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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kastration meiner Hündin



Nette
23.01.2005, 17:01
Hallöchen zusammen!

Endlich habe ich mich entschieden meine Hündin kastrieren zu lassen.
Da ich seit kurzem auch einen Rüden (nicht kastriert) im Haus habe, musste ich nun endlich eine Entscheidung treffen.
Mein Rüde ist schon über 10Jahre. Daher möchte ich ihm einen solchen Eingriff ersparen.
Muss ich irgendetwas beachten für die Kastration meiner Hündin? Oder einfach Termin machen, zum Arzt und dann "raus damit"?
Gibt es bei Hündinen eigentlich bei Hunden einen Unterschied zwischen Kastration und Sterilisation?
Muss ich nach der Kastration etwas beachten? Futter, etc?
LG und Danke!
Nette

pudelrudel
23.01.2005, 19:49
Hallo Sterilisation ,, das durchtrennen der Eileiter .... die Hündin Blutet weiterhin und ist für den Rüden immer noch begehrenswert , wird kaum noch gemacht dann nur auf Wunsch
Kastration : die Totale entfernung der Gebärmutter mit den Eierstöcken
Der ideale Zeitpunkt einer kastration , 8 Wochen nach der ersten Hitze , dann kann man nach vorheriger Untersuchung einen Termin beim Arzt machen.
Man bringt die Hündin (im Korb oder Behälter ) Nüchtern zum Tierarzt für den ist die Op. Routine und nach einer stunde kannst du sie wieder abholen .
Dann muß du nur darauf Achten das sie zugedeckt , ihren Op. Rausch ausschläft , Janken und Pfippen ist nicht zu beachten es geschied im Unterbewußtsein und dein Tier hat kkeine Schmerzen . Tabletten bekommst du mit . Einen Hundepulli oder ein Kindershirt ist der Hündin anzu ziehen damit sie sich nicht los kratz oder an der Naht knabbert , mache Tierärzte geben dir auch einen Kragen mit ( Meine haben ihn nie gebraucht ) Dann muß du nur darauf Achten das sie nicht Spring und Treppensteigt solange die Fäden drin sind 8 - 10 tage --- Dann wird die Narbe gepuder , daß sagt dir alles dein Arzt .. Alle meine 6 Hündinen habe ich kastrieren klassen und würde es auch immer wieder tun .. hast du einen Fresser dann muß du in bremsen ,,, vielleicht ein bischen weniger Futter dafür mehr Reis oder Gemüse ...keiner meiner Hündinen ist hinter her dicker geworden ..... Gruß Bärbel

Nette
23.01.2005, 20:00
Hi Bärbel!
Danke für Deine Antwort.
Meine Hündin ist "schon" 5 1/2 Jahre und hatte schon mehrere Male Ihre Hitze.
Im Moment ist sie auch läufig. Wäre es also angebracht Sie in ca. 8Wochen kastrieren zu lassen? Oder gilt das nur bei der ersten Hitze?
Ich möchte Sie gern in meinen Semsterferien kastrieren lassen, da dann immer jemand zu Hause ist. Man weiß ja nie. Ist ja schon ein größerer Eingriff.
Nach dem Unterschied zwischen "Kastration" und "Sterilisation" habe ich gefragt, da mir nicht bewußt war, dass früher auch nur die Eileiter durchtrennt wurden. So war mir der Unterschied schon klar. Aber ich dachte mir, dass es bei einer Hündin oder bei einem Rüden doch ziemlich doof ist, sie nur zu sterilisieren.
Wann genau ist eine Hündin eigentlich fruchtbar. Ich habe vorhin mal im Internet gesucht. Bisher habe ich meine Hündin eben immer die vier Wochen plus ca. zwei Wochen unter strenge Aufsicht und "Leinenzwang" gestellt. Aber im Netz findet man ja zeimlich viele unterschiedliche Ansichten.
Die einen sagen, immer, andere nur in der ersten Woche der Hitze. Andere wiederum eher zum Ende der Hitze und so weiter. Aber was stimmt?
LG Nette

pudelrudel
24.01.2005, 07:18
Nach der ersten Blutung , nach 10 - 12 Tagen erfolgt bei der Hündin der Eisprung , dann muß du auf passen , die Hündin steht ... ist Deckbereit . Dein Rüde ist 10 Jahre alt ich würde mit dem Tierarzt darüber sprechen bei einem Rüdedn ist es eigentlich einen klackssache , er bekommt keinen Leibschnitt .... Gruß Bärbel

mimi-vianova
27.01.2005, 16:03
Tierschutzgesetz §6 [Verbote] (1) Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres.

