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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie longiere ich sinnvoll?



Effenberk
26.08.2002, 20:20
Hallo!
Ich longiere ab und zu eine recht temperamentvolle, 4jährige Stute. Ich frage mich, wie ich so eine Longestunde sinnvoll aufbauen kann und wie lange sie dauern soll. Vielleicht habt ihr ein paar Tipps.

Fauna
27.08.2002, 21:13
Du schreibst von einer jungen Temperamentvollen Stute, die wahrscheinlich die Runden an der Longe im höheren Tempo dreht, ja ?

Temperamentvolle Pferde brauchen vor allem viel Abwechslung.
Zuerst sollte sich auch das unruhigste Pferd im Schritt 10 min aufwärmen "dürfen" wenns nicht klappt muss du eben mit ihr an der Hand gehen.
Lass sie dann traben und schnalle Gegebenfalls einen Halsverlängerer ein, junge Pferde mögen diesen am liebsten und kommen damit gut zurcht. Es dient der Gymnastizierung !

Baue in deine Longenstunde Trabstangen und Cavalettis ein.

Ich selber kann meinen Wallach Herkules höchstens 30 minuten longieren, da er schnell die Lust verliert und wenig flott voran geht.

Es kommt ja auch nicht auf die Länge der Longenstunde an. Mache es so lange, wie dein Pferd noch munter mitmacht und sich nicht gelangweilt fühlt.

Eine Longenstunde länger als 1 Stunde zu führen, ist weniger sinnvoll.
Vergesse nicht öfter mal die Hand zu wechseln, und auch auf beiden Händen die gleiche Gangart zu wählen.
Dein Pferd hat eine hohle und eine gerade Seite, achte darauf das es auf beiden Seiten gleichmäßig geht.

Du solltest zum Schluss auch wieder 10 minuten Schrittphase einplanen, auch länger, wenn die Stute stark schwitzt.

Longieren ist jedenfalls sehr sinnvoll.
Noch Fragen ?

Viel Erfolg und Spaß

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Alles liebe

Fauna
:rolleyes:

Effenberk
28.08.2002, 00:23
Also: Bis ich auf dem Longierplatz bin, habe ich die Stute bereits ca. 10 min im Schritt geführt, da der Stall weiter entfernt ist.
Kaum ist die Stute an der Longe, dreht sie erst viele Galopprunden, bis ich sie zum schnellen Trab durchpariert habe (auch ohne Gerte in der Hand). In der ersten Phase galoppiert sie die meiste Zeit und geht nur selten in den Trab über - und dann auch nur kurz. Der Galopp ist aber keinesfalls wild, zwar schnell, aber kontrolliert.
In der 2. Phase kann isch sie auch länger im Trab halten mit weniger Übergängen zum Galopp. Im Schritt kann ich sie nicht halten.
Erst nach ca. 1.stündiger Arbeit kann ich sie nach 10minütigem Scheritt-Rufen für etwas längere Zeit zum Schritt durchparieren. Sie ist aber noch keinesfalls erschöpft und kaum nehme ich die Gerte in die Hand, ist sie wieder im Galopp.

Meine Frage war aber eher auf den Gebrach von Ausbindezügeln gerichtet. Soll ich sie verwenden und wie?

Fauna
28.08.2002, 18:45
Die Ausbindezügel darfst du nur nach und nach benutzen.
Nach der Schrittphase, sollte die Stute erstmal frei Traben ( b.z.w galoppieren ) können.
Dann kannst du die Ausbinder zu anfang locker einschnallen.

Wichtig ist, das sie zur Gewöhnung locker angeschnallt werden.

Nach einigen Longenstunden mehr kannst du sie auch soweit einschnallen das sie mehr kontakt zum Pferdemaul haben.
Manche Pferde gehen gut und fleißig am Ausbinder, andere bekommt man mit einem Ausbinder nicht longiert, da junge Pferde den Sinn wenig erkennen, und eher den Hals nach oben, statt an den Hals ran zu strecken.



Liebe Grüße

Fauna:rolleyes: