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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was kann man seinem Hund zumuten...



dogcat
11.12.2004, 14:40
Hallo,

vor einiger Zeit habe ich von meiner Hündin geschrieben, bei der eine Zyste im Gehirn per CT festgestellt wurde. Auf Grund dieser Zyste kam es zu motorischen Störungen wie Kreislaufschwierigkeiten, unruhiges hin- u. herlaufen, in Ecken stehen und einfach vor sich hinzuschauen, hinpinkeln und noch einiges mehr.

Die einzige Behandlungsmöglichkeit war und ist Kortison. Zu Anfang der Behandlung mit Kortison war alles bestens. Jetzt nach fast 3 Monaten sind die ganzen Störungen wieder da:0( :0(

Trotz Kortison. Der TA sagt zwar, mein Mädchen hat keine Schmerzen... aber ist es vertretbar sie mit diesen Störungen leben zu lassen oder ist es einfach nur egoistisch von mir...

Fressen und trinken tut sie noch ganz gut. Neben Kortison bekommt sie ACE-Hemmer und Wassertabletten.

Traurige Grüße

Anett
:0( :0(

Naddel633
11.12.2004, 17:07
Hallo Anett,

deine Hündin wird dir mitteilen, wenn es für sie nicht mehr geht. Und dann solltest du auch den letzten schweren Weg mit ihr gehen. Wenn sie noch lebensfroh ist und ihr Leben genießt, dann zeigt sie dir das. Wenn du den Eindruck hast, ihr geht es damit nicht gut- dann lass sie gehen. Du kennst deinen Hund am Besten- und sie wird dir mitteilen, wann die Zeit gekommen ist!

dogcat
11.12.2004, 18:04
Hallo Naddel,

das ist es ja. Sie zeigt kaum noch, daß sie sich freut. Wedelt fast gar nicht mehr mit dem Schwanz. Das ist für mich ein Zeichen, daß sie das Hundeleben nicht mehr genießt. Bis aufs Fressen vielleicht...Sonst ist ihr alles so ziemlich egal.

Diese Entscheidung zu treffen, ist so schwer...Ich weiß nicht, ob ich auch wirklich das Richtige tue..:0( :0(

Anett

kimba450
12.12.2004, 21:56
Hallo,
das ist wirklich eine verdammt schwere und schreckliche Entscheidung die du da treffen mußt.
Ich muß dir ganz ehrlich sagen das es meiner Meinung nach nicht das richige ist hier nach einem Rat zu fragen.Du kannst es zwar genau beschreiben wie sich deine Hündin verhält,aber keiner kennt deine Hündin wirklich so wie du.
Hast du mal einen anderen Tierarzt dazu gezogen?Oder eine Tierheilpraktikerin?
Hör dir die Meinungen an,von Leuten die dein Hund kennen und denen du vertraust!
Sollte es der schwere Schritt sein,dann tut es mir unendlich leid.
Ich mußte am 5 November meinen Rüden gehen lassen,es tut schrecklich weh und er hat eine unglaubliche Leere hinterlassen,aber es geht ihm jetzt gut!

Ich wünsche euch alles Gute und viel Kraft für die kommende Zeit!
Liebe Grüße
Ela

admin
13.12.2004, 12:37
@dogcat,
leider teilen Sie keine Details zur Hündin mit. es gibt aber, sofern die Zyste nciht an einer ungünstigen Stelle liegt durchaus die Möglichkeit chirurgisch einzugreifen.

Dabei kann die Zyste fenestriert, also geöffnet werden. Dadurch fließt der Inhalt ab und der Druck auf das betroffene Areal des Gehrins läßt nach.
Mit etwas Glück erholen sich die Tiere nach einem solchen Eingriff sehr gut.
In Berlin an der Uni ist Dr. Forterre tätig, der solche Eingriffe vornimmt.
Eine Besprechung des CT mit ihm wäre anzuraten, um die Chancen einschätzen zu können, bevor Sie dorthin reisen. ;)

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Kirsten Thorstensen
Vet Services Manager

Zooplus AG

dogcat
13.12.2004, 21:42
@admin,

habe Sie vor einiger Zeit per TA-Frage angeschrieben, wo Sie den Tip mit Dr. Forterre gegeben haben. Daraufhin habe ich ihn angeschrieben und ihm die CT-Bilder übersandt. Leider sitzt diese Zyste sehr ungünstig tief im Gehirn, daß auch Dr. Forterre der Meinung ist, man würde mit einer OP mehr Schaden anrichten...

Wenn alles klappt, und wir vor Weihnachten noch einen Termin bekommen, werden wir nochmals ein CT machen lassen. Dann werde ich dem Dr. Forterre nochmal die Bilder schicken.

Gruß Anett

CundM.Gruner
14.12.2004, 00:14
Original geschrieben von dogcat
@admin,

habe Sie vor einiger Zeit per TA-Frage angeschrieben, wo Sie den Tip mit Dr. Forterre gegeben haben. Daraufhin habe ich ihn angeschrieben und ihm die CT-Bilder übersandt. Leider sitzt diese Zyste sehr ungünstig tief im Gehirn, daß auch Dr. Forterre der Meinung ist, man würde mit einer OP mehr Schaden anrichten...

Wenn alles klappt, und wir vor Weihnachten noch einen Termin bekommen, werden wir nochmals ein CT machen lassen. Dann werde ich dem Dr. Forterre nochmal die Bilder schicken.

Gruß Anett

dogcat
14.12.2004, 21:42
CT-Termin

Hallo,

haben am 23.12.04 Termin zur Computertomografie..Mag gar nicht daran denken, was dabei rauskommt. Glaube, nichts gutes...Kortison wirkt nicht mehr

Fido
14.12.2004, 21:48
Ich drück am 23. ganz feste die Daumen.:hug:

Codileine
15.12.2004, 23:37
hallo Anett,
ich hab ja am 11.10. meinen Dino auch schweren Herzens einschläfern lassen, ich konnte das nicht mehr mit ansehen, ich war lange genug egoistisch und hab immer gehofft, das alles besser wird, ist es aber nicht. Dino ist Tag und Nacht so unruhig hin und her gelaufen und mein TA sagte man weiß nicht, ob das vielleicht Schmerzen sind. Dino war vom Kopf her auch total fitt und aufmerksam aber man konnte mit ansehen, daß der Körper einfach nicht mehr wollte. Ich hätte nie gedacht,. daß ich in diesem Moment so stark sein konnte, wie gesagt nur in diesem Moment, aber ich denke ich hab Dino damit sehr
geholfen. Jedenfalls hatte ich mich entschlossen keine Experimente mehr mit Dino machen zu lassen, ich hätte ihn wahrscheinlich mit täglichem Tropf oder Spritzen oder sonstwas auch noch am Leben halten können, aber das hat er nicht verdient. Egal wie es mir jetzt geht, ich denke aber das es für Dino das Beste war. Ich wünsche Dir, daß Du die Kraft hast, wofür immer Du Dich entscheidest

rocky1
17.12.2004, 20:33
Hallo!

Ich drücke Dir und Deinem Hund auch ganz fest die Daumen. Ich hab am 23.12. Geburtstag, und wenn ich mir was wünschen könnte, dann Hoffnung, Glück und eine Chance für Deinen Lebensbegleiter und für viele andere auch.
Mein Hund begleitet mich jetzt seit über zehn Jahren und ich weiß, dass irgendwann der Zeitpunkt kommen wird, wo er geht. Ich habe Angst davor und kann Dir gut nachfühlen.

Alles alles Gute für euch!!

Faxeline
26.12.2004, 21:22
Die Frage - was kann ich meinem Hund zumuten? - hat sich uns vor über einem Jahr auch gestellt.
Faxi schien ihre Lebensfreude verloren zu haben - schonmal ging es ihr sehr schlecht, da erlitt sie einen Schlaganfall. Doch sie hat ihn überlebt und ihre Schwachheit war irgendwie anders.
2003 war alles anders. Sie sah so traurig aus. Am Ende hat sie sich sogar selber angeknurrt. Da wussten wir, dass es Zeit war. Am 5.12.2003 haben wir sie einschläfern lassen. Ein Teil von mir fragt aber noch immer, ob das richtig war.
Dein Hund wird dir zeigen, wenn du ihm nicht mehr zumuten kannst. Hör auf dein Herz - auch wenn man nie ganz aufhört zu zweifeln.

Traurige Grüße,
Anna

Fido
26.12.2004, 22:31
Was ist den rausgekommen bei der CT???
Ich denke so oft an euch sag doch mal Bescheid

dogcat
28.12.2004, 20:14
Hallo,

danke an alle, die für uns in der letzten Woche Daumen und Pfoten gedrückt haben. Leider hat es nichts gebracht. Die Krankheiten waren stärker:0( :0(

Der Termin vom 23. mußte auf den 22.12. vorverlegt werden. Und das ist leider auch der Todestag meines geliebten Mäuschens:0( :0( :0(

Das Ergebnis des CT war niederschmetternd. Das Ding im Kopf ist in dem halben Jahr um einiges größer geworden. Die Nervenbahnen waren tumorös entartet. Sie muß unter sehr starken Schmerzen gelitten haben, vor allem Kopfschmerzen, da sie ja auch den Kopf an Gegenstände gepreßt hat. Da sie auch vom Bauchumfang sehr dick war und sonst sehr mager wirkte, hat der TA auch noch Ultraschall gemacht und sich auch Knochen und die anderen Organe per CT angesehen. Sie hatte noch 2 leichte Bandscheibenvorfälle (wir haben nichts bemerkt) :0( , eine stark vergrößerte Leber, Ablagerungen in den Nieren und ihr Körper hat angefangen Muskelmasse abzubauen.

Und dann hat der TA gesagt, "wo hört Tierliebe auf und beginnt Tierquälerei" Ich wollte doch nicht, daß mein Binchen leidet...

Sie sollte keine Schmerzen mehr haben...Und dann hab ich die schwerste Entscheidung meines Lebens treffen müssen. Sie war doch mein erster Hund

Ich hab mich von ihr verabschiedet, und als sie merkte, das ich bei ihr war, hat sie gewedelt. Da waren die Zweifel wieder da. Aber sie hatte ja fürs CT ne leichte Narkose bekommen und deswegen keine Schmerzen. Das war wohl ihr Tschüß sagen. Ich bin bei ihr geblieben, bis sie ganz in Narkose lag und nichts mehr mit bekommen hat.

Ich weiß, daß meine Entscheidung richtig war und ich habe keine Zweifel. Sie muß nun nicht mehr leiden. :0( :0( :0(

Anett

Fido
28.12.2004, 20:30
Anett,es tut mir so schrecklich leid ,ich hab so oft an euch gedacht.Ich weiß ja leider wie schlimm das ist ,ich mußte diese schwere Entscheidung schon 2 mal treffen das letzte mal vor nicht ganz 8 Wochen.Aber du hat das richtige getan ,ihr geht es jetzt besser ,sie spielt bestimmt mit meinen Zweien da oben an der Regenbogenbrücke und was das wichtigste ist sie hat keine Schmerzen mehr.Ich weiß auch das dich zwischendurch Zweifel quälen ob du das richtige gemacht hast,war bei mir auch nicht anderes ,menno was hab ich bei Arco gekämpft,stundenweise gings ihm gut dann war wieder Hoffnung da ,dann immer wieder der Zusammenbruch, es war ein wochenlanges Leben zwischen Verzweiflung und Hoffnung.Und als es dann soweit war ,konnte ich es nicht verstehen.Ich denke heute noch oft das ich das alles nur geträumt hab und wenn ich dann die kleine Paula in Arcos Körbchen sehe wird es mir wieder schlagartig bewußt.Ich glaube fest dadran das wir uns da oben wiedersehen und ein Teil von ihnen wird immer in unseren Herzen sein ,aber es tut so schrecklich weh.
ich drück dich ganz ganz feste

dogcat
28.12.2004, 21:35
Petra,

Auch bei meinem Mädchen gab es Tage, wo sie recht gut drauf war. Wir haben uns dann immer so gefreut, und gehofft, es wird wieder. Die Medikamente helfen. Am nächsten Tag sah alles wieder ganz anders aus. Haben uns immer eingeredet, alles wird gut. Nichts wurde gut.

Ich werde mein Mäuschen nie vergessen. Sie wird immer ein Teil von mir sein. Auch wenn ein neuer Hund kommen wird. Weil ich einfach nicht ohne Hund leben kann.

Anett

Fido
28.12.2004, 21:51
ja das kenne ich nur zu gut,ich wollte es einfach nicht warhaben.Ich hab echt bis zum letzten tag geglaubt das er wieder gesund wird:(
Wir haben erst gesagt ,nein nie wieder einen 2.Hund,es tat so weh.Und dann nach 4 Tagen hab ich die kleine Paula geholt,sie war ein Notfall,mit 13 Wochen,und sie brauchte mich .Es war eine ganz spontane Entscheidung ich hab einfach ja gesagt.Meine Gefühle sind zwar total Achterbahn gefahren ,war alles ein bisschen viel,Trauer Freude,Verzweiflung,Lachen Weinen.Aber es war richtig so,es war das beste so schnell ein Baby zu holen ,sie hat mir das lachen wieder beigebracht und hat mich aus diesem Trauerloch wieder rausgeholt,ich konnte mich nicht in der Wohnung vergraben und nur heulen.Ich wollte nicht wieder 3,5 Monate nur weinen wie bei Boomer vor 2,5 Jahren ,da gings mir auch erst besser als ich meinen ben im Arm hatte.Es ist kein Ersetzen ,das geht soweiso nicht .Aber das Leben fängt wieder an mit einem weiteren treuem Freund.Lass dein Herz entscheiden wann du einen neuen Hund brauchst,dann machst du das Richtige und deine Süße wird da oben auch glücklicher sein wenn du nicht mehr soviel weinst