PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mag mich mein Hund eigentlich ?



easy_91
19.06.2005, 09:26
Hallo zusammen,
vielleicht denkt ihr jetzt, was für eine Frage?!
Aber ich mache mir echt einen Kopf, ob mich mein Hund eigentlich gern hat, denn wenn ich mit ihm Gassi gehen möchte, will er garnicht und steht da wie ein Esel stur und na ja, wenn meine eltern mit ihm gehen, dann springt er gleich auf und will gehen,aber das ist nicht der einzigste fall. der hund geht zu meinen eltern andauernd, nie kommt er mal in mein zimmer, nur ausnahmen und an der leine, möchte er immer irgendwie das sagen haben, wo es lang geht, aber dann muss ich auch schon etwas schimpfen, weil er ja zu hören hat, was ich sage und nicht das mache wie er will. aber kann es auch davon kommen, dass meine eltern ihn halt auch frühstück und abendessen geben? weil ich habe auch irgendwie nur gehört, dass die bezugspersonen des hundes halt die sind, die ihm essen geben oder so.
Da ich unseren eigentlich meinen Hund sehr gern habe wollte ich fragen, ob ihr irgendelche Tipps habt, sodass der Hund sich vielleicht besser an mich gewöhnt, mehr vertrauen fässt usw. ?
ich würde mich über antworten sehr freuen
easy_91

Topsy
19.06.2005, 09:56
Hallo easy,

da geht es dir wie mir früher. Als ich 15 war bekamen wir eine 7 Monate alte Yorkihündin. Sie liebte meine Mutter, die eigentlich gar keine Hunde mochte außer später eben diese Inka :?:
Inka hatte manchmal auch solche Macken und wollte mit mir nicht Gassi gehen, ect. Dabei habe ich mich viel um diesen Hund gekümmert, außer gefüttert. Ich habe es akzeptiert, dass dieser Hund so war, blieb mir nichts anderes übrig.

Meine jetzige Hündin mag meine beiden Jungs, aber sie beachtet sie kaum. Manchmal geht sie hin um sich ihre Streicheleinheiten abzuholen, oder wenn sie etwas leckeres zu essen haben, das wars dann aber auch. Allerdings kümmern sich meine Jungs auch nicht um den Hund und es stört sie auch nicht, dass mein Hund sich ihnen gegenüber so verhält.
Manchmal habe ich den Eindruck, als wenn Kinder von einigen Hunden nicht richtig akzeptiert werden, aber das hängt wohl sehr vom Wesen des einzelnen Hundes ab.

LG

Elke :cu:

easy_91
19.06.2005, 10:44
Hallo Topsy,

danke für deine Message :-)
Hat mir sehr weitergeholfen.

Topsy
19.06.2005, 11:27
Hallo easy,

wie alt ist eigentlich dein Hund?

Was mir noch einfällt, vielleicht könntest du euren Hund, füttern, bürsten und was sonst so gemacht werden muss. Ob es hilft, weiß ich allerdings nicht, da euer Hund sich an die Rangfolge in eurer Familie gewöhnt hat.
Es ist nicht so, dass dein Hund dich nicht liebt, das wird er ganz bestimmt, so wie er alle Familienmitglieder liebt, aber deine Eltern stehen für ihn in der Rangfolge an erster Stelle und das zeigt er. Kann es sein, dass du eine Hündin hast, die sind in dieser Hinsicht extrem :rolleyes:
Wie ich schon schrieb, mach dir nichts draus. Wenn du mal einen eigenen Hund hast, wirst du an erster Stelle stehen, garantiert ;)
Meine Hündin ist im Alter sogar sehr extrem geworden, denn sie beachtet auch meinen Mann kaum noch. Mein Mann sagt immer zu meinem Hund: "Wenn ich dich nicht so gerne hätte, müsste ich dir böse sein." Mein Mann nimmt es mit Humor, lacht darüber und meint nur, Topsy wäre ein komischer Hund :D

LG

Elke :cu:

Rüsselterriene
19.06.2005, 11:32
Hallo easy(?),

Du schreibst:
dann muss ich auch schon etwas schimpfen, weil er ja zu hören hat,
Da liegst du falsch. Er hat nicht "zu hören". Er hört, wenn das Sinn macht. Ist bei dir genauso!

kann es auch davon kommen, dass meine eltern ihn halt auch frühstück und abendessen geben?
Das ist EIN Punkt von vielen. Ich hatte mal einen Hund, den fütterte ich nie. Das machten andere für mich. Trotzdem musste ich nur aufstehen, da lies er selbst sein Futter stehn, um nichts zu verpassen.

