PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lymphatisches Sarkom beim Hund



rowdy
11.10.2004, 12:00
Hallo,

bei unserem 9jährigen Mischlingsrüden wurde Lymphdrüsenkrebs festgestellt. Noch geht es ihm recht gut. Ausser dass er ständig hechelt, einiges Gewicht verloren hat und insgesamt schnell "schlapp" macht, ist er noch ganz lustig und scheint nicht zu leiden.

Wer kann mir etwas darüber sagen, was uns erwartet? Wie kann der weitere Verlauf der Krankheit aussehen?
Die Tierärztin hält sich eher bedeckt und möchte keine Prognose abgeben.

Wer kann mir seine Erfahrungen mitteilen? Wir sind reichlich hilflos, da wir nicht die geringste Ahnung haben, wieviel Zeit uns noch bleibt und was auf unseren Hund (und uns) zukommt.

Danke - Grüße
rowdy

Sachari
11.10.2004, 19:23
Hallo Rowdy!
Es tut mir sehr leid, daß Ihr eine solche Diagnose und anscheinend auch keine weiteren "Wegweiser" bekommen habt....
Seit wann steht diese Diagnose und liegt ein histologischer Befund vor?
1997 verloren wir unseren Barney auch durch diese aggressive Erkrankung. Er hatte über Nacht eine geschwollene Halsseite bekommen, aber sonst keine Beschwerden. Wir schoben es auf eine allergische Reaktion auf das neue Halsband, das er einen Tag zuvor neu bekam. Der TA war sich auch nicht sicher, denn die Schwellung war groß und nicht abgrenzt und nicht schmerzhaft.... 2 Tage später war sie immer noch da und breitete sich langsam aus. TA meinte nun, der Lymphknoten sei befallen, schlug eine PE vor. Machten wir. Barney überstand dies gut und war so munter wie immer. Das Ergebnis kam 1 Woche später, und brachte uns die schreckliche Diagnose....
"extrem bösartig wachsendes Lymphdrüsen-Sarkom"...
Nun, wir ahnten nicht wie extrem dieses Sarkom war...
Es kann bei jedem anders verlaufen, bei Barney war es ganz furchtbar schnell und aggressiv.... :0(
Von einem auf den anderen Tag wollte er nicht mehr so gern laufen, er fraß schlechter, schlief viel....
Was soll ich sagen.... Von der Diagnosestellung bis zu seinem Gang über die Regenbogenbrücke blieben ihm 18 Tage......
Aber wir haben ihm die Schmerzen erspart....
Eine Prognose für den einzelnen Hund zu stellen ist sehr schwierig, selbst unser TA war entsetzt wie schnell es plötzlich mit unserem Barney ging... Barney war ein eng. Cocker-Spaniel und wurde nur 9 1/2 Jahre jung.... Es tut immer noch weh...

Ich hoffe, Ihr habt noch sehr viel länger mit Eurem Vierbeiner!
Alles Gute für Euch!
LG Tina

Stanly
11.10.2004, 21:19
Hallo Rowdy
Versuchs doch mal im Forum www.vets4pets.ch. Im Diskussionsforum Hundekrankheiten findest Du eventuell Informationen, die Dir weiterhelfen können. Das Thema Lymphdrüsenkrebs wurde dort ausführlich besprochen.
Ich wünsche Dir viel Glück und hoffe, dass Du eine geeignete Therapiemöglichkeit findest.
Liebe Grüsse,
Stanly

rowdy
12.10.2004, 10:47
Hallo,

herzlichen Dank für die Antworten, beide sind sehr hilfreich:

auf der angegebenen URL finde ich - da der Threat wirklich intensiv besprochen wird - tatsächlich Einiges an Informationen - Danke!

Und die Erfahrungsbeschreibung hilft auch sehr weiter, wenn auch dahingehend, dass sich meine Befürchtungen bestätigen. Richtig schlimm finde ich den absolut "heimtückischen" Verlauf der Krankheit. Denn so richtig handfeste Symptome waren bei unserem lieben Fellgesicht gar nicht festzustellen: er fraß nach wir vor gut, das Fell glänzte, und dass er nicht mehr ganz so viel rumtobte und schnell schlapp wurde, haben wir auf das nun doch beginnende Alter geschoben.

