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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hund hat schreckliche Angst!!!!!



Sunflower
31.08.2002, 00:56
Hallo ihr lieben........
einige werden vielleicht noch wissen, das ich dieses Thema schonmal angesprochen habe.
Also...... meine Hündin (Malteser-Westi-Mix) ist sehr ängstlich fremden, größen Hunden gegenüber.
Es geht sogar so weit, das sie aus Panik die Flucht ergreift und weg rennt.
Wenn sie an der Leine ist und nur vom weiten viele Hunde sieht.....will sie nicht weiter, kehrt einfach um.
In meiner gegend sind überwiegend nur große Hunde von daher sollte es ja eigentlich ein leichtes sein, sie daran zu gewöhnen....könnte man denken.
Viele von euch sagten mir auch, ich sollte auf eine Platz gehen, wo große Hunde sind, um sie daran zu gewöhnen. Es hat sich ja schön verbessert, weil sie nicht gleich bei einem großen Hund weg will.
Sie ist dann neugierig und ganz normal eben (für meinen Hund normal, falls einige jetzt fragen, was schon normal ist :D ).
Doch wenn es schon zwei sind............ ohh ohh ohh.... da siehts wieder ganz anders aus :rolleyes: .......
Auch wenn es große Hunde sind, die sie schon kennt........ sind sie zu zweit.....hat sie wieder diese Panik. Ich hab ja schon bald Angst, das sie aus ihrem Geschir heraus schlüpft ......so doll dreht und wendet sie sich:rolleyes: .
Es ist wirklich schlimm........ dann ist es auch so...... das sie anfängt zu........ naja........ich sag mal......... quitschen :p ....sie fängt an zu jammern, als würden die Hunde sie auffressen oder gar berühren.........
aber nein......sie schnuppern nur......das sie sich wahrscheinlich bedrängt fühlt seh ich ja ein......aber ich möchte auch, das sich meine kleine bei spaziergängen wohl fühlt und sie nicht immer diese Panik bekommt.
Denn große Hunde treffen wir jeden Tag...... drum herum kommt sie nicht............ :p
Auf dem Platz wo die größen sind komme ich meist nicht rauf, wenn viele dort sind (nur vorbei) denn sobald es nur in richtung geht wehrt sie sich....... ich mag sie auch nicht zwingen, schließlich möchte ich sie nicht quer durchs feld ziehen :rolleyes: . Vorbei gehen wir immer.... sie schaut dann immer kurz hin........... sieht die anderen wild herum tollen und rennt wie ein Blitz richtung Haustür als hätte sie Hummeln im po po:p .
Aber Spaß bei seite........ ich fühle mich nicht wohl, wenn sie nicht glücklich ist. Jedes aufmuntern oder locken nützt nichts......sie hört und sieht dann nix mehr.
Könnt ihr mir helfen? Ich bin euch schonmal sehr dankbar!!!!!!!!!!!!


Viele und ganz liebe Grüße
Das Blümchen :D

Sunflower
31.08.2002, 00:58
uiuiui..........
jetzt fällt mir erstmal auf, wie lang das ganze geworden ist .... hihihi.........
Tut mir leid :p
Nochmal alle ganz lieb grüß

Thomas
31.08.2002, 01:26
Hallo Sunflower!

einige werden vielleicht noch wissen, das ich dieses Thema schonmal angesprochen habe.
Ich habe keinen Beitrag von Dir finden können, in dem Du dieses Problem schon mal angesprochen hast (vielleicht liegts aber auch daran, das es schon recht spät/früh ist?). Also, zähl doch bitte nochmal stichpunktartig auf:

- Alter der Hündin?
- Wie lange hast Du sie? Falls nicht ab der Welpenzeit, was ist Dir über ihre Vorgeschichte bekannt?
- Seit wann hat sie diese Ängste? Falls noch nicht "immer", gab es irgendwann einen Auslöser?
- Allgemeiner Ausbildungsstand? Hundeschule? Falls ja, was raten die dortigen Trainer?