die bezugspersonen des hundes halt die sind, die ihm essen geben oder so.
Die Bezugspersonen, die füttern nicht nur, sie zeichnen sich vor Allem durch Fürsorge aus. Sie sprechen mit dem Hund, sie pflegen sein Fell, sie halten seinen Schlafplatz sauber, sie spielen mit ihm und verbringen viel Zeit mit ihm. Das ALLES tun sie OHNE Erwartungen, denn was der Hund zurückgibt, das ist individuell und sollte man nicht "erzwingen".

ob ihr irgendelche Tipps habt, sodass der Hund sich vielleicht besser an mich gewöhnt, mehr vertrauen fässt usw. ?
Frag doch deine Eltern mal, welche Aufgabe du erledigen kannst, die mit dem Hund zu tun hat. Frag sie, wie sie genau mit ihm reden, wenn sie wollen das er etwas Spezielles tut. Beobachte deinen Hund ganz intensiv, dann siehst du vielleicht Kleinigkeiten, die er ohne Menschenhilfe nicht hinbekommt und DICH dann wirklich braucht.

Anke

Topsy
19.06.2005, 11:53
Hallo Anke,

das hat bei unserem Hund damals nicht funktioniert.

Ich bin immer mit Inka Gassi gegangen, habe mir ihr gespielt, habe sie gebürstet ect. eben nur nicht gefüttert. Ich konnte mich anstrengen wie ich wollte, dieser Hund liebte nur meine Mutter und wollte mit mir zeitweise auch nicht Gassigehen, sondern setzte sich einfach auf den Bürgersteig und es ging wieder nach Hause :?: Dabei mochte meine Mutter den Hund am Anfang überhaupt nicht, denn sie ist kein Hundefreund. Inka und meine Mutter wurden dann unzertrennlich und die Hündin war später IHR Hund für den sie alles tat :D

LG

Elke :cu:

Rüsselterriene
19.06.2005, 12:20
Elke,

Bei Kindern ist es oft die "geteilte" Aufmerksamkeit, die sie für den Hund abstellen können.
Ich seh das an unseren Nachbarskindern. Sie wollen zwar, das der Hund nicht an der Leine zieht, gleichzeitig ihn aber auch überall schnuffern lassen. Sie meinen es nur gut, für einen Hund ist das aber alles andere als nachvollziehbar.
Da sind Erwachsene meist zielgerichteter. Besonders DIE, die eben gar keinen Hund wollen.

Den Hund, den ich oben meinte, der begleitete mich im Alter von 19. Und ich habe ihn gehasst. Fand ihn hässlich, dumm und störend. Als ich seine Aufmerksamkeit wahrnahm und zu schätzen lernte, da wurde er überfahren. So kanns gehen....

Anke

easy_91
19.06.2005, 13:11
Original geschrieben von Topsy
Hallo easy,

wie alt ist eigentlich dein Hund?

Was mir noch einfällt, vielleicht könntest du euren Hund, füttern, bürsten und was sonst so gemacht werden muss. Ob es hilft, weiß ich allerdings nicht, da euer Hund sich an die Rangfolge in eurer Familie gewöhnt hat.
Es ist nicht so, dass dein Hund dich nicht liebt, das wird er ganz bestimmt, so wie er alle Familienmitglieder liebt, aber deine Eltern stehen für ihn in der Rangfolge an erster Stelle und das zeigt er. Kann es sein, dass du eine Hündin hast, die sind in dieser Hinsicht extrem :rolleyes:
Wie ich schon schrieb, mach dir nichts draus. Wenn du mal einen eigenen Hund hast, wirst du an erster Stelle stehen, garantiert ;)
Meine Hündin ist im Alter sogar sehr extrem geworden, denn sie beachtet auch meinen Mann kaum noch. Mein Mann sagt immer zu meinem Hund: "Wenn ich dich nicht so gerne hätte, müsste ich dir böse sein." Mein Mann nimmt es mit Humor, lacht darüber und meint nur, Topsy wäre ein komischer Hund :D

LG

Elke :cu:

Hallo,

also mein Hund ist ein Rüde ;-) und schon 9 Jahre alt, wird im nächsten Jahr auch 10 Jahre.

Topsy
19.06.2005, 14:56
Hallo easy,

dann hat dich dein Hund kennengelernt, als du 4 Jahre alt warst. Jetzt ist mir klar, warum er sich so verhält.

