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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ich bin sehr traurig



Venga
04.02.2005, 11:21
Hallo,
leider mußte ich unser Katerchen einschläfern lassen.
Man hätte sein Leben vielleicht noch um ein paar Tage verlängern können.
Aber für Smoky ist es besser so.
Kein Tier sollte so leben müssen, nur weil man sich nicht trennen will.
Das ist würdelos für das Tier.

Es tut sehr weh. Der einzige Trost für mich ist, dass ich es ihm erspart habe sich zu quälen.

Venga

RotFuchs
04.02.2005, 12:24
Hallo Venga,

in Deiner ganzen Traurigkeit kannst Du unheimlich stolz auf Dich sein!
Du hast im richtigen Moment die richtige Entscheidung getroffen.

Dazu gehört eine gehörige Portion Mut und grenzenlose Liebe!

Dieses Wissen sollte Dir tröstend helfen,
über den Tod Deines Katerchens hinweg zukommen.

Es tut mir leid, das Du Ihn hast einschläfern lassen müssen.
Smokey wird es Dir aber ewig danken!

:0(

Venga
04.02.2005, 12:47
Danke für dein Anteilnahme!

Wenn man ein Tier in seine Obhut nimmt, weiß man von vornherein, dass man sich wieder trennen muß, dass man nur einige Zeit von ihm begleitet wird und irgendwann loslassen muß, zum Wohl des Tieres.

Aber es ist trotzdem sehr schwer.
Nicht die Entscheidung zu treffen, aber sie dann auch auszuführen ist schrecklich.

Für meine jüngste Tochter ist es noch sehr viel schwerer. Sie hat Smoky sehr geliebt und brauchte 2 Tage um von sich aus diese Entscheidung zu fällen.

Zum TA war ich allerdings allein, als sie noch in der Schule war.

Ich habe einen sehr guten TA, der sehr rücksichtsvoll und verständnisvoll ist.
Mit dem habe ich in den letzten Tagen mehrmals telefonieren können ohne gleich eine Rechnung zu bekommen. (das kenne ich auch anders)

LG
Venga

__________________

RotFuchs
04.02.2005, 13:19
Liebe Venga,

da sagst Du was wahres.
Wir haben die Verantwortung für diese Tiere übernommen.

Ich habe zum Glück noch nicht vor dieser Entscheidung gestanden (unsere beiden sind erst zwei Jahre alt).
Aber ich habe ziemliche Angst davor.
Beide sind nicht gesund und ich habe Angst, das wir (mein Freund und ich) den richtigen Moment verpassen, an dem es so weit ist den jeweiligen Tiger gehen zu lassen.

Natürlich soll (MUß) man immer zum Wohl das Tieres entscheiden.
Doch machen wir das in dem Moment wirklich?
Oder sind wir dann alle zu "egostisch" und wollen alles mögliche versuchen.

Versteh mich bitte nicht falsch.
Ich wünsche mir ja selber, das wir, wenn es so weit, den Moment bemerken, Ihn nicht "verpassen".
Und genau das der Punkt, an dem Du mein vollsten Respekt bekommst.

Ich finde es schön, das Du Deine Kinder in diese Entscheidung einbezogen hast und Sie nicht vor vollendete Tatsachen gestellt hast.
Sicherlich war es für Deine jüngste Tochter das beste, das Du Eurer Katerle hast einschläfern lassen, als Sie in der Schule war.

So ein Tierarzt ist gold wert! Das gibt es wirklich leider viel zu selten.

Wird denn, wenn die Trauer einbischen abgeklungen ist, wieder ein Tigerchen bei Euch einziehen dürfen?

Venga
04.02.2005, 13:57
Nein, zumindest vorerst werden wir keine Katze mehr nehmen.

Dieser war auch nur ein "Fundtier", naja, wie kann man solchen Augen widerstehen.

Das ist der dritte Kater den wir gehen lassen mußten, der 2. bei dem ich diese Entscheidung treffen mußte.

Ich kann damit umgehen, mein Mann und die beiden Großen auch, aber die Jüngste ist einfach zu sensibel.

Sie wollte, dass ich erst nachmittags, wenn sie ihre Schwester besucht, zum TA fahre.
Aber ich dachte so ist es besser, sie braucht dann nicht noch lange daran denken was nachher ist.

Jetzt macht sie mir den Vorwurf, dass sie sich nicht verabschieden konnte.

Sie ist verletzt, wütend und traurig. Und alles richtet sich zur Zeit gegen mich. Ich weiß sie meint es nicht so. So reagiert sie ihre Hilflosikgkeit ab.
Es tut weh ihr in ihrem Schmerz nicht helfen zu können. Wenigstens läßt sie sich von mir in den Arm nehmen. Allerdings reagiert sie auf alles äußerst agressiv, sogar auf die Tröstversuche unserer Hündin.

RotFuchs
04.02.2005, 16:32
Oh, das ein nicht schön.
Wie alt ist Eure Jüngste denn?

Habt Ihr den Kater beerdigt?

Mach Ihr doch den Vorschlag, das Sie sich bei Ihm in einem Brief verabschiedet:

Mit diesem Brief geht Ihr dann an einen Fluß und werft Ihn dort hinein.
Der Brief wird dann einen weite Reise machen, aber am Ende an einer Regenbogenbrücke ankommen.
Dort wird Eurer Katerle seinen Brief in Empfang nehmen!

Irgendwie kann ich Sie ja sehr gut verstehen.
Noch einmal knuddeln, noch einmal Tschüss sagen, aber das soll Sie in dem Brief machen!

Das muß für Dich doch jetzt noch schlimmer sein.
Aber glaub mir, Du hast es richtig gemacht.
Laß Eurer Tochter ein paar Tage Zeit,
dann wird Sie auch den Hund wieder an sich lassen und dann auch wieder Euch.
Da bin ich mir ganz sicher!

Venga
04.02.2005, 17:24
Vielen Dank für dein Mitgefühl!

Das war nur die erste Reaktion auf den Schmerz, den sie empfunden hat..

Das mit dem Brief ist eine sehr schöne Idee, aber meine Tochter ist schon 17J. da klappt das nicht mehr so einfach.

Nein, nein sie weiß schon, dass sie überreagiert hat und hat sich auch schon wieder gefangen.
Sie brauchte nur ein Ventil und da war ich gerade recht. Ich habe die Reaktion ja richtig gedeutet und sie erst mal "austoben" lassen.
Mir hat auch nicht ihre Wut auf mich wehgetan, sondern, dass ich ihr nicht viel helfen konnte.
Außerdem konnte ich hier schreiben, das hat mir geholfen.

Ich habe Smoky eben im Garten bei unseren anderen Katzen, Meeries, Mäusen, Vögeln, und Ratten beerdigt.

Meine Hündin hat mir dabei Gesellschaft geleistet.

Wir haben ja die schönen Erinnerungen und unsere anderen "Viecher" die unsere Zuwendung brauchen.
Es geht uns schon wieder besser.

LG
Venga

RotFuchs
04.02.2005, 18:15
Hallo Venga,

habe Dir gerade eine Mail gecshickt.

Es ist schön, das es Dir hilft, hier zu schreiben.

Ich finde es schön, das Ihr Smokey in Eurer Nähe begraben konntet.
So ist er Euch nah, und ich denke auch, das die Seele eines Tieres immer bei einem ist.

Und die Erinnerungen kann einem ehr keiner nehmen.

Codileine
04.02.2005, 21:14
hallo Venga,
warum soll Deine Tochter keinen Brief an ihren Katerchen schreiben?????? Ich mußte meinen Dino am 11.10.04 einschläfern lassen, es war auch eine sehr schwere Entscheidung, und ich bin 56 und habe meinem Dino auch einen Brief geschrieben und ihn mit ins Grab gelegt

RotFuchs
04.02.2005, 21:26
Hallo Codileine ,

das find ich total schön, das Du sowas gemacht hast.
Ich denke, ich würde es bei unseren beiden auch machen.
So ein kleiner, lieber Abschiedsgruß, der auf den langen Weg, den wir gerennt gehen, das Knödelchen begleitet.

Wenn ich nur dran denke, kommen mir die Tränen

Venga
10.02.2005, 13:12
Hallo Britta, Codileine,

die Idee mit dem Brief ist wirklich sehr schön und auch in anderen Bereichen anwendbar.

Wir haben uns damit abgefunden, dass unser Kleiner nicht mehr da ist. Auch Sandra spricht ganz normal über ihn und kann seine Fotos ansehen ohne zu weinen.

Sicherlich hat unsere Hündin da großen Anteil ´dran. Es wäre bestimmt schlimmer gewesen, wenn wir nur das Katerchen gehabt hätten.
So werden wir wenigstens von unserer Hündin begrüßt und kommen nicht in ein leeres Haus.

Es war zwar unser 3 Kater aber soo schöne Erinnerungen und Erlebnisse wie mit Smoky haben wir von den anderen nicht. Ich könnte ein Buch füllen mit lustigen Begebenheiten. Der Kleine war schon ´ne Show.

LG
Venga

Süßmaus
11.02.2005, 07:01
Hallo Venga!:(

Tut mir sehr leid mit deinem Katerchen!!:hug:
*Fühldichumarmt*

Ich weiß nur zu gut wies dir grade geht (habe meine Happy am Montag einschläfern lassen müssen, wegen FIP!)

Wünsche dir sehr viel Kraft für die nächste Zeit...Dank ein paar lieber Menschen hier im Forum, hat mir das bis jetzt geholfen!

Danke nochmal!

LG Süßmaus

Venga
11.02.2005, 10:03
Hallo Süßmaus,

ich weiß was du durchgemacht hast.
Auch ich habe unseren Smoky an FIP verloren.

Als ich die Diagnose hörte, dachte ich : die können nicht sicher sein, vielleicht irren sie sich, er hat doch "nur" eine Entzündung im Kopf, die ihn blind werden ließ.
Ich hab´ ihn mit meiner Jüngsten gepäppelt und umsorgt , alles versucht ihn wieder zu Kräften kommen zu lassen. Bis zuletzt ist er hinter uns hergedackelt, hat uns angebettelt, ist auf das Sofa gesprungen, uns auf den Schoß geklettert. Er war überhaupt nicht apatisch, nur schwach und hat entsprechend viel geschlafen. Aber als dann der Bauch immer dicker wurde und er immer weniger fraß, wußte ich, dass ich ihn gehen lassen muß bevor er sich quält.

Er war furchtbar schwer, aber ich weiß, dass er die letzten 2 Wochen genossen hat.

Er war gezwungenermaßen Freigänger, da er nicht sauber war und durfte nur tagsüber unter Aufsicht rein. Als er krank wurde haben wir ihn natürlich im Haus behalten und das hat ihm gefallen. Er wollte in der Zeit nur 2x raus, zum krallenwetzen. Komischerweise war er nach 3 Tagen sauber, naja fast.

LG
Venga

PS:
Du hast recht, es hilft hier zu schreiben und die Anteilnahme zu spüren.
Ich danke euch dafür!

Süßmaus
13.02.2005, 15:31
Hallo..

es ist schön , wenn man sich gegenseitig trösten kann...bekommen jetzt ende März ein süßes kleines Kartäusermädchen...solltest dir evtl auch wieder ein Kätzchen zulegen..ist zwar böse, aber schon der Gedanke und die Vorfreude auf die Kleine tröstet uns..

LG Süßmaus:cu:

Venga
13.02.2005, 21:18
Hallo Süßmaus,

das haben wir nachdem wir unseren 1 Kater (Karteuser-Mix) verloren hatten auch gemacht.
Damals hatten wir auch nur einen Wellensittich.
Ein Bauer in der Nachbarschaft schwatzte uns ein Katzenbaby auf. Wir haben es nie bereut den kleinen "Müker" aufzupäppeln.
Aber jetzt haben wir noch einen Hund, Wüstenrennmäuse, Meerschweinchen und Wellensittiche. Das reicht.
Vielleicht legen wir uns in einigen Jahren wieder ´n Anschleicher zu.

LG
Venga