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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Warum mag er keine Welpen mehr?



Cockerfreundin
20.08.2002, 12:06
Hallo, zusammen!

Ich bin im Augenblick etwas ratlos und bräuchte mal Eure Einschätzung zu folgenden Beobachtungen:

Mein Cocker Spaniel Rüde (fast 17 Monate, vor 4 Wochen kastriert) zeigt im Augenblick immer wieder abweisendes Verhalten insbesonere männlichen Welpen/ Junghunden gegenüber.

Beispiel 1) In der Gassigruppe, mit der wir seit Monaten unseren Morgenspaziergang machen (6 Hunde, 5 Rüden erwachse)/ 1 Hündin, erwachsen) war Basti bislang immer der Jüngste... der Schönste... der Kleinste... sozusagen der Mittelpunkt des Universums ....

Seit einigen Tagen ist zeitweise ein Berner-Welpe (Rüde/ 10 Wochen) mit dabei, der noch jünger... noch schöner... noch kleiner ist... Und was macht mein Basti?? Er brummt den Welpen an, wenn dieser ihn zum Spiel auffordert oder um ihn herumschawänzelt oder an der Stelle schnüffelt, wo Sekunden vorher ein Leckerli gelegen hat (welches Basti natürlich schon aufgesammelt hat).

Beispiel 2) Wir treffen unterwegs einen 5 Monate alten Junghund/ Rüde, der gar nicht genug davon bekommen kann, an Bastis Hinterteil herumzuschnüffeln (wo nun ja aber nix mehr ist ....). Das nervt ihn offensichtlich, also wird der Junghund angebrummt... und, da er immer noch nicht ablässt, noch mal angebrummt.

Ist das Verhalten normal?? Kann das mit der Kastration zusammenhängen?? Bei Beispiel 2 hab ich nicht eingegriffen, bei Beispiel 1 hab ich Basti korrigiert. War das richtig??

E twas ratlose Grüße von
Annette + Basti
:confused: :confused:

Michi13
20.08.2002, 13:30
Hi,
Ich bin mir ziemlich sicher das das zweite mit der Kastration zusammenhängt ,das habe ich auch schon ab und zu bei Hunden gesehen dass die kastrierten Rüden von anderen Rüden belästigt werden.Und dass Basti dann knurrt ist auch normal ,weil er es nicht verstehen kann wiso die anderen Hunde jetzt so "komisch" sind .Und deswegen knurrt er halt.
Viele Grüße
Michaela :)

nickname
20.08.2002, 13:35
Nach einer Kastrierung ist ein Hund "geschlechtslos" und es kann schon zu Irritationen von Deinem zu anderen und andersherum kommen. Das gleiche ist bei Welpen bis zum 5-6 Monaten der Fall, ab dann wird meist das Geschlecht erst "erkannt" (gerochen). Bis ein Hund ausgewachsen (allerdings ist Deiner mit 17 Monaten ja an Grenze zum Erwachsen sein) ist kann es immer wieder zu Änderungen des Verhaltens auch zu schon bekannten Hunden kommen, auch von einen auf den anderen Tag.
Das korrigieren ist natürlich richtig, wenn es denn richtig gemacht wird sprich der Hund auch das Richtige versteht. Nur an der Leine rucken kann z.B. auch das Gegenteil bewirken und ihn dazu anstacheln den anderen erstrech anzugehen.

Gruss nickname (vor Forumsänderung mal nico ;-))

Ivonne
20.08.2002, 17:53
Hi Annette,

ich könnte mir auch vorstellen, das Basti nu kein Bock mehr auf so kleine nervende Babys hat. Er ist ja nu schon groß, und ich habe schon öfter beobachtet, das erwachsene Rüden nicht soviel mit Welpen anfangen können.
Ich würde ihn nicht korrigieren, Basti möchte keinen Kontakt und der Welpe hat das zu vestehen. Das kann er ihm durch Brummen klarmachen oder auch - wenn der Welpe es dann immer noch nicht kapiert - durch andere Signale, solang er ihn nicht grundlos richtiggehend vermöbelt. Klar, das Du dann eingreifen mußt.
Soviel zu Beispiel 1.

Beispiel 2:
Sein Verhalten läßt sich ebenso mit Obigem sowie auch mit seiner Kastration erklären, meiner Meinung nach.
Er hat ein Recht auf seine Individualdistanz, wird die nicht eingehalten, darf er dies einfordern.

Wie gesagt, solang er nicht austickt, find ich das Verhalten ok.

Cockerfreundin
20.08.2002, 18:25
Hallo, Michaela, Nico, Ivonne!

