PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Husky an der Leine



Sabrina1982
22.01.2005, 18:56
Hallo ich finde nirgens Rat, da wende ich mich doch mal an Euch.
Meine Nachbarn müssen umziehen und *Danny* darf nicht mit.
Er ist ein 10 Jähriger reinrassiger alaska Husky, war seine ersten 4 Jahre vorm Schlitten ( einer der Besten Hunde) und darf nun wegen seinem Astmah seit 6 Jahren nicht mehr ziehen,

Sie sagten wenn der Hund ins Heim kommt geht er ein , er ist sensibel ..also stand es zur debatte entweder nehme ich den Hund ( kenne ihn nun 1 Jahr) oder er wird eingeschläfert.
Also nehme ich Ihn, er hat 2 Macken wo ich gerne wissen würde ob es nomal ist, denn ich hatte bislang nur Pferde und golden Retriver

Er bekommt Trockenfutter 2 mal Täglich, wenn man Ihn zur Belohnung wie auch immmer ein Leckerlie gibt pupst er alles voll ist das so normal?

Das zweite , er zieht fürchterlich doll an der leine, hab ihn nun schon ein geschirr gekauft, mal hört er prima mal ist es echt zum brechen da hört r garnicht, kann ich es mit zeit und gedlut schaffen ihm das bei fuss anzulernen oder hat das wenig sinn bei Ihm??
welches geschirr empfiehlt ihr mir? würde auch gerne mal ausreiten ohne meinen hund an der leine zu haben
er hört auch nicht aufs wort wenn er von der leine ab ist
mfg sabrina

black&white
22.01.2005, 19:23
um etwas zu lernen ist ein hund nie zu alt.
arbeite auf jeden fall mit ihm...wenn es geht, dann besuche eine hundeschule, die geben dir mit sicherheit gute tipps.

ein husky ist ein hund mit doch meist exrtemen jagdtrieb...überlege dir ob und wo du ihn von der leine machst...erst recht weil du auch sagtest er hört nicht sonderlich gut.

wenn er von den leckerchen puppst, dann gib ihm weniger trockenfutter am tage und den rest als leckerchen über den tag.
was auch eine gute möglichkeit ist, den hund eine ganze zeit nur über die hand zu füttern und auch nur dann, wenn er etwas tut (bei fuß gehen, sitz machen platz machen, abrufen usw...)

ob du mit einem geschirr ihm das ziehen abgewöhnst glaub ich nicht so ganz...oder wozu das geschirr?
mfg

Sallydoggy
22.01.2005, 23:16
Hallo Sabrina!

Erst einmal schön, daß Du den Husky gerettet hast und er nicht eingeschläfert wurde.
Davon ab:
Er hätte nicht eingeschläfert werden dürfen!! Jeder TA, der das gemacht hätte, hätte sich strafbar gemacht. Es darf kein gesundes Tier eingeschläfert werden!

Ich würde ihm auch keine besonderen Leckerchen geben, sondern sein normales TroFu als Leckerchen benutzen.
Laß ihn für sein Futter arbeiten, er ist ja ein Arbeitshund!!
Besorg Dir am besten eine Schleppleine, also eine 5 bzw. 10 -m Leine, die er hinter sich her ziehen kann. Soviel Radius hat er zur Verfügung. Zur Not kannst Du die Leine aufheben bzw. schnell drauftreten. Außerdem merkt Hund, daß er nicht frei ist!
Beachte jede Aufmerksamkeit, die Du von ihm bekommst, also jede Kontaktaufnahme (Blickkontakt etc.) und belohn sie überschwenglich.
Das wird dazu führen, daß er öfter in Kontakt mit Dir tritt und vielleicht lernt er ja doch noch ein bißchen, daß sich hören lohnen kann.

Laß ihn auf jeden Fall im Geschirr laufen, denn gerade, wenn er zieht, ist ein Halsband nicht gut. Er schnürt sich die Luft ab, bekommt weniger Sauerstoff ins Gehirn, kann schlechter denken, gerät in Panik - und zieht noch mehr.
Es gibt notorische Zieher, die dieses Druckgefühl am Hals brauchen, damit sie noch mehr ziehen.

Die besten Geschirre sind die, die quer vor dem Brustbein her gehen.
Sie sind einfach anzulegen wie ein Halsband.
Schau mal hier:
www.sabro.de

Damit kannst Du ihn im Auto anschnallen, z. B. am Fahrrad oder Inline-Skatern ziehen lassen etc.
Und wenn er zieht, dann hast Du eine bessere Hebelwirkung auf ihn.

Wichtig ist es, ihn noch gut auszulasten. Das hängt aber natürlich von seinem Gesundheitszustand ab. Mit 10 Jahren ist er ja nicht mehr der Jüngste, aber trotzdem braucht er seine Beschäftigung.
Hunde, die ausgelastet sind, kommen weniger auf dumme Gedanken, habe eine bessere Bindung etc.
Wenn es draußen noch nicht so gut geht, dann mach doch Suchspiele in der Wohnung.
Verteil sein TroFu in der Wohnung und laß ihn suchen. Der Husky ist ein guter Jäger, hat eine gute Nase. Soll er sie doch benutzen.
Später kannst Du das gleiche Spielchen draußen machen.
Das macht Spaß und den Hund schön müde.

Ausreiten mit Hund ohne Leine - wäre toll, wenn es klappen würde!
Aber dafür müßt ihr noch viel arbeiten, eine super Bindung entwickeln.
Und er muß sehr, sehr zuverlässig hören, muß sich abrufen lassen, wenn auf einmal ein Hase vor ihm her hoppelt.
Und das ist schwer, sobald nur ein wenig Jagdtrieb vorhanden ist.

Aber ich will Dich nicht entmutigen, sondern finde es toll, wie Du Dich bemühst.
Vielleicht kannst Du ja ein paar Tips umsetzen, vielleicht hilft es ein wenig!?

Viel Spaß mit der Lokomotive unter den Hunden!

Liebe Grüße von Ina:cu:
Hundetrainerin

Daisy1
23.01.2005, 18:15
Ohjeh, das hast Du Dir ja eine schwere Aufgabe gestellt.

Ich würde vielleicht das Trofu umstellen, wenn er davon Blähungen kriegt und dies ebenfalls als Belohnung nutzen.
Zum Thema Geschirr gabs hier schon reichlich Debatten und nun hast Du gerade einen Hund, der zum Ziehen gezüchtet worden ist und auch die ersten Jahre im Gespann gelaufen ist.
Das Beste wäre gerade diese Fähigkeiten zu nutzen und den Hund irgendwas ziehen lassen, wie Ina schon schreibt - eventuell Inlineskater oder sonstwas.
Setz Dich mit Leuten auseinander, die nordische Hund haben.
Diese Hunde sind sehr eigenständig und du wirst es höchstwahrscheinlich nie hinkriegen, das dieser Hund perfekt "bei Fuß" läuft oder andere ähnliche Hundeplatzkommandos ausführt, obwohl es sicher Ausnahmen gibt.

Ich denke, der Hund ist schon ausgelastet, wenn Du ihn zum Ausreiten mitnimmst, da er ja auch gesundheitlich gehandicapt ist. Die Tipps mit den Suchspielen sind auch gut.
Allerdings würde ich ihn nie ableinen, schon aus dem Grund, das er einen ausgeprägten Jagdtrieb hat.

Viele Grüße

Beate

Spiderwoman
24.01.2005, 00:35
Hallo!
Der Hund ist doch das (Schlitten-)Ziehen mit Geschirr gewöhnt, wieso sollte er also im Geschirr bei Fuß gehen??? Ich würde ein Halsband nehmen, dass sich zuzieht, aber eine Begrenzung hat. Ableinen würde ich ihn nicht, der Jagdtrieb ist zu groß. Außerdem musste er wohl die letzten 10 Jahre nicht ohne zu Ziehen an der Leine gehen, da wirst du es nicht in wenigen Wochen hinbekommen. Jedenfalls nicht ohne Hilfe (Hundeschule).

Sallydoggy
24.01.2005, 23:17
Hallo!

Zum Thema Halsband:
Ein Halsband, selbst wenn es sich endlos zuzieht (Endlos-Würger oder auch Stachelhalsband) führt nicht automatisch dazu, daß der Hund nicht zieht.
Ich habe ja bereits geschrieben, daß sehr viele Hunde trotz und gerade wegen eines Halsbandes ziehen. Zum einen, weil sie schlechter Luft bekommen, evtl. in leichte Panik verfallen und einfach nur weg wollen.
Zum anderen, weil es notorische "Zieher" geworden sind, die dieses Druckgefühl am Hals brauchen.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß der Husky unterscheiden kann, wann er mit Geschirr arbeiten muß und wann nicht.
Zumal ein Zuggeschirr für den Husky völlig anders ist als ein normales Geschirr.

Wenn Halsband, dann sollte es ein breites Halsband sein - es sollte auf jeden Fall zwei Wirbelkörper bedecken, um dem Hund (gerade wenn er zieht) keine Schäden an der HWS zuzufügen.

Eine gute Alternative wäre noch ein Halti.
Dieses aber bitte nur zusammen mit dem Halsband bzw. Geschirr einsetzen.
Dazu nimmt man eine Zwei-Meter-Leine mit zwei Karabiner-Haken und befestigt einen Haken am Halsband und den anderen am Halti.
Geht der Hund locker an der Leine, dann ist nur die Halsband-Leine aktiv.
Zieht er an, dann kann man durch aufnehmen der Halti-Leine den Hund auf sich fixieren.
Aber niemals ruckartig, da auch dieses dann nicht besonders gut für die HWS ist.
Und nie die Leine nur am Halti befestigen - damit kann man dem Hund das Genick brechen, falls er auf einmal los legt.
Am besten ist es immer, sich die Anwendung eines Haltis von einem Hundetrainer zeigen zu lassen.
Aber die Beschreibung hier ist besser, als es völlig ohne Anleitung auszuprobieren.
Letztens traf ich zwei riesige Rhodesian Ridgebacks - beide nur am Halti.
Und die Leute waren leider unbelehrbar - ich hoffe, daß es den Hunden lange gut geht!!!

Viel Spaß mit euren Hunden wünscht Ina
Hundetrainerin

mimi-vianova
26.01.2005, 23:40
Hallo!

Als erstes möchte ich dir sagen , das ich es sehr schön finde, das du den alten Hund genommen hast.

Zweitens möchte ich anmerken, das ich gerne die Adresse von dem Veterinär hätte der den, Hund eingeschläfert hätte.
Dazu bedarf es es nämlich zwei Zustimmungen von Veterinären und ist heutzutage Gott sei Dank nicht mehr so einfach.
Jeden Veterinär würde ich persönlich anzeigen der einfach mal eben einen Hund einschläfert und dafür sorgen das der Penner seine Zulassung verlierrt.

Zu deinem Problem:
Ich glaube nicht das man im Cosmopolitan Stil, eine Liste zusammestellen kann, die dir dabei hilft, wie du deinen Hund umerziehen kannst.
Man kann das einfach nicht in ein paar zeilen zusammen fassen.

Deswegen ist das Beste, wenn du eine gute Hundeschule aufsuchst. Empfehlen würde ich dir eine animallearn Trainerin.
Infos. www.animallearn.de

Da ich Buchhändlerin bin, habe ich mich immer der Literatur bedient.
Hier meine Empfehlungen:

"Calming signals-Workbook"
ISBN:3-936188-13-0
animallearn Verlag

"Es würde Knochen vom Himmel regnen"
ISBN:3-936188-14-7
animallearn Verlag

Lies einafch alle Bücher von animallearn

Freu mich über Rückmeldung
Auf bald
mimi

husky-fan
27.01.2005, 02:28
Hallo Sabrina,


Er ist ein 10 Jähriger reinrassiger alaska Husky,

Einen "reinrassigen" Alaskan Husky gibt es nicht. Es sind Mischlinge aus (meistens) Siberian Husky und Jagdhunden. :)


Er bekommt Trockenfutter 2 mal Täglich, wenn man Ihn zur Belohnung wie auch immmer ein Leckerlie gibt pupst er alles voll ist das so normal?

Wieviel und was fütterst du? Ein Schlittenhund verwertet das Futter besser als andere Hunde und braucht somit auch weniger (es sei denn natürlich, er steht im Training). Das Trockenfutter sollte am besten in Wasser einweichen da dem Körper sowieso Feuchtigkeit entzogen wird bei der Verdauung. So kann man auch sicher gehen dass der Hund genug Flüssigkeit über den Tag aufnimmt.


Das zweite , er zieht fürchterlich doll an der leine, hab ihn nun schon ein geschirr gekauft, mal hört er prima mal ist es echt zum brechen da hört r garnicht, kann ich es mit zeit und gedlut schaffen ihm das bei fuss anzulernen oder hat das wenig sinn bei Ihm??