Heute lass ich meiner Hündin mal den Bauch aufschneiden, um ihr die Gebährmutter rausschneiden zu lassen. Anschließend lass ich ihr auch die Eierstöcke entnehmen.
Dann wird der Bauch wieder zugenäht.:(

pudelrudel
27.01.2005, 16:57
Gesetz hin-- Gesetz her Nicht alles was im Namen des Tierschutzgesetzes geschied kann ich hier für Gut heißen :
Beispiel wie werden in anderen Ländern man über die Tiermassen her werden ... wenn nicht der Tierschutz kastriert ?
Hast du mal einen Hündin gehabt die im Alter Krebstumore an der Milchleiste hatte.... weiß du was für Schmerzen sie erleiden muß wenn sie daran operiert wird ,,, wenn Mamatumore streuen innere Organe mit sich reissen ..... Ich ja weil man vor 30 jahren mir gesagt hat das tut man nicht ... ich habe jede Hündin da ich nicht züchten möchte und nur Nottiere aufnehme nachher kastrieren lassen ....und es nicht bereut ....
Warum wenn du ein Tier aus dem Tierheim holst die meisten zur Auflage machen es zu kastrieren .... damit nicht jeder vermehren kann und weiteres Leid produziert .....
Warum darf man auch laut Tierschutz nicht mehr die Wolfskrallen entfernen .. hast du schon mal gesehen wie dein Hund Blutet wenn er sie sich einreißt Gut das ich einen Tierarzt habe der meiner Meinung ist
Und bei jede weitere Hündin die ich noch bekommen sollte wird es auch gemacht werden ..... Gruß Bärbel

mimi-vianova
27.01.2005, 17:10
Hey, hey ruhig pudelrudel , wollte nur eine andere Seite der Kastration zum Vorschein bringen.

Übrigens, ich kann mir auch vorstellen, warum dein Tierarzt das genau so sieht wie du, er bekommt für den Eingriff schließlich ca.250,00 Euro dafür.

Andere Frage:
Würdest du dir auch aus reiner Vorsichtsmaßnahme die Brust entfernen lassen, weil du vielleicht mit 50 Brustkrebs bekommsen könntest???;)

Würde mich über Rückmeldung freuen
Wirklich

P.S.: Bist du im Tierschutz tätig???

pudelrudel
27.01.2005, 17:16
Hier wird nicht von entferner der Brust gesprochen ! Schon garnicht die vom Menschen ( bin schon daran op . worden )
Aber bei Hündinnen ist es erwiesen , wenn man nach der Ersten Hitze ,kastriert,, dann ist der Hund ausgereift , ausgewachsen .... die Chance an Krebs im der Brustdrüsen auf ein Minimun redusiert wird ..... die Hündin gebe ich somit einer längere Lebeserwartung .. Ich bin nicht im Tierschutz tätig in sofern das ich bei einem Verein als Mitglied bin , wenn ich was übrig habe unterstütze ich Tasso mit einigen € .. Ein Tierheim in Dresden mit Wolldecken und Tierfutter .... den verein Pudel in Not da ich von dort 3 Pudel habe und schon einige mit vermittelt habe ..... gruß Bärbel

mimi-vianova
27.01.2005, 17:40
Die Argunentation der Fürsprecher einer Kastration, sagen, das man den Tieren die Gebährmutter und die Eierstöcke enrfernen muss, damit die Hitze einer Hündin ausbleibt und somit das Risiko der Scheinschwangerschaft minimiert wird.

Keine Hitze, keine Scheinschwangerschaft und damit kein Krebsrisiko für den Hund.

