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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Knochen beschützen..Knurren



Beagle Lou
10.08.2002, 14:49
HILFE!

Mein Beaglerüde (7 Monate) beschützt seinen Knochen. Wenn man ihm zu nahe kommt knurrt er einen an. Ich unterwerfe ihn dann immer, er lässt es aber nicht sein. Jetzt füttere ich ihm Besonderes wie Knochen nur noch aus der Hand, damit er sie nicht als sein Eigentum ansieht. Was kann ich sonst noch tun..muss ich das mit dem Unterwerfen täglich üben? Helft mir! DANKE :confused:

Thai
10.08.2002, 15:30
Hallo Lou
Das darf er nicht!!Du bist der Boß und darfst ihm alles wegnehmen.
Ich würde es mit einem scharfen Nein versuchen ,und ihm dann den Knochen aus dem Maul nehmen.
Wenn Du jetzt Angst zeigst hast Du verloren.
Viel Glück Lg

Luna
10.08.2002, 16:20
Das hat mein Kleiner früher auch gemacht. Ich hab ihm dann alles immer weggenommen (Spielzeuge und Knochen), ihn gelobt und dann wiedergegeben. Aber nicht immer. Ich dachte das es dann auch einfacher wird wenn er mal auf der Straße was gefunden hat und fressen will.
Und neulich hatte ich eine große Hündin zur Pflege. Ich will an ihr vorbei, sie kaut ihren Knochen, knurrt. Hab dann den Schnauzengriff gemacht, nein gesagt und den Knochen weg. Das ganze dann noch zweimal (im Laufe des Tages) und schon hat sie es sich ohne knurren wegnehmen lassen.

Beagle Lou
10.08.2002, 17:06
Hallo!

Danke!
Wie genau mzuss ich den Schnauzengriff anwenden? Einfach über die Schnauze fasssen (mit leichtem Druck) und während des Knurrens?
Danke!

Cockerfreundin
11.08.2002, 12:02
Hallo, zusammen!

Ich gehöre im Allgemeinen ja nicht zu den Dauerzitierern ;) , doch an dieser Stelle mal was Nachdenkenswertes aus:
Anders Hallgren "Hundeprobleme - Problemhunde" zum thema Knurren.

Zitat
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Das Knurren ist häufiger ein ausdruck von Unsicherheit und Angst als eine ernst gemeinte Drohung. es ist öfter ein ausdruck der mangelnden sicherheit und des Zutrauens als des mangelnden respekts vonseiten des Hundes.

wir Menschen haben eine deutlich andere Auffassung von Knurren. Wir übersetzen dies als eine aggressive Handlung und werden auf den Hund wütend. Aber da es oft Angst und Unsicherheit sind, die das Knurren beim hund auslöst, hilft das in keiner weise. Im Gegenteil!

Wenn der Hund etwas bewacht, z.B. das Fressen oder einen knochen, kann er zu knurren beginnen, wenn man ihm zu nahe kommt. Dies macht viele Menschen wütend und einige sind der Meinung, ihren Hund bestrafen zu müssen. Dies ist das Schlimmste, was man tun kann. Der Hund knurrt und bewacht sein Eigentum, weil er der sich nähernden Person nicht traut. (...) Beginnt man nun zu schimpfen oder den hund gar noch zu schlagen, wird das Vertrauen nicht gestärkt.

Nein, zeigen Sie stattdessen dem knurrenden Hund, dass Sie verstehen, dass er Angst hat. Gehen Sie fort und lassen Sie ihn in Frieden. Sagen Sie nichts zu ihm. Der Hund versteht dann, dass er keine Angst zu haben braucht und die Zuversicht und das Vertrauen können beginnen, sich zu entwickeln. Erst dann, wenn Sie einen glücklichen und vertrauensvollen Hund haben, beginnen Sie ihm beizubringen, seine Mahlzeit nicht zu bewachen."
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Ich selbst habe bei meinem Hund keine Knochen- oder Futter-Knurr-Bewachung erlebt, habe ihn aber auch von Anfang an mit seinem Fressen und Knochen in Frieden gelassen. M.E. muß ich meine Akzeptanz nicht dadurch stärken oder beweisen, dass ich ihm das Futter, was ICH ihm gebe, dann wieder wegnehme.

Wichtiger erscheint mir, dass mein Hund lernt: Was ich ihm gebe, ist ok. das kann er (in Ruhe) fressen. Was ich ihm verbiete, aufzunehmen ("Pfui!"), das wird nicht aufgenommen.

Grüße von
Annette

pepsi
11.08.2002, 13:19
also ich kann meinem Dicken alles aus dem Maul nehmen egal was es ist.Ich habe es auch damals so gemacht in dem ich ein lautes AUS sagte und es ihm später wieder gab und ihn lobte.Ist er aber mit Ball draussen und es kommt ein anderer Hund dann verteidigt r seinen Ball.Ich denke du mußt dich noch mehr als Boss durchsetzen und ich denke du machst das schon
Gruß Pepsi

SLFSB
11.08.2002, 15:32
Hallo,

meine 8 Monate alte Eurasierhündin hat auch immer geknurrt, ich war die einzige aus der Familie die den Knochen nehmen konnte, ohne das sie bellte oder knurrte. Jetzt knurrt sie gar nicht mehr, aber füttert keine Knochen. Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen. Ein bekannter Hund von mir, hatte wegen diesen Knochen einen Darmverschluss, und musste operiert werden, in den meisten Fällen geht das nicht gut aus!!!!! Aber er hat es geschafft!!!!!

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Sarah, Laila, Flecki, Schnurri, Burzel!!!!!

!!!!!

!!!!!

pepsi
11.08.2002, 15:58
Hallo SLFSB
es geht ja nicht nur um Knochen stell dir mal vor der Hund findet draussen was und er will es fressen dann muß ich als Halter auch in der Lage sein dem Hund das abzunehmen.Bei mir ist das auch kein Problem es ihn abzunehmen aber Beagle Lou muß es noch schaffen das ihr Hundi das auch macht .
Gruß Pepsi

maff
11.08.2002, 19:50
Salve!
Fang doch mal damit an, Spielzeug, Knochen, Futter wegzuräumen bzw. es dem Hund nur zu geben, wenn Dir danach ist. bzw. tue erst mal so, als würdest Du zuerst auf dem Knochen herumkauen, bevor ihn der Hund bekommt. Wenn er sich aufführt: kommt der knochen weg.
2. Schritt: Leg ihm den Knochen vor die Nase und verbiete mit einem scharfen Nein ranzugehen. Versucht er es: kommt der knochen weg. etc usw
wenn das alles nicht hilft: füttere den Hund nur noch beim Gassi gehen. Soll heißen: er bekommt alles aus deiner hand. Und muss es sich erst mal verdienen (sitz, Platz etc.) das hört sich gemein an, ist es aber nicht: die Tierchen sind grottenstolz, wenn sie für ihr Futter was tun dürfen/müssen.
Und Du bist der Boss...
Grüße,
maff

Beagle Lou
12.08.2002, 11:50
Hallo an alle!
Wollt euch mal wieder auf den Stand der Dinge bringen.
Und zwar hab ich Lou heute so einen Zahnputzknochen gefüttert. Wir 2 auf der Terasse, ich halte den Knochen, er kaut drauf rum. ¾ hab ich ihm so gefüttert, dann gings nicht mehr mim Halten.. Während er gefressen hat, hab ich ihn immer gelobt, gestreichelt und gegähnt (Calming Signals nach Turid Rugaas), sodass er weiß "Hey, Junge, kein Problem, alles in Ordnung". Das letzte Viertel ging dann nicht mehr, wie gesagt. Also hab ich's ihm dann gegeben. Er nimmts auf, kaut einmal, ich streichel ihn nicht mehr, gähne nur noch. Dann steht er auf, läuft in den Garten, ca. 5m von mir entfernt und frisst den Knochen dort vollends, während ich wie wild gähne.
Also, ich denke, Cockerfreundin hatte schon Recht, dass das Knurren keine Aggression , sondern Unsicherheit ist, sieht man doch durch das Weglaufen, oder(nicht)?
Wahrscheinlich haben wir oder Lous Vorbesitzer diesbezüglich irgendwann Fehler gemacht. Vielleicht durch das Bestrafen...?
Also, ich werde das voraussichtlich jetzt jeden Tag mit Lou üben, so lange bis er den Knochen bei mir vollends zuende frisst, und dann kann ich ja beginnen währendessen um ihn rumzulaufen, oder ihm den Knochen wegzunehmen.
Meint ihr, ich bin auf dem richtigen Weg? Sagt mir doch bitte , was ihr davon haltet.
Liebe Grüße Carmen mit Beagle Lou
:confused:

Cockerfreundin
12.08.2002, 13:05
Hallo, Carmen!

Zitat
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Also, ich werde das voraussichtlich jetzt jeden Tag mit Lou üben, so lange bis er den Knochen bei mir vollends zuende frisst, und dann kann ich ja beginnen währendessen um ihn rumzulaufen, oder ihm den Knochen wegzunehmen.
Meint ihr, ich bin auf dem richtigen Weg?

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Also, ich finde, das klingt ziemlich gut :) :)

Würde es erst mal einige Zeit so weitermachen, damit Sicherheit und Vertrauen wachsen können. Wahrscheinlich braucht Lou für 1 negative Erfahrung 10 positive....

Ich hab das mit Basti auch so ähnlich gemacht mit seinen Kauknochen. Ergebnis: inzwischen kann ich ihn sogar am Bauch kraulen, wenn er sich mit seinem Knochen wohlig räkelnd auf dem Teppich rumflätzt ;-))

Mach ich aber nur ab und zu. Meistens lass ich ihn mit seinem Knöchelchen in Ruhe und genieße die wohltuende Stille :-)))

Mit dem Gähnen, das find ich übrigens gut als Unterstützung. Scheint ja zu wirken.

Grüße von
Annette + Basti :)