Gruß
Thomas

Sunflower
31.08.2002, 01:50
Hallo Thomas!

Danke für deine Antwort.
Naja....der Beitrag is schon etwas länger her.

Aaaaaallllllsssoooooo:
Sie wird im September 2 Jahre alt.
Ich habe sie seit sie 8 wochen alt ist (kenne sie seit sie erst 18 Tage alt war :D )
Sie hatte immer gute Kontakte zu anderen Hunden und ist nie agressiv.
Sie ist zwar sehr schüchtern und unterwürft sich, was wohl auch daran liegt, weil sie noch sehr jung ist, aber Ängstlich war sie nie.
Ich denke, das diese Aängste augetreten sind, als ein großer Hund(Rhodesian Ridgeback) zu besuch war.
Meine kleine war freudig, aber auch vorsichtig und legte sich sofort hin um zu signalisieren, das sie harmlos ist, doch der Rhodesian Ridgeback, trat erstmal auf sie rauf und als wie weg rannte (auswisch, ging die Jagd los). Das war wohl der Auslöser...... dann gab es nach andere Dinge........., als ein anderer Hund uns ....naja.... angriff.....und an mir hoch sprang und immer versuchte in mein Arm zu beißen..... und ein anderes mal kam ein Hund ohne Leine um die Ecke gesaust und rannte auf sie zu........ sie lief aus Panick.... quickend :rolleyes: davon und die Jagd war perfekt. :(
Sie ist sehr gelehrig und hört eigentlich immer (wenn sie will ;) ) Ich hatte noch nie probleme mit ihr wenns um erziehung geht. Wir betreiben auch Clicker-Training.

Hoffe das ich alle fragen beantwortet habe, wenn nicht, dann schrei einfach ;)

Viele , liebe Grüße
Die Blume

Thomas
01.09.2002, 01:02
Hi Sunflower,

ich kann Dein Problem und das damit verbundene Unwohlsein seeeehr gut nachvollziehen, da wir mit unserer Hündin ein ähnliches hatten (und noch ein klein wenig haben). Am besten erzähle ich Dir einfach mal ein bisserl:

Unsere Hündin (Westie) war bereits 14 Monate alt, als wir sie vom Züchter übernommen haben. Bis dato kannte sie also fast nur kleine weiße Hunde. Nachdem eine Prägung bzw. Kontakte mit anderen Rassen leider nicht stattgefunden hat, war sie offensichtlich zum Zeitpunkt der Übernahme der Überzeugung, das ein Hund ca. 35cm groß und weiß zu sein hat...
In der Folgezeit, also den ersten Wochen und Monaten, war sie sehr ängstlich gegenüber größeren Hunden. Beim Gassi-Gehen ist sie einfach stehengeblieben und wollte in die gegengesetzte Richtung sobald so ein Monster (alles was mind. ein Kopf größer war als sie), unseren Weg kreutzte. Auch in der Hundeschule (da war sie natürlich auch die Kleinste), klebte sie recht verschüchtert immer hinter unseren Beinen. An Spielen mit den anderen war überhaupt nicht zu denken.
Einmal (ca. 2 Monate nach der Übernahme) gab es einen sehr ähnlichen Vorfall wie der von Dir geschilderte: Wir gehen im Grünen spazieren (unangeleint), DSH kommt mit Herrchen auf uns zu (ebenfalls unangeleint), plötzlich brettert der DSH auf sie zu und mein Fiffi gibt sofort Fersengeld, keine Chance zum Eingreifen, der DSH ließ sich leider auch vom Besitzer nicht abrufen und somit war eine klassische "Hasenjagd" im Gange, Hetzjagd über ca. 300 m, zum Glück war meine schnell genug um dem (HD-gehändicapten) DSH davonzukommen. Das dieses eine Erlebnis nicht gerade dazu dienlich war, ihre Ängste abzubauen, kannst Du Dir ja denken...

Soviel zur Vorgeschichte. Mitterweile, also gut 2 Jahre später hat sich das alles ziemlich normalisiert; d.h. sie ist zwar immer noch eher ein vorsichtiger Typ (prescht also nicht auf jeden anderen Hund zu, was ich prinzipiell eigentlich auch sehr begrüße), aber sie zeigt in 90% der Begegnungen auch keine Angst mehr.

Tips:
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* Bitte Hundehalter mit sehr gut sozialisierten, größeren Hunden, um Mithilfe. Erkläre denen Dein Problem bzw. das Deiner Hündin und verabrede Dich häufig mit ihnen zu gemeinsamen Gassigehen (zunächst immer nur ein "Fremdhund"). Die Gassirunden solltest Du möglichst interessant für sie gestalten. Sie muß sich nicht mit dem anderen Hund abgeben. Es reicht zunächst völlig aus, wenn sie lernt, die Anwesenheit "des Großen" zu ertragen und schrittweise als etwas "nicht schlimmes / gefährliches" einzuordnen. (Vorsicht: keine Ballspiele oder dergleichen, welche die Gefahr böten, das der andere -noch zu gut sozialisierte Hund- evtl. Beutetriebverhalten zeigen könnte).
* Wenn Du in die Nähe der beschrieben Hundewiese kommst und sie das Angstverhalten zeigt, solltest Du sie meiner Meinung nach keinesfalls zwingen weiter auf die anderen zuzugehen. Geh nur so weit mit ihr den anderen Hunden entgegen, wie sie es "schafft". Du musst hier sehr vorausschauend "arbeiten". Sobald sie sich nicht weitertraut, kannst Du z.b. auch in die Hocke gehen um ihr ein besseres Gefühl von Sicherheit zu bieten. Verharre einfach ein paar Minuten in dieser Position und lass sie aber auch nicht in die andere Richtung gehen. Erst wenn sie sich einigermaßen beruhigt hat und nicht mehr rumzappelt, kannst Du den Weg fortsetzen (Bogen um die Gruppe, nicht zurück).
* Etwas anderes als oben beschrieben sieht es aus, wenn Du auf einem Gehsteig oder Feldweg einem einzelnen großen Hund + Halter begegnest. Hier würde ich sie absitzen lassen und den Halter anzeigen, das er ganz normal (ohne anzuhalten) an euch vorbeigehen soll.

Ziel der o.g. Übungen soll natürlich sein, das sie mehr und mehr positive Begegnungen mit großen Artgenossen erlebt, wobei positiv für sie in diesem Step erstmal nur "mir ist ja garnix passiert" bedeuten soll/wird.

Viel Glück und Kopf hoch, bei meiner Hündin ist nach einiger Zeit -fast von jetzt auf gleich- der Knoten geplatzt....

Gruß
Thomas

Sunflower
01.09.2002, 01:38
Hi Thomas,

erstmal vielen, vielen Dank für deine Ratschläge.


solltest Du sie meiner Meinung nach keinesfalls zwingen weiter auf die anderen zuzugehen

Also zu etwas zwingen tu ich sie eh nicht.
Also wenn sie auf die Wiese nicht rauf will, dann muss sie nicht, doch vorbei müssten wir schon kommen :p .
Auf jeden fall werde ich nicht aufgeben.... schließlich möchte kein Hund sie fressen :) .
Es wird sicherlich ein langer und schwerer weg für uns beide, doch wir schaffen das. Ich danke dir ganz lieb!!!!
Hast mir sehr weitergeholfen.
Bei erfolgen werde ich dich auf dem laufenden halten, ok??
Tausend Dank.

Viele, liebe Grüße
Die Blume und Hundi, Hundi und Blume :D

marion.t
01.09.2002, 12:51
hi ....sunflower versuch es doch mal mit einer Bachbluetentherapie

Sunflower
01.09.2002, 14:10
Hey Marion,
davon habe ich schonmal gehört......
aber was genau wird da gemacht???
:(