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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tod durch Lungenödem



jenny1405
24.06.2005, 14:38
Mein 15,5 Jahre alter Yorki ist in der Nacht von Montag auf Dienstag verstorben.
Ich war am Montag Nachmittag beim Tierarzt, da sie so kurzartmig plötzlich war und zwischendurch gehustet und geröchelt hatte.

Sie bekam 2 hochdosierte Spritzen (Furosemid oder sowas ähnliches zum Entwässern). Ich fuhr wieder heim und bekam noch Tabletten mit, die ich ab Dienstag füttern sollte.

Ihr Zustand verschechterte sich, so dass ich gegen 22 Uhr nochmal den tierärtzlichen Notdienst kontaktierte, der mir riet mit den Tabletten jetzt anzufangen.

Es half nichts, die Medikamente haben nicht ein bißchen angeschlagen. Gegen 1:35 rief ich nochmals den TA-Notdienst an, der mir riet meinen Hund evtl. einzuschläfern. Dazu kam es nicht mher, keine 5 Minuten später ist mein Hund gestorben.

Sie hatte schon länger eine Herzkrankheit und wurde darauf behandelt. Ich komme mit dem Tod nicht klar und mache mir Vorwürfe. Warum habe ich solange gewartet und sie nicht am Abend einschläfern lassen? Mir war der lebensbedrohliche Zustand nicht klar, ich dachte die Spritzen schlagen an und alles wird wieder ok. Das dies nicht so ist, habe ich gar nicht im geringsten geahnt. Der Gedanke, dass mein Hund erstickt ist, ist für mich die Hölle! Man hätte sie medizinisch nicht retten können, aber hätte ich vorher gewusst dass es keine Chance gibt, hätte ich meinem Hund den Rest erparen wollen.Aber warum hat der TA nicht gleich gesagt, dass sowas bei nicht wirken der Medikamente zum ersticken führt? Ich als Leihe wusste das nicht und als mir angeraten wurde das Tier einzuschläfern war es zu spät.

Hat hier jemand eine solche Erfahrung auch machen müssen? Wie verkraftet man sowas, sein Tier da liegen und sterben zu sehen?

Monamaus
25.06.2005, 14:34
Hallo Jenny!

Ich weiss genau, wie Du Dich fühlst. Kurz vor Weihnachten habe ich genau dasselbe mit meiner Katze Nayka durchgemacht: ich hatte auch noch Hoffnung, dass sie es schafft (auch Herzprobleme), war beim Tierarzt, habe sie wieder mit nach Hause genommen und am selben Abend ist sie gestorben. Ich habe mir auch Vorwürfe gemacht, dass ich es ihr hätte leichter machen können.

Gestern haben wir nun unseren lieben Collie Zito einschläfern lassen müssen. Er war im April 12 Jahre alt geworden und hatte im März noch 2 schwere Operationen innerhalb von 10 Tagen. Davon hat er sich leider nicht mehr richtig erholt. Ich wollte jetzt nicht mehr denselben Fehler machen, und als wir jetzt gesehen haben, dass es ihm immer schlechter geht und dazu auch noch das heiße Wetter ihm zu schaffen macht, haben wir uns zu diesem schweren Schritt entschlossen. Er ist gestern Vormittag dann ganz friedlich in den Armen meines Mannes eingeschlafen. Leider kann mich das alles nicht trösten. Ich mache mir trotzdem Vorwürfe, dass ich ihm die 2 Operationen schon nicht mehr hätte zumuten sollen oder dass wir sonst noch etwas für ihn hätten tun können. Ich vermisse ihn so sehr!

