Mittel Knoblauch"- bei dem einen funktionierts, beim anderen nicht.

Ich habe meine "Hundeprobleme" jetzt eigentlich durch konsequente Erziehung weitestgehend im Griff, interessiere mich aber trotzdem für dieses Thema (bei manchen scheint es ja wirklich zu funktionieren)- man weiß ja nie, was kommt....
@ Daggi: Woher hast Du die Infos, welche Mittel genau hilfreich sind/ sein können?
Hab mal im Netz rumgestöbert und auch Bücher zum Thema gefunden, aber ich kann leider nicht beurteilen, ob das jeweilige Buch auch was taugt.
Also wenn jemand ´nen Tipp oder sogar Erfahrungen gemacht hat (positiv und negativ), her damit!
Grüsse
Tina

04.09.2002, 14:19
Hallo Claudia, hallo Tina
ich will Naturheilkunde ganz und gar nicht verteufeln, ganz im Gegenteil. Leider ist es ein Modewort geworden, jeder benutzt es und mittlerweise versteckt sich auch viel Unsinn dahinter. Viele naturheilkundliche Methoden (z.B. Phytotherapie, Homöopathie) haben längst den Beweis erbracht in vielen Indikationsbereichen den klassischen Methoden ebenbürtig zu sein. Bloß bei Bachblüten halten sich seriose Anwendungsstudien durchaus in Grenzen.
Was Tierheilkunde betrifft gibt es ein absolut empfehlenswertes
Buch auch für Laien: Wolfgang Daubenmerkl, "Tierkrankheiten und ihre Behandlung" , Verlag: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart. Dort sind zu jedem Krankheitsbild bewährte schul-und alternativmedizinische Behandlungsstrategien vorgeschlagen. Wir haben z.B unsere Hündin während der Trächtigkeit und der Säugezeit mit großem Erfolg homöopathisch behandelt.
Viele Grüße, Simone

Phillis
04.09.2002, 14:38
....„Mit Hunden sprechen“,
Ullstein Verlag
ISBN 3-550-07156-6.

Da findest Du die Lösung für Dein Problem!!!
Laß Dich bitte nicht von dem Titel abschrecken!
Bachblüten sind ne tolle Sache, ich fürchte nur, daß in diesem Fall damit kein Weiterkommen ist, denn ihr habt ein Dominanz- und Verständigungsproblem.
Der Hund leidet mit Sicherheit nicht an Verlassenheitsängsten in der Form wie wir das verstehen!!
Er hat keine Angst allein zu sein. Ehr Angst, die Kontrolle über denjenigen, der die Wohnung verläßt, zu verlieren.
Der Teil des Rudels, auf den er aufzupassen hat verschwindet ohne seine (des Rudelführers) Erlaubnis und weiß der Himmel was dem alles passieren kann, wenn Hund nicht aufpasst.
So ohne Rudel ist das Leben ja nicht gesichert, verstehst Du, in welche Rchtung das geht?

Viel Erfolg, Phillis.

Phillis
04.09.2002, 14:40
Fennell....

Daggi
04.09.2002, 15:11
Da kam ja schon einiges zusammen an Antworten und Ansichten. Es ist - wie bei vielen Dingen, ob Futter, Erziehung, Medizin - sicher auch u. a. eine Einstellungssache. Der eine/die eine glaubt, es ist eine Erziehungssache, der andere nicht. Wir denken bei uns zwar schon, dass wir/bzw. ich (inzwischen) der Rudelboss sind/bin (@Phillis), aber unser Hund hat auch in den ersten 6 Monaten (jetzt 15 Monate) keine Ahnung gehabt, was wirkliches Vertrauen in den Menschen bedeutet. D. h. sein ehemaliges Frauchen war nicht der "Chef im Ring" (auch keine Erziehung dem Hund mitgegeben bis dahin) und hat den Hund, wenn sie ihn nicht mitnehmen konnte, einfach so mal alleine gelassen, ohne vorher das Alleinsein zu üben. Wir haben sie ja erst danach bekommen. Das Alleinseinproblem haben wir ja anfangs hier auch diskutiert bzw. um Anregungen gebeten. Aber wie gesagt: Das Alleinsein im Generellen, wenn wir normal arbeiten, kann sie ja. "Nur" wenn wir wieder aus dem Urlaub kommen, ist die Jaulerei etc. wieder an der Tagesordnung. Und dieses Los denke ich zumindest, hat wohl fast jeder Hundebesitzer auch zu teilen, oder irre ich mich da. Ich glaube auch, dass nicht alles was als hilfreich in der Homöopathie genannt wird, auch wirklich hilft. Wie beim Menschen auch. Auch die sogenannten Tierpsychologen fallen hier drunter. Es gibt - wie überall - schwarze Schafe oder Menschen, die sich für den Überauskenner halten. Aber da muss jeder selbst abwägen und genau schauen was er will. Mit den Bachblüten selbst habe ich nur insofern "Ahnung", dass ich bereits mehrfach in diversen Zeitschriften darüber gelesen habe und eine Kollegin habe, die sich als "Tierheilkundlerin" nebenberuflich an einer privaten Schule ausbilden läßt. @Tina: Die Infos über die verschiedenen Bachblüten habe ich vom Apotheker. Der hat eine Liste mit den verschiedenen Gruppen und den verschiedenen Bachblüten. Da stehen dann die Symptome und was die Blüte dann wieder ins Lot bringen soll (nur mal so die Kurzform davon). Meine Kollegin will mir auch zwei Bücher mitbringen, damit ich mal über Bachblüten was lesen kann. Wenn die Bücher (meiner Meinung nach) was taugen, werde ich es hier mitteilen. Vielleicht sage ich Euch auch nur, um was es da genau geht, dann kann jeder selbst entscheiden, ob er es für sich haben will oder nicht. Macht es gut und warte auf weitere Diskussionen/Anregungen!