Es gibt aber keine Garantie dafür, das eine Hündin scheinschwanger wird.
Selbst wenn sie unter einer Scheinschwangerschaft leiden würde, ist danit nicht gesagt das sie Gesäugekrebs bekommt.

Deswegen der Vergleich:

ich würde mir meine Brust nicht entfernen lassen, nur weil die Möglichkeit besteht, das ich mit fuffzich Brustkrebs bekomme.

Denke bitte noch mal drüber nach

Elke_Lena
27.01.2005, 21:39
Hallo ,

Es ist doch eine ziemlich schwere OP.und ich habe vor 1,5 Jahren meine kleine Lena
dabei verloren.Es war furchtbar.
Einige von euch haben mir davon abgeraten,aber ich hatte sie vom Tierschutz bekommen und mußte die Kleine kastrieren lassen.,ich hatte dafür unterschrieben..
Ich habe jetzt wieder eine Hündin die schon zweimal läufig war und alle raten mir zur Kastration(natürlich vorallem unser Tierarzt,habe aber gewechselt)
Manchmal bin ich auch etwas unsicher,ob es richtig ist,sie nicht kastrieren zu lassen,wegen der angeblichen Krebsgefahr.
Aber ich kann es einfach nicht,
Grüße Elke

mimi-vianova
27.01.2005, 21:46
Gute Entscheidung!!!!

Hovi
28.01.2005, 12:24
Hallo Elke,

ich hatte gehofft, dass Du Dich meldest, insbesondere nach folgender Passage:


Man bringt die Hündin (im Korb oder Behälter ) Nüchtern zum Tierarzt für den ist die Op. Routine


Ja, sie ist Routine, und hin und wieder bleibt ein Hund dabei auf der Strecke....

Es handelt sich hier nicht um einen völlig banalen Eingriff, sondern um eine schwerwiegende OP.

LG
Claudia

billymoppel
29.01.2005, 11:04
hallo nette,

die kastration sollte - grob gesagt - zwischen zwei läufigkeiten erfolgen. damit alles zurückgebildet ist und das risiko unkontrollierter blutungen sinkt.
ich bin auch kein freund von kastrationen, aber im fall hündin/rüde muss halt einer dran glauben.
ich habe und hatte mich ebenfalls für die mädels entschieden, weil auch bei mir der rüde schon älter ist.
außerdem habe ich die gefahr gesehen, dass bei kastration des rüden und hitze der mädels der rüde allergisch auf andere rüden reagiert - nicht zu unrecht, wie sich herausgestellt hat. meine neue war mir vor der kastration nämlich auch heiß geworden und billy hat prompt eine beißerei angezettelt mit einem herrenlosen schäfi - nur hatte er dann die bißwunden, weil er dem schäfi hoffnungslos unterlegen war.
außerdem würde der sexualtrieb des alten rüden vermutlich erhalten bleiben - nicht alles machen die hormone, vieles ist auch erlernt. und ein 10 jahre alter rüde hatte dazu sicher reichlich gelegenheit :D es würde zwar nichts mehr passieren können (übrigens: nach der kastration kann der rüde noch ca. 6 monate fruchtbar bleiben!), aber die hippelei wäre natürlich trotzdem gegeben.
dagegenhalten muss man natürlich, dass die kastration des rüden der leichtere eingriff ist - aber eine vollnarkose erfordert auch er.
zum schluß noch eine warnung, da deine hündin jetzt heiß ist: ich habe die erfahrung machen müssen, dass die hündin in der "ehe" eher bereit, den rüden zu akzeptieren, als fremde rüden. lisa stand für billy schon ab dem 7.tag bereit - bis zum 18. tag! also vorsicht, da du ja einen deckakt ja vermeiden willst! und wirklich immer aufpassen, man darf die beiden keine sekunde aus den augen lassen. die versuchen sonst sofort, dass auszunutzen und machen nicht viel federlesens, da sie sich ja schon kennen.

