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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lebensmüder Hund



Luna
20.06.2005, 11:57
Ich versuchs jetzt mal kurz zu fassen. Mein Zwergpinscher knurrt andere Rüden an. Egal wie gross. Neulich stand er direkt quer unter einem anderen, und hat locker drunter gepasst (so als vergleich WIE gross der andere war) und fängt das knurren an. Normal hilft ein "nein" aber diesmal nicht. Ich geh dann immer sofort in die andere Richtung und rufe. Aber dummerweise ist der andere uns dauernd hinterher und kein Besitzer weit und breit. Wenn der nicht gleich so gross gewesen wäre und ich die Garantie hätte es passiert nicht weiter was (was man ja nie hat) hätte ich gesagt gut dann warte ich ab wie der andere reagiert aber das Risiko ist mir definitiv zu hoch. Wie soll ich mich denn verhalten wenn sowas ist oder wie begreift er das er keine Chance gegen andere hat??

billymoppel
20.06.2005, 15:54
hallo luna,

irgendwie ein kleinhund-phänomen (wenn ich bedenke, wie sich moppel - in etwa eine großer dackel - letztens zwei wolfshündinnen(!) gegenüber benommen hat :D (nennen wir es mal wütendes gekläff :D).
nach meiner erfahrung wird von großen rüden die sache bei kleinrüden relativ großzügig gehandhabt, so
dass man nicht gleich todesängst haben muss. kleine rüden dürfen bei billy auch ne menge, er beläßt es meist bei der üblichen verwarnung: einfach mal drüberstellen. wir haben so ein exemplar letztens bei meinen eltern getroffen (ein winziger zwerg-kurzhaardackel) - ich bin mir sicher, dass billy gegrinst hat. :D trotzdem hat der winzling weiter tapfer versucht, billy zu behöckern :D insofern war er wohl nicht wirklich abschreckend. aber natürlich weiß ein großer rüde, der alle tassen im schrank hat, auch, dass ein kleinhund nicht wirkllich eine bedrohung ist, ihm im ernstfall niemals die butter vom brot nehmen könnte und er weiß auch, was seine zähne bei so einem kleinen hund anrichten könnten.
ich bin fest davon überzeugt, dass diese relative großzügigkeit auch zu diesem etwas überbordenden verhalten vieler kleinhunde führt.
ich seh es auch gerade im junghunde-kurs: während der 1,5jährige labbi und der zweijährige schäfi auch schon mal ernster miteinander sind, darf der 1,5 jährige jrt bei beiden einfach alles :D
ich denke, wenn's mal wirklich hossa gibt, dann mit einm rüden in seiner liga.
und ein knurren ist ja auch nicht nur ein knurren, vielleicht "spricht" dein kleiner mann ja nur auf diese weise, es gibt vielfältige knurr-töne mit unterschiedlichen bedeutungen. nicht immer wird gleich super-aggression damit ausgedrückt, es kann ja auch abwehrend oder warnend gemeint sein.
an sich denke ich, du machst das schon ganz richtig, indem du die situation durch deine gegenwart nicht zusätzlich anheizt, sondern einfach weiter gehst und deinen kleinen abrufst aus der entfernung.
vielleicht wäre hilfreich, wenn du ein paar rüden in deiner liga finden würdest, wo dein kleiner auch erfährt, dass entsprechendes verhalten wirklich strafbewehrt sein kann.
hat dein kleiner je unangenehme erfahrungen machen müssen?

gruß
bettina

Luna
21.06.2005, 10:53
Leider ist schon zweimal was passiert. Und seitdem ist es halt auch so das er Rüden gar nicht mehr mag.
Ich achte halt extrem auf den Besitzer von dem Hund und versuch dann einzuschätzen wie der Hund sein könnte. Obwohl man das nie kann das ist mir klar aber wenn der Besitzer bemüht ist und ich sehe der Hund folgt auch hab ich nicht mehr sooviel Bedenken. Aber wenn kein Besitzer weit und breit ist , ist es halt schwierig...
Das mit dem weitergehen mach ich auch weil ich genau merke das Charly sich stärker fühlt wenn Frauchen neben ihm steht. Und provozieren will ich das ganze keinesfalls....

billymoppel
21.06.2005, 15:26
hallo luna,

mein rat bleibt eigentlich: vielleicht findest du jemanden mit einem großzügigen rüden, dem du dich hin und wieder bei spaziergängen anschließen kannst. der seinen rüden anfänglich vielleicht auch mal anleint. gemeinsam gehen ist immer entspannend für die hunde - das starre rumstehen schadet bei problembegenungen nur. hundeschule fände ich auch nicht so den hit - weil es ist einfach zu beengt und zu wenig ausweichmöglichkeiten und zuviel revierverhalten, wenn die rüden regelmäßig da sind.
ich weiß nicht, ob billy heuto so gut sozialisiert wäre, wenn die bekanntschften, die ich damals gemacht habe, als er aus dem th kam, nicht fast alle rüden gehabt hätten. ich halte das noch immer für ein großes glück.