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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verunsicherung auf Distanz?



wespe2002
21.02.2005, 09:43
Hallo,

ich hatte grade ein Streitgespräch wegen „Verunsicherung auf Distanz“. Mein Streitgegner meint, dass man beim Verunsichern auf Distanz den Hund am Halsband ein dickes Bergsteiergerseil befestigt. Seines ist blaugelb. Sobald der Hund sich vom Hundeführer entfernt, wechselt der Hundeführer die Richtung und rennt in die andere Richtung davon, so dass der Hund richtig rumgerissen wird.

1. habe ich noch nie gehört, dass man so ein dickes und für den Hund sichtbares Seil nimmt. Ich bin eigentlich der Meinung, man nimmt für so was eine Schleppleine, so dick wie nötig und so dünn wie möglich. Und mehr grau oder schwarz.
2. Halte ich es für sehr bedenklich, dass der Hund am Hals rumgerissen wird. Meiner Meinung nach könnte er Schaden an der Halswirbelsäule nehmen.

Er meinte, nach zwei oder dreimal Ruck am Hals würde der Hund mich nicht mehr aus den Augen lassen. Und ich bin dann wahrscheinlich beim Tierarzt. Das Schleppleinentraining hatte ich anders in Erinnerung.

Außerdem würde mein Hund zum jagen neigen, weil er, wenn ich meine Eltern besuche, ab und zu auf dem Fensterbrett steht und rausschaut. Er bellt aber nicht raus. Seiner Meinung nach würde mein Hund sich „ranghöher“ machen :o . Ich denke nicht, dass hier ein Zusammenhang besteht. Ich glaube aber, dass mein Hund zum jagen neigt, weil es einfach einen Heiden Spaß macht. Er würde auch jagen, wenn ich ihn ständig vom Fensterbrett runterwerfen würde. Genauso gehe ich auch während meiner Arbeitszeit ins Internet und lasse mich von meinem Chef nicht dabei erwischen. :D

Ich würde gerne Eure Meinungen dazu lesen. :cu:

Vielen lieben Dank.

Angela

Butzebär
22.02.2005, 11:50
Hallo,
Du hast ganz recht. Schleppleine ist schon gut, aber keine dicke. Und das rumreißen an einem Halsband kann gefährlich sein. :mad: Wir nehmen in der Hundeschule beim Üben mit der Schleppleine ein Geschirr (kein Halsband). Es ist nicht nötig einen Hund "herumzureißen". Es geht mit Geduld auch anders - und erfolgreicher-:cool: Der Hund soll ja schließlich keine Angst bekommen.
Also bitte nicht verunsichern lassen:t:

Butzebär
22.02.2005, 11:51
Und warum soll der Hund nicht aus dem Fenster gucken?? :confused:
Machen wir doch auch, und fangen deshalb nicht an zu jagen!!:D

wespe2002
23.02.2005, 08:57
Genau meine Meinung!

Schließlich jagt meine kleine keine Autos oder Fußgänger. Auch keine kleinen Kinder oder Jogger! Die fallen nicht in ihr Beuteschema. :D Und darüber bin ich auch sehr froh! :wd: Ich muß halt echt da aufpassen, wo Rehe oder Hasen oder etwas anderes essbares in noch lebender Form rumrennt. Evtl will meine Süße mir helfen, Futterkosten zu sparen :p

Ekle
23.02.2005, 09:19
Hallo,

mein Eurasier hat immer aus dem Fenster geschaut, wenn ihm danach war. Gejagdt hat er aber 100% nie, nicht, niemals. Nicht mal wenn das Reh zwei Meter vor seiner Nase vorbeilief und mit den Wildkaninchen auf der Wiese war er per Du.

Interessant, wo manche Menschen Zusammenhänge konstruieren. :?:

Viele Grüße

Ekle

P.S. Einen Hund so mit der Leine am Halsband herumzureißen, ist die beste Methode ein paar Jahre später den Tierarzt reich zu machen.