Also, generell würde ich sagen, daß ein Nordischer immer dazulernen kann, aaaaber:
Einen "Bei Fuss - Gehorsam" solltest du nie von einem Husky erwarten. Diese Hunde sind extrem eigenständig und stur. Ihnen liegt das Ziehen einfach im Blut. :D

Das Ziehen an der Leine kannst du ihm vielleicht ein wenig abgewöhnen, aber du wirst wohl immer ordentlich Spannung an der Leine haben, die nächsten Jahre :D
Zu dem Tip Inliner:
Bitte das nur, wenn du sehr sicher auf den Dingern stehst (!!!) ansonsten kann das glatter Selbstmord sein. Wenn der Hund im Gespann Lead gelaufen ist, wird er die Kommandos (Gee, Go Ahead, Haw etc /oder die deutschen Begriffe) wohl sicher beherrschen...du hoffentlich auch, denn sonst könnstest du im Graben landen ;) *mal an "die berühmte Katze die just in diesem Augenblick den Weg kreutzt" denkt*.

Alternativ zu den Inlinern würde ich dir mal den Roller vorschlagen. Das macht super viel Spaß und du stehst da auch sicher drauf (du kannst im Gegensatz zum Fahrrad einfach abspringen). Allerdings solltest du einen Asthma kranken Hund nie überfordern. Am Besten vorher mit einem TA absprechen bzw abklären in wieweit der Hund überhaupt noch ziehen kann/darf..



welches geschirr empfiehlt ihr mir?
Gar keins :D zumindest nicht zum Spazierengehen.
Ein Husky der vorm Schlitten gelaufen ist, verbindet das Geschirr mit Arbeit. Der Hund wird sich im Geschirr wahrscheinlich voll reinhängen und dich ordentlich durch die Pampa ziehen. Benutz lieber ein Halsband... achte aber darauf dass es fest genug sitzt, sonst könnte der Hund rausschlüpfen und wäre im schlimmsten Fall erstmal für ein paar Stunden weg.


würde auch gerne mal ausreiten ohne meinen hund an der leine zu haben
Ganz ehrlich?
Vergiss es...
Im Normalfall wirst du den Hund nicht dazu bringen aufs Wort zu gehorchen.
Diese Hunde haben einen sehr ausgeprägten Jagdtrieb.
Es gibt natürlich Hunde, die ohne Leine laufen können , aber das erfordert jahrelanges, hartes Training und selbst dann kannst du sie nicht überall ableinen...manchmal ist die Verlockung einfach doch zu groß :D. Da dein Hund schon 10 Jahre alt ist, würde ich es nicht mehr ausprobieren. Gerade als Reiterin brauchst du einen Hund, der zu 100% hört, sonst kann es verdammt gefährlich werden für euch beide .


er hört auch nicht aufs wort wenn er von der leine ab ist
Erwarte das auch bitte nicht von diesem Hund. Du kannst ihm wohl einen gewissen Grundgehorsam beibringen (auch mit 10 Jahren noch) aber einen 100% Hund wird er nicht mehr werden.

Wenn du noch weitere Fragen zu Nordischen Hunden hast...
Guck mal hier:

www.husky-forum.de
www.schlittenhunde-forum.de
www.good-mushing.de

Viele Grüße,
husky-fan

Sabrina1982
03.04.2005, 18:23
Hallo es ist was fürchterliches passiert.
Ich habe Ihn doch davon überzeugen können dass er genausoschnell nach Hause kommt wenn er nicht so doll zieht. Ich hab ihn den einen morgen unten an der Leine im Garten festgemacht und bin dann max 30 min weggewesen und als ich wieder kam war er auch weg....
Das ist nun knapp nen Monat her. Er ist weder beim Tierheim noch wo anders. Jetzt habe ich durch Nachbarn rausbekommen dass Ihn angeblich die Vorbesitzer wieder geholt haben aber die sagen natürlich nein. Was kann ich jetzt machen? Mfg Sabrina

Bergamaskerin
03.04.2005, 19:48
Hallo Sabrina,

hast Du damals einen Schutzvertrag abgeschlossen mit den Vorbesitzern? Sofern nicht, seh ich nämlich gar keine Chancen, aber auch sonst nur verschwindend geringe, wenn Danny wirklich wieder bei den Vorbesitzern ist... Kannst Du das noch irgendwie überprüfen?

Sorry, das tut mir echt leid für Dich :hug:

Liebe Grüße
Sonja & Fellmonster Josy