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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Katz und (neuer) hund



aspelenie
03.09.2002, 00:19
.....wo ist der smilie, der nahezu völlige nervliche zerrüttung anzeigt....

sowie eine hohe empfindlichkeit plötzlichen geräuschen und ruckartigen bewegungen gegenüber???????

situation: seit zwei tagen nenne ich zali, einen kleinen münsterländer mein eigen. seit etlichen jahren mikesh und celie, meine beiden katzen. beide katzen kennen uns akzeptieren hunde (die sich nicht sonderlich um sie kümmern), angeblich kennt zali katzen. die allerertse begegnung zwischen mikesh und zali endete in einer deutlichen "ankreuzung" des zweiteren. zali war einfach ein wenig schnell und direkt vorgegangen. der kater grollte etwa vier stunden auf seinem stuhl vor sich hin, immer wenn zali ihn nahekam, fauchte er mal kurz -und dabei blieb es. meine kleine katze ist von natur aus scheu und bezog das oberste regalbrett, um alles zu beobachten. auf lange frist soll zali natürlich auch abgeleint in den garten, aber das wagte ich erstmal nicht. also leinte ich ihn möglichst lang an. (Ihr könnt mir glauben, mir war nicht wohl dabei...). zali schien das wenig auszumachen. schließlich drückte sich der kater- stürmisch bewedelt- aber aus distanz- an dem hund vorbei, -soweit so gut. bis celie vom regal sprang und zu ihrem napf traben wollte. zali fuhr so wild auf sie los-(überhaupt nicht aggressiv,nur wild spielerisch), dass es uns beiden (katz und mir) einer herzattacke nah brachte. celie kratzte buchstäblich die kurve- und seither haben wir das problem. hund und kater haben sich arrangiert- aber die katze traut sich gar nichts mehr. ich stelle ihr schon das futter hoch,- nicht dass sie viel essen würde. oder sollte ich nicht? momentan trenne ich hund und katzen nachts noch, obwohl sie langfristig zusammen schlafen sollen (also nicht bei mir im schlafzimmer). also, ich nehme zali mit rüber.natürlich steht er an der tür und kratzt, weil er zu den katzen will. oder er will ins bett. und seltsamerweise kratzt mikesh von der anderen seite- und dann fangen sie an zu "reden": Fiep fiep fiep winsel?- brrr brrr aum aum brrrr! wuff uhhh uhhh uhhh wapp. es könnte rührend sein, wenn ich nicht so müde wäre. sind sie aber ohne tür zusammen, ist der verhältnis eher reserviert. manchmal krieg ich die tür nicht mehr auf, weil der teppich darunter verklemmt ist.:D

trotzdem- wie helf ich der celie?

Dagi
03.09.2002, 11:16
Hallo,

also, bei uns ist das so ähnlich. Unsere kleine Amy ist jetzt seit 9 Wochen bei uns. Die Katzen sind 6 Jahre alt. Eigentlich war immer unsere Katze Summer diejenige, die sich mit erwachsenen, ruhigen Hunden arrangiert hat. Kater Shorty hingegen verkroch sich dann immer unterm Bett.
Seltsamerweise hat sich gerade auch der Kater mit unserem Hund arrangiert. Ist sie zu stürmisch, faucht er sie zwar mal an, aber vor dem Kater hat Amy Respekt. Manchmal liegen sie mittlerweile auch im Flur -im Abstand von ca. 75 cm- zusammen.
Aber die arme Katze: die ist nur noch am fauchen, knurren, jaulen. Mal wird sie vom Kater gejagt, mal vom Hund (Hund will allerdings nur spielen, hat ihr noch nie was getan!). Durch ihr weglaufen unterstützt sie in dem Moment natürlich den Spieltrieb von Amy. Und irgendwie wird das nicht besser...
Ich habe das Amy von Anfang an verboten, die Katze zu jagen, aber manchmal läßt es sie kalt. Der Kater muß ihr wohl mal eine "verpaßt" haben, seit dem geht es so gut mit den beiden, die Fronten wurden geklärt. Bei der Katze warte ich ja immer drauf, aber sie wird das wohl nicht tun. Sie ist es gewohnt, daß ihr Bruder sie seit 6 Jahren dominiert (jagen, beißen etc.).
Ich füttere die drei seit der 3. Woche des Zusammenlebens nicht mehr oben + unten, sondern zusammen unten mit ausreichendem Abstand zueinander. Das klappt gut!

Leider kann ich Dir nicht wirklich weiterhelfen, wollte Dir nur erzählen, wie es bei uns so ist.

Es grüßen Dagi, Amy, Shorty und Summer

aspelenie
04.09.2002, 00:19
Hallo Dagi,

lieb das du so schnell geantwortet hast. Es hilft schon, wenn sich nur zu dem Problem geäußert wird. Hatte heute wieder so ein "das-Herz-steht einem -still"- Erlebnis, denn heute hat Zali die Celie förmlich "gestellt". Muß wohl dazu sagen, dass meine Celie zuerst scheu ist und dann absolut paradox wird. Sie ist eine Karthäuserin mit "Fehlern" (graugrüne statt orangene Augen und völlig fehlende "Mumpskrause", also das dicke Gesicht der Rasse- sie ist die allerschönste kleine Katze der Welt!) und ihre Botschaften sind unklar,d.h. sie läßt sich hochnehmen wie eine ragdoll, faucht aber. manchmal faucht sie, nur weil ein blatt vom baum fällt. sie tut unter keinem bisher aufgetretenen umstand irgendjemandem irgendetwas. Aber ich hörte zali leise wuffen und celie fauchen und eilte natürlich hinzu: celie katz lag unter zalis pfote auf dem rücken, andere katzen haben einen hinterpfotenreflex MIT krallen, celie fehlt der völlig- sie lag platt da, unter zalis leckender schnauze und seinen vorederpfoten, die sie hin und herdrehten. ab und zu grub er seine nase in ihr bauchfell und nieste. immer wenn zali nieste, fauchte celie, um sofort übers maul geleckt zu werden. dann nieste celie. zali stutzte und celie entwand sich und floh. Jetzt, während ich das schreibe liegt zali in seinem korb und döst, bisher (natürlich guck ich nicht immer hin) war einmal Mikesh und dreimal celie so nah herangeschlichen, um an seiner Hinterpartie schnuppern zu können. Ich habe echte Hoffnung.

Allein, das Füttern ist schwer. Die Katzen sin auf Diät, sie haben noch nicht verstanden, dass sie auf die Spüle springen müssen, um an ihre Näpfe zu kommen- sie sind morgens immer noch voll. Und ich möchte Zali nicht ans Schlafzimmer gewöhnen. Was mach ich da?

Aspelenie

cheroks
05.09.2002, 18:04
Hallo,
ich hatte auch immer Katzen und Hunde (mit wechselnder Besetzung) und es war jedes mal eine Frage der Zeit, bis sie sich zusammengerauft haben. Hund und Katze sprechen unterschiedliche Sprachen (z.B. Wedeln, Sozialverhalten etc.) Sie müssen erst mal checken, ob der andere eine Gefahr darstellt, oder nicht. Sie werden es schon begreifen. Ich habe immer versucht, den Altag am leben zu erhalten, denn so sollte es ja weiterhin laufen. Mit Welpen war es nie ein Problem, die hatten selbst bei unserem "Kampfkater" eine Sonderstellung, der unserem Labrador-Dalmatiner so einige Kratzer zugefügt hatte, da der doch das ein oder andere mal vergessen hatte, dass man diesen Kater nicht jagen sollte.(Mittlerweile hat der Kater sich durchgesetzt und die beiden liegen zusammen auf dem Sofa oder im Körbchen - bestens) Als die Welpen nacheinander ins Haus kamen hat er sich fast wie eine Mutter aufgespielt. Meine Pauline hat an ihm die Beißhemmung geübt (der Kater hat zwar furchtbar gequäckt, wenn sie zugebissen hat, aber er hat sie nie gekratzt) er hat sie sogar geputzt. Na bitte, wenn sie wollen! Vorher hatten wir zwei Katzen denen wir eine 2,5 jährige Schäferhündin aus dem Tierheim vorsetzten. Die hatte nichts anderes im Sinn, als diese beiden zu fressen! (sie hat auch den Kleintierzoo den ich damals hatte, dezimiert) Selbst in diesem Fall haben die Katzen sich irgendwann durchgesetzt, mit klarem Einwirken auf den Hund (Nein mit Steigerung) Wichtig ist, die Katzen haben eine Rückzugsmöglichkeit, wo der Hund nicht hin kommen kann. Die machen das schon unter sich aus, auch wenn dein Hund sich mal eine fängt. Verhindern kannst du es warscheinlich eh nicht.

Dagi
07.09.2002, 12:16
Hallo Aspelenie,

mit dem Futter, das haben unsere Katzen auch erst nicht richtig gecheckt. Ich habe sie beide auf die Arbeitsplatte hochgehoben und vor die Näpfe gesetzt. Dann fraßen sie (nicht ohne ständig zwischendurch einen Blick auf den Hund zu werfen, ob der man auch nicht hinterherkommt, hihi). Hinterher mußten sie dann ja von selber runter, aber so wußten sie, wo genau ihr Futter steht. Hatte ich keine Probleme mit.

Also, wir haben zwar den Hund im Korb mit im Schlafzimmer, aber in so einem, wo ein Türchen vor ist. Das hatte mehrere Vorteile:

1. der Hund mußte melden, wenn er mußte! (Hat er nicht, war von Anfang an so 'ne Schnarchnase und hat die ganze Nacht durchgepennt.
2. Sicherheit für den Hund: auch die Katzen konnten an sie nicht ran, sie konnte also beruhigt einschlafen.
3. Sicherheit für die Katzen: Endlich konnten sie aufatmen und sich frei bewegen, der Hund war keine "Gefahr" mehr für sie.

So was kannste bestimmt auch in den Flur stellen, oder immer dort, wo der Hund schlafen soll. Bei Amy bräuchten wir ja die Tür nicht mehr zu machen, da sie ja "trocken" ist, aber auf dieses Sicherheitsgefühl für die Katzen will ich momentan noch nicht verzichten. Und da diese Nachtaktiv sind, würde Amy bestimmt mitmischen wollen, wenn sie hört, daß die Katzen sich jagen oder sonst irgendwas anstellen. Da warte ich mit dem offenen Körbchen lieber noch ein wenig.

Viele liebe Grüße von Dagi und dem tierischen Rest:D