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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Warum nur?



Babyfi
13.10.2004, 13:59
Hallo Ihr lieben,

es ist einfach nur schrecklich, wenn man sein Tier so vermisst.
Wir waren im Urlaub und alles war gut. Ich meinte noch zu meinem freund, was er denn von einer 3. katze halten würde (wir hatten 1 Katze und 1 Kater), nein war seine Antwort und ich gab mich auch damit zufrieden.
Dann-es war der 26.9. so gegen 10 Uhr rum- gefiel es mir überhaupt nicht mehr im Urlaub ich wollte nur noch heim. Ein ganz komisches Gefühl herrschte in mir, aber ich raffte mich auf und dachte, die 2 Tage übersteh ich jetzt auch.
Am 28.9. sind wir nachts um 1 Uhr zuhause angekommen, keine Katze kam, das unsere Kleine nicht da war verwunderte mich nicht so sehr, aber unser Tiger...er kam einfach nicht.
Am nächsten Morgen teilte mir unsere Katzensitterin mit, daß er am Sonntag morgen überfahren wurde. Ich habe 3 Tage mit Dauerheulen verbracht. Er war einfach keine normale Katze, er war so anders. Er war unser ein und alles. ich könnte jetzt soviele Charakterzüge aufzählen, die ihn ausgemacht haben, aber das würde wohl den Rahmen hier sprengen.

Es tut einfach so weh. Warum habe ich ihn allein gelassen? Warum wird er in einer 30er Zone überfahren? Warum? Warum? Warum?:0(
Das ganze ist jetzt 2 Wochen her und ich kann immer noch nicht richtig darüber reden. Ich finde einfach keine Worte. Ich vegetiere abends irgendwie nur noch vor mich hin. Er fehlt an allen Ecken und Enden. Er hat mich getröstet, wenn ich trautrig war, er ging mit mir und meinem Sohn spazieren, er war so gutmütig und doch frech.

Was würde ich dafür geben, daß er wieder zurück kommt?! Ich konnte ihm nicht mal ein Grab machen, da er gleich zum Verbrennen gebracht wurde.

Hat man für so etwas einen 7. Sinn? Warum wollte ich eine dritte Katze? Warum ging es mir an dem besagten Sonntag so schlecht?:confused:

Ich hoffe die Zeit heilt die Wunden und man kann Bildern von ihm anschauen und sich freuen, daß er uns kurze 3 Jahre begleitet hat und ein schönes Leben hatte .

Vielen dank fürs "zuhören"
Angie

mk75
13.10.2004, 14:56
Hallo Angie,

ich kenne diesen Schmerz wenn ein Tier einfach viel zu früh durch so einen tragischen Unfall aus dem Leben gerissen wird.
Trösten kann sich i.M. wahrscheinlich keiner aber deinem Tiger geht es jetzt gut, es hatte es bei dir gut und auch du warst für ihn sicher etwas besonderes.
Der Schmerz wird nie ganz heilen aber in ein paar Tagen geht es dir sicher wieder etwas besser.
Vielleicht hat sich Tiger bei dir verabschiedet als du über eine 3. Katze nachgedacht hast und wollte dir damit sagen, dass du nicht zu arg traurig sein sollst und einer weitern Katze ein schönes Zuhause geben kannst.

Viele ganz liebe Grüße
Micha
Jeanie und Aladin

Nicki04
13.10.2004, 19:31
Hallo Angie!

Ich weiß wie du dich fühlst, und das sag ich jetzt nicht einfach nur so, ich habe selber vor über einem Jahr meinen geliebten Stubentiger verloren und es tut immer noch weh wenn ich an sie denke.
Meine Rosi war halt doch was besonderes und seit sie weg ist vermisse ich unsere Schmusestunden sehr.
Ich hab zwar jetzt wieder eine Katze, aber die ist halt so total anders, manchmal frage ich mich ob es richtig war sie zu mir zu nehmen, ob es nicht etwas voreilig war nach "nur" 2 Monaten nach Rosis Tod eine andere Katze zu holen.
Ich hab sie damals auch eigentlich eher genommen, weil die Besitzer (sie war von einem Bauernhof) sie nicht behalten wollten, da sie schon so viele Katzen haben und ich wollte nicht, dass sie die Katze töten (was ja auf Bauernhöfen meistens so üblich ist).
Ich hab sie Nicki genannt und sie ist so total anders als meine Rosi, sie schmust überhaupt nicht gerne und ist eher mehr zurückgezogen.
Aber ich hab auch sie lieb gewonnen, und ich bin mir sicher, dass unsere Bindung in den nächsten Jahren stärker wird, ich hoffe nur sie wird mir länger bleiben.

Jetzt bin ich etwas sehr vom Thema abgekommen, tut mir leid. Den einzigen Trost (wenn man es so nennen kann) den ich dir geben kann - und das war auch der einzige den ich damals hatte - ist, dass du weißt was mit deinem Stubentiger geschehen ist. Ich weiß es ist schwer zu wissen dass die geliebte Samtpfote gestorben ist, aber noch schlimmer wäre es wenn er verschwunden wäre und du nicht wüsstest was mit ihm passiert ist. Dieses ewige Hoffen dass er zurück kommt und die immer wieder kehrende Enttäuschung weil er nicht da ist, finde ich ist schlimmer als wenn du weißt dass er nicht mehr wieder kommt, denn so kannst du Abschied von ihm nehmen.
Ich weiß auch, dass meine Worte kein wirklicher Trost sind, aber ich weiß, dass der Schmerz zurück geht und du wirst dich an die glücklichen Stunden mit ihm immer erinnern können und du wirst ihn nie vergessen.

Ganz liebe Grüße
Gabi und Nicki

Nachtgewächs
14.10.2004, 11:21
Arme Angie,
ich kann Dich so gut verstehen, mein Paul ist ja auch erst vor einer Woche eingeschläfert worden, und ich weine auch noch manchmal, obwohl ich noch einen Kater habe, der mich ein bisschen ablenkt. Paul war auch ein ganz besonderer, zumal er ca. 17 Jahre alt geworden ist. Heute morgen, als ich mein Frittilein füttern wollte, lachte mir wieder die Katze von der Felix-Dose entgegen, der mein Paul wie aus dem Gesicht geschnitten war. Überall begegne ich Dingen oder Situationen, die mich an ihn erinnern. Ich vermisse ihn sehr, ich hoffe, mit der Zeit verblasst das etwas. Ich versuche immer, mich an die schöne Zeit mit ihm zu erinnern, und ein schönes, langes Leben hatte er mit uns.
Liebe Grüße
Ariane

chaoscats
14.10.2004, 12:32
DAS wär für uns auch ein Horror:eek: :( nach Hause kommen und eine weniger...:0(
Und dann noch erst im Nachhinein erfahren, das war bestimmt ein Hammer!
Och Mensch, lass dich mal drücken...:hug: