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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mit Hund im Einkaufzentrum



Sofia
27.08.2002, 21:53
Hallo,

ich war heute mit meinem 1/2 Jahre alten Junghund im
Einkaufzentrum (geschloßener Raum) um paar Kleinigkeiten
zu besorgen. Es fällt mir auf das er ab und zu versucht den Leuten an den Hosen zu schnuppern und sich sehr schnell erschreckt z.B. viel einem Verkäufer paar CD´s vom Regal das Geräusch war gar nicht so laut er ist zusammengezuckt und hat sich auf den Boden geleget und wollte nicht mehr weiter gehen bis ich ihn forsch aufforderte mir zu folgen. Ich war mit Ihm als kleiner Welpe auch schon zwei mal dort da war alles viel ansträngender für ihn und war total geschaft danach es hat sich zwar stark gebessert aber er jammert noch wenn ich an einer Theke anstehe um was zu kaufen. Anschließend waren wir in einem Zooladen und ich habe ihm als Belohnung eine quietschende Fellmaus gekauft die er zu Hause dann sofort zerlegt hat.

Meine Frage an euch wie verhält sich euer Hund in Einkaufzentrum oder an Orten mit größeren Menschenmengen?

L.G.
Astrid-Sofia

Dagi
27.08.2002, 22:15
Hallo,

unser Hund hat zwar keine Angst vor den Geräuschen, ich habe da aber ein anderes Problem in der Innenstadt:
wie bringe ich meinem Hund nur bei, daß nicht jeder Mensch begrüßt wird?
Als sie erst 10 Wochen alt war fanden das ja noch alle ganz niedlich von so einem Welpen "anvisiert" zu werden. Sie huckt ja meistens auch ganz brav vor den Füßen und wartet begrüßt zu werden. Das habe ich schon damals nicht so zugelassen, wie sie es gerne wollte. Leider prescht sie immer noch an alle Menschen heran. Mittlerweile finden das die Menschen nicht mehr ganz so niedlich, auch wenn sie nur ein kleiner Dackel ist... Da das auch bei Spaziergängen so ist, versuche ich sie immer "Sitz" machen zu lassen. Sie sitzt dann auch so lange, bis der Mensch in unseren "Einzugsbereich" kommt, und dann schmeißt sie sich in die Leine und dem anderen vor die Füße...

Wie gewöhne ich das ab? Hat jemand das Problem auch gehabt? :confused:

@ Astrid-Sofia:
Habe mal gelesen, daß man, wenn der Hund Angst vor einem Geräusch hat, den Weg fortsetzen soll, den Hund ablenken und ihm mit selbstsicherer Stimme erzählen soll, daß alles in Ordnund ist und uns z.B. solche klappernden CD's nicht interessieren.
Weich diesen Situationen nicht aus, versuche oft mit ihm in das Einkaufszentrum zu gehen, "trainiere" das. Wenn alles nix hilft, muß er wohl zu Hause warten.

Viele Grüße von Dagi

Superjeile Zick
28.08.2002, 13:15
Hallo!

Meiner reagierte am Anfang auch auf viele Sachen sehr ängstlich. Viele Dinge sind ihm einfach unheimlich gewesen bzw. sind es noch.

Sam hat totale Angst vor herumstehenden Müllbeuteln (z.B. Gelbe Säcke) und größeren Planen. Ich gehe dann ganz ruhig und gelassen immer und immer wieder daran vorbei. Manchmal trete ich sogar dagegen, dann kommt er ganz neugierig an beschnuppert die „Dinger“ die Ohren gehen wieder hoch und er pinkelt mittlerweile sogar manchmal dagegen. :D

Was der Hund nicht kennt, dass macht ihm nun mal Angst oder es gibt sogar Hunde die aggressiv werden.

Nimm ihn regelmäßig mit ins EKZ oder in die Innenstadt und mache die Geräusche zuhause nach. Lass einfach immer wieder mal eine CD auf den Boden fallen usw. (z.B. Kunststoffdosen gefüllt mit harten Leckerlis über den Boden rollen). Wenn er ängstlich reagiert, diese Verhalten einfach ignorieren. Spiel mit den Sachen bis er sich sich ruhig erhält und vielleicht sogar neugierig gucken kommt, dann kannst Du das Verhalten bestätigen (Loben und Leckerlis). Gewöhn Deinen Hund einfach an solche Sachen. Lass Deinen Hund unter viele Leute gehen. Setz dich in der Fußgängerzone auf eine Bank und lass ihn einfach mal alles beobachten. Viele machen das im Welpenalter leider nicht und dann ist das alles halt ungewohnt, neu, aufregend, angsteinflößend und stressig.


@Dagi
Das ist eigentlich das gleich Verhalten wie ein zulaufen auf andere Hund. Gehe mit Deinem Hund auf die Leute zu (am besten sagst Du Denen vorher etwas dazu, sonst schauen die immer so blöd) mit Deinem Hund an der Leine. Zieht sie zu der Person oder versucht hoch zu springen, dann drehe Dich auf dem Absatz herum und gehe in die andere Richtung mit einem harten „NEIN“. Immer und immer und immer wieder. Nervt zwar, hilft aber. Denke nur an ein hartes „NEIN“ und nicht wie die meisten, mit einem säuselnden „nein, das darfst Du aber nicht“ was für den Hund heißt „das hast du aber toll gemacht, mach weiter so.“:rolleyes:


Das ist das was ich hierzu sagen würde. Mal sehen, was hier andere Meinungen noch so bringen.

Gruß
Nadine & Sam

Dani007
28.08.2002, 16:14
Hallo,
ich nmöchte mich der Meinung meines Vorgängers anschließen.
Finde hat sie sehr gut erklärt.
Wir mit unserem machen auch alles mit ihm.
Flohmarkt , Kirmes Einkaufszentrum etc.
es muss die Geräusche erst kennenlerne , für ih sind die ja auch viel lauter als für dich.
Auch unser Hund hat noch manchmal Angst vor irgentwelchen Dingen.
Aber durch ständiges wieder´holen erkennt er dann die Geräusche.
Auch mit dem anspringen ist so eine Sache , nur unser 11 Monate Alter Briard hat wohl etwas mehr auf der Waage ( zur Zeit 30 kgund es werden noch ein paar Kilo mehr), aber egal wie groß ein Hund ist es ist ärgerlich , auch für die Leute , die ansprungen werden.Es ist ja nicht immer Sonnenschein und einige Leute können schon ziemlich böse werden.
Wir haben unserem immer ganz leicht auf die Hinterpfote getreten und nein gesagt.
Gruß Dani

Cockerfreundin
28.08.2002, 17:32
Natürlich ist es für einen jungen Hund anstrengend und aufregend in der Stadt, im Einkaufszentrum, auf dem Wochenmarkt.

Wir machen solche Touren nach wie vor ab und an als Trainingseinheit :) . Ich nehme mir dann allerdings nichts vor, damit ich mich ganz auf Basti konzentrieren kann.

Dabei ist mir aufgefallen, dass er Anfangs alles nur verarbeiten konnte, indem er sich nach einigen Schritten einfach mitten auf den Bürgersteig/ in die Fussgängerzone gesetzt hat, um alles zu beobachten.

Also haben wir halt viele kleine Pausen gemacht :) . Ganz am Anfang hab ich mich sogar zu ihm runtergehockt und ihm die Welt erklärt. Ist jetzt nicht mehr nötig :) :)

Das "Nein" beim Anspringen zur begrüßung (verbunden mit dem seitlichen Ausstrecken beider Arme, leicht nach unten) finde ich ok - es gibt sich auch mit wachsendem Alter. Vom auf die Hinterpfoten treten (egal ob leicht oder nicht leicht) halte ich GAR NICHTS, aber ABSOLUT GAR NICHTS !!!!!

Grüße von
Annette + Basti :)

Dagi
29.08.2002, 10:22
Hallo,

mit dem Anspringen haben wir ja kein Problem. Es ist aber auch zum Haare raufen. Sobald wir aus der Haustür kommen, stürzen alle Kinder auf uns zu (IMMER, da wir hier in der Straße die Sandkiste haben und alle Mütter und Kinder -so ca. immer 10-15 Personen bei uns direkt vor der Haustür sind) und wollen Amy streicheln.

Ich erkläre ihnen ja auch, daß das nicht immer geht. Ich bekomme sie dann nämlich da auch nicht so einfach weg. Und dann schmeißt sie sich auf den Rücken, und will sich aber auch wirklich von allen durchkraulen lassen! Und ihr Blick lügt: "Ich bekomme zu Hause gaaaar keine Liebe!!!" Hi Hi, darin ist sie wirklich klasse.

Ich lasse sie immer wieder Sitz oder Platz machen, wenn Leute auf uns zukommen. Und die Kinder (zwischen 1und 6 Jahre) verstehen das irgendwie überhaupt nicht. Naja, das tun nicht mal die Erwachsenen, die sprechen dann so aufregend und mit hoher Stimme mit ihr, daß sie ganz "jiffelig" wird. Eine Person hat es sogar geschafft, daß sie sich jetzt immer einpinkelt, wenn sie die sieht. Machte sie sonst überhaupt nicht, da wir immer ruhig mit ihr reden, und sie erst begrüßen, wenn sie brav bei einem sitzt.

Naja, wenigstens unsere Verwandten beherzigen unsere Anweisungen!

Aber, wir werden nicht aufgeben und weiterüben!!!

Vielen Dank für die Ratschläge und viele Grüße von

Dagi + Amy

Cockerfreundin
29.08.2002, 11:59
Hallo, Dagi!

Ja, sie sind schon perfekte Schauspielschüler, unsere lieben Kleinen ....

Basti bereitet es nach wie vor großes Vergnügen, ab und an den Hungerkünstler zu geben, der nie, aber auch wirklich niemals ein Leckerli bekommt ;-)))

Eine weitere Paraderolle war/ ist auch bei ihm der arme arme Hund, der niemals gekrault wird ;-)))

Besonders beliebt für derartige Aufführungen sind neben der Hundewiese auch U-Bahnhöfe (ist ja auch soooo langweilig, auf die U-Bahn zu warten), Busse oder Banken (die haben so einen schönen weichen Teppichboden). Beliebt ist zur Zeit auch der Hundeplatz – alle anderen Hunde toben vor der Unterrichtsstunde herum, Basti räkelt sich auf der Wiese und wartet darauf, dass Mensch ihn krault. Wie meinte unser TA letztens zu Basti: „Bist halt ein Genusshund“ :-)) ! Stimmt!!!

Von kreischenden Kleinkindern, die dem ach so süüüßen Welpen hinterherlaufen, und ihn streicheln wollen, kann ich auch ein Liedchen singen. Habe da gleich am Anfang auch ein paar Mal etwas energischer reagieren müssen, aber seither wissen Kinder, Eltern und Hund: Kontakte mit (unbekannten) Kindern finden nur mit meiner Erlaubnis und unter meiner Aufsicht statt. Schließlich will ich ja auch nicht (und die Eltern fremder Kleinkinder ebf. nicht), dass Hund auf jedes Kind zuläuft.

Weiterhin viel Freude miteinander wünschen Euch
Annette + Basti
:)

Sofia
29.08.2002, 16:45
Hallo,

mein Leo 1/2 Jahr mochte am Anfang auch Kinder jetzt aber
nicht mehr er macht einen großen Bogen um sie weis nicht
wieso. Mag nur gekrault werden von Leuten die er gut kennt,
auf der Strasse läst er sich von fast keinem Fremden anfassen
der muß schon mega süss auf ihn einreden das er ihn anfassen darf.

Mit dem Einkaufzentrum muß ich noch üben und S-Bahn und
U-Bahn fahren müßen wir noch üben.

Was er auch nicht mag wenn er von einer Begleitperson gehalten wird wen ich im Lebensmittelladen bin da weint er was das Zeug hält und freut sich wie ein wahsinniger wenn ich
wieder da bin.

Viele liebe Grüße
Astrid-Sofia:p :cool:

Virgilswelt
29.08.2002, 22:07
Hallo Sofia,

der Havaneser ist kein Hund der zu jedem gleich hinrennt und gestreichelt werden möchte. Das ist eine Eigenschaft seiner Rasse. Er ist sehr anhänglich und bindet sich eng an seinen Besitzer, doch Fremden gegenüber ist er zurückhaltend. Sei froh, manchmal hat es auch Vorteile. Nicht jeder ist so hundefreundlich, auch wenn es nur ein kleiner Hund ist.

Viele Grüße
Mandy und Fellmonster


... die hoffentlich auch bald einen kleinen Havaneser hat.

Sofia
29.08.2002, 22:29
Hallo Mandy,

ich habe Deine HP gerade mir angesehen kann das sein das
Du auch Katrin heißt oder habe ich da was verwechselt.
Ich habe Dir eine E-Mail geschickt.
Ich bin ja auch froh das Leo so ist wie er ist.
Er kommt auch gut mit unserem Burma-Kater klar, das heißt
er würde gerne mit ihm spielen aber er hat keine große Lust
drauf und weist ihn zurecht durch fauchen.
Wenn Du möchtest kann ich Dir paar Fotos von ihm schicken.

Viele Grüße
Astrid-Sofia

Dagi
30.08.2002, 11:25
Hallo Annette,

unsere besten Freunde haben ebenfalls einen Cockerspaniel in blauschimmel. Die von Dir beschriebenen Verhaltensweisen hat sie ebenfalls BESTENS drauf. Wir haben ihr -sie heißt Pauline- und unserer Amy schon vorgeschlagen, sie könnten einen Club gründen: Die nichtgeliebten, niemals gekraulten, und schon gar nicht gefütterten Hundedamen aus dem Sohldfeld (heißt die Straße wo wir wohnen)!

Ich könnt mich über diese Schauspieler immer kringelig lachen!

Einfach einen schönen Tag wünschen Dir

Dagi + Amy :D

Virgilswelt
01.09.2002, 10:50
Hallo Sofia,

wenn du auf meiner Seite warst, oder was einmal eine Hompage werden will, müßtest du Bilder von einem Mischling und einen Perserkater gefunden haben. Deine e-mail habe ich bekommen. Ich antworte dir im laufe des Tages noch ausführlicher (hab jetzt nich so viel Zeit).

Also bis dann

Cockerfreundin
01.09.2002, 12:54
@ Dagi

ja, so isses :) :) :)

Unsere armen armen emotional vernachlässigten Hungerkünstler :D :D

Wie schrieb doch jemand mal sehr wissend über Cocker Spaniel: Charmbolzen, die es faustdick hinter den Ohren haben :) :)

Eben! Aber darum lieben wir sie ja, so wie sie sind - auch, wens manchmal wirklich peinlich ist, wenn Mensch auf der Hundewiese wieder mal vorgeführt wird ;) ;)

einen schönen Sonntag wünschen Euch
Annette + Basti :)