Phillis
04.09.2002, 18:02
Bei Deinen Erklärungen darfst Du eins nicht vergessen:
Was der Hund jetzt bei euch versteht ist wichtig, nicht, was er bei der Vorbesitzerin möglicherweise nicht verstanden hat.
Ein Hund lebt im heute und nicht in der Vergangenheit.
Alles was ihr da rausfindet und als Gründe benutzt, warum was nicht geht , hilft dem Tier nicht.
Baut ein Rudel auf in dem der Hund seinen Platz bekommt und wenn dann was nicht läuft, kann man leicht erkennen, wo die Schwierigkeiten sind und was tun.
Nicht umgekehrt.
(Mach´s doch mal so, wenn das möglich ist! Kannst Du das Haus verlassen ohne die Haustür zu benutzen? Dann verschindest Du auf diesem anderen Wege unbemerkt von Hund und kommst zur Haustüre herein ohne den Hund auch nur eines Blickes / Wortes zu würdigen. Ignorier ihn solange, bis er sich wieder beruhigt hat und sich mindestens 5 Minuten irgentwohin gelegt hat. Dann könntest Du ihn zu Dir rufen.
Nach einigen Malen wird er begreifen, daß Du, der Chef kommen und gehen kannst, wann Du möchtest und das Theater ist vorbei.

Ich merke schon...Du möchtest gerne bei den Bachblüten bleiben, ja? Zur Unterstützung klar!
Will der Hund nicht allein bleiben?
Oder kann er nicht?

Phillis.
Phillis.

Daggi
05.09.2002, 14:21
Hi Phillis,
tja, was machen wir nun? Gute Frage. Leider können wir uns nicht vom Balkon abseilen :D , ohne dass dies unser Hundi mitkriegt. Wir sind echt in einer Zwickmühle und Interessenkonflikt. Einerseits können wir die Hundebesitzer (zu denen wir uns bisher in vielen - nicht aber allen - Dingen zählten) verstehen, die z. B. die Begrüßung ihres Hundes toll finden und ihren Hund auch lieb haben bzw. genauso wild begrüßen, wie er einen selbst, andererseits haben wir aber - bevor wir die Wohnung verlassen - unseren Hund auch fast ganz ignoriert und nur was zum Nagen da gelassen und gesagt "Tschüß dann, pass auf die Wohnung auf" und fertig (und das in einem normalen Ton und ohne extra großartig streicheln und "ei ei ei" etc.). Aber nun kommen wir echt ins Zweifeln. Und weil uns unser Hund ganz und gar nicht egal ist, will man natürlich wissen, wie ist es richtig. Auf Dauer und nicht nur für jetzt dieses Mal. Versteht ihr mich? So ein Sch... aber auch. Nun werden wir also auch mal das andere Extrem probieren. Beim Nachhausekommen auch ignorieren, wie Du schreibst. Aber das mit den Bachblüten wollen wir eigentlich trotzdem (weil es ja momentan echt ziemlich krass ist) weiter machen. Ich denke schaden kann es nicht. Wir haben uns aber trotzdem auch mal eine Adresse einer Verhaltenstherapeutin rausgesucht und von Tierärzten der ganzheitlichen Medizin.
Weiß der ein oder andere, was in etwa mal eine Beratung beim Verhaltenstherapeuten kostet bzw. die Stunde (wenn man "Therapiestunden" nehmen müßte)?. Wir sind auf jeden Fall für (fast) alles offen und werden dran bleiben. LG Daggi

