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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Katzenmädchen



katjes
20.08.2002, 10:04
Wir bekommen heute abend unsere neue Mitbewohnerin (16 Wochen). Da wir bisher nur Kater im Haus hatten, möchte ich gerne wissen, auf was ich bei der Kastration von unserer Süssen achten muß. Bekommt sie nach der OP so einen Trichter um den Hals oder geht das auch ohne? Muß ich mich um die Narbe kümmern oder verheilt sie ganz von selbst?

Sorry für die vielen Fragen, aber ich möchte nichts falsch machen.

Viele Grüße
Katjes:confused:

naturekid
20.08.2002, 10:18
Hallo !

Bei meiner Kätzin war das überhaupt kein Problem. Sie hat mit ihrer Kaiserschnitt/Kastrationsnarbe sogar ihre Jungen gesäugt. Die Narbe ist super verheilt und ich glaube, Katzen bekommen nie einen Trichter, weil sie im Gegensatz zu Hunden nicht an die OP-Narbe gehen. Man darf sie in den ersten Tagen glaube ich nur nicht so viel springen lassen.

VG, Susanne

Susanne B.
20.08.2002, 10:36
Hallo Katjes,

bei meinen 3 Mädels war es so: Die ersten Beiden haben Fäden bekommen, die sich nicht selber auflösen, sondern gezogen werden mußten. Pepper hat sich ziemlich direkt nach der OP 2 Fäden selber gezogen, aber der TA meinte, solange die Wunde nicht aufklafft, wäre es ok (eine Halskrause hat keine bekommen). Also habe ich mit Argusaugen beobachtet, was die Wunde macht. Sie ist auch nicht aufgeklafft, aber seitdem hat Pepper einen kleinen Knubbel unterm Bauch...

Nala hatte sich bis zum Fädenziehen auch alle Fäden selber gezogen, allerdings erst so spät, dass die Wunde bereits verheilt war.

Und Lucy hatte Fäden, die sich selber aufgelöst haben (bei ihr war auch die Wunde kleiner). Sie ist gar nicht drangegangen, und irgendwann waren die Fäden weg (bzw. einen, der noch raushing, habe ich rausgezogen, hat ihr nicht wehgetan, der TA sagte, wenn der Faden rausguckt, löst er sich nicht auf, und eigentlich sollte ich ihn abschneiden...:D . Aber bei ihr ist alles super verheilt)

So, wenn Du noch Fragen hast, meld Dich ruhig nochmal,

viel Spass mit den Süßen!

katjes
20.08.2002, 11:43
Vielen Dank für die Rückmeldungen. In welchem Alter sollten wir sie kastrieren lassen? Der TA meint, erst wenn sie einmal rollig war, ich habe aber auch schon gehört, daß sie mit spätestens 8 Monaten kastriert werden muß.

Gruß Katjes

Susanne B.
20.08.2002, 12:03
Also, die ersten beiden Katzen (Nala und Pepper) habe ich vom Tierschutz bekommen, und ich habe beide kastrieren lassen, als Nala rollig wurde. Da war Nala ca. 10 Monate und Pepper ca. 6 Monate alt (noch nicht rollig gewesen).

Lucy habe ich mit 9 Monaten kastrieren lassen, da war sie auch einmal rollig gewesen.

Mittlerweile würde ich aber nicht mehr bis zur Rolligkeit warten, sondern vorher kastrieren. Viele raten mittlerweile auch zur Frühkastration, d.h. Du könntest sie direkt kastrieren lassen. Das würde ich aber nur bei einem TA machen lassen, der damit schon Erfahrung hat! Der Vorteil ist, das die Katze nach der OP viel schneller wieder fit ist, und das ganze keine so große Belastung für sie ist.

Aber da müßtest Du Dich nochmal weiter erkundigen (bei Deinem TA), oder such mal hier im Forum, "catweazelcat" hat darüber schon einiges geschrieben...

Ich würde aber schon dazu tendieren, es möglichst früh machen zu lassen...

