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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : schwieriger Hund und Katze



Thea
13.08.2002, 11:38
Hallo,
hab unter Tiervermittlung schon von meinem schwierigen Rüden geschrieben. Alles hat sich etwas gelegt, nur nicht das Problem mit den Katzen. wir haben zwei neue Katzen, die kann er überhaupt nicht akzeptieren. Nachden er anfangs völlig ausgerastet ist, wenn er sie nur gesehen hat, kann ich jetzt mit ihm angeleint durch Haus gehen auch wenn die Katzen da sind. Meine Hündin kann ich schon frei mit den Katzen im Haus laufen lassen. Sowie eine Katze sich aber bewegt, versucht er sie zu schnappen, teilweise sitzt er vor ihnen und der Sabber läuft ihm aus dem Maul. Ich weiss ehrlich geasgt nicht, wie ich jetzt weitermachen soll, ich kann ja nicht permanent entweder die Katzen wegsperren oder den Hund anbinden, habt ihr eine Idee, wie es weitergehen kann?

Liebe grüße, Thea:confused:

cheroks
14.08.2002, 11:09
Du musst sicher noch länger so weiter machen, wenn es denn überhaupt klappt. Dein Hund macht ja schon Fortschritte, immerhin geht er nicht mehr sofort auf sie los. Vermeide Unfälle, lass ihn erstmal an der Leine. Achte auf dein Verhalten, wenn er auf sie losspringt nicht wild aus und nein und pfui, sondern ein ruhiges, konsequentes Nein und Schnauzengriff und danach ausgiebig loben. Er soll ja nicht "böse" werden auf die Katzen, sondern er soll akzeptieren, dass die vermeintliche Beute ab jetzt mit ihm unter einem Dach wohnt. Ich weiß nichts über deinen Hund, wie alt er ist, ob er je Jagderfolg hatte etc. Vielleicht kannst du ihm nebenbei noch mal erklären, was du mit Nein,Aus oder Pfui (welches Wort du auch immer benutzt) meinst, in dem du dir ein Spiel ausdenkst, wo er etwas nicht nehmen darf, und eventuell einen Ersatz bekommt.
Habe Geduld, bei meiner damals 2,5 Jahre alten Schäferhündin aus dem Tierheim hat es auch geklappt. Mit viel Geduld und Konsequenz hat sie begriffen, wir Menschen sehen es nicht so gerne, wenn sie versucht eine der Mitbewohnerin zu fressen. Immerhin erwartet man ja nicht wenig von seinem Hund, wenn man ihm so eine Beute vor die Nase setzt und er sie nicht schnappen darf.

Thea
14.08.2002, 11:34
Hallo,
also mein Hund ist 3-4 Jahre alt, ist ein Fundtier aus dem Tierheim. Als er zu uns kam hatten wir einen Kater, den hat er zwar immer bedrängt, weil er spielen wollte, aber es ging dann irgendwannganz gut. Es ist nun ein Jahr her, dass der Kater weg ist, und nun haben wir zwei neue Katzen, die absolut hundegewohnt sind, d.h. sie bleiben völlig cool sitzen, wenn der Hund seinen Film fährt. Nur wenn er also zu dicht ranschnappt, fauchen sie mal und es gibt einen Pfotenhieb, sie treffen ihn aber nicht. Ob er in seinen ersten beiden Lebensjahren Jagderfolg hatte weiss ich nicht, jedenfalls hat er ja unseren ersten Kater auch nicht als Beute sondern Spielgefährten angesehen. Er ist auch sehr eifersüchtig, wenn er dabei ist, lasse ich die katzen völlig links liegen als wenn sie gar ncht da wären, trotzdem geiert er nur auf die Katzen. Imeerhin frißt er jetzt schon in ihrer Gegenwart, das konnte er anfangs gar nicht, ich will ihn jetzt nur noch in ihrer Gegenwart füttern, damit er Angenehmes mit ihnen verbindet. Weiler aber so heftig reagiert, mache ich mir Sorgen, dass es überhaupt nicht klappt. Den Begriff "nein" haben wir geübt mit Futter, das er dann nicht nehmen darf, erst wenn er sich abwendet bekommt er es zur Belohnung. Meinst du wir haben wirklich noch eine Chance? :( :confused:

cheroks
14.08.2002, 15:16
Ja ihr habe eine Chance! Denn er kennt Katzen und er weiss also, dass er sie nicht fressen darf. Du musst die Katzen nicht ignorieren, wenn der Hund in der Nähe ist. Deinem Hund muss klar werden, die Katzen dürfen hier sein und sie werden auch bleiben und sie gehören dazu. Mach ihm klar, welches Verhalten er an den Tag legen soll, wenn die Katzen da sind. Mit viel Lob und Konsequenz! Gut ist, dass die Katzen wissen, wie man mit einem Hund umgehen muss. Meine Hündin hat leider auch das ein oder andere Mal eine gewischt bekommen, aber das lässt sich schwer vermeiden. Übe weiter und mach ihm klar, er darf nicht so ungestüm sein. Du bist der Chef und du bestimmst, wer bei euch wohnt. Unsere Hunde haben es alle gelernt, der eine früher und der andere später, der eine mit Schramme und der andere ohne. Unser Labrador/Dalmatiner Rüde, jetzt 8 Jahre, hat unserem Kater böse nachgestellt und auch bei ihm hatten wir bedenken, dass das jemals gut geht. Hat auch 6-8 Monate gedauert, aber nun klappt es ganz wunderbar. Klar ist natürlich, niemals die Katze auf den Arm nehmen wenn der Hund da ist, den Hund ablenken, wenn möglich, oder langsames, vorsichtiges Nähern gestatten, aber zur Not im richtigen Moment eingreifen. Eine Garantie gibt es nicht, aber jetzt schon aufgeben würde ich auch nicht. Wie gesagt, wer ist der Boss und wer darf bestimmen wer bei euch wohnt. Er wird sich schon daran gewöhnen, dass es jetzt noch zwei Mitbewohner gibt.

Thea
14.08.2002, 21:40
Hallo,
das klingt ja ganz zuversichtlich. 6-8 Monate sind natürlich eine lange Zeit, aber wenn es danach all die Jahre klappt, lohnt es sich wohl. Stimmt, ich sollte mir klarer darüber sein, dass ich ja bestimme, wer hier bei uns wohnt. Vorhin haben sie schon einmal genäselt und er hat mit dem Schwanz gewedelt, zwar nur kurz, danach hätte er sie doch lieber gefressen, aber immerhin.