Es macht also keinen Unterschied, ob man seinen Liebling "erlöst" oder ob er ohne fremde Hilfe stirbt. Der Augenblick, als dier Tierärztin Zito seine letzte Spritze gab und Zito dann aufhörte zu hecheln und ganz ruhig wurde, war für mich furchtbar. Ich fühle mich so schlecht, weil ich ihn zum Tode verurteilt hatte. Dabei fehlt er mir so! Ich weiß gar nicht, wie ich mit seinem Verlust fertig werden soll. Ich weiß nur, dass wir nie wieder so einen tollen Hund haben werden. Ich hoffe, dass ihm die Zeit bei uns gefallen hat und dass es ihm jetzt gut geht.

jenny1405
25.06.2005, 16:08
Der Verlust seines geliebten Freundes ist immer sehr traurig und schmerzlich. Ich habe bisher nur mal einen Vogel, Hasen und Maus einschläfern lassen. Man weiß nie, was richtig und was falsch ist. Einerseits will man sein Tier nicht voreilig einschläfern lassen, weil man die Hoffnung nicht aufgibt und andererseits will man nicht, dass es sich quält.

Wäre mein Hund eingeschläfert worden, wäre der Verlust und der Schmerz keinesfalls kleiner und sie würde mir nicht weniger fehlen. Ich habe dann aber Gewissheit, dass sie sich nicht schmerzvoll quälen musste. Das Tier zu verlieren ist sehr schlimm, aber wenn man weiß es hätte auch friedlich einschlafen können und ist stattdessen qualvoll gestorben, ist das für mich z. B. die Hölle.

Ich denke daher, dass Du die richtige Entscheidung getroffen hast und wäre froh, wenn ich meinem Hund das friedliche einschlafen auch möglich gemacht hätte.

Ich musste durch Selbstrecherche feststellen und lesen, wie lebensgefährlich ein Lungenödem ist, in jedem Buch steht, wie bedrohlich es ist u.s.w. Warum muss ich das im nachhinein selbt rausbekommen, warum hat der TA die Ernsthaftigkeit mir nicht gesagt. Der TA wusste doch, was die Folge sein wird, wenn die Spritzen nicht anschlagen. Normalerweise (und das erwarte ich von einem TA) hätte er mir sagen müssen, dass ich mich melden soll wenn es schlimmer wird und vor allem, dass ich in dem Fall das Tier lieber einschläfern lassen sollte als es ersticken zu lassen.

Sorry, aber manche TA's kann ich nicht verstehen!!!!!
Es sind auch nur Menschen und können nur die Mittel und Medizin einsetzen, die zur Verfügung steht. Ich gebe keinem die Schuld, dass die Medikamente nicht angeschlagen haben und das mein Hund gestorben wäre, aber ich gebe die Schuld an den TA weiter, dass er seiner Aufklärungspflicht nicht nachgekommen ist und es mir die Folge und Konsequenzen von anfang an nicht erörtert hat. So hat er es mir nicht möglich gemacht meinen Hund friedlich einschlafen zu lassen. Für den TA ist die Sache erledigt, aber ich muss immer damit leben, dass mein hätte humaner sterben können.

Monamaus
25.06.2005, 16:37
Wie gesagt, bei meiner Katze Nayka war es ähnlich. Sie hatte Herzprobleme und unsere Tierärztin hier am Ort hat sie immer nur entwässert. Als es ihr ganz schlecht ging, hat sie ihr Infusionen gegeben. Ich habe der Tierärztin nicht getraut und bin noch am selben Tag zu einem anderen Tierarzt gefahren. Der ist 10 km weit weg und für die 3 Katzen war Autofahren immer schon eine Qual, weswegen ich überhaupt zu der Tierärztin hier am Ort gegangen bin. Das war ein Fehler. Der andere Tierarzt hat mir nicht nur gesagt, dass diese Infusion das Schlimmste war, was sie hätte machen können, sondern auch, dass es Tropfen gibt, die Nayka hätten helfen können, so dass es erst gar nicht so weitgekommen wäre. Nayka ist am nächsten Tag gestorben, weil die Hilfe inzwischen zu spät kam. Ich mache mir solche Vorwürfe, dabei hatte ich es für die Katzen ja nur gut gemeint und wollte ihnen die Autofahrten ersparen! Ich bin nie wieder zu dieser Tierärztin gegangen. Zito, der Collie, und Coco und Alfi (2 Kater) wurden seitdem bei dem anderen Tierarzt behandelt. Bei Coco wurde festgestellt, dass er zu seinem Asthma auch Herzbeschwerden hat, was die andere Tierärztin überhaupt nicht erkannt hatte! Seitdem bekomt er wenigstens die Herztropfen und es geht ihm seitdem besser. Wenn ich nicht gewechselt hätte, wäre er inzwischen wahrscheinlich auch schon tot!

