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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Asthma erblich oder allergisch bedingt (lang)



RotFuchs
08.10.2004, 11:47
:0( ich war eben mit Baccardi in der Tierklinik........
Aber vielleicht sollte ich mal von vorne anfangen.

Wir waren mit Baccardi jetzt zwei Mal bei unserem TA, der mir aber immer nur ein Antibiokum mitgegeben hatte.
Diagnose, weil Baccardi öfter mal so seltsam hustet, was immer nach einer Mischung aus Husten und Haarballen auswürgen aussah, vielleicht ein Infekt der Atemwege.
Die Lunge würde sich zwar normal anhören, aber er hätte in den letzten Wochen vermehrt Katzen mit diesen Infektionen gehabt.
Also gab es zwei mal ein Antibiokum.

Baccardi "hustet" aber weiterhin, so ein bis zweimal die Woche so komisch.

Also wollten wir eine zweite Meinung einholen und sind zur Tierklinik gefahren.

Dort hieß es dann, das man due Lunge und den Bronchen schärfer hören würde.
????
Also wurden zwei Röntgenaufnahmen gemacht.
Und da war es für die TÄ dann offensichtlich, Baccardi hat felines Asthma :0(

Es soll erblich bedingt sein.
Stimmt das, oder kann es vielleicht eine Reaktion auf eine Allergie sein.
Wobei sich dann die Frage stellen würde, worauf Baccardi so allergisch reagiert.

Wir haben jetzt erstmal BISOLVAN- Tabletten mitbekommen.
Antibiotika und Cortison möchte die TÄ
noch nicht geben, weil es ja "nur" einmal die Woche auftritt.
Jetzt müssen wir halt schauen, wie Baccardi auf die Tabletten reagiert, wobei die TÄ aber auch schon meinte, das ich mich drauf einstellen muß, das Sie über kurz oder lang Cortison bekommen muß.
Das woll in so einer Depotversion, die man erstmal alle 8 Wochen spritzen muß.

Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, das ich jetzt erstmal fix und fertig bin.:0(

Was muß/soll ich denn jetzt machen?
Hat jemand Erfahrung mit Katzen, die Asthma haben?
Kann mir jemand Tipps oder Hilfe geben, Erfahrung mit mir austauschen, bzw. mir bitte seine Erfahrung mitteilen.

Im Moment fühle ich mich ziemlich hilflos und ich weiß gar nicht, was ich für Baccardi tun kann.

:0(

eule2409
08.10.2004, 12:09
Hallo Britta,

ich kann Dir zwar keine Infos über felines Asthma geben aber ich fühle mit Dir.

*Kopf hoch dass wird schon* Sei stark und informiere Dich so gut es geht über die Krankheit. Auch über alternative Heilmethoden (Cortison ist nunmal ein sehr starkes Medi).

Hast Du die Züchterin informiert?

:(

eule2409
08.10.2004, 12:19
Hab mal ein wenig gegoogelt:

http://www.medizinische-kleintierklinik.de/kategorie2/AsthmaStart.html

http://www.kleintiermedizin.ch/katze/husten/husten4.htm#asthma

http://www.wtm.at/05_2003.php#1

http://yellopet.de/katzen/suche?q=felines+Asthma+

Hoffe es was dabei was Dir helfen könnte.

RotFuchs
08.10.2004, 12:19
Hallo Sandra,

ich habe es ja erst heute morgen erfahren.
Bin gerade dabei, mich zu informieren.

Die Züchterin werde ich dieses Wochenende anrufen.

Eine Bekannte, die die Schwester von Baccardi hat, habe ich gerade schon angerufen und Sie informiert.
Dann das ist mir ja schon wichtig, das die, die mit den Geschwistern von Baccardi züchten, darüber informiert sind.

Vielen lieben Dank für die gesuchten Links.
Du bist echt ein Schatz!

eule2409
08.10.2004, 12:23
Wenn ich Dir sonst noch helfen kann sag bescheid.

RotFuchs
08.10.2004, 12:23
@Petra

vielen Dank für das liebe Telefonat!!!:cu:

Anschla
08.10.2004, 12:29
Hi Süsse!!!
Wo bist Du gerade? FF oder???
Hab Dir eben auf den AB gesprochen, kopiere Dir Montag mal alles, was ich zu Asthma in meinem Homöop.Buch habe, einfach so, um mal etwas Hintergrund zu lesen, ist ein Buch, was mir hier auch empfohlen wurde und sicher (natürlich in Zusammenarbeit mit dem TA) gute Anregungen bietet. Die TÄ wo Du warst hat sich ja sehr offen für "milde" Sachen angehört....
Vielleicht kann ich es auch Morgen einscannen und mailen, ich schau mal!!!!

Ganz liebe Grüße!

eule2409
08.10.2004, 12:34
@ Anschla,

wie heisst den das Buch?
Gibt es da auch was gegen Zahnfleischentzündungen (Vorbeugend)?

@ Britta,

wann bist Du wieder in Frankfurt? Würde mich gerne mit Dir treffen.

Inge1810
08.10.2004, 12:46
Hallo Britta,
Detailinfo`s kann ich Dir grad nicht geben, aber mein Kater war ebenfalls asthmageplagt. Er hatte allerdings mehrmals täglich Anfälle, die sich echt scheusslich anhörten. Er bekam alle 3 Monate ein Spritzchen und sprach sehr gut darauf an. Ich müsste mal nachsehen, was er bekam. Sporadische Asthmaanfälle müssen nicht behandelt werden, aber wenn es sich, wie bei uns, so sehr häuft, dass es wirklich 5-6 x täglich zu Asthmaanfällen kommt, dann muss es dringend behandelt werden, weil es sich sonst auf`s Herz legen kann. Hätten die Injektionen nicht angeschlagen, hätten wir ihn auf Tabletten einstellen müssen, die er täglich hätte bekommen müssen.
Ein gutes Jahr sind wir regelmässig zum Arzt, wobei ich immer abgewartet habe, bis die Anfälle wieder kamen, also ich genau sagen konnte, wie lange die Spritze anhält und die Abstände wurden länger und länger. Er ist jetzt bereits seit einigen Jahren beschwerdefrei und wird gar nicht mehr behandelt.
Ich bin sicher, dass es bei ihm durch die Psyche hervorgerufen wurde, denn er hatte durch ein Trauma viele Probleme (z.B. auch anfänglicher Dauerdurchfall). So plötzlich wie es kam, war es auch wieder weg, deshalb guck mal, ob sich vielleicht bei Euch auch etwas verändert hat, womit Dein Kater nicht zurechtkommt, steht er unter Stress? Ich kann dir auf jeden Fall sagen, dass die Diagnose Asthma nicht unbedingt schlimm sein muss, mein Kater lebt heute glücklich und zufrieden und hat ausser ein paar Filzknubbel und chronische Freßsucht keine Auffälligkeiten mehr ;) Ich hab damals rumgewitzelt, dass ich ihn zum Allergietest schicke, um herauszufinden, ob er vielleicht auf Menschenhaar reagiert :D
Bleib erstmal ganz ruhig und warte ab, wie er auf die Medikamente anspricht.
:cu:

RotFuchs
08.10.2004, 12:46
@Anschla,

bin in Frankfurt
Danke, habe den AB gerade abgehört ;)

Mußt es aber nicht unbedingt einscannen. Kopieren nächste Woche reicht auch.
Bist ein Schatz.

@ Sandra,

bin seit gestern in FFM.
Muß aber für eine Prüfung am Dienstag lernen.
Ich bin aber ab dem 25.10. für eine Woche hier.
'Da würde ich mich freuen, wenn wir uns dann mal treffen können.
Wäre das okay?

Anschla
08.10.2004, 12:51
Buch: Naturheilkunde für Katzen von Wolfgang Becvar
Knapp 25 Euro...

Tipps kann und will ich nicht geben, bin blutiger Anfänger, fand das Buch aber gut, um sich vorm TA Besuch zu informieren und gegf. mit dem TA dann den richtigen Weg zu finden...

Steht zu nahezu jedem Krankheitsbild was drin, und nicht nur Homöop. Mittel, auch viele andere sanfte Methoden ...

War total begeistert!!! Hab mir das Buch angeschafft, um einfach ein bischen Einblick in das Thema zu bekommen...
Würd aber nie wagen, auf eigene Faust zu experimentieren (wenn es was ernstes ist)...
Sind aber sehr viele interessante Aspekte Beschrieben, auch, wie die Homöopathie wirkt etc...

eule2409
08.10.2004, 12:54
Original geschrieben von RotFuchs

@ Sandra,

bin seit gestern in FFM.
Muß aber für eine Prüfung am Dienstag lernen.
Ich bin aber ab dem 25.10. für eine Woche hier.
'Da würde ich mich freuen, wenn wir uns dann mal treffen können.
Wäre das okay?

Ist ok. Melde Dich einfach noch mal kurzfristig.
Viel Glück für Deine Klausur.

ema
08.10.2004, 13:54
Hallo,

mein Kater Mimi hat auch Asthma, seit Anfang des Jahres. Bei uns begann alles mit einer "normalen" Bronchitis, die aber nicht mehr aufhörte. D.h. er hustete immer mehr und immer öfter.
Am Anfang bekam er Cortisondepotspritzen, doch diese sind für den Körper auf Dauer nicht so gut. Wenn eine Cortisondauertherapie nötig ist, dann sind Tabletten besser. Aus diesem Grund: man kann sie je nach Bedarf dosieren, die niedrigste mögliche Dosis, die das Tier braucht.
Dabei beginnt man zunächst mit 1 Tablette Prednisolon-5 am Tag. Nach einigen Wochen kann man auf 1 Tablette nur noch jeden 2. Tag runtergehen.
So tastet man sich langsam "abwärts", so weit es geht, ohne daß das Tier Symptome zeigt.
Mein Mimi ist momentan bei 1/2 Tablette Prednisolon-5 jeden 2. Tag und das ist schon eine sehr niedrige Dosis. Nach Kraft/Dürr (Fachbuch über Katzenkrankheiten) ist es, glaube ich, sogar die niedrigste mögliche Dosis für sein Körpergewicht.

Die Tablettengabe jeden 2. Tag ist günstiger als Depotspritzen, aus diesem Grund: Prednisolon hat eine "Halbwertszeit" von 36 Stunden (wirkt 36 Stunden lang im Organismus) und wenn man nur alle 48 Stunden eine Dosis gibt, hat der Körper 12 Stunden zwischendurch "frei" ohne Cortison. Dies ist wichtig, damit die Nebennieren ihre Aufgaben nicht völlig verlernen. Man gibt die Tablette vorzugsweise abends, weil das dem natürlichen zirkadianen Rhythmus der Katze (Eigencortisolproduktion) entspricht. Bei Mensch und Hund ist es umgekehrt, da müßte man die Tablette morgens geben. Katzen bekommen sie abends zwischen 20 und 22 Uhr.

Es gibt auch spezielle Inhalationsmasken für Katzen, guck mal hier: http://www.aerokat.com
Wir haben uns dagegen entschieden, da mein Mimi so ein Sensibelchen ist und bei Stress sofort zu husten anfängt, und das 2 x tägliche Inhalieren mit der Maske würde ihn sehr stressen (er ist ängstlich). Stress ist Gift bei Asthma und muß unbedingt vermieden werden!

Wir müssen 2 x jährlich Blut abnehmen lassen, um zu überprüfen, ob die Organe alle noch richtig funktionieren (durch Cortison kann es z.B. bei manchen Katzen zu Diabetes kommen). Ich messe aus diesem Grund auch Mimis Urin mit Harnmeßstäbchen auf Zucker. Wenn ich durch so eine Urinmessung Zucker feststellen würde, würde ich ihn sofort einpacken und zum TA.

Mimi geht es sehr gut mit dieser Therapie. Er ist so lebensfroh und lustig wie vorher lange nicht. Er hat auch nicht sehr zugenommen, da ich sehr auf seine Ernährung achte. Ich füttere selbstgemachtes Futter und habe dadurch einen guten Einfluß darauf, was er genau frißt, wieviel Kalorien usw.

Mir wurde jetzt schon von mehreren Leuten gesagt, daß Katzen mit einer Cortisonlangzeittherapie viel besser leben können als Hunde. Aus einem Grund, den ich leider nicht weiß, hat Cortison bei Katzen weniger schlimme Nebenwirkungen. vielleicht hängt es damit zusammen, daß Prednisolon bei Katzen fast keine Mineralocorticoidwirkung hat. Ich hoffe, eines Tages noch mehr darüber heraruszufinden.

Es soll aber auch noch darauf ankommen, was für eine "Art" Asthma die Katze hat. Wenn die Katze an Erstickungsanfällen leidet (Bronchienkonstriktion), dann könnte ein Bronchiendilatator helfen (z.B. Bricanyl), wurde mir berichtet. Bei Katzen, die eher entzündliche Prozesse haben (Husten, Bronchitis), ist Cortison wohl besser. Zumindest ist es bei Mimi so.

Viel Glück + nette Grüße, ema

RotFuchs
15.10.2004, 19:56
Halle Ema,

kannst Du mir sagen, was bei einer Bronchoskopei gemacht wird?

Ich hatte die TÄ um ein Schreiben gebeten, in dem Sie mit mitteilt, was Sie untersucht hat, Ihre Diagnose und Ihre Medikamentation, da unsere beiden ja Ende des Monats zu mir nach Bonn nachkommen.

Da stand dann aufeinmal etwas von dieser Bronchoskopie, die man doch noch machen sollte, um die Diagnose genau abzuklären.
Das hat mich jetzt schon verwundert, das Sie davon nichts zu mir gesagt hatte, als ich mit Baccardi bei Ihr war.

Soweit wie mein NG das beurteilen kann,
wenn er zu Hause ist, hatte Baccardi seitdem wir das Schleimlösende Mittel geben, keinen Anfall mehr, auf jeden Fall halt nicht, wenn er zu Hause war.
Das wäre ja schon mal eine Besserung.

Lieben Gruß

Britta

eule2409
16.10.2004, 15:30
Hallo Britta,

ich freue mich zu hören dass ein wenig besser ist.

Hier mal einige Links:

http://www.karlstorz.de/vede/getframe.html?2_products/2_1/2_1_4.htm

http://www.katze-und-du.at/ttt5.htm

http://www.miau.de/arzt/antw_1.html

http://www.kleintiermedizin.ch/katze/husten/husten4.htm#asthma

Wünsche Euch allen ein schönes We.

ema
16.10.2004, 17:54
Original geschrieben von RotFuchs
kannst Du mir sagen, was bei einer Bronchoskopei gemacht wird?

Nein, kann ich leider nicht. Ich schätze, es wird ein Abstrich / eine Schleimprobe, vielleicht auch Gewebeprobe? aus der Lunge entnommen.
Wir haben das nicht machen lassen, weil die Katze dafür eine Vollnarkose bekommen muß und mein TA wollte den Kater, der eh schon schlecht Luft bekam, nicht in Narkose legen.
Ich denke, es war wohl auch nicht unbedingt nötig.
Man kann halt über einen Abstrich herausfinden, was für Krankheitserreger am Geschehen beteiligt sind (falls welche beteiligt sind), damit man gezielt dagegen vorgehen kann.
Das ist, was ich mir darunter vorstelle.
ema