gruß
bettina

Briga
29.01.2005, 19:26
Hallo,

tut mir leid, aber ich halte von der OP nur aus Vorsicht nicht. Wir mussten unsere Briga 2mal direkt hintereinander operieren lassen, weil sie Tumore in beiden Gesäugeleisten hatte. Also bei der ersten OP wurde eine Gesäugeleiste entfernt. Das war noch nicht so schlimm, da hat sich superschnell erholt. Dann kam die zweite OP: Gesäugeleiste und, weil stark blutende Zysten in der der Gebärmutter, auch die "Total-OP". Und das war echt der Hammer. Man darf dabei nicht vergessen, dass es sich hier um eine sehr schwere Operation handelt - immerhin wird der Bauchraum geöffnet. Wir haben Briga nach der OP abgeholt und mussten sie in der Nacht wieder in die TiHo bringen, weil sie einen post-OP Schock hatte - das war furchtbar. Ich möchte das nicht noch mal erleben müssen. Briga hat sich inzwischen wieder total erholt und ist fit und munter wie eh und je (obwohl sie 9 Jahre alt ist), aber sie hat lange Zeit gebraucht um gesund zu werden. Wir hatten keine andere Möglichkeit als die OP und wir sind wirklich froh, dass unsere Hündin so gerettet wurde. Die Ärzte in der TiHo waren sehr lieb und haben sich wirklich toll gekümmert und die Nachsorge unserer Tierärztin war noch viel toller - da durften wir immer kommen, egal wann und Briga wurde immer liebevoll versorgt. Aber ganz sicher ist so ein Eingriff keine Routineangelgenheit die man so nebenbei machen kann. Wenn du es wirklich tust, nimm die Urlaub und viel Zeit. Bedenke, dass deine Hündin nicht springen darf - richte ihren Schlafplatz so ein, dass sie nicht über einen hohen Korbrand klettern muß (der Bauch tut ihr schon so sehr weh!). Treppen darf sie nicht laufen uns so weiter. Überleg es dir gut.

Alles Gute für Euch
Steffie

Hovi
29.01.2005, 19:31
Hallo Steffie,

danke für Deinen Bericht!

Ich finde, es ist höchste Zeit, die Leute für dieses Thema etwas zu sensibilisieren. Der irrsinnige Gedanke, dass es sich bei der Kastration einer Hündin um einen "harmlosen, einfachen Routineeingriff" handelt, ist fest in den Köpfen verankert.

Nur, weil ein Eingriff oft durchgeführt wird, wird er deshalb noch lange nicht zum "Klacks". Eine OP am offenen Bauchraum birgt immer auch ein großes Risiko!

LG
Claudia

Dara
30.01.2005, 12:33
Das ist ein Thema, wo sich schon viele die Köpfe heißgeredet haben. Letztendlich sollte das jeder für sich entscheiden. Ich habe auch eine Hündin und habe sie nicht kastrieren lassen, weil ich einfach denke, dieser Zyklus gehört zu einer normalen Hündin und ich lasse mir auch nicht die Brust abnehmen um zu vermeiden, dass ich irgendwann evtl. mal Brustkrebs bekomme. Außerdem muss man seinen Hund VOR der 1. Läufigkeit kastrieren lassen wenn man das Gesäugekrebsrisiko völlig ausschließen will, nach der 1. Läufigkeit gibt es wieder - wenn auch minimales - Risiko. Meine TÄ hat mir von einer Kastration schlichtweg abgeraten, sie kastriert nur aus medizinischen Gründen. Eine andere Situation entsteht natürlich wenn ich in der Großstadt lebe, einen großen Hunde habe und mich während der Läufigkeit meiner Hündin nicht mehr vor die Tür wagen kann.
Aber wie gesagt, es muss jeder für sich selbst entscheiden.

Ekle
31.01.2005, 12:50
Hallo,

Kastration als Vorsorge ist überflüssig. Lt. Seminar beim VDH erkranken gerade mal weniger als 3 % aller Hündinnen in ihrem Leben an Krebs der Gebärmutter oder der Milchdrüsen. Auch nach einer Kastration, selbst wenn sie vor der 1. Läufigkeit gemacht wurde, ist das Risiko einer solchen Erkrankung nicht = 0! Eine Kastration nach der 2. Läufigkeit bewirkt in dieser Hinsicht überhaupt nichts mehr.

Wenn man sich Rüde und Hündin anschafft, muß man sich halt Gedanken darüber machen, wie man das mit der Läufigkeit managen will. Und ggf. die Kastration eines der beiden in Kauf nehmen. Besser als ungewollte Welpen!

