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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tierarztkosten als außergewöhnliche Belastungen



HeidiHaben
06.05.2005, 21:15
Ich habe zwei Hunde aus dem Tierheim "gerettet".
Leider mussten mir einen Hund in diesem Jahr für viel Geld operieren lassen. Diese Kosten habe ich bei meinem Lohnsteuerjahresausgleich als außergewöhnliche Belastungen angegeben. Das Finanzamt hat sie leider nicht anerkannt.
Wer kennt sich aus?

Hovi
06.05.2005, 21:55
Hallo Heidi,

Hunde bzw. Hundehaltung gilt als Luxus.

Sofern Du die Hunde nicht in irgendeiner Form benötigst, um mit ihnen Deinen Lebensunterhalt zu verdienen (z. B. Diensthunde, Hütehunde an der Herde) oder aber aus gesundheitlichen Gründen auf den Hund angewiesen bist (etwa bei einem Blindenführhund) kannst Du keinerlei Ansprüche beim Finanzamt geltend machen.

LG
Claudia

Fritzfranz
11.05.2005, 16:23
Die einzige Chance wäre, Du könntest das FA davon überzeugen, dass Du (oder zB Dein Kind, wenn Du eins hast) aus psychischen Gründen auf das Kind angewiesen bist, der Hund also therapeutische Wirkung hat

OESFUN
12.05.2005, 10:41
Das zählt nicht zu den aussergewöhnlichen Belastungen, da hat Claudia recht. Und den Nachweis mit den psychologischen Problmen könnte man nur über ein ärztliches Gutachten machen, da reicht eine normale ärztliche Bescheinigung nicht aus.

Wenn es so einfach wäre, hohe Tierarztkosten abzusetzen, würde das wahrscheinlich jeder versuchen ---- wäre ja ein Fass ohne Boden.

LG Birgit

Hovi
12.05.2005, 18:17
Hallo Birgit,

selbst psychische Probleme werden vom Finanzamt nicht als Grund für Hundehaltung anerkannt - nichtmal dann, wenn ein Psychiater per Gutachten attestiert, dass ein Hund das Krankheitsbild verbessert.

LG
Claudia

OESFUN
13.05.2005, 09:51
HI Claudia

Kann ich verstehen --- wäre ja zu schön, wenn wir unsere Pelznasen von der Steuer absetzen könnten, aber von der realistischen Seite aus, wäre das eine Unding.

LG Birgit

Hovi
13.05.2005, 16:13
Ich wäre schon zufrieden, wenn es Hunde auf Krankenschein gäbe. :rolleyes:

Immerhin leben wir Hundehalter nachweislich gesünder, bewegen uns mehr in der freien Natur, sind resistenter gegen Erkältungen (da bei Wind und Wetter unterwegs), sind nachweislich ausgeglichener und friedlicher... das schafft keine Tablette ;).

LG
Claudia

Briddy
17.05.2005, 00:10
Da gibt's doch diese Bonusprogramme der Krankenkassen: wenn man mit Rauchen aufhört oder an einem Abspeck-Programm teilnimmt oder Walking-Kurse macht u.ä. kriegt man irgendwelche Geschenke oder geldwerte Bonuspunkte oder so. Fand ich in meinem Fall eine Unverschämtheit. Habe nie geraucht, bin schlank und "walke" dank meines Hundes jeden Tag durch den Wald und bin - wie Hovi schon gesagt hat - nachweislich gesünder als die meisten Nicht-Hundler. Ich brauche bestimmt keinen dieser Kurse. Statt irgendwelche Geschenke oder PUnkte zu geben sollte die Krankenkasse die Hundesteuer übernehmen! Vielleicht sollte ich das mal vorschlagen....
Briddy