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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wer hat Erfahrung mit Hüftgelenks-Endoprothese?



geierwally
16.10.2004, 13:09
Benji ist ein Labrador Ridgeback Mischling und ist jetzt 7 Jahre alt; er hat massive HD... Zuletzt dadurch auch einen Bänderriss.
Die Muskulatur ist hinten nun so gut wie gar nicht mehr vorhanden und man merkt deutlich, dass er Schmerzen hat. Unser Tierarzt hat uns 2 Möglichkeiten gegeben - solange wie möglich mit Medikamenten schmerzfrei halten oder eine künstliche Hüfte. Jetzt hätte ich gerne gewusst, ob hier irgend jemand Erfahrung mit so einer Operation gemacht hat....

Lee19
18.10.2004, 15:48
Hallo geierwally,
Mein 5 Jahre Labrador Hündin hat am 06.10.2004 Ihre zweite künstliche Hüfte bekommen. Sie ist in der Tierklink am Kaiserberg in Düsburg opperiert worden. Als Vorbereitung bekommt der Hund 2 Tage vor der OP Synolux (o.s.ä.) 24 Std vor der OP nichts mehr zu essen und 12 Std. nichts mehr zu trinken.
Bei uns lief es so ab das der Hund Mittwochs morgens da sein mußte. Ca.3 Std. läuft die opperation. Besuchen vom Hund ist nicht erlaubt, telefonisches nachfragen ist möglich. Abholen konnten wir sie wieder Freitag Nachmittag. Synolux noch weitere 14 Tage. Der Hund bekommt das Bein bis oben hin rassiert und verbunden. Verband kommt nach zehn Tagen runter, sowie Fäden ziehen. Die ersten 2 Wochen 3x5min Rausgehen, dann 2 Wochen 3x15 min usw. Keine Treppen bis 4 Wochen nach der OP und Röntgen nach 8 Wochen.
Hund ist in den acht Wochen sowie das nächste halbe Jahr an der Leine zu führen.
Kosten für die OP ca. 1.330 € plus Nachbehandlung + Röntgen.

Bei Ihr gab es noch Probleme mit der neuen/alten opperierten Hüfte das sie sich innerhalb von 2 Jahren zweimal entzündet hat.

Hast Du Dich schon mal über die Goldakupunktur informiert?
Das wäre auch noch ein Versuch wert. Es kostet weniger und der Hund kann danach normal belastet werden (also kein Tragen).

Gruß Nicole + Lee

geierwally
18.10.2004, 18:59
hi nicole & lee...
danke für deine antwort...
goldimplante bekam benji schon als er 2 - 3 war... die sind mittlerweile aber nicht mehr dort, wo sie sein sollten und helfen nicht mehr...
abgesehen vom ablauf der op...
ging es lee danach bedeutend besser und würdest du eine op wieder in betracht ziehen?
lg
johanna

Lee19
19.10.2004, 09:35
Guten Morgen,
ob ich die Op nochmal unbedingt in Betracht ziehen würde ist so ne Sache. Lee hat vor 2 Jahren die erste Endprothese bekommen. Nach einem halben Jahr und nach ca. 1,5 Jahren hat sich diese Hüfte entzündet. Das ist für den Hund sehr sehr schmerzhaft.
Habe sehr lange überlegt wegen der zweiten OP. Angemeldet zur OP haben ich sie als sie mit allen vier Pfoten am humpeln war. Danach kam die zweite Entzündung und mehr und mehr Zweifel. (Was ist wenn sich beide Seiten entzünden? Kann der Hund dann noch gehen? Woher kommen die Entzündungen?)Vor der zweiten OP wurde sie geröntgt ob mit der opperierten Seite alles in ordnung ist. (In sehr seltenen Fällen kann es passieren das sich die Hüfte löst)
Es war nichts festzustellen woher die Entzündungen kommen.

Ich sollte aber erwähnen das das meine Erfahrungen sind.
Lt. Aussage der Tierklinik entzündet sich bei den anderen Hunden die Hüfte nicht. Es kann sein das es durch eine Überbelastung entstanden ist, da die andere Seite noch nicht opperiert war.

Belasten tut sie die neue/alte Hüfte ganz normal.
Läuft damit ohne Probleme.
(Hatte hochgradig HD beidseitig seit dem Welpenalter. Gelenk ist immer aus der Pfanne rausgesprungen)

Du solltest bedenken das es eine große OP ist.
Es wird immer nur eine Seite gemacht.
(Meine gehört zu haben das die zweite Seite ca. nach einem halben Jahr gemacht werden kann)
Der hund ist für ca. 1 Jahr an der Leine zu führen.
Kein spielen, kein toben, kein rennen.

Die ersten 4 Wochen keine Treppen, d.h. tragen.
Ich weiß nicht wie schwer Dein Hund ist, aber Lee wiegt 30 KG und muß eine Etage hoch.
8 Wochen kein springen, auch nicht ins Auto.

Ich würde an Deiner Stelle mir die Röntgenaufnahmen schnappen und mal zu einer Tierklink fahren die HD opperationen machen.
Mal schauen was die sagen, auch wegen dem Alter des Hundes.
Wenn die sagen machen wir und wir sehen auch keine andere Möglichkeit der Besserung würde ich die OP machen lassen.
Und wenn möglich so kurz hintereinander wie es nur geht. (Wegen der schonzeit)
Ich schätze nach der Opperation wird es Deinem Hund auf jedem Fall besser gehen. (Kein Schongang und keine Schmerzmittel mehr)
lg Nicole

geierwally
19.10.2004, 09:38
danke für deine antwort!