Danke für Eure Antworten, die mich doch erleichtern und mir einmal mehr zeigen, dass das Wachsen + werden eines Hundes eben doch dem Öffnen einer Wundertüte ;) ;) gleicht - da kommste aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Mit dem Brummen auf intensives Rüdengeschnüffel, das hab ich mir schon so gedacht - das macht er nämlich auch bei einzelnen penetranten :D erwachsenen Rüden. Die kapieren es dann allerdings gleich beim ersten Mal.

Die andere Sache mit den welpen werd ich mal weiter beobachten - ob es sich nur/ überwiegend auf Rüden-welpen bezieht. Weiblichen Welpen gegenüber ist er nämlich ausgesprochen aufgeschlossen, was Spielen betrifft. Haben gerade heute nachmittag eine 4 Monate junge PJRT-Hündin getroffen - trotz 30 Grad ging da erst mal die Post ab :D :D

Also, danke nochmal für Eure Antworten!

Annette + Basti :)

silke27
25.08.2002, 19:47
Hallo Annette,

ich hab dein Probl. mit großem Interesse gelesen. Erstens weil du einen Cocker hast (ich auch) zweitens, weil er Basti heißt (meiner auch) allerdings ist meiner schon über 4 Jahre alt.

Also, im großen und ganzen kann ich mich da nur den Meinungen der anderen anschließen. Das Verhalten der Welpen und anderen Hunden gegenüber (sofortiges Anknurren usw.) muß akzeptiert werden, er zeigt ihnen eben nur, daß er seine Ruhe will.

Mich würde aber mal etwas ganz anderes interessieren:
Du hast geschrieben, daß du deinen Cocker kastrieren lassen hast. Bei Bastis Vorgänger hab ich das damals auch machen lassen, und hab es hinterher schwer bedauert. Das Fell trocknete damals komplett aus, und er sah aus, als hätte er ne verunglückte Dauerwelle abbekommen. Außerdem hat er enorm an Gewicht zugelegt, trotz täglicher Gassis und Diätfutter. Kurz, der Hund sah aus wie ne Tonne / durch das trockene abstehende Fell noch mehr. Meine Tierärztin sagte damals, das liege an der Rasse mit dem Fell, sie wäre eben anfälliger für komplettes Austrocknen des Haarkleides bedingt durch die Hormonumstellung durch das Kastrieren, als andere Rassen mit z.B. kurzem Fell. Also bin ich mit Ricky damals zum Haareschneiden zum Hundefriseur. Und das alle drei Monate.

Nun stand die Frage wieder bei meinem Basti: kastrieren oder nicht?! Und ich muß ehrlich gestehen, mir war das zuviel Aufwand. Dauernd dieser Hundefriseur. Damit keine Zweifel aufkommen: ich bürste ihn täglich und ausdauernd (er liebt das) Hast du sowas bei deinem Basti auch schon bemerkt? Liegt das wirklich an der Rasse, oder war Ricky eher ein Sonderfall? Wäre nett, wenn du dich mal meldest.

Bis dann und viele Grüße

Silke

Cockerfreundin
26.08.2002, 11:39
Hallo, Silke!

So ein Zufall – Dein Cocker heißt also auch Basti!
Mein Basti ist ein Blauschimmel – und Deiner??

Ich habe Basti kastrieren lassen, weil er einen Hodenhochstand hatte (Krebsgefahr) und zudem mit Eintritt in die Geschlechtsreife unter dem Horminschub ziemlich gelitten hat.

Sein Fell hat sich bis jetzt (5 Wochen danach) noch nicht verändert. Die Züchterin meint, es kann sein, dass es zu Fellveränderungen kommt, muss aber nicht sein. Da ich ohnehin alle 3 Monate mit Basti zum Trimmen zu seiner Züchterin gehe, werden wir das Ganze natürlich im Auge behalten.

Ich bürste und kämme Basti auch täglich und trimme ihm zwischendurch immer noch mal selbst die Unterwolle am Rücken und an den Ohren raus (habe mir auf der CACIB in Nürnberg ein Trimmesser gekauft). Außerdem schneide ich ihm so ca. alle 6 Wochen die Pfoten und schnippel zwischendurch auch mal mit der Effilierschere an den Behängen rum ;-))

Die Züchterin zeigt mir jedes Mal ein bisschen mehr, wie das Trimmen geht. Vielleicht kann ich es ja irgendwann selber machen. Ich mache das ganz gerne und Basti lässt es mehr oder weniger ;-)) geduldig über sich ergehen. Schließlich will er ja ein schöööner Hund sein!

Zugenommen hat Basti nach der Kastration bisher ca. 400 Gramm. Er wiegt jetzt 12,7 Kg bei 40 cm Schulterhöhe – ist also noch im unteren Gewichtsbereich . Ich werde das Ganze aber natürlich sorgfältig beobachten und ggf. entsprechend reduzieren.