Die Kastration der Hündin hat den Vorteil, daß sie auch für andere Rüden uninteressant wird und damit für den Halter in dieser Hinsicht das Leben einfacher wird. Andererseits ist eine solche OP zwar ein schneller, aber nicht unbedingt harmloser Eingriff. Und gesundheitliche Folgen kann er auch haben.

Ich persönlich möchte keinen Hund kastrieren lassen und würde mir daher zu unserem Rüden keine Hündin anschaffen.

Viele Grüße

Ekle

mimi-vianova
01.02.2005, 17:00
Hallo Ekle!!!

Wollte dir nur sagen, das ich deinen Beitrag sehr gut finde, kannte die Info mit den 3% noch nicht.
Vielen Dank.

mimi-vianova

Briddy
02.02.2005, 14:00
@mimi-vianova:
TierSchG § 6:
Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres. DAS VERBOT GILT NICHT, WENN
1. der Eingriff im Einzelfall
a) nach tierärztlicher Indikation geboten ist oder
b) bei jagdlich zu führenden Hunden für die vorgesehene Nutzung des Tieres unerläßlich ist und tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen.
2. ein Fall des § 5 Abs.3 Nr. 1 oder 7 vorliegt,
3. ein Fall des § 5 Abs.3 Nr. 2 bis 6 vorliegt und der Eingriff im Einzelfall für die vorgesehene Nutzung des Tieres zu dessen Schutz oder zum Schutz anderer Tiere unerläßlich ist,
4. das vollständige oder teilweise Entnehmen von Organen oder Geweben zum Zwecke der Transplantation oder des Anlegens von Kulturen oder der Untersuchung isolierter Organe, Gewebe oder Zellen erforderlich ist.
5. ZUR VERHINDERUNG DER UNKONTROLLIERTEN FORTPFLANLZUNG ODER - SOWEIT TIERAERTZLICHE BEDENKEN NICHT ENTGEGENSTEHEN - ZUR WEITEREN NUTZUNG ODER HALTUNG DES TIERES EINE UNFRUCHTBARMACHUNG VORGENOMMEN WIRD.

Wenn Du schon das Gesetz zitierst, dann doch bitte vollständig. Ob's einem nun gefällt oder nicht, das Gesetz erlaubt die Unfruchtbarmachung. Es erlaubt ja sogar das Kupieren eines Jagdhundes (1b), was ich nun wieder nicht nachvollziehen kann.

@Dara u. a.
Der Vergleich mit dem Brust abnehmen zur Brustkrebsvorsorge beim Menschen ist nun wirklich voll daneben. Es geht beim Hund um die Unfruchtbarmachung durch Entfernen der Gebärmutter und Eierstöcke, was AUCH den Vorteil bringt, daß evtl. Mammatumore verhindert werden können. Es geht NICHT darum, der Hündin die Gesäugeleiste herauszuoperieren, damit kein Gesäugekrebs entstehen kann.

Wenn Ihr überhaupt mit dem Menschen vergleichen wollt, dann solltet Ihr beim Thema Unfruchtbarmachung bleiben. Und - holla - da stellt sich dann doch gleich heraus, daß es etliche Menschen gibt, die sich durch eine OP unfruchtbar machen lassen! Warum man beim Menschen die Sterilisation der Kastration vorzieht, hat einen ganz einfachen Grund: Der Mensch ist eine der wenigen Säugetierarten, bei dem beide Geschlechter das ganze Jahr über fruchtbar und vor allem paarungsbereit sind. Unsere Sexualität macht einen ganz großen Teil unseres Soziallebens aus. Was man von den Tierarten, bei dem ein oder beide Geschlechter nur für ein paar Tage im Jahr sexuell aktiv sind, wirklich nicht behaupten kann.