LG

Elke :cu:

billymoppel
20.06.2005, 08:20
hallo easy,

neben dem bereits gesagten, ist die bezugnahme des hundes halt wirklich individuell. nennen wir es liebe. liebe ist da, wo sie hinfällt :D weder ist das immer nachvollziehbar noch durchschaubar. irgendwie ein mysterium :D
ich habe drei hunde: billy ist tatsächlich unser beider hund. moppel ist mein hund - nicht, dass sie männe nicht liebt, aber für MICH läßt sie alles stehen und liegen. lisa ist männes hund. und wenn ich handstände machen würde - es wird so bleiben. so war es von der ersten sekunde. (und ganz gelegentlich verspüre ich da auch einen stachel von eifersucht :D)
bei dir kommt sicher dazu, dass du in den ersten und auch prägenden jahren deines hundes als kleines kind als bezugsperson nun wirklich nicht besonders tauglich warst :D
und euer hund hat ja auch die auswahl :D
also, nimms ihm nicht krumm, liebe ihn, wenn er mal zeit für dich hat, kümmere dich trotzdem um ihn - denn auf seiner liebe-skala bist du wenigstens auf platz nr.2 - und das ist doch auch was :D

easy_91
20.06.2005, 15:43
Original geschrieben von Topsy
Hallo easy,

dann hat dich dein Hund kennengelernt, als du 4 Jahre alt warst. Jetzt ist mir klar, warum er sich so verhält.

LG

Elke :cu:


Nein, ich habe ihn vor kurzem aus dem Tierheim, wir haben ihn nun schon 2 Monate.

cheroks
20.06.2005, 19:14
Hallo easy,
oft ist es das emotionale hinter her laufen, was einen Hund "abschreckt".
Eine Möglichkeit dich in den Augen des Hundes ein bisschen aufzuwerten wäre, ihr gebt dem Hund mal einen Tag nichts zu fressen und am darauf folgenden Tag fütterst du ihn. Frag doch deine Eltern, ob du das Füttern ganz und gar übernehmen kannst. Eine Mahlzeit pro Tag reicht im übrigen völlig aus. Fütter ihn mal morgens, mal abends oder eben auch mal einen Tag gar nicht. Damit tust du der Gesundheit deines Hundes sogar einen Gefallen und seine Erwartungshaltung an dich wächst ;) .

Mach etwas spannendes mit deinem Hund, vielleicht mag er buddeln oder schwimmen, an einem Tau zerren oder ein Rennspiel. Vielleicht mag der ältere Herr aber auch einfach nur schnuppern gehen und Zeitung lesen oder im Schatten liegen und beobachten... Versuch heraus zu finden, was deinem Hund Spass macht, aber biete dich nicht 24 Stunden am Tag an. Was man immer haben kann, wird schnell langweilig :rolleyes:

lg tina

easy_91
20.06.2005, 20:58
Hallo cheroks,
danke für die Antwort.
ich werde mal mit meiner mutter reden, ob ich nicht, die fütterungszeiten übernehmen kann. Heute abend habe ich unseren Hund auch gefüttert.
ich denke aber wirklich, dass er eher und das wird sich nicht ändern meine eltern bei ihm an erster stelle stehen. ich habe ja auch kein problem damit ;-) aber füttern kann ich ja auch ab und an :-)
und nach dem hund den wir haben werde ich mir auch eine welpen anschaffen und dann wird das auch klappen ;-)
ich habe damit auch kein problem, dass meine eltern an erster stelle stehen, denn irgednwie merke ich auch ab und zu, dass ich doch was gut bei unseren hund habe, er kommt manchmal und will sich einfach kraulen lassen oder sonst was. aber auch wegen dem hohen alters ;-) ist er ziemlich faul geworden. aber ich denke mal , dass das normal ist und so agil ist er ja auch nicht. Und von daher ;-) er mag eher seine schmuseeinheiten, schnüffeln, sein revier beschützen und geliebt werden^^ und ab und zu spielt er auch gerne den clown.
ich will mich bei euch noch bedanken, für die hilfreichen antworten^^
viele liebe grüße von
easy_91

Kokosch
21.06.2005, 09:49
Hallo easy,

ihr habt den Hund also mit ca. 9 Jahren aus dem Tierheim geholt? Dann hat er ein Vorgeschichte....meiner ist von Männern immer geprügelt worden, am Anfang hat er alles was männlich war angekläfft. Vielleicht ist es so wetwas bei Deinem ja auch. Vielleicht war er in einer Familie mit Kindern oder die Kinder haben ihn verlassen oder oder oder. und ihr habt ihn ja erst 2 Monate. Ich habe alleine 2 Monate gebraucht um ihm die Angst vor der Straße und Autos zu nehmen...habe noch etwas Geduld, er muss sich ja auch erst einleben und sicher sein, dass er ein neues zu Hause hat.

LG und noch viel Spass mit Deinem Hund.
Nicole

easy_91
21.06.2005, 12:13
Hallo,

ja mein Hund hatte eine sehr schlimme Vorgeschichte udn wurde als Fundhund gefunden und man weiß auch nicht, woher er kam und soweiter. Aber ich finde mein Hund ist jetzt auch wieder total anders :-) jetzt liegt er gerade in meinem Zimmer und ja :-) ich dneke auch mal, dass er sich erstmal einleben muss ;-) auf jedenfall geht alles besser.
danke nochmal für die antworten.
eure easy_91