Ich habe inzwischen die Beiträge hier im Forum gelesen und das hat mich etwas getröstet. Ich habe auch gerade einen Brief an Zito geschrieben und das hat richtig gut getan! Ich vermisse unseren Schazt so schrecklich! Es tut gut zu wissen, dass man nicht allein in seinem Schmerz ist, dass man ihn rauslassen kann und aufgefangen wird. Am liebsten würde ich der ganzen Welt erzählen, was für ein toller Hund Zito war. Das hätte er verdient. Ich hoffe nur, dass er jetzt irgendwo ist, wo es ihm wieder gut geht. Vielleicht trifft er Deinen Yorkie ja? In unserer Straße wohnt auch ein Yorkie, mit dem er immer gespielt hat. Das wäre schön für ihn.

Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit. Hast Du noch andere Tiere? Coco hat letzte Nacht wie ein Teddybär in meinen Armen geschlafen, das hat er noch nie gemacht - ob er mich trösten wollte?

jenny1405
25.06.2005, 17:08
Wir haben noch einen Hund (Jessi), es ist "Kira's" Cousine. Sie ist mittlerweile 14 und momentan ganz fit. Ich habe noch einen Hasen, 4 Rennmäuse und dann haben wir noch 2,5 Nymphensittiche (0,5 weil Baby vor 2 Tagen geschlüpft;-)

Ich habe schon mehrere TA's ausprobiert und kenne bisher keinen wirklich Perfekten.

Es ist leider immer was anderes. Bis zum Tod von Kira war ich der Meinung, da wo ich jetzt bin, das sind wirklich gute TA's (Tierklinik mit 5 TA's). Aber irgendwie gibt es zu wenig gute, die ihren Job, Verantwortung und Sorgfaltspflicht ernst nehmen. Ich gerate immer an falsche und immer wenn ich denke, jetzt habe ich einen guten TA kommt was anderes.

Ich weiß bald echt nicht mehr, wohin ich noch gehen soll.

Monamaus
25.06.2005, 17:33
Ich bin froh, dass ich den Tierarzt gewechselt habe. Die neue Praxis hat auch 3 Tierärzte, aber ich bestehe immer darauf, von "unserer" Tierärztin behandeln zu lassen, weil ich zu ihr am meisten Vertrauen habe und sie sich auch immer Zeit nimmt. Außerdem ist sie sehr mitfühlend und gibt sich immer große Mühe und recherchiert auch schon mal für uns. Das gibt mir so viel Vertrauen, dass ich auch schon mal längere Wartezeiten in Kauf nehme, um bei ihr dranzukommen. Ich bin auch froh, dass sie Zito seine letzte Spritze gegeben hat. Sie hat es trotz der Praxisatmosphäre zu einem friedlichen Abschied gemacht und sich sehr viel Zeit für uns genommen.

Mir tut es zwar für die 2 Kater leid, dass sie nun eine längere Autofahrt ertragen müssen, aber das nehme ich gerne in Kauf und ich denke, die Kater auch.

Liebe Grüße,
Karin

jenny1405
25.06.2005, 17:58
Ich bin auch schon bei TA's außerhalb meines Ortes gewesen und bin gerne bereit mehrere km zu fahren. Aber trotzdem habe ich anscheind immer noch keinen guten TA!

Muss mich jetzt mal bei Leuten und Gassi-Geh Bekanntschaften umhören.