Tina2809
05.09.2002, 15:09
@Afra: Ich glaube auch, daß die verschiedenen Heilverfahren (egal ob Bachblüten, Homöopathie oder klassisch) nicht bei allen Beschwerden gleichermaßen erfolgreich anwendbar sind.
Was ich meinte, war, daß bei menschlichen Patienten ja oftmals auch nur der Glaube an die Wirksamkeit der Behandlung hilft- bei Tieren ist das ja anders (die könnens ja nicht wissen).
@ Daggi
Ich kann Dir das von Phillis genannte Buch auch sehr empfehlen. Das eigentliche Problem ist oftmals tatsächlich die Inkonsequenz der Herrchen was bestimmte Regeln anbelangt. Es ist schwer, von gewohnten Verhaltensweisen abzukommen, aber es ist nunmal ein Hund, und wir neigen doch allzu oft dazu, ihn zu vermenschlichen.....(ich ertappe mich auch immer wieder):rolleyes:
Egal wie Ihr es jetzt in Angriff nehmt, wünsche ich viel Glück und hoffe, Du hältst uns über die Fortschritte auf dem Laufenden!
Liebe Grüsse
Tina

Phillis
06.09.2002, 10:54
...den Bachblüten.
Ich würde niemandem Bachblüten für ein Tier anraten, der nicht auch davon überzeugt ist. Das Nichtüberzeugtsein überträgt sich auf das Tier, wie verrückt sich das auch immer anhört.
Das Ganze ist so sensibel wie die Essenzen und deren Wirkungsweise.

Das andere Extrem: (ignorieren beim nach Hause kommen...)
Ist kein anderes Extrem. Nicht für den Hund, der wird verstehen, was ihr damit mitteilen wollt. Die Frage ist, ob ihr versteht, was ihr macht.
Es werden euch die Ratschläge aus allen Richtungen nicht nützlich sein, wenn ihr die Sprache des Hundes, die dahinter steht, nicht versteht.
Das Buch...wirklich... zum Augenöffnen...:)

Ich wünsche euch Einsicht zum Erfolg!
Phillis.