Mal davon abgesehen, IST die Kastration einer Hündin kein banaler kleiner Eingriff, sondern eine schwierige OP im Bauchraum. Es sollte jeder für sich gut überlegen, ob er das seinem Hund zumuten will. Es sollte aber auch niemandem, der sich nach Abwägung aller Fürs und Widers dafür entschieden hat, falsch zitierte Gesetze und an den Haaren herbeigezogene Vergleiche um die Ohren gehauen werden!!!!
Gruß
Briddy

Hovi
02.02.2005, 18:26
Hallo Briddy,

die Diskussion um die Auslegung der Ziffer 5 (ERFORDERLICHKEIT, um die Fortpflanzung zu verhindern) hatten wir vor kurzem schon mal. War ein ellenlanger Thread.
Klar ist die Erforderlichkeit z. B. bei Freigänger-Katzen gegeben, nicht aber bei Wohnungshunden. Da gibt es mildere Mittel (z. B. Vorsichtsmaßnahmen des Halters!) um die unkontrollierte Fortpflanzung zu verhindern. Die Rechtfertigung der Kastration scheitert hier an der Erforderlichkeit.

Der Thread über die Suchfunktion eigentlich zu finden sein.

LG
Claudia

Ekle
03.02.2005, 10:40
Hallo,

selbst der VDH ist der Meinung, daß

1. die Begründung des möglichen Schutzes vor später möglicherweise einmal auftretenden Tumorerkrankungen nicht einen derartig massiven Eingriff in die Gesundheit rechtfertigt. Denn nichts anderes ist es in diesem Fall. Man macht den Hund erst künstlich krank ( erhebliche Bauchverletzung bei der Hündin ), um spätere Krankheiten die dann eine ähnliche Behandlung erfordern zu vermeiden.

2. für den Einzelhund auch die Schwangerschaftsverhütung eigentlich nicht per se ausreichend ist. Da sollten dann schon weitere Indikationen wie zumindest die Haltung mehrerer Hunde oder sexuelle Überaktivität verbunden mit notorischem Ausbüchsen und Streunen dazu kommen.

Und wer jetzt meint "ach der VDH" sollte überlegen, daß dieser viel mehr davon hätte, wenn alle nicht zur Rassehundezucht eingesetzten Hunde kastriert würden. Dann müssten alle Hundeinteressenten Rassewelpen erwerben, was für die Züchter sicher toll wäre.

Viele Grüße

Ekle

Maltesergirl
03.02.2005, 21:38
also ich kann mich "hovi" bzw. claudia und "mimi-vianova" nur anschließen - auch ich würde meine hündin niemals ohne medizinischen grund kastrieren lassen.

ich denke auch, daß immer noch viel zu viele hundebesitzer eine kastration als einen harmlosen eingriff betrachten, den die hündin ohne schmerzen und ohne komplikationen übersteht. leider ist das aber nicht immer so und daran sollte man denken, bevor man sich als hündinnenbesitzer zu einem solchen eingriff entschließt.

ich besitze auch einen rüden und eine hündin und beide sind nicht kastriert. meine hündin bekommt chlorophylltabletten und zusätzlich habe ich noch ein spray, mit dem ich sie notfalls noch einsprühen könnte (hab' ich aber noch nicht gebraucht), und damit kommen wir sehr gut klar während ihrer läufigkeit. sie wird von keinem fremden rüden belästigt und auch benny hat sich sehr zurückgehalten :D...

hätte das mit den tabletten nicht geklappt, hätte ich immer noch die möglichkeit gehabt, die hunde in dieser zeit zu trennen...

wenn man sich aber ein paar gedanken macht und maßnahmen ergreift während der läufigkeit seiner hündin, dann kann man sehr wohl auf eine kastration verzichten, zumal ein solcher eingriff keine kleinigkeit ist...


@pudelrudel

daß dein tierarzt der gleichen meinung ist wie du, was kastrationen betrifft, ist doch wohl klar, oder? schließlich verdient er an so einer operation ordentlich:mad:...

sicher ist dein tierarzt glücklich und lacht sich heimlich ins fäustchen, eine "kundin" wie dich zu haben, die alle ihre hündinnen ohne ausnahme operieren läßt:(

sag' mal, wie naiv bist du eigentlich, daß du allen ernstes glaubst, dein tierarzt rät dir aus reiner tierliebe dazu, deine hündinnen kastrieren zu lassen? der hört doch nur die kasse klingeln...