Berit
20.08.2002, 13:01
Hallo Katjes,

ich habe auch gerade eines unsere Mädchen kastrieren lassen. Sie war zu dem Zeitpunkt 5,5 Monate alt. Es war vor ihrer ersten Rolligkeit, da dies erstens nur schwer zu ertragen ist (manche schreien die ganze Nacht durch) und außerdem treibt sich bei uns ein unkastrierter Kater rum und ich wollte kein Risiko eingehen. Meine beiden älteren Mädchen waren damals bei einem richtigen Pferdedoktor, der hat Nähte mit Einzelknoten gemacht. Sie hatten keinen Trichter und haben auch fast nicht an der Wunde geleckt. Mittlerweile habe ich eine neue TÄ, die sonst wirklich gut ist. Ich war total überrascht als ich Klara abholen konnte und sie so einen Trichter um den Kopf hatte. Als ich sie zuhause aus dem Korb geholt habe, ist sie wie eine Verrückte rumgetobt und hat versucht sich den Trichter über den Kopf zu ziehen. Dabei hätte sie sich beinahe erdrosselt. Alles war voller Blut bis ich das Ding endlich ab hatte. Am nächsten Morgen hatte sie dann ein tischtennisballgroßes "Ei" an der Narbe. Wir sind wieder zur TÄ, die festgestellt hat, dass die Unternaht gerissen war. Sie musste nochmals aufgeschnitten werden und jetzt hat die TÄ auch Einzelknoten gemacht. Sie wollte zwar wieder einen Trichter, aber das haben wir abgelehnt. Sie hat uns dann noch Alu-Spray mitgegeben, damit Klara nicht leckt. Klara hat aber genau so lange an der Wunde geleckt bis das Alu-Spray weg war. Danach hat sie sie in Ruhe gelassen. Wenn im Oktober/November Pauline dran ist, lasse ich gleich Einzelknoten machen und ein Trichter kommt nicht mehr infrage.

Viele Grüße

Berit

Renate W.
20.08.2002, 13:13
Hallo Katjes,

die Frage, wann du deine Katze kastrieren lassen sollst, ist von einigen Fragen abhängig, die du dir selbst einmal beantworten musst.

1. sind unkastrierte Kater im Haushalt,
2. darf die Katze ins Freie

Bei einer reinen Wohnungskatze, wo auch keine unkastrierten Kater leben, würde ich auch die erste Rolligkeit abwarten.

Ist die Katze (zum Zeitpunkt der eventuellen Kastration) Freigängerin, dann solltest du zwischen dem 5. und 6. Lebensmonat die Kastration machen lassen.

Ich bin an und für sich eine Gegnerin von frühem kastrieren, aber, im Falle einer Freigängerin, um ungewünschten Katzennachwuchs zu vermeiden, im Falle von Freigängern dafür.

Die Kastrationswunde meiner Cindy wurde außen (das Gewebe innen wurde mit auflösbarem Faden genäht) mit Metallfaden genäht. Die Nähte wurden nach 10 Tagen entfernt.
Probleme gab es überhaupt keine, sie knabberte nicht und zog sich auch keinen Faden selbst.

TineX
21.08.2002, 15:11
@Berit: deine Erzählung fand ich interessant! Gerade weil ich auch so eine seltsame Trichtererfahrung gemacht habe: mein "neuer" TA wollte unbedingt, dass mein Katerchen (männlich!) einen nach der Kastration umbekommt - aber das habe ich abgelehnt. Wie gesagt, Katzen knabbern im Gegensatz zu Hunden nicht an ihren Wunden. Ausserdem glaube ich, dass Katzen viel empfindlicher auf diese Einschränkung reagieren (siehe dein Beispiel). Ich habe in meinem Leben schon sicher an die Hundert Kastrationen mitgemacht, da mein Vater so ein "Pferdedoktor" war, wie du es beschrieben hast. Von daher bin ich auch der Meinung: nichts geht über eine sorgsam ausgeführte Naht mit Einzelknoten - die hält und heilt! (Vorallem auch in der Unternaht - Handarbeit ist halt alles) Wir hatten nie Probleme und die Katzen haben auch keinen solchen Käse wie Trichter mitbekommen. Es gab auch kein Aluspray- wie gesagt Katzen schlecken es eh ab.

Lasst euch also keinen Käse, sprich Trichter aufschwatzen :D Die armen Maunzies!

Schöne Grüsse
Tine

Gabi
22.08.2002, 07:56
Ich habe meine beiden Mädels vor genau 3 Wochen kastrieren lassen. Gini war genau 6 Monate alt und Aimee 3 Wochen jünger als sie.
Wir haben die Katzen um 11.30 Uhr beim TA abgegeben und konnten sie um 12.45 Uhr schon wieder abholen. Gini ist auf der Heimfahrt schon aufgewacht, da sie als Pointkatze eine geringere Dosis von der Narkose bekommen hat (Pointkatzen reagieren aufgrund des Teilalbinismus häufig überempfindlich auf Narkose - es wurden so schon aus versehen Katzen eingeschläfert :mad: )
Aimee hat sogar zu Hause noch gepennt, irgendwann hat sie sich aufgerafft und ist zu uns ins Wohnzimmer gekommen, leider ohne vorher aufs Klo zu gehen, prompt hat sie auf ihren Liegeplatz gepieschert, das konnten wir aber nicht sehen, da es genau unter ihr war, also lag die arme eine ganze Weile im Nassen :(

Gini hat ständig an ihrer Narbe geleckt, so konnte es nicht richtig zu heilen, vier Tage nach der OP hat sie sich sogar einen der beiden Fäden gezogen, es klaffte nun ein großes Loch, welches auch noch entzündet war :mad: :mad: Der TA hat ihr gleich eine Antibiotika-Spritze verabreicht, den zweiten Faden auch gezogen und uns ein Spray für die Wunde mitgegeben, angeblich soll es furchtbarlich schmecken, wenn die Katze wieder lecken will, aber davon wusste Gini anscheinend nix *grummel*
Zum Glück hat Aimee sich besser verhalten, bei ihr war alles ratzfatz verheilt, bei Gini ist nun auch alles OK.

