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Puky
11.05.2005, 16:55
Hallo,

Normalweise halte ich mich im Katzenforum auf, aber diesmal wende ich mich an Euch ;)
Ich habe heute von meiner Arbeitskollegin einen Flyer bekommen mit dem Hilfeschrei eines verzweifelten Mannes. Ich muss dazu sagen, ich arbeite in Luxemburg und dann gelten natürlich luxemburgische Gesetze, wobei Ihr mir wahrscheinlich nicht weiterhelfen könnt. Was ich möchte, sind Eure Meinungen und Tipps was man tun könnte, denn der Flyer hat mich sehr getroffen. Hier der Text:

Rettet Bella!

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

Nachdem ich alles Mögliche probiert habe, habe ich mich entschieden, mich an die Bevölkerung von Luxemburg zu richten.

Im September 2004 kontaktierte mich eine Person, die nicht weit von uns entfernt wohnt, mit der Frage, ob wir während seines Aufenthaltes in Krankenhaus (wegen Alkohol- und Drogenproblemen) seinen Hund (Dackel) bei uns aufnehmen könnten.
Ich gedachte, den Hund einige Wochen zu behalten und danach natürlich seinem Herrchen wiederzugeben. Aber die Monate vergingen, niemand manifestierte sich. Zwischenzeitlich erfuhr ich, dass er zu einer weiteren Behandlung in ein anderes Krankenhaus verlegt wurde. Die Hündin hat bei uns ein neues Zuhause mit vielen neuen Freunden gefunden (weitere Hündin, meine Familie mit unseren 4 Kindern und einem großen Teil unserer Nachbarschaft). Gäbe es ein Paradies für Hunde, Bella war während 6 Monaten dort.

Nach sechs Monaten ohne Nachricht läutet die Person an meiner Tür und informiert uns ganz einfach, er käme jetzt seine Hündin abholen. Die Kur hatte anscheinend nichts genützt, denn er war bereits wieder in „einem fortgeschrittenen Zustand“. Mit viel Schmerz mussten wir Bella zurückgeben, die nicht verstand, weswegen man sie von ihrem Hundeparadies wegzog.

Schlechte Nachrichten in Zusammenhang mit der Hündin machen die Runde in unserem Wohngebiet:

Er, kaum fähig sich aufrecht zu halten, schleppt die Hündin an der Leine regelrecht hinter sich her. Eine Anwohnerin alarmiert die Polizei. Ich selbst komme zu diesem Zeitpunkt vorbei. Bella kommt freudestrahlend auf mich zu, springt mich an und bittet mich quasi, sie zu retten.

Die Person erzählt in einem Krämerladen an der Ecke, dass Bella nicht mehr frißt. Verschiedene Personen beobachten ihn dabei, wie er seine Hündin misshandelt. Eine weitere Person kann beobachten, wie Bella Blut uriniert.

Der luxemburgische Tierschutz wird eingeschaltet, informiert sich, schaut in den Cafés nach, wo die Person sich regelmäßig aufhält. In einem Café antwortet die Kellnerin auf die Frage, ob sie diesen Typ mit dem Hund kenne: „Aber ja, das ist der Typ, der seinen Hund mißhandelt und ihn mit den Füssen tritt!“ Aber bis zum heutigen Tag habe weder die Polizei, noch der Tierschutz gehandelt, um Bella endlich zu retten.

Ich frage mich, ob das Leben einer Hündin nicht mehr wert ist als das, und erlaube mir, einige Fotos von Bella‘s Aufenthalt in unserer Familie zu veröffentlichen, eine Erinnerung und ein Hilfeschrei für eine Hündin, die nichts weiter verlangt als zu lieben und geliebt zu werden. Ich denke, daß es die letzten Photos von Bella sind, denn der Plastiksack (ihr Schicksal?) ist nicht sehr fotogen.


Man sah dann 5 Fotos mit einer fröhlichen Familie und einem fröhlichen Hund.
Hat jemand schon etwas Ähnliches erlebt? Was haltet Ihr davon und was würdet Ihr tun?