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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pfotenverletzung



dani36
20.04.2005, 08:01
Hallo an alle.....

meine Hündin lernt zur Zeit am Fahrrad zu laufen .. aber da sie dieses Vehicle überhaupt nicht mag, springt sie drumrum, kläfft ziemlich aggressiv, versucht vorne ins Rad zu beißen etc. und hat durch diese ganze Aktion kleine Läsionen umterm Pfotenballen .... die müssen sehr schmerzhaft sein, denn sie humpelt seither.... Wie kann ich diese Läsionen behandeln um sie?
Kann ich noch mehr machen als sie mit einem Pfotenschutz zu versehen?

Vielleicht hat ja jemand noch nen Tip damit sie das Fahrrad mag und ich ihr dieses Verhalten abgewöhnen kann.... Wasserspritze hat nich geholfen :rolleyes:
Danke vielmals!!

Raby
20.04.2005, 09:11
Hallo,

ich kann dir zum Fahrradtraining keine Tipps geben, wohl aber zum Schutz verletzter Pfoten.

Mein weißer Schäferhund rennt/spielt gerne und viel und zieht sich fast zwangsläufig immer mal Verletzungen an den Pfoten zu. Diese heilen natürlich nicht schnell, weil er ja schließlich weiterhin auftritt. Ich habe alle möglichen Schutzschuhe z.B. von Karlie, Trixie, etc. ausprobiert mit dem Ergebnis, dass alle kaum halten und man so sein Geld aus dem Fenster schmeißt.

Dann entdeckte ich "Toffler" Schutzschuhe. Die haben eine richtige Gummisohle und sind anatomisch sehr gut geformt. Es gibt sie in zwei Grundformen: für Vorder- und Hinterpfoten, dann noch mit und ohne Verband und in vielen Größen. Mit solch einem Schuh habe ich jede Verletzung bislang gut geschützt und somit den Heilungsprozeß begünstigt.

Nun der Nachteil: Was gut ist, ist oft halt teuer, so auch in diesem Fall. Aber unter dem Strich sind sie es nicht, denn sie halten sehr lange. Gekauft habe ich sie im Fressnapf.

Es gibt einen umfangreichen Bericht zu den Toffler Hundeschutzschuhen unter www.ciao.de.

Grüße - Gaby

Lastrami
20.04.2005, 09:33
hallo dani,

ich würde die Pfoten mit Ringelblumensalbe oder bei größeren Wunden mit Betaisodonasalbe eincremen. Habe mit beiden sehr gute Erfahrungen gemacht. NAtürlich auch nen Pfotenschutz verwenden

Zum Fahradtraining kann cih nur meine Erfahrung weitergeben.
Das mit dem Wasserspritzen würde ich ganz bleiben lassen. Du mußt Deinem Hund beibringen, das so ein Fahrrad ne prima Sache ist. Ich würde mich einfach mal ne Zeitlang neben das Fahrrad setzen mit ner Hand voll Leckerchen. Unser Hund ist dann recht schnell davon überzeugt, das das eine gute Sache ist, weil das Drahtding ja seine Leckerchen dabei hat. Und Du mußt Deine Hündin auf jeden Fall langsam dran gewöhnen. Kostet ne Menge Geduld u.U. aber wenn die Pelztiere einmal verstanden haben, das das gut ist wirst Du so schnell keine Schwierigkeiten mehr bekommen.

Hat sie denn generell Probleme mit Fahrrädern oder nur mit Deinem? Sonst evtl erst mal üben ohne Gezeter am fahrrad vorbeizu gehen. Dann erst wieder mt dem Training anfangen.

LG Pia:cu:

dani36
20.04.2005, 21:03
Vielen Dank schon mal für die Ratschläge......!!

Also es ist generell so, daß sie anfängt so aggressiv zu sein, sobald ICH mich aufs Fahrrad setze od es in die Hand nehme.... ebenso wenn ich mich allein ins Auto setze ...... oder ich mich mit meinem Pferd beschäftige..... egal in welcher Art und Weise......

ob ich nu draufsitze oder nicht u das Pferd nur an die Hand nehme...... sofort versucht sie es in die Hinterhand zu kneifen und geht es aggressiv bellend an...... ebenso beim Auto und Fahrrad........

Grüße

Lastrami
21.04.2005, 08:59
Morgen,

ich bin leider kein Experte. Hört sich für mich aber so an, als ob Deine Hündin evtl eifersüchtig ist, das Du Dich nicht NUR mit ihr beschäftigst, sondern auch mit anderen Dingen, wenn Sie dabei ist.
Mh. Da ist wohl Rat gefragt von jemandem der sich richtig gut damit auskennt.:?: Sorry, da weiß ich dann auch nicht mehr wirklich weiter. Würde aber glaube ich versuchen mich z.B. einfach nur auf das Fahrrad zu setzen und neben ihr stehen zu bleiben, äh, auf dem Rad sitzend. Ich hoffe Du verstehst das so. Wenn Sie sich ruhig verhält loben loben loben.:wd: wenn Sie einen "Affentanz" aufführt komplett ignorieren und mich im sitzen umdrehen ( wenn möglich). So das sie halt merkt: hey wenn ich mich benehme freut sich Frauchen, wenn ich mich nicht benehme beachtet sie mich nicht?!?!

Ich hoffe Du kommst mit der Erklärung zurecht. Oder gibts Experten hier die sich mit so nem Verhalten auskennen?

LG Pia:cu:

Salome
04.05.2005, 13:58
Hallo Dani,

Meine Hündin hat - besonders im Winter (durch harschigen Schnee etc.) immer wieder Probleme mit ihren Pfoten, schleckt dann auch ständig dran rum und verschlimmert die Sitation dadurch natürlich erheblich. Nach verschiedenen, oftmals wenig effektiven Salben etc. bin ich dann auf "Braunol" gestoßen. Das ist eine rostbraune Flüssigkeit, mit der ich einen sauberen Lappen bzw. ein kleines, sauberes Stoffstückchen tränke und das dann quasi "in die wunde Pfote lege" (BRENNT NICHT!). Damit dieser getränkte Stoff-Lappen dann auch tatsächlich an Ort und Stelle bleibt, umwickle ich die Pfote dann mit einer Binde aus nem alten Verbandskasten und stülpe dann noch ne ausrangierte Socke drüber. - Klettband oder Tesafilm bzw. Klebepflaster rum - und die Sache sitzt perfekt! Selbst bei wirklich schlimm "zugerichteteten Pfoten" kann man auf diese Art und Weise innerhalb kürzester Zeit eine deutliche Besserung erzielen!

Das Fahrrad-Problem ist allerdings etwas schwieriger zu "behandeln". Was deinen speziellen Fall betrifft, bin ich Pias Meinung und halte das für ein extremes Eifersuchtsproblem. D. h. das EIGENTLICHE Problem ist nicht das Vehikel (Auto, Fahrrad...), sondern die Tatsache, dass du dich - wenn du in's Auto einsteigst, Fahrrad fahren willst oder dich um dein Pferd kümmerst, nicht zu 100 % mit deinem Hund auseinander stetzt und dieser dann in Form von solch massiven Attacken um deine Aufmerksamkeit buhlt. Zur Abhilfe würde ich dir KONSEQUENTES Ignorieren empfehlen, was natürlich nicht heißen soll, dass deine Hündin "Axt im Walde" spielen und in ihrer Wut den Reifen bis zum Schlauch durchbeißen bzw. dein Pferd malträtieren soll. Um das zu vermeiden, empfehle ich dir - während du dich z. B. um dein Pferd kümmerst - den Hund an der Leine auf Sichtweite an einem Zaun etc. zu fixieren. Sobdald sich die Hündin ausgetobt hat, mit Leckerchen, Spiel o. ä. belohnen. Lerneffekt soll ja sein: aha, wenn ich ruhig bin bzw. mich erträglich verhalte, schenkt mir Frauchen ihre ganze Aufmerksamkeit.

Dass so ein Vorgehen viiiel Zeit, extrem gute Nerven und eine gehörige Portion Ausdauer erfordert, ist wohl klar.....

Vielleicht helfen dir meine Ratschläge ein wenig weiter. Würd mich freuen!

VG

Salome

grisu
09.05.2005, 12:16
Hi,

zum Pfotenschutz ist ja schon genug gesagt worden.
Zum Verhalten am Fahrrad und mit Pferd.

Ich würde mit Fahrrad und Hund an der Leine erstmal zu Fuß üben. Du bist dabei zwischen Rad und Hund.
Mit dem Pferd genauso. Geh mit dem Pferd spazieren und hab den Hund an der Leine dabei.
Erst wenn das gut klappt, bei Fuß laufen, stehen bleiben, vielleicht sogar rechts und links auf Kommando, dann würde ich es mit dem Fahren wieder Probieren.
Beim Pferd wäre dann die nächste Stufe, Du hast jemanden, der zu Fuss mitgeht.

Wenn Du Dein Pferd putzt oder führst würde ich den herumwuselnden Hund auf gar keinen Fall dulden. Kann nämlich nicht nur für den Hund bös ausgehen, sondern für Dich auch. Ausserdem finden andere Reiter es meistens nicht so toll, wenn ihr Pferd gezwickt wird.
Entweder bleibt sie konsequent im Sitz oder Platz oder wartet gesichtert auf Dich. Das mit dem Belohnen fürs brave Warten sehe ich genauso.

Gruss
Elke