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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verstauchung?



Rübe
15.08.2002, 18:19
unsere Hündin, 3 Jahre alt, hat eine empfindliche Schwellung an der rechten hinteren ?"Ferse"Gelenk? leider weis ich die richtige Bezeichnung nicht.Sie humpelt etwas. Ruhe verschlimmert, weswegen die erste Bewegung nach dem Aufstehen mühsam aussieht. Aber nach wenigen Schritten bessert sich der Zustand. Was kann das sein? Müssen wir zum TA?

Goldbeere
15.08.2002, 18:24
Hi Rübe,

mein Hund hatte mal ne Zerrung, da war aber nichts geschwollen. Er hatte aber Schmerzen beim laufen und hat vor Angst gezittert. Ich würde an Deiner Stelle so schnell wie möglich zum Tierarzt, denn gerade mit den Gelenken ist nicht zu Spaßen. Wenn Du zu lange wartest, kann es sich verschlimmern. Wünsch Euch alles Gute, liebe Grüße

Burgfräulein
15.08.2002, 20:12
Hallo,
du solltest auf jeden Fall zum TA gehen.
So eine Schwellung kann harmlos sein, es kann aber auch was ernsteres dahinterstecken. Und außerdem hat dein Hund Schmerzen, das muß ja nicht sein.
Je früher man da was macht, desto schneller geht es deinem Hund wieder besser.
Je länger man wartet, desto schlimmer wird es und die Behandlung wird dann auch weitaus langwieriger.
LG, Burgfräulein

Rübe
15.08.2002, 20:50
Hallo Goldbeere, hallo Burgfräulein, vielen Dank für Eure Zeilen. Ich habe nicht den Eindruck das Rübe Schmerzen hat. Sie spielt ,läuft, frist ,die Schwellung ist auch nicht heiß. Dennoch habt Ihre Recht und ich werde vorsorglich zum TA gehen (bin dort leider Stammkunde).Kurze Frage noch wie ist denn die richtige Bezeichnung dieses Knorpels an der Rückseite, am Übergang zum Bein. Archillessehne??:confused: Liebe Grüße Rübe

Phillis
15.08.2002, 22:21
Verlass Dich auf Dein Gefühl und den Eindruck, den Dein Hund auf Dich macht.
Meist sind das kleinere Sachen, die keinen Tierarzt brauchen.
Der Hund schont sich wie er´s braucht und nach einigen Tagen ist es dann schon vorbei.
Wir neigen immer dazu sofort den Fachmann einzuschalten und damit dem Selbstheilungsprozeß des Tieres nicht zu trauen.
(Das freut den Tierarzt!)
Das erfordert Mut. Wir sollten den Tieren zwischendurch einfach mal Zeit geben in ihrer Natur zu bleiben. Für den Tierarzt ist dann immer noch Zeit, wenn es gar nicht geht. (Wobei „gar nicht geht“ meinst auch nur unsere Unsicherheit und Angst ist!).

Gute Besserung und wenn Du den Knorpel dann schlußendlich lokalisiert hast, dann darft Du ihm bestimmt Deinen Namen geben! ;o)

Phillis.

Rübe
19.08.2002, 17:34
Hallo Phillis,
wir waren heute beim TA jetzt kann ich meinem Kropel tatsächlichen einen Namen geben. Nach der Ultraschalluntersuchung hat sich ein Archillessehnenriß herausgestellt. Wir haben nun 10 Tage Zeit dem Selbstheilungsprozeß von Rübe auf die Sprünge zu helfen. Hast Du Tips
Rübe

Phillis
19.08.2002, 21:56
… Du könntest es mit Symphytum D4 und Ruta D3 versuchen.
Von jedem 10 Tropfen (oder 1 Tablette/ 5 Globuli) 3x täglich.

Warum hast Du 10 Tage Zeit?
Läuft dann Deine, die des Hundes oder die Zeit des TA ab?
Vielleicht braucht Dein Hund ja länger.
Oder was kann nach 10 Tagen passieren?
Ich bin gespannt, wie´s bei euch weitergeht!
Viel Erfolg,
Phillis.

Rübe
20.08.2002, 09:03
Hallo Phillis,
ich gebe ihr jetzt Arnica D3, Rhus toxicondendron D8 und Ruta graveolens D4.
"Warum 10 Tage?" Gute Frage. Für meinen Hund und mich wünsche ich mir das wir ohne OP und 6 Wochen festen Verband auskommen. Tatsache ist ...ich weiß es nicht, ich weiß nicht ob so eine Sehne von alleine wieder anwachsen kann (ohne Nachfolgeschäden) und ich bin zu dieser Frage beim TA nicht gekommen (Hund nervös, Frauchen nervös) .Wie immer stellen sich diese Fragen erst wenn mann wieder zu Hause ist und in Ruhe über alles nachdenkt.
Gruß Rübe

Phillis
20.08.2002, 15:15
…an Rhus hatte ich auch gedacht, aber nachdem es dann keine Verstauchung ist, sondern ein Riss ist…oder nicht?
Der Riss brachte mich auf Symphytum…aber gut.

Wenn Du das möchtest, kommt ihr ohne OP aus.
Das ist zum Glück Deine Entscheidung.
Mich macht es immer stutzig, wenn dem Hund soundsoviel Zeit gegeben wird und dann leider nur noch eine OP die Lösung ist.
Warum sollte sich die Sehne nicht wieder erholen? Wie neu wird sie nicht und Zeit braucht es sicher mehr als 10 Tage.
Die OP ist in meinen Augen schlimmer als das jetzt:
Narkose, das Rumgeschneide (oder was auch immer da gemacht werden soll!!!), die lange Nachbehandlung. Sicher macht der TA das für euch auch nicht kostenlos, ja?

Ich stelle mir vor, was ich machen würde, wenn ich irgentwo in der Pampa leben würde und keinen TA in der Nähe wäre.
In erster Linie würde ich mich auf das Tier verlassen.

Ich kann Dir da ein Beispiel aus den vergangenen Tagen berichten: unser Katzenfindling (7 oder 8 Wochen alt) stoppte an einem Tag schlagartig seine wilden Spiele, zog sich zurück und mochte nicht angefasst werden. Ich konnte mir das nicht erklären und habe über einen Tag herumgerätselt. Den wilden Teufel so aphatisch rumliegen zu sehen machte mir Angst!
Ich fand heraus, daß meine Tochter ihr beim Rumtoben auf das winzige Beinchen getreten war. Wir ließen sie in Ruhe und nach zwei Tagen schlafen, ruhen und ein wenig trinken war sie wieder die Alte.
Phänomenal finde ich das.
Phänomenal ist aber auch der Mut, den man aufbringen muß durchzuhalten ohne am Ende doch beim TA zulanden.
:D
Die meisten Tiere schaffen es nicht mal an einen Rückzug zu denken, da sehen sie schon ihren besorgten Besitzern im TA Wartezimmer in den Broschüren blättern. Ich kenne Leute, die sind weitaus häufiger beim TA, als bei ihrem Hausarzt!!

Du kannst ja bei Gelegenheit mal nachfragen, bei welcher Variante (OP/Nicht OP) die Folgen schlimmer sein können!!!
Ich kenne die Antwort! Du auch?

Phillis.