Zum Tierarzt sind wir mit ihm, weil "irgendwas" komisch war mit dem Hund - die Körperform hatte sich verändert, er hechelte nachts obwohl es nun doch nicht mehr so warm war und so weiter.... Die TAin konnte bei der Untersuchung bereits veränderte Lymphknoten tasten, eine Gewebebiopsie wurde ebenfalls recht schnell gemacht, um Klarheit zu haben. Seit einer Woche steht die Diagnose fest - und der liebe Hund baut nun rasend schnell ab, so dass eine Therapie gar nicht mehr in Frage kommt. Alles geht jetzt plötzlich so furchtbar schnell , obwohl der Beginn der Krankheit eher versteckt und schleichend war. Und dass es so schnell geht, bestätigen mir nun alle Erfahrungsberichte.

Wir hatten uns noch auf ein paar gute Jahr mit einem etwas ruhigeren Pensionär eingestellt. Jetzt freuen wir uns über jeden Spaziergang, den er noch mitmacht und jede Minute Spiel, die ihn noch aufleben lässt. So richtig glauben können wir es wohl alle noch nicht....

Nochmals lieben Dank für die Antworten.

Sachari
12.10.2004, 11:24
Hallo Rowdy,
es tut sehr weh und leider habt Ihr wohl keine Chance Eurem Vierbeiner noch viel zu helfen. Aber Ihr könnt ihn sanft auf die andere Seite geleiten... :0( , wir haben mit dem TA damals besprochen, wenn Barney Schmerzen haben sollte oder wir einfach den Zeitpunkt verpassen, wo es zur Qual werden würde, dann sollte der TA uns daraufhinweisen....
Wir drei (mein Mann, der TA und meine Wenigkeit) kamen am gleichen Tag bei einer der täglichen Untersuchungen, wortlos fast zum gleichen Ergebnis.... So haben wir unseren "Puschel" (wir heulend) sanft gehen lassen.... :0( . Das war schließlich das Einzige, das wir noch für ihn tun konnten..
Hätte mir damals jemand gesagt, wie fürchterlich schnell diese Krankheit verläuft, dann wäre ich noch mehr an seine Lieblingsplätze gefahren... , hätte die Zeit mit noch intensiver genutzt....,
Ich fühle mit Euch...
LG Tina :0( :0( :0( :0( :0( :0( :0(

rowdy
12.10.2004, 13:32
Hallo liebe Sachari,

du schreibst mir aus der Seele! Denn die Frage, wann ist der "richtige" Zeitpunkt uns zu verabschieden, ist das Nächste, das nun auf uns zukommt. Und mir graut davor. Ich kann
nur darauf vertrauen, dass Rowdy (ja, so heißt er :-) uns zeigt, ab wann das Leben für ihn nur noch schlimm ist. Wie soll man soetwas nur richtig entscheiden können?

Und nachdem wir nun davon ausgehen müssen, dass die Krankheit weiterhin so rasend fortschreitet, werden wir uns ganz besonders aufmerksam mit ihm beschäftigen, zu Lieblingsplätzen gehen(!) und ihn knuddeln, knuddeln, knuddeln. Heut nacht saß ich wieder eine Stunde lang bei ihm und habe ihn beruhigt, so dass er sogar einschlafen konnte. Das Atmen wird von Tag zu Tag schwerer, er nimmt täglich spürbar ab. Von seinen ursprünglich 46kg sind in den letzten 2 Wochen 5 kg "verschwunden", obwohl er noch ganz normal frisst. Selbst das Halsband ist zu weit geworden....

Vor allem unsere 16jährige Tochter ist wirklich untröstlich.
Nochmals danke für deine mitfühlenden Worte, die mir wirklich eine Hilfe sind.

Sachari
12.10.2004, 20:36
Ein trauriges Hallo,

den "richtigen" Zeitpunkt gibt es wohl nie.... Aber wir hatten für uns beschlossen, daß unser Barney keinerlei Schmerzen oder eine extreme Einschränkung seiner Lebensqualität erleiden sollte... Darum hieß es für uns Abschied nehmen, als er nicht mehr laufen wollte, das Fressen einstellte, nur noch traurig guckte und kaum merklich auf Ansprache reagierte.... Und das ging - wie schon gesagt - innerhalb von wenigen Tagen...
Wir hatten sehr gehofft, doch noch mehr Zeit mit zu haben.. Leider vergebens...
Eine Überlegung war, den TA kommen zu lassen, damit Barney zuhause "einschlafen" konnte... Das verwarfen wir aber wieder, da unsere Tochter zu dem Zeitpunkt 3 Jahre alt war und das hätte sie nicht verkraftet.... Wir begruben ihn auf einem brachliegenden Feld (Grundstück gehörte meiner 1.Schwägerin)... Ich hob das Grab aus, an dem Tag an dem Barney von uns ging... Es regnete... :0(
Total aufwühlend...
Habt Ihr Euch schon mit Gedanken befaßt, wo Euer Süßer bleiben soll, wenn er nicht mehr körperlich bei Euch ist?
Daß Deine Tochter auch extrem traurig ist kann ich verstehen, schließlich ist sie mit Rowdy aufgewachsen....
Wir haben 3 Hunde zuhause, der Älteste wird morgen 14 Jahre und ist ein echter Senior... und hat doch eine erhebliche Einschränkung seiner Lebensqualität, aber wir wollen ihn noch bei uns behalten...
Alles Gute für Euch, auch wenn es unabänderlich ist für Rowdy..
Ihr habt ihm wenigstens ein schönes Hundeleben geboten und laßt ihn mit Liebe gehen....
LG Tina

Wonda
13.10.2004, 21:21
HALLO Rawdy,
leider kenne ich mich für diese Diagnose zu wenig aus, aber meine Hündin hatte vor kurzem eine OP wegen einem Tumor am Hals, der aber gutartig war(das war bis zur OP nicht wirklich klar).
Ich hatte auch kein gutes Gefühl, den mit meinen Tieren hatte ich schon immer viel Pech(meine erste Hündin starb bei der Kastration in der Narkose..und so ging es weiter...).

Ich wünsche Euch viel Glück und Kraft.

Viele Grüße
Andrea:cu:

rowdy
22.11.2004, 13:22
Am vergangenen Dienstag, den 16. November, mussten wir unseren "Dicken" einschläfern lassen.

Nachdem die Krankheit sich zunächst ganz langsam weiter entwickelte, hatten wir tatsächlich die Hoffnung, dass sich die vielfachen Hinweise auf einen rasanten Verlauf vielleicht doch nicht bestätigen. Zwar war er innerhalb kurzer Zeit auf dem rechten Auge blind (es war bereits vom Krebs befallen), ansonsten aber insgesamt ganz recht munter.

Aber dann ging alles ganz furchtbar schnell. Innerhalb von 2 Tagen haben die Lymphknoten komplett versagt, der arme Körper von Rowdy füllte sich mit Lymph-Ödemen. Der Zusammenbruch kam schnell und vollständig.

Letztendlich war "der richtige Zeitpunkt" nicht zu übersehen und sehr deutlich erkennbar - was die Entscheidung nicht einfacher macht.
Somit haben sich die Erfahrungsberichte voll bestätigt - Lymphosa Sarkom ist eine extrem aggressiv verlaufende Krankheit.

Wir können es kaum fassen, wie sehr er uns fehlt - auch wenn wir wussten, was auf uns zu kommt.

Nochmals danke für die Mitteilungen von Euch.

Fido
22.11.2004, 15:39
ich drück dich einfach mal ganz doll:hug:
Ich weiß wie schlimm das ist ,habe meinen Arco am 4.11.gehen lassen (Lebertumor,Schlaganfall mit anschließender Darmlähmug)es ist so schrecklich zu sehen wie schnell ihre Kräfte nachlassen und man nicht helfen kann,er baute auch innerhalb von 2 Tagen ganz rapiede ab,so das wir gar nicht mehr überlegen mußten wann der richtige Zeitpunkt ist .Mich tröstet nur das er jetzt nicht mehr leiden muß,auch wenn es uns das Herz zerreißt das er niemals wieder kommt,er feht uns so

:0( :0(
:hug: :hug: :hug:

b-spike
01.12.2006, 02:39
Hallo, es tut mir von ganzen Herzen leid dass Eure Wauzies von Euch gegangen sind. Bei unseren Spike wurde heute auch diese Schrecklich Diagnose festgestellt
, wir sitzen hier und weinen uns aus. Es fing damit an dass ich bei ihn vor ca. 4 Wochen entdeckte dass die die Stellen an den Kniekehlen bisschen dicker waren, wollte erst abgewarten um zu schauen ob es von alleine verschwindet bis ich am Wochenende entdeckte dass die Lympfknoten am Hals auch sehr dick sind. Spike
wäre oder wird ( wir wissens nicht :-( ) im März 2007 9 Jahre.

Nachdem wir hier von Euch erfahren haben wie schnell der Verlauf von dieser schrecklichen Krankheit ist werde ich morgen weinend im Garten ein Grab machen und Holz für einen Sarg kaufen. Soweit sich sein Zustand sehr verschlechtert werden wir ihn einschläfern lassen. Frage mich nur wie ich es verkraften soll? wie Ihr es verkraftet habt? Wir ( meine Frau und ich ) sind heute schon seit mehreren Stunden am Weinen

Wir habe noch eine Hündin, sie ist 1,5 Jahre Jünger, wir machen uns große Sorgen wie sie es verkraften wird? die beiden sind ein richtiges Traumpaar und können nicht ohneeinander

trofu
05.12.2006, 22:44
Hallo
Zur Erkrankung kann ich nichts sagen, aber wenn Spike sterben muss, lasst seine Partnerin ihn nochmal sehen, wenn er tot ist.
Sie "weiss" sonst nicht warum er nicht mehr da ist.
Die Hündin meiner Eltern, (beste Freundin meines Hundes , er ist mit ihr 4 Jahre zusammen aufgewachsen) wurde dieses Jahr überfahren.
Felix und ich haben sie nicht mehr gesehen. Mein Mann wollte es nicht, sie muss ziemlich zugerichtet gewesen sein.......

Ich würde es aber nicht mehr so machen. Besonders für Felix wäre es wichtig gewesen, zu sehen, dass sie tot ist. Nur so hätte er begreifen können warum sie nicht mehr da ist.
Er sucht sie immer noch, wenn wir bei meinen Eltern sind.
Obwohl inzwischen ein neuer Hund da ist.

Es tut mir so leid für euch, dass Spike so krank ist.
Unser Hund ist auch sehr krank und wir planen auch nur noch wochen, bzw. tageweise.......
Ich kann nachvollziehen wie ihr euch fühlt.

Lg

b-spike
20.12.2006, 01:43
hallo Rowdy, vielen Dank für den Tipp, möchte garnicht an diesen Augenblick denken wenn es soweit ist, auf jeden Fall werde ich es so machen wie Du es uns empfohlen hast. Den Hund geht es an sich gut, zumindest sehen wir es so, er hat zwar einiges an Masse abgebaut und wir haben täglich den Eindruck dass er immer mehr abbaut. aber durch das Kortison sind die Lymphdrüsen am Hals sowie an den Kniekehlen kleiner geworden. Wir behandeln ihn noch zusätzlich mit Homöpatischen Mitteln und machen seit 1 Woche auch eine Behandlung mit Tarantel Gift und zusätzlich mit einem SCIO Gerät was 15000€ kostet ( von einen bekannten). Es ist schon sehr traurig, aber leider ist es so auf dieser Welt dass alle mal gehen müssen. Seine Ernährung haben wir auch umgestellt und er bekommt zusätzlich noch Vitamine, Mineralien und alles was ihn gut tut und sein Immunsystem stärkt.
Leider beträgt seine Lebenserwartng 2 Monate bis ??? so sagte es uns die Tierärtztin- die er mit uns leben wird. Wir verbringen jetzt mit ihn jede Sekunde die wir können und geben ihn besonders viel Liebe.

Auch wenn seine Krankheit unheilbar ist haben wir Hoffnung dass er vieleicht 1 oder 2 Jahr bei uns bleibt

Wünsche Euch frohes Fest, guten Rutsch
& Deinen Hund Rowdy ganz viel Kraft und dass er noch so lang wie möglich mit bei Euch bleibt

b-spike
20.12.2006, 02:28
bitte um verzeihung, der 13 beitrag war an sollte eigentlich mit " hallo trofu" anfangen ebenso :

Wünsche Euch frohes Fest, guten Rutsch
& Deinen Hund trofu ganz viel Kraft und dass er noch so lang wie möglich mit bei Euch bleibt

Oezlem
20.12.2006, 07:01
Hallo alle zusammen,

es tut mir wirklich sehr leid um eure Lieblinge. Ich finde es schrecklich, was für schlimme Krankheiten existieren, wo man auch leider nichts dagegen tun kann. Ich hoffe, dass die Wenigsten diese Erfahrung machen müssen.

Zum Thema einschläfern (so unschön wie es klingt, es muss in manchen Fällen doch sein) hätte ich vielleicht noch einen Tipp. Ich habe glücklicherweise noch nicht die Erfahrung machen dürfen, einen langjährigen Lebensbegleiter einschläfern zu lassen, worüber ich auch sehr glücklich bin. Ich musste diese Erfahrung für zwei kleine Bartagamenbabys (Nachwuchs meiner eigenen beiden, die ich zwei Jahre lang hatte, bis unser Hund kam) treffen, die an den Armen schwer verletzt waren und die Garantie, dass sie eine OP überlebten bei gerade mal knapp 10% lag. Das hat mich schon schwer getroffen, wobei man mit Reptilien eine weniger starke Verbindung hat.
Nun habe ich in einem Buch ("Das andere Ende der Leine") gelesen, wie es die Autorin handhabte, das fand ich sogar sehr vorbildlich (wenn es einem möglich ist). Sie hatte einen Border Collie, der sehr krank war und sterben würde und da das Tier Schmerzen hatte, hat sie sich fürs Einschläfern entschieden. Sie ließ den Tierarzt nach Hause kommen und der schläferte den Border dort ein, wo das Tier lag. Jede Bewegung schmerzte, so dass es eine zusätzliche Qual gewesen wäre, das Tier noch zu transportieren. Dort wo die Kleine dann einschlief, ließ sie sie einen ganzen Tag lang liegen. Damit sich die anderen Hunde verabschieden konnten und sie selber auch abschließen konnte. Der letzte Hund, der nicht von sich aus kam, wurde angelockt und an seiner Reaktion bemerkte sie, dass der erst dann begriff, dass seine Partnerin tot war.
Die Autorin des Buches ist eine Hundeverhaltenstherapeutin. Sie meinte genau wie es hier schon erwähnt wurde, dass auch Hunde nach Möglichkeit Abschied nehmen können sollten. Und zu Hause sein zu können, wenn es ihnen nicht gut geht, ist sicher für jedes Tier die entspannendste Art und Weise.

b-spike
20.12.2006, 09:35
in der natur ist es ja meistens so dass geschwächte tiere sich meistens davon machen, bzw. ihr rudel verlassen um zu sterben, kenne es auch so von einigen bekannten wo die hunde, die schon alt oder krank waren das grundstück verlassen haben und irgendwo in der nähe tod aufgefunden wurden.

es ist wirklich eine sehr traurige angelegenheit, jeden morgen wenn ich aufstehe schaue ich ob spike noch lebt, es kommt auch vor dass ich morgens früher wie sonst aufstehe weil ich noch im halbschlaf an spike denken musste.

werde es tatsächlich so machen dass gini sich von ihm verabschieden kann, leider kann ich ihn nicht mehrere stunden sort liegen lassen weil wir noch eine 3 1/2 jährige tochter haben und ich glaube dass ich es selbst psysisch nicht so ganz verkraften würde. habe letztes jahr meinen vater an leberkrebs verloren, , er hat so viel abgenommen dass er zum schluss nur noch haut und knochen hatte, es dauerte ca. 1,5 jahre bis ich es richtig verarbeitet habe, jetzt hat der hund krebs und täglich habe ich den eindruck dass er imemr dünner wird, seine rippen und knoch kann ich inzwischen auch sehen und fühlen , es ist echt bitter :0( mir kommen jetzt schon beim schreiben und vorstellen wenn er tod ist die tränen.

auch wenn ich kein freund von tabletten und chemie bin, habe ich mir für diesen augenblick 2 beruhigungstabletten von einer ärtzin geben lassen

Oezlem
20.12.2006, 09:48
Es ist absolut verständlich, dass es einem so nahe geht, dass man schon Beruhigungstabletten braucht um einigermaßen klar beisammen zu sein. Absolut verständlich!

Das mit dem Liegenlassen ist echt nicht jedermanns Sache. Ich weiß nicht mal ob ich es könnte, wenn ich in der Situation wäre. Und vor allem wie Kinder es verarbeiten können. Das weiß ich alles nicht und ich bin nicht in der Situation um es auch wirklich ehrlich beantworten zu können.

Jeder muss für sich entscheiden, wie er es handhaben möchte.

In der Natur sucht sich ein Hund eine ruhige Stelle und wird vielleicht lieber alleine sterben wollen. Ich weiß nicht, wie es ein Hund haben will. Leider können wir sie ja nicht fragen. Aber vermutlich ist es immer noch besser es zu Hause zu machen, als in der doch recht streng riechenden Arztpraxis. Ich weiß es nicht. Ich will auch für niemanden entscheiden, nur einen Tipp geben.

Ich wünsche dir alles Gute und dass du gut drüber weg kommst. :hug:

b-spike
20.01.2007, 14:03
Hallo Leute, Spike mussten wir heute leider einschläfern lassen :0(

Hier: http://www.mycosis-fungoides.de/viewtopic.php?t=1447&sid=d9675dc815d1da0457cd554e2a 9b4c76 könnte Ihr mehr nachlesen

Liebe Grüße

Martin

Oezlem
22.01.2007, 10:51
Hallo Martin,

es tut mir schrecklich leid für euch alle!!

Ich konnte die Seiten leider nicht zu Ende lesen weil mir die Tränen gekommen sind, mein Hals ist richtig zugeschnürt! Ich finde es schrecklich einen geliebten Partner zu verlieren! Es tut mir wahnsinnig leid!

Aber jetzt kann dein Spike sich endlich erholen. Behalte ihn so Erinnerung wie du ihn geliebt hast. :hug: