PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ich bin unendlich traurig



Beate
22.04.2002, 10:45
Am 02.04.2002 mußte ich mein kleines süßes, innig geliebtes Yorkiemädchen TICH im Alter von gerade 6 Jahren einschläfern lassen. Bei ihr war über Ostern (wir waren gerade in Ostfriesland zu einem Kurzurlaub) ganz plötzlich und ohne Vorwarnung ein Gehirntumor ausgebrochen. Obwohl wir direkt eine Tierklinik aufsuchten und sie Spritzen mit allem Möglichen bekam, war leider nichts mehr zu machen. Unsere Tierärztin sowie ein CT-Arzt und ein Neurologe gaben der Kleinen keine Chance mehr. Ich bin untröstlich. Es waren die 4 schrecklichsten Tage und Nächte meines Lebens. Bis zum Schluß habe ich geglaubt, daß alles wieder gut würde. Alles was nun von ihr blieb ist ein kleines Grab in unserem Garten, die Erinnerungen, ein paar Bilder, Spielzeug, Ihre Halsbänder und Leinen und Schleifchen. Sie fehlt uns so sehr - auch unserem zweiten Yorkiemädchen SHARI (sie wird im Juni 8 Jahre alt). Von uns wurde ein Stück mit zu Grabe getragen. Jede Minute habe ich das Gefühl, ich überlebe diesen Schmerz nicht. Ich werde nicht damit fertig. Ich vergrabe mich, ich weine fast pausenlos. Dieser Schmerz bringt mich um. Überall sehe ich meine Kleine, wie sie lustig vor mir herläuft, beim Spazierengehen immer nach Tannenzapfen sucht und sie freudestrahlend mit nach Hause bringt. Warum, warum, warum? Sie hatte doch noch mindestens 7 oder 8 Jahre vor sich. Sie liebte uns alle so sehr, sie liebte überhaupt alle Menschen. Sie verteidigte mich vor jedem Hund, egal wie groß er war. Sie war so klein und zierlich, wog nur 1900 Gramm. Aber so lebenslustig und immer munter. Ich kann es nicht fassen. Ich glaube es noch immer nicht. Mir bricht das Herz. Nichts kann mich trösten.
Beate

Codileine
22.04.2002, 13:29
Liebe Beate
mir geht es nach 9 Monaten immer noch so, ich sehe meinen kleinen Cookie auch noch überall. Ich bin auch immer noch am weinen, so daß viele schon sagen ich soll mal zum Psychater gehen. Na toll, der kann mir meinen Cookie auch nich wieder brigen. Ich werde leider auch nicht damit fertig, und kann Dir darum keinen Trost geben. Aber Du sollst wissen daß Du nicht alleine damit stehst. Das schlimme ist ja, ich muß mich so zusammenreißen, wenn jemand hier ist, und wenn dann alle wieder weg sind, dann fang ich wieder an zu heulen. Ich hab vor lauter Trauer so viele Bilder von Cookie eingescannt und mein Flur ist voll mit Cookie, aber was solls, er ist auch ohne Bilder immer bei mir und ich verkrafte das einfach nicht. Mein großes Wauwie denke ich mal trauert auch. Ich find es schön, daß man sich hier wenigstens ausweinen kann, ansonsten versteht es ja keiner, nur, wenn alles ganz frisch ist. Ich sage auch immer, daß ein Teil von mir mit gestorben ist, es ist komisch, es war bei keinem anderen Hund sooo schlimm, da hab ich zwar auch viel geweint, aber nicht jeden Tag und so lange. Dieser kleine Hund war eben meine ganz große Liebe, und die gibt es wohl nur einmal im Leben. Tut mir leid, wenn ich Dich nicht aufbauen kann, aber ich kann Dich sehr gut verstehen
Liebe Grüße Madeleine

Dalu
25.04.2002, 16:30
Hallo Beate,

auch ich kann Dich gut verstehen, aber Dir leider auch keinen Trost geben. Diese schwere Zeit, die Du jetzt durchmachen must, sie geht vorbei, auch wenn es Jahre dauert, wir haben das auch hinter uns.
Ich habe meinen über alles geliebten Schäferhund und meine wunderbare kleine Katze im Alter von 11 und 15 Jahren verloren, es gibt keine Jahre, in denen ich nicht getrauert habe und noch trauern werde. Die Tiere können uns nicht enttäuschen und lieben uns mit Ihren ganzen kleinen Seelen so sehr.
Wir Menschen können doch irgendwo froh sein, daß wir die Möglichkeit haben, unsere Freunde zu erlösen, mach Dir bloß keine Vorwürfe und versuche die Trauer anzunehmen.
Das ist zwar leicht gesagt, ich weiß, doch ich glaube daß es ein wenig hilft.
Ich selber habe es nicht getan und immer, wenn ich an die beiden gedacht habe nur versucht, immer wegzudenken, weil ich es nicht ausgehalten habe. Das ist verkehrt gewesen, die Trauer kommt dann umso stärker zurück. Weine, Weine, Weine und wenn es Monate dauert. Irgendwann kommt die Zeit, in der Du an Deine kleine Tich mit Wehmut denken kannst und es nicht mehr so weh tut.
Sie hat Dir ihre ganze große Liebe mit Ihrem kleinen Herz gegeben. Danke es ihr, indem Du sie nie vergißt, (wie ich die meinen) und denke auch an ihre kleine Freundin Shari, sie braucht Dich noch.
Ich wünsche Dir alles Gute und viel, viel Kraft für die nächste Zeit. Dalu

Codileine
25.04.2002, 19:35
hallo Dalu, ich weine ja nun schon 9 Monate, es gab bis jetzt keinen Tag, wo ich nicht geweint habe, ich kriege aber überall zu hören "nun ist aber gut" oder "geh mal zum Psychater". Meine Freundin sagte kürzlich, das mit meinem Cookie ist ja mit mir schlimmer als mein Papi gestorben ist. Ich empfinde es auch so, denn Cookie war Tag und Nacht bei mir, mein Paipi nicht. Es sind mir schon 2 Hundis gestorben, einen mußte ich mit 15 1/2 einschläfern lassen und einer ist mir mit noch nicht ganz 9 auf dem Arm gestorben, es war alles schimm für mich habe damals auch viel geweint, aber bei meinem Cookie ist es besonders schlimm. Ich weiß nicht mehr was ich machen soll, ich sehe ihn auch überall.
Mein Anfangsbeitrag steht übrigens bei Madeleine Dober, da habe ich die ganze Geschichte geschrieben, weil ich der Meinung bin, die TÄ hat meinen Cookie einfach umgebracht.
Liebe Grüße

zwilli27
27.04.2002, 15:02
liebe Beate,
ich kann deine Trauer so gut nachempfinden.Nichts und Niemand kann einem die Trauer erleichtern, die Tage sind dunkel und grau. Ich verlor meinen Timmi am 1. Tage diesen Jahres, er hatte akutes Nierenversagen wir konnten ihn nur noch erlösen lassen. IAn den darauffolgenden Tagen funktionierte ich nur noch, brach ständig in Tränen ausmanchmal hatte ich gar das Gefühl nie mehr so leben zu können wie zuvor.
Ich beschloss sehr schnell einen neuen Hund zu mir zu nehmen - und das war gut so. So langsam kam das Leben zurück, ich konnte die schlimmen STunden zunächst verdrängen und an die vielen glücklichen Jahre mit meinem Timmi zurückdenken. So langsam verarbeite ich das Geschehen und es geht mir wieder gut.
Lies mal - die Regenbogenbrücke - von Topsy (in diesem Forum) - diese Zeilen sind wunder- wunderschön...
Ich wünsche dir alles Gute
in stillen Gedanken,
Petra

Codileine
27.04.2002, 16:25
Hallo Tich, bitte sage mir doch mal, wie Du es geschafft hast, durch Deinen neuen Hund wieder ins Lebn zurückzu gehen. Ich habe es noch immer nicht geschafft und es sind 9 Monate her. Mit meinem Hund ist auch viel von mir mit gestorben. Bitte lies doch mal meine Geschichte unter Madeleine Dober, da hab ich geschrieben, wie das alles passiert ist, ich weine mich immer noch jede Nacht in den Schlaf weil mir mein kleiner Stinker so sehr fehlt, obwohl ich noch einen Hund habe, der wird bal 11 und eben einen neuen süßen kleinen Stinker. Aber ich schaffe es nicht