Viele Grüße von
Annette und Basti :)

silke27
26.08.2002, 18:25
Hi Annette,

also wie gesagt, mein Basti war im April 4 Jahre alt. Und er ist schwarz-weiß gefleckt. Er hat eine Schulterhöhe von ca. 44cm und ist so um die 15kg schwer. Na ja und im Moment macht er halt auch so Identitätskrise durch, hihi. Bei mir spurt er aufs Wort, aber bei meinem Freund ist das so ne Sache. Den knurrt er auch schon mal an.;) Ist wohl normal bei der Rasse, man sagte mir, Dackel hätten genau so ne Macke, wenn sie ein gewisses Alter erreichen. Nun, im Moment besteht keine Gefahr mit der Kastriererei. Meine Hündin ist kastriert, und somit kann ich Basti seinen Seelenfrieden lassen.Ansonsten geh ich bei der Fellpflege so ungefähr wie du vor. Tägliches Bürsten bis zum Erbrechen (meinerseits). Basti bringt mir sogar seine Bürste!!! Was ich allerdings oft schwierig finde, sind die Zehenzwischenräume. Manchmal hat er sich da was eingetreten (Schlamm oder so) und oft hängt das Zeug dann bis zur Haut. Na ja und von den Ohren gar nicht zu reden. Klar: die Birne hängt ja auch immer am Boden, so daß die Ohren wie ein riesen Staubfänger sind. Aber trotz aller Mühe: er ist doch ein ganz Süßer und Lieber, und ganz bestimmt nicht mein letzter Cocker......

Schick mir doch mal ein Bild von deinem Hund, wenn du magst.
Viele Grüße

Silke

Cockerfreundin
26.08.2002, 19:13
Hallo, Silke!

Also - von Macke oder Identitätskrise würde ich da eher weniger sprechen, wenn Dein Basti Deinen Freund (oder andere Menschen) anknurrt und "normal" ist das für einen Cocker genauso wenig wie für jeden anderen Hund. Ich würde ihm das nicht durchgehen lassen.

Was Du zur Fellpflege (Ohren und Zehenzwischenräume) sagst, stimmt genau: Nase + Ohren ständig am Boden, durch jedes Unterholz, dreimal täglich ins Wasser, vom hohen Gras gar nicht zu sprechen.... da hilft nix außer tägliches Schönmachen :D

Die Bürste bringt Basti mir zwar (noch) nicht, aber er kommt sehr bereitwillig auf sein gelbes Schönmach-Badetuch. Ich kämm ihm jeden Tag die Behänge gründlich aus und guck auch zwischen den Zehen nach Dreck oder Grannen nach. Deshalb auch das Fellschneiden an den Pfoten zwischendurch.

Ja, Cocker sind pflegeintensiv in der Fellpflege und zwar zu allen Jahreszeiten. Aber sie haben dafür eben auch ein superschönes elegantes Äußeres - von dem angenehmen Wesen mal ganz abgesehen. Traumhunde halt :) :)

Grüße von
Annette + Basti :)

silke27
26.08.2002, 19:54
hi annette,

heißt dein Hund schon immer Basti? Oder hast du ihm den Namen verpaßt? Also meiner heißt Basti schon in den Papieren, aber ich fand den Namen soo niedlich, daß ich ihn beibehalten habe. Blöd liefs nur, als vor ca. 3 jahren meine Bekannte kam. Ihr Junge hieß Sebastian. Und mein Basti wollte partout nicht so wie ich. Also hab ich geschimpft mit ihm. Und der kleine Kerl hat mich die ganze Zeit total erschrocken angeschaut. Hab erst viel später mitbekommen, daß er auch Basti zu Hause genannt wird......
;)
Tja, das nenn ich persönliches Pech....:D

Liebe Grüße

Silke + Basti

Cockerfreundin
27.08.2002, 10:48
Hallo, Silke!

Basti heißt lt. Ahnentafel Koriander (vom Sperberhorst). Den Namen Basti hab ich ihm ausgesucht, weil das a) kurz und b) fröhlich klingt und damit seinem Wesen ganz gut entspricht.

Die Züchterin hat ihn übrigens schon in der Zeit, als er noch dort war (ich hab ihn und seine Geschwister ab der 1. Woche regelmäßig einmal pro Woche besucht) Basti gerufen. So war ihm sein Name von Anfang an vertraut.

Ich versuch mal, Dir ein Bild von Basti mitzuschicken, falls ich das technisch hinkrieg. Wenn es nicht klappt, melde Dich doch mal privat bei mir (a.vogel@odn.de).

Grüße von
Annette + Basti
:)