Daggi
09.09.2002, 14:49
Hallo Phillis und all die anderen,
also wir "hantieren" weiter mit den Bachblüten und glauben auch daran bzw. sind nicht der Meinung, dass das "Humbuk" ist ( sofern das so rübergekommen sein mag). Andererseits nehmen wir Tipps hier aus dem Forum gerne an. Und setzen sie auch nicht so Dir nichts mir nichst einfach um (wenn das eine nach kurzer Zeit nicht klappt probieren wir das andere). Wir wägen schon ab. Wir glauben aber trotzdem nach wie vor, dass jeder Hund, so wie jeder Mensch nicht gleich wie ein anderer ist. Und auch deshalb denken wir, nicht in allen Dingen, dass es in verschiedenen Dingen einfach auf den einzelnen Hund ankommt, wie er mit verschiedenen Situationen umgeht. Das heißt für uns nicht, dass unser Hund nicht auch noch umlernen muss bzw. wir (!) umlernen bzw. umdenken müssen! Wir sind lernbereit und wissbegierig. Doch ich glaube, dass es schwierig ist, für sich und seinen Hund das richtige herauszufinden. Jeder mag einen Tipp und Rat haben, den ich mir gerne anhöre und auch durch meine Fragen hier erhoffe. Doch trotzdem ist es sicherlich so, dass man - dadurch dass man auch nicht weiß, wer hinter den "Pseudonymen" steht - die Tipps mit Vorsicht annimmt. Der Rat, sich zu informieren und auch evtl. umzudenken (nicht vermenschlichen etc.) ist gut und bringt - hoffenltich - auch andere Leser zum Nachdenken. Uns ist es sehr (!) wichtig, den Hund im Großen und Ganzen Hund sein zu lassen und nur das zu ändern, was für ein gutes Miteinander notwendig ist. Und wenn man da was ändern muss, dass das dann auch richtig getan wird. NAchdem dies ja unser erster Hund ist, ist das Ganze nicht so ganz einfach. Da will ich/wollen wir uns ganz und gar nicht aus der Verantwortugn ziehen. Wir haben uns vorher ganz genau überlegt was wir wollen und auch viel über Hundehaltung gelesen. Und sicher würden wir manches auch schon anders machen als am Anfang. Aber wie bei allem - so undankbar das auch für den Hund in manchen Fällen sein mag - aus Erfahrung wird man nun mal erst klug. Und alles ist in der Theorie vorab leider nicht erlernbar! Wir haben uns jetzt mal ein paar Bücher gekauft, was das Verhalten von Hunden angeht. Vieles kommt mir -inzwischen- bekannt vor, vieles ist neu und ungeheuer spannend. Und ich glaube, dass wir und unser Hund von diesem neuen Wissen profitieren kann und wird. Ich habe erstmal das Buch "Hunde sind anders" von Jean Donaldson und "Hunde ernst genommen" vom E. Trumler gekauft. J. Donaldson gefällt mir sehr gut, weil sie mit positiver Bestärkung etc. arbeitet. Es gehen einem in ihrem Buch einige Lichter auf und "Aha-Erlebnisse" erscheinen.
Zum Alleinbleiben und unseren Bachblüten jetzt aber noch kurz: Seit wir mit unserem Hund eher kurz spielen, wenn wir heim kommen (mit nem Kau- und Zerrseil) und sie nicht nur "liebkosen", hat sie das erste Mal seit wir sie haben mit diesem Seil bei unserer Abwesenheit gespielt (bzw. es zerrupft). Ich sehe das als Fortschritt an, wobei ich denke, dass das auch nur einfach mal so sein kann und evtl. auch noch nichts zu bedeuten hat. Für mich war das heute aber toll, denn bisher hatten wir es noch nie geschafft, dass sie sich mit etwas alleine beschäftigt. Das "Weinen" ist noch da, aber nicht mehr so stark. Wir haben aber auch erst seit einer Woche wieder, seit wir aus dem Kurzurlaub zurück sind. Dafür geht es eigentlich wieder.
Wenn alles nichts hilft, haben wir inzwischen auch eine Tierärztin und Verhaltenstherapeutin gefunden, in unserer Nähe. Vielleicht kann auch die uns auf die Sprünge helfen! Servus!

Daggi
09.09.2002, 14:54
Es heißt natürlich "... wir haben aber erst auch wieder seit einer Woche ...... geübt".

Tina2809
09.09.2002, 19:18
Ich hoffe, daß es jetzt mit der Willens- und Blütenkraft klappt und Ihr alles wieder in den Griff bekommt!
Wir haben zwar noch keinen Grund, Bachblüten o.Ä. anzuwenden, aber es würde mich trotzdem interessieren, ob und wie Ihr in Zukunft Fortschritte macht.
Ein Buch zum Thema Bachblüten werd ich mir jetzt demnächst "rein informativ" zu Gemüte führen.
War sehr interessant, was alles so zusammenkam hier...
Grüsse
Tina

Dani007
16.09.2002, 08:30
Hallo Daggi
Wir haben mit Bachblüten in unserer Staffel sehr gute Erfahrungen gemacht.
Jedoch muss ich sagen , dass man nicht einfach wahllos die Bachblüte geben sollte .
Wir haben bei uns jemand in der Staffel , der hat ein Diplom in Bachblüten gemacht.
Da muss man einen Fragebogen ausfüllen und er erarbeitet dann, welche Bachblüten für den Hund richtig sind und stellt dieses dann zusammen.
Wenn du Lust hast schaue mal in unsere Forum, Steffen wird dir wenn du eine Frage hast sicherer gerne weiterhelfen.
www.hundeforum.net
Gruß Dani

Bluecat
27.09.2002, 10:28
Hallo Daggi,
ich kenne Dein Problem sehr gut - nur hat sich unsere Hündin nicht nur auf´s Jaulen beschränkt, sondern auch gewltig zerstört. Ich habe mit Bachblüten beste Erfahrungen. Bei Uns hat Rescue , Mimulus" und Aspen geholfen, denn Aspen ist eine "Angstblüte" genau wie Mimulus, Rescue hilft u.a. bei Schockzuständen. Hätte ich nicht selbst die Wirkung gesehen, wäre ich vielleicht auch skeptisch, aber bei unsere Hündin kann ich jetzt ohne Probleme alleine lassen
Liebe Grüße
Bluecat

Chris62
27.09.2002, 12:14
hallo daggi!
auch wir haben anfangs diese erfahrungen aus unseren urlauben mit nach hause gebracht. es war mir dann aber irgendwann zu dumm, jedesmal von vorne das alleinsein zu üben. ich hab es dann im darauf folgenden urlaub einfach so gehandhabt, dass hunni einfach nicht an allem teilhaben durfte, also auch im urlaub hin und wieder ein stündchen allein bleiben mußte und siehe da, es hat prima geklappt - keine probleme, weder im urlaubshaus noch zuhause.
was die bachblüten angeht, denke ich es kommt immer auch auf den hund an. ist er ängstlich, oder hat er wenig selbstvertrauen ect., dann wäre z.B aspen, cerato und gentian eine gute wahl.


Meine menschliche Klientel,die sich mit Bachblüten behandelt ,mit mehr oder meist weniger Erfolg gehört jedenfalls allesamt zur Kategorie "eingebildeter Kranker " oder "gelangweilte Hausfrau".

dem zitat kann ich jedoch nicht zustimmen. ich hab sehr gute erfahrungen gemacht was bachblüten betrifft und überzeugt mußt du keineswegs sein, was die wirkung betrifft. unsere 7 1/2 mon. alte candy muß nach einem beinbruch ziemlich ruhig gehalten werden. die op ist jetzt ca. 3 wochen her. wir geben ihr chicory und rescue. ich für meinen teil finde es auf jeden fall besser, als den hund mit valium voll zu dröhnen. sie ist ruhiger, aber geistig nicht abwesend.

trotzdem solltest du bei eurem nächsten urlaub daran denken, auch dort das alleinsein hin und wieder zu üben. dann hast du es auf jeden fall leichter.
gruß chris

Daggi
27.09.2002, 13:47
Hi Chris,
danke für Deine Antwort. Ich kann allen, die der "Ausgang" interessiert folgendes mitteilen. Wir haben Bachblüten weiter genommen und aber noch zusätzlich eine Verhaltenstherapeutin (gleichzeitig Tierärztin) hinzugezogen. Diese kam zu uns nach Hause und hat uns viel, viel erzählt. Und es ist so, dass wir einerseits einiges ändern (bereits auch tun), z. B. auch, so wie Du und andere schrieben sie auch ignorieren (ist gar nicht so einfach, wenn man dies nicht bewußt tut!), andererseits aber ist auch klar geworden (entgegen anderer Meinung), dass vieles doch (und das glaubten wir eigentlich auch immer) mit ihrer Vergangenheit zu tun hat und diese nicht (!) vergessen ist. Wir sind inzwischen sehr, sehr zuversichtlich, dass sich unser Problem löst und wir den richtigen Weg (Bachblüten und Verhaltenstherapeutin eingeschaltet) eingeschlagen haben. Inzwischen wissen wir, wie auch Du schreibst, dass wir manche Dinge - nämlich vor allem das Ignorieren zu verschiedenen Zeiten - halt ein Leben lang durchhalten müssen, aber der Hund dadurch endlich auch sicher weiß, dass dadurch nichts schlimmes passiert. Um das ganze Thema und den Besuch der Tierärztin zu erläutern, ist das hier vielleicht auch nicht das richtige Thema (Gesundheit). Aber das Ursprüngliche (Bachblüten) gebe ich, bei evtl. weiter vorkommenden, anderen Problemen nicht auf. Ich denke auch, dass an dieser Sache was dran ist! Danke an alle, die sich hier eingeklinkt haben! Ciao

Cockerfreundin
28.09.2002, 13:36
@ Dani

Zitat
__________

Wir haben bei uns jemand in der Staffel , der hat ein Diplom in Bachblüten gemacht.
Da muss man einen Fragebogen ausfüllen und er erarbeitet dann, welche Bachblüten für den Hund richtig sind und stellt dieses dann zusammen.
__________

Steht dieser Fragebogen irgendwo im Internet zur Ansicht oder kannst Du ihn mir mal zuschicken (mailen)?? Die Bücher, die ich bisher dazu gelesen habe (Bachblüten für hunde9 sind in vielem doch recht unspezifisch.

Grüße von
Annette + Basti :)

Dani007
29.09.2002, 09:57
Hallo Anette und Basti,
ich kenne mich damit nicht aus.
Aber geht doch mal in unsere Seite www.hundeforum.net
da ist unser Stephan der Experte, vielleicht kann der euch ja auf eure Fragen eine Antwort geben. Nur die nächsten 2 Wochen ist der im Urlaub.
Nur ich glaube nicht , dass man den Fragebogen selbst erarbeiten kann, das sollte man doch von einem Fachmann machen lassen.