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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verhalten am Seeufer



Rico´sFrauchen
27.05.2005, 13:32
Hallo ihr!

Ich bin neu hier und habe gleich eine Frage :p

Ich habe sehr viel Hundeerfahrung, habe aber ein Problem, dass sich nicht so Recht in den Griff bekommen lassen will. Ich habe einen 5 Monate alten Border Collie. Border Collies sind Hütehunde und bekannt für ihren Hütetrieb. Ich habe ihm mit viel Geduld schon die meisten Triebe abgewöhnt ( da viele auch gefährlich sind, wie z.B. "Auto´s hüten" usw.)
Aber bei einem brauche ich Hilfe, besonders von Leuten die mein Problem auch hatten und dies in den Griff bekamen:

Wie es eben so ist, ist der Baggersee im Sommer für Hund und Mensch eine Wohltat. Doch sobald jemand (auch fremde Leute!) ins Wasser geht und los schwimmt, will er hinterher und diesen Menschen "hüten" Man kann machen was man will, oft helfen nicht mal Leckerli zum Ablenken. Wer hat einen Rat für mich, wie ich ihm das abgewöhnen kann?:?:

sol
27.05.2005, 19:53
moin

wie hast du denn bislang den trieb des hütens abgewöhnt (sofern man das bei einem hütehund überhaupt tun kann) ?

letztlich wird, wenn gar nichts geht, wohl nur das anleinen helfen. zumal es sicherlich auch gäste an so einem teich geben wird, die sich über einen frei laufenden hund beschweren.

sol

Rico´sFrauchen
27.05.2005, 22:37
Hallo

Man kann und muss einem Hütehund schon einiges abgewöhnen, wenn er nicht als Hütehund in einer Herde arbeitet.. Wie zum Beispiel das Auto hüten, weil vieles gefährlich ist. Das ging alles mit Leckerli und wie schon geschrieben mit viel Geduld
Natülich ist er dann an der Leine, wenn er unbedingt im Wasser hüten möchte.....
Aber wie gesagt, mit Leckerli geht´s am Seeufer nur kaum. Deshalb wollte ich von jemandem einen Rat, der dieses Problem schon bewältigt hat

Dieninghoff
29.05.2005, 22:17
Hallo,

auch hier der folgende Hinweis, das ich gegen Lerchen (zur vermeindlichen Erziehung) bin.

Dem Hund kann man kein Hüten abgewöhnen, wohl aber entsprechend lenken!
Wenn ein Hund im Kommando steht, dann wird er es auch ausführen, wenn er es entsprechend gelernt hat. Also, wenn ein Mensch ins Wasser geht oder heraus kommt, so sollte ein Kommando kommen, was der Hund kennt (z.B. Platz)


M.f.G

~CP~
04.06.2005, 07:36
So ein ähnliches Problem hab ich auch. Mein Hund ist jetzt 10 Monate alt, ein Golden Retriever, und er ist noch ziemlich verspielt und liebt Menschen und Kinder total. Wenn wir am See sind, und viele andere Menschen auch da sind, dann mag er auch zu jedem hin und anhüpfen und Maul lecken und spielen. Wir suchen schon Seen, wo nicht so viele Menschen sind. Ist allerdings nicht immer so einfach oder möglich. Wenn zu viele Leute sind, dann muss er oft an der Leine bleiben :(
Wie gewöhnt man ihm denn am besten ab so verrückt nach anderen Menschen und vor allem Kindern zu sein? Oder vergeht das mit dem Alter irgendwie dann automatisch. Also es ist auch schon etwas besser geworden, vor allem hört er immer besser, wenn man es ihm verbietet.

borderweimi
04.06.2005, 11:10
hallo,

lach, ich hab nen bordermischling und kenne solche probleme. bei uns waren das unsere kinder, andere hunde (gerne kleinere) mit einem kanu hat er es vor kurzem auch versucht.

ich sehe bei meinem hund allerdings schon vorher, wen er sich als objekt der begierde ausgeguckt hat. er steht nämlich sekundenlang da, fixiert mit hocherhobenem kopf und dann, yeaaaah, abgedüst.
wenn er allerdings schon fixiert, dann gibts von mir ein unmissverständliches nein ( das kennt er aus anderen situationen) und ich rufe ihn ran, lass ihn entweder abliegen, oder spiele oder mache zu ablenkung bissel unterordnung.

natürlich passiert es wenn ich nicht aufmerksam genug bin, das er doch abdüst. da habe ich dann, wenn er noch nah genug dran ist discs in der tasche, die ich hinter ihn werfe und ihn dann wieder abrufe.

üben kann man das prima über eine schlepp, weil du das nein dann durchsetzen kannst, ob er will oder nicht. wie beim angeln den hund wieder einholen, lach.
allerdings benutze ich nach schöner brandblasenerfahrung ne schlepp nur noch mit handschuhen.
solltest du sowas mit der schlepp probieren wollen, dann würde ich dazu ein geschirr empfehlen, falls er dir mal ungestüm voll in die leine knallt.

inzwischen geht das hier ganz gut, mit ein bissel übung und konsequenz hab ich ihn bestimmt irgendwann soweit, das er es ganz bleiben lässt.
achso, ich hab ihn jetzt obendrein noch auf eine pfeife kondioniert, falls er doch mal abgedüst ist. weil, meine stimme hab ich nicht wirklich gut unter kontrolle.

geduld wirst du dabei sicherlich brauchen, lach, ich kenne das, wir arbeiten auch seit wochen an ein und dem gleichen hüteproblem.....

lg britta

billymoppel
04.06.2005, 22:36
genaugenommen, wenn man nur ein bißchen humor hat, ist es schon lustig - ein hund der ein kanu "hütet" *kreisch* :D
kleine anmerkung am rande - so wie du die schleppleine handhabst - vergiß es. da kannste auch ne 8m-flexi nehmen und hast denselben übungseffekt (nämlich keinen) nur ohne brandblasen. eine schleppleine heißt u.a. so, weil sie niemals (nach möglichkeit) stramm sein sollte. sie dient als sicherungsmittel, nicht mehr nicht weniger. der hund soll denken, er sei ohne und mensch, mit der sicherheit, dass er doch nicht ohne ist, entspannt und ohne druck üben.
ausgeprägten hütetrieb wirklich und dauerhaft und 100% (!) zu kontrollieren, halte ich für genauso unmöglich, wie starken jagdtrieb (ist ja auch nur umgelenkter). zumindest nicht ohne starkzwang. und das wollen wir ja nicht. wichtig ist eine strategie aus meideverhalten (muss ich wirklich zum strand mit so einem hund?), ablenkung und sicherung (die gute alte leine). dauerhaft wird man nur mit umlenkung (bällchen, what ever) etwas erreichen

borderweimi
05.06.2005, 12:07
hallo,

lach, das ist wohl mit der schlepp falsch rübergekommen, ich wollte ihn wieder einholen, und in dem moment düste er überraschend wieder los, grins.

ich glaube auch nicht das man einen hütetrieb wegbekommt, aber man kann ihn kontrollieren, umlenken.
denn an den schafen darf ein hund auch nicht arbeiten wie und wann er will, lol.

das problem ist hier eigentlich auch fast nur noch das leinengehampel, weil ihm seine schäfchen, sprich unsere kids oder so vor der nase weglaufen.
aber mit viel geduld und spucke, schafft man das auch noch, mir mal selber mut zusprech.

lg britta

Rico´sFrauchen
05.06.2005, 15:12
Danke für die netten Beiträge. Da hast du schon recht, man kann einen Hütehund schon lenken. Hab ihn bei vielem schon in die richtige Richtung gelenkt. Er hat inzwischen sogar schon das Hühner hüten aufgegeben. Die Begegnung mit dem Hahn war dann doch nicht so toll, grins. Aber man/Hund lernt ja aus Erfahrung. Wenn am See doch auch nur so ein Hahn stehen würde:-)
Ich denke, ich bekomm das wie du schon gesagt hast, mit viel Geduld und Spucke in den Griff:cu:

Lotta
05.06.2005, 22:49
@Dieninghoff


auch hier der folgende Hinweis, das ich gegen Lerchen (zur vermeindlichen Erziehung) bin.

Das halte ich auch für ziemliche Tierquälerei! Lerchen in der Hundeerziehung! Schmeißt man die dem Hund nach oder singen sie dem Hund die Ohren voll? Na ja, öfter mal was Neues!

Grüße von Lotta