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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leinenaggression



Thea
16.08.2002, 10:34
Hallo,
nochmal zu meinem Nervensägenrüden. Wie unterbinde ich Leinenaggression. Vor allem, wenn ich mit beiden Hunde unterwegs bin, macht er viele Hunde an der Leine an. Wenn die zurückbellen, tickt er richtig aus, fletscht die Zähne und versucht, sich loszureissen, wild also zur wilden Bestie. Gehe momentan nur noch getrennt mit den Hunden, da macht er es aber kaum. So wie packe ich das problem jetzt systematisch an. Ich wiess mein Hund wäre gerne der Rudelführer, wir tum aber alles um ihm seine Stellung klat zu machen. Angeblich erledigt sich dann ja auch die Leinenaggessivität. Ist aber nicht so. Wie verhalte ich mich denn nun richtig, wenn er wieder loslegt?????:confused:

Sandy&Fido
16.08.2002, 12:17
hallo thea,
na da haben wir beide anscheinend das selbe problem. mein hund ist auch so ein leinen-rüpel. er bekommt von mir klare grenzen gesetzt und hört "fast" perfekt. aber eben dieses problem an der leine krieg ich nicht in den griff.
ein dominanzproblem zwischen mir und ihm ist es auf keinen fall.
deswegen bin ich auch schon gespannt auf die antworten :)

lg an alle

Cockerfreundin
16.08.2002, 13:00
@ Sandy

Zitat
______________

aber eben dieses problem an der leine krieg ich nicht in den griff.
ein dominanzproblem zwischen mir und ihm ist es auf keinen fall.

_____________

Bist Du Dir da so sicher???

Anscheinend erlaubst Du es Deinem Hund ja nach wie vor, an der Leine rumzurüpeln. WENN DU es ihm erlaubst, dann IST es für Euch entweder KEIN Problem oder es ist ein genauso großes oder kleines wie jedes andere Fehlverhalten.

@ Thea!

Da sich das Verhalten Deines Rüden, wen Du mit ihm alleine unterwegs bist, anscheinend problemloser gestaltet, würde ich vorschlagen, dass Du konsequent mit ihm alleine gehst und arbeitest. Solange, bis sich das positive Verhalten wirklich festigt.

Du kannst so auf Deinen Hund besser einwirken und er bekommt positive Bestärkung. Nicht zu früh denken, jetzt ist alles ok. Vieles braucht halt Zeit und Konsequenz und Geduld... und Geduld.... und Geduld!

Alles Gute Euch,

Annette

Sandy&Fido
16.08.2002, 13:17
Hallo,
und genau da liegt das problem. ich erlaube es ihm ja eben nicht. aber ich kann machen was ich will, er hört nicht darauf wenn er erst einmal so richtig in fahrt ist. ich kann hundert mal "aus" sagen und ihn zurechtweisen, das juckt ihn nicht. wie würdest du das machen, das nicht-erlauben ?? ich bin um jeden rat dankbar, ehrlich!

mfg sandy und rüpel-fido

Thea
16.08.2002, 13:33
Genau, wie mache ich das, wenn er loslegt????? Bei einigen Hunden läßt er sich mit Leckechen ablenken, so dass wir fein bei Fuss an dem anderen vorbei können. Bei einigen fiept er auch nur und will spielen. Manche interessieren ihn sowieso nicht. Nur sowie das leiseste Wuff oder Knurr von dem anderen Hund kommt, dreht er durch. Ist der Hund allerdings sehr gross und er kennt ihn überhaupt nicht, zieht er den Schwanz ein und geht ganz still vorbei. Oder er geht erstmal vorsichtig an einem bellenden Hund vorbei und wenn wir ihn dann nochmal treffen, legt er los. Geduld und Zeit ist ja alles schön und gut. Aber wie reagieren, wenn er abdreht? Es ist ja auch so schlecht einzuschätzen, weil er immer wieder anders reagiert.

Cockerfreundin
16.08.2002, 18:22
@ Sandy (und Thea?)

Ich würde ihn an der Leine neben mir absitzen (besser noch abliegen) lassen und zwar solange bis er schwarz wird ;) . Nein, Scherz beiseite, solange bis der andere Hund vorbei ist.

Das setzt natürlich voraus, dass er das Absitzen ("Bleib Sitz!") und das Abliegen ("Bleib Platz!") zuverlässig beherrscht. Am besten zunächst in reizarmer Umgebung (Zuhause, im Garten, unterwegs, wenn kein Hund in Sichtweite ist) trainieren.

Wenn er das kann und DANN aufsteht beim Absitzen/ Abliegen, sandy, dann HABT Ihr ein Autoritätsproblem. Aber vielleicht klappt es ja. Umso besser :)

Grüße von
Annette

cheroks
16.08.2002, 19:27
Ich bin der Meinung, man muss seinem Hund den Inhalt des Wortes Nein/Pfui/etc. klar machen. Ein Nein kann heißen, lass das, dann gibt es das scharfe Nein mit leicht verjagenden Tendenz (z.B. wenn der Hund etwas fressen will was er nicht soll) dann das Nein mit Schnauzengriff, eventuell verstärkt durch Druck nach unten. Diese und mehr Nein,Pfui, etc. unterscheiden sich meistens nur in der Betonung und die ersten Neinversionen klappen meistens auch da der Verlust noch zu verschmerzen ist, aber das wirklich ernst gemeinte Nein darf keinen Zweifel zulassen. Als Hundeführer muss man in der Lage sein, den Hund zu stoppen, wenn er ein Verhalten zeigt, was ich nicht in Ordnung ist (übersteigertes Aggressionsverhalten). Schließlich ist der Mensch der Rudelführer.Der Rudelführer lamentiert nicht lange rum,
ein deutliches Wort und der Rangniedere versteht das sollte ich nicht machen, denn das will mein Rudelführer nicht. Denn es geht hier doch um die Frage : setz ich mich durch, oder der Hund.
Ihr solltet nicht darauf bauen, dass einer von euren Rüden in so einer Situtation Sitz/Platz macht. ! Eine Ablenkung lenkt wie gesagt ab, aber der Lernerfolg ist deutlicher, wenn ich meinem Hund dieses Verhalten untersage. So bald er aufhört, löse ich sofort die Spannung und lobe ihn, und tue ihm alles erdenklich gute. Er versteht, wenn ich Nein sage, dann meine ich es auch.
Hier zeigt sich vielleicht wirklich die Dominanz, denn wenn ihr es nicht schafft eure Hunde ordentlich an der Leine zu führen, dann sind eure Hunde vielleicht der Meinung ihr seid nicht in der Lage dazu und sie müssten das übernehmen!?!