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balou
06.10.2004, 20:08
Hallo,
bei unserem Collie Jack, 11 Monate, wurde heute durch eine
Blutuntersuchung FSME festgestellt. Da uns seit geraumer Zeit
bei ihm eine Verhaltensveränderung aufgefallen ist, dachte der
TA zuerst an Epilepsi, dafür sollte er auch Luminal bekommen.
Jetzt sind wir doch mit dieser anderen Diagnose sehr ratlos,
da man FSME anscheinend nicht behandeln kann.
Laut TA soll er auf jeden Fall das Medikament nehmen, da diese Erkrankung auch epilept. Anfälle auslösen kann.
Kennt sich jemand damit aus und kann mir weiterhelfen??:( :( :(

HSV
07.10.2004, 10:09
Hