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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : FIP/Coronaviren



SiamCarlos
07.10.2004, 14:27
Hallo,
war mit Filou beim TA Blut abnehmen und der hat einen grenzwertigen Coronavirus-Titer festgestellt. Im Moment geht es ihm aber gut.
Kennt sich jemand damit aus?
Kann es sein, dass er nur "Ausscheider" ist und keine FIP bekommt?
Der TA meint, dass wir ihn weiter beobachten müssen, aber konkret konnte ich nichts weiter erfahren.

mk75
07.10.2004, 14:51
Hallo,

über dieses Thema gabs in den letzten Wochen schon mal einen Thead
http://forum.zooplus.de/forum/showthread.php?threadid=29871

Dort findest du vielleicht ein paar Antworten.
Zum besseren Verständnis, ein grenzwertigen Coronavirus-Titer heißt nicht gleich, dass die Katze an FIP erkrankt ist.
Die Werte können durch verschiedene Dinge wie z.B. Stress durcheinander geraten und sind somit nicht aussagekräftig. Gerade Katzen sind sehr stressempfindlich und schon alleine der Besuch beim TA kann einen erhöhten Titer bedeuten.
Um FIP eindeutig zu erkennen hat Frau Doc in dem oben genannten Thead etwas geschrieben.

Vor vielen Jahren ist mein Kater Tommy mit knapp einem Jahr an FIP "erkrankt", d.h. der Titer war deutlich erhöht und er hatte auch Wasser im Bauch was auf eine feuchte FIP hindeutet.
FIP ist etwas vergleichbar mit AIDS, die Viren sind in den vielen Katzen vorhanden und erst wenn diese mutieren bricht die Krankheit aus. Viele betroffene Katzen sterben dann letztendlich an einem zu schwachen Immunsystem und bekommen chronische Entzündungserkrankungen.
Tommy hatte damals nach dem ersten Verdacht noch 4 wunderschöne Jahre ohne Beschwerden bis die Krankheit entgültig ausbrach und er letztendlich an einer Lungenentzündung starb. Bzw. wir ihn erlöst haben.
Bei vielen Katzen mutiert das Virus nicht und die Katzen haben ein ganz normales Leben.
Bei Tommy haben wir in diesen 4 Jahren keine weitere Behandlung gemacht, da er eine sehr schlimme "Kindheit" hatte und eine sehr grosse Panik vor TA Besuchen. Wir haben uns damals entschlossen so lang es ihm geht, ihm weitere Untersuchungen zu ersparen, da für ihn alles andere ein Trauma gewesen wäre.
Viele Tierärzte sprechen den Verdacht von FIP leider viel zu schnell aus, da diese Krankheit bis heute nur wenig erforscht ist und immer noch eine art Gespenst ist. Eine Studie hat gezeigt, dass lediglich 3% aller Katzen wirklich an FIP sterben. FIP ist fast ähnlich wie Tollwut nur an einem toten Tier 1000% nachweisbar.
Es gibt einen Test wenn das Tier schon Wasser im Bauch hat, mit dem man FIP feststellen kann, eine normale Blutuntersuchung reicht dafür aber nicht (siehe Thead oben).

Ich hoffe das hilft dir etwas weiter.

Grüße
Micha
Jeanie und Aladin