Meine erste Katze hat sich ihre Narbe auch aufgeschleckt, da ich überhaupt noch keine Erfahrung hatte, war ich natürlich panisch und wir sind mitten in der Nacht zum Not-TA gefahren, da die Narbe aufgeklafft war. Er sagte, das sei nicht so schlimm, da es noch eine Unternaht gibt. Es gab ein Sprühpflaster auf die Wunde und zur Sicherheit diesen blöden Trichter. Bonnie war wie wild und wollte das Teil immer mit der Pfote abstreifen und hat ihr Köpfchen hin und her geworfen. Zu Hause kam das doofe Teil auch gleich in den Müll.
Ich bin so froh, dass ich nun mit der Kastrations-Geschichte durch bin, es ist doch recht nervenaufreibend, da man immer Angst um seine Lieblinge hat

LG Gabi :p

teffito
22.08.2002, 13:28
Hallo,

ICh habe meine Tinka letzte Woche im Alter von genau 5 Monaten kastrieren lassen. Die junge Dame war nämlich schon rollig! Etwas frühreif die kleine ;-)

Ich habe sie morgens um 9:30 beim TA abgegeben und abends um 17:30 wieder abgeholt. Da war sie dann auch aus der Narkose erwacht, etwas benommen noch aber wach. Zu Hause wollte sie dann unbedingt laufen, was noch nicht so richtig klappte. :D
Mein TA hat selbstauflösende Fäden benutzt. So brauch ich nicht extra nochmal hin. Über dei Wunde hat er ein einfaches Hansplast sensitive Pflaster geklebt. Das hatte sie nach 2 Tagen halb losgeleckt. Das lose Stück habe ich dann abgeschnitten, und nun läuft sie mit einer super verheilenden Wunde herum, die noch zur Hälfte mit Pflaster beklebt ist.

Katzen brauchen wirklich keinen Trichter bei einer Kastration. Bei einem Exem, das blutig gekratzt wurde, und nicht heilen will, sieht das schon anders aus. Aber normalerweise ist das nicht nötig.

Gruß,
Steffi

Lana
25.08.2002, 11:40
Hallo Katjes,

meine Katze hat auch nach der OP so nach und nach das Aluspray abgeleckt, aber es hat nicht geschadet. Der Tierarzt hatte danach noch mal eine Salbe draufgeschmiert, aber ich glaube, dass sie diese auch gleich wieder abgeleckt hat. Die Fäden hat sie in Ruhe gelassen. Die Wunde ist sehr gut verheilt. Mehr Probleme hatte ich, sie vom Springen abzuhalten. Anfangs war die Narbe auch etwas dick, und ich vermutete einen Narbenbruch. Der Tierarzt hatte mich aber beruhigt und gesagt, das eine leichte Schwellung nach OP normal ist. Dies ist dann auch so nach 14 Tagen wieder zurückgegangen.
Einen Trichter hätte ich mir auch nicht vorstellen können. Beim Hund vielleicht eher.

Alles Gute für die neue Mitbewohnerin!´
Lana

Catjuscha
25.08.2002, 12:48
vor ca. 4 wochen ließ ich eine wilde katze sterilisieren. mittags war der op- termin, am nachmittag war sie schon wieder topfit.
ich ließ sie noch eine nacht im haus. am anderen morgen bekam sie eine wurmkur und durfte dann wieder ins freie.
sie hat sich die fäden gezogen, aber dennoch ist alles gut verheilt, weil ja noch eine unternaht bestand. ein halstrichter ist doch in so einem fall tierquälerei. kann ich nicht begreifen.
wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich mimi eine woche im haus gelassen. aber der doc meinte, daß ich sie am nächsten tag wieder frei lassen könne.
und mimi war auch der ansicht. sie sprang die fenster hoch. da springen der frischen op narbe abträglich ist, hab ich sie dann halt früher raus gelassen.

katjes
26.08.2002, 14:14
für die vielen Rückmeldungen. Mittlerweile hat sie sich gut bei uns eingelebt und verträgt sich auch einigermaßen mit unserem Kater. Ich werde sie dann wohl eine Woche vor Weihnachten kastrieren lassen, dann habe ich nämlich Urlaub und kann mich voll und ganz um sie kümmern.

Liebe Grüße
Katjes