Schnuffelchen72
09.03.2012, 18:41
Hallo. Jenni. schaust du hier noch rein? Ich habe gerade das gleiche erlebt wie du damals. Bin auch 3 mal hingefahren.Wegen genau der selben Sache. Hätte das auch gerne anders für meinen kleinen gehabt. Er hat sich so gequält. Wir haben zwar inzwischen 2012 aber vielleicht schaust du ja mal irgendwann hier rein :) liebe Grüsse

Schnuffelchen72
09.03.2012, 18:47
Oh man, Ihr schreibt mir alle gerade total aus dem Herzen. Ich habe nach der TierarztOdyssee wie jenny sie hatte auch meinen Hund beim dritten mal einschläfern lassen. Ich hatte aber irgendwie das Gefühl ich habe Ihm nur noch ein paar Minuten erspart. Rückwirkend denke ich mir auch warum haben se noch 2 mal gespritzt wenn es sowiso keinen Sinn mehr hatte. Das Einschläfern lassen vor 14 Tagen macht mich total fertig. Irgendwie wollte er nicht gehen.. und fast 13 ist zumindest heutzutage auch nicht mehr so ein hohes alter für einen Hund.

Ice-Man
25.05.2012, 19:49
Hallo alle zusammen,

ich habe im moment das Problem das mein Hund ,Sam Spitz mittlerweile 14 Jahre alt, ein vergrößertes Herz hat und ein Lungenödem. Er bekommt Herztabletten und Tabletten zur entwässerung. Bis jetzt klappt es relativ gut aber gestern ist er plötzlich zusammen gesackt und war kurz weggetretten. Ich vermeide so gut ich kann das er kein Stress hat und keine große Hitze ausgesetzt ist. Er muß viel Wasser lassen was eigentlich sehr gut ist dadurch hustet und röchelt er nicht mehr so oft. Ich habe aber angst das ich ihn bald auch verlieren werde.Dabei habe ich erst im Januar meinen kleinen Hund ,Jerry 11 Jahre Papillon, verloren der mir immer noch sehr fehlt. Ich weiß nicht wie ich das überstehen soll wenn er auch noch von mir geht.

Wolfsspitz
25.05.2012, 20:50
Oh man :hug:
Mit Lungenödemen kenne ich mich nicht aus und weiß auch nicht, wie die Überlebenschancen da sind. Was sagt denn Dein TA dazu?
Ich habe auch eine 13 3/4 Jahre alte Wolfsspitz-Mix-Dame, die bei den Temperaturen leidet. Man das tut mir wirklich leid.

Ice-Man
30.05.2012, 07:53
es wird tödlich verlaufen wenn die Medikamente nicht mehr helfen und er wird daran ersticken. Das heißt sollte sich sein zustand arg verschlechter werde ich ihn wohl vorzeitig gehen lassen müssen so weh es auch tun wird, aber ich möchte nicht das er erstickt. Dann soll er lieber wenn der Tag gekommen ist in meinen Armen einschlafen. Mittlerweile möchte er auch nicht mehr viel laufen und er geht sehr langsam. Sam atmet schwer und schläft viel. Seit gestern möchte er auch keine Treppen mehr hoch oder runter gehen so das ich ihn trage. Bis jetzt helfen die Medikamente aber man sieht wie er mittlerweile auch körperlich abbaut.Ich freue mich jeden morgen wenn ich auf wache das er an meinem Bett steht und mich mit seinen treuen Augen anschaut und sich freut.

EllenRusty1
30.05.2012, 14:28
Ich verstehe dich sehr gut haben am Fr vor Pfingsten unseren Rusty einschläfern lassen. Frage mich immer noch ob man ihn erlöst oder getötet hat. Er wurde 15 1/2 Jahre alt und hatte die gleichen Symptome wie dein Yorki. Du denkst es war spät ich frage war es zu früh? Wir werden egal wie wir entscheiden immer zweifeln weil wir sie Sooo vermissen.Frage mich jeden Tag wann dieser unendliche Schmerz aufhört???? Bin froh dieses Forum gefunden zu haben und mit Gleichgesinnten gemeinsam zu trauern. Wir haben das Glück diesen sanftmütigen lieben Kerl auf unserem Grundstück immer bei uns zu haben trinke den ersten Kaffee schon bei ihm und Besuche ihn gefühlte 100 mal am Tag . Danke für alles und das wir dich 15 Jahre bei uns haben durften.

Moni Zudno
30.05.2012, 21:15
hallo Ellen,

es ist schwer, seinen geliebten Hund gehen zu lassen :0(

Auch wenn man genau weiß, die Entscheidung war richtig und hat dem treuen Freund viel unnötiges Leiden erspart...sind da immer noch die Gedanken daran, ob nicht vielleicht doch irgendein Wunder eingetreten wäre, wenn...:0(

die erste zeit ist sehr schlimm, die Lücke ist riesengroß - aber irgendwann läßt dieser Schmerz nach und der Gedanke an Rusty wird dann mit einem Lächeln begleitet.

Ich wünsch dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit :hug:

Ice-Man, genieße jeden Tag mit deinem Süßen, er wird dir zeigen wenn es an der Zeit ist, ihn gehen zu lassen :kraul:

Auch dir wünsche ich ganz viel Kraft für die nächste Zeit, und wenn du Trost oder Zuspruch brauchst oder einfach nur reden willst - auch wenn wir nicht helfen können, so ist es doch ein Trost auf Menschen zu treffen, die dich ohne große Worte verstehen :hug:

EllenRusty1
31.05.2012, 20:37
Das gleiche hatte unser Rusty auch hatte eine TÄ die regelmäßig zu uns nach Hause kam um die Lunge abzu hören. Das ist ganz wichtig ansonsten erstickt der Hund qualvoll. Haben ihn nun am 25.5.12 erlöst um ihm das zu ersparen das war so ziemlich das schlimmste in meinem Leben. Mein ganzer Körper schmerzt immer noch. Er ist ganz friedlich eingeschlafen und ich durfte ihn bis zum Schluß streicheln und ihm sagen wie schön es mit ihm war und das ich ihn nie vergessen werde. Das tröstet mich alles ein bischen aber den Schmerz nimmt es mir nicht. Paß auf Sam auf. Ich wünsch euch viel Glück und denke an euch

EllenRusty1
31.05.2012, 20:44
Danke für deine lieben Worte. Heute ist der erste Tag an dem ich nicht ununterbrochen geweint habe. Ich glaube ich hab ihn endlich losgelassen weil ich weiß es geht ihm jetzt gut und er muß sich nicht quälen. Außerdem haben wir noch einen Wauzi um den ich mich kümmern darf. Er war auch sehr traurig aber er ist ein witziger kleiner Kerl der uns zum lachen bringt. Pepe ist unser Trostpflaster.

Moni Zudno
31.05.2012, 21:39
Ellen, mein Seelentröster ist Vasco...:kraul:

Er hat mit seinen Bedürfnissen meinen Tagesablauf aufrecht erhalten, sein Junghundverhalten hat mir das erste Lächeln ins Gesicht gezaubert...

:hug:

Wiesenhund
31.05.2012, 22:58
Meine TÄ sagte mir, als ich meine vorige Hündin gehen lassen musste: "Dass sie gehen muss, ist Fakt. Sie bestimmen nur den Zeitpunkt." Das hat mir immens geholfen. Wenn Medis nicht mehr helfen, ist es nicht mehr "vorzeitig", sondern einfach wirklich an der Zeit, dem Hund mehr Leid zu ersparen.

Ich musste bislang alle fünf Hunde aktiv gehen lassen; es war nie leicht. Bei jedem Hund wurde es schlimmer. Immer habe ich gesagt: "Ich will das nie mehr mitmachen, nie mehr einen Hund." Aber immer wollte irgendjemand aus der Familie doch wieder einen; das letzte Mal war ich es sogar selber. Wenige Tage später standen wir im TH und entschieden uns für einen "Neuen". Das tat der Trauer aber keinen Abbruch; kein Hund ist wie der andere.

PS Nicht alle TÄ sind "schlimm" oder "kalt". Bei meiner Hündin standen alle vier TÄ der Klinik um uns rum (obwohl eigentlich keiner dazu Zeit hatte), als wir sie gehen ließen. Sie waren wirklich auch betroffen ...

EllenRusty1
31.05.2012, 23:41
Das kann ich nur bestätigen unsere TÄ war immer für uns da egal ob sie Feierabend hatte und sie ist auch mitten in der Nacht gekommen um unseren Rusty zu erlösen obwohl sie nicht gerade um die Ecke wohnt. Ich kann nur jedem raten nach einem guten TA zu suchen. Es gibt sie wirklich und der Aufwand lohnt sich.

EllenRusty1
02.06.2012, 22:14
Liebe Moni danke für deine lieben Zeilen. Nur wer selber schon mal seinen Liebling über die Regenbogenbrücke gehen lassen mußte weiß wirklich was das bedeutet. Für dich und deinen Vasco alles liebe und noch mal vielen Dank für deine Anteilnahme.
Liebe Grüße Ellen

4katzenschwarz
23.01.2013, 14:52
hallo an alle!!
bin seid heute neu und bin durch zufall auf dieses forum gekommen-aber es hat mir schon mal geholfen, alles über diese blöden lungenoedeme zu erfahren-habe nämlich heute mittag, vor nicht mal 3 stunden meine kleine polly verloren- eben durch ein von mir nicht erkanntes lungenödem-aber es war bis gestern abend eigentlich alles i.o. und ich dachte sie hat nur einen husten-was unser anderer yhorkie auch schon hatte-wollte heute nachmittag sowieso zum tierarzt-aber heute vormittag beim morgenspaziergang viel sie einfach um und dann ging alles sehr schnell und innerhalb einer stunde war sie tot-jetzt mache ich mir natürlich vorwürfe-ich hätte vielleicht gestern schon zum tierarzt gehen sollen-aber da ich selbst probleme habe und gestern bis sechs beim arzt war-habe ich es einfach nicht geschafft und habe auch von meiner kleinen maus-sie wog je nur 3 kilo-etwas zu leicht genommen-aber ich weis nicht woran ich hätte erkennen können, dass es so schlimm um sie stand-sie war so ein kleiner aufgeweckter hund-auch in den letzten tagen noch-wie kann man so etwas erkennen und wie kann man vorbeugen???wer kann mir darauf eine antwort geben?????
danke im vorraus elisabeth

Babymaus
25.01.2013, 19:05
Hunde mit Lungenödem haben akute Atemnot und können sich nur noch schwer auf den Beinen halten weil ihnen der nötige Sauerstoff fehlt, schwanken, röcheln oder fallen einfach um und sind bewußtlos. Oft haben sie bläuliche Schleimhäute. Starke Unruhe fällt ebenso auf.

Wenn man von der Herzerkrankung seines Hundes weis, dann sollte man sie routinemäßig kontrollieren lassen. In der Regel fällt dem Besitzer eine Leistungsschwäche bei seinem Hund auf, oder der Hund hustet. Der Tierarzt horcht den Hund auch vor dem impfen ab, auch da fallen Herzprobleme auf. Herzkranke Hunde müssen immer kontrolliert werden durch den TA, am besten halbjährlich oder zumindest 1 mal im Jahr vom Kardiologen--> Ultraschall Herz + Röntgenbild Herz + EKG. So kann man Veränderungen frühzeitig erkennen und mit Medikamenten gegensteuern um die Herzkrankheit zu verlangsamen. Umkehren kann man eine Herzerkrankung nicht und je nachdem welche Herzhälfte oder Klappe betroffen ist oder nicht mehr richtig funktioniert gibt es einen Rückstau von Gewebeflüssigkeit in den Bauchraum oder eben in die Lunge mit der Zeit. Man versucht das Herz mit Medikamenten zu kräftigen und den Blutdruck zu senken ggf., das Herz soll entlastet werden. Das funktioniert sehr lange sehr gut. Herzkranke Hunde muß man schonen, Hitze ist gefährlich, Überanstrengung, aber auch nciht in Watte packen, nur eben achtsam sein. Später, wenn die Herzmedis nicht mehr ausreichen, gibt man Entwässerung. Hier wird die Dosis angepaßt vom Facharzt. Wenn das Herz aber irgendwann nicht mehr kann, dann helfen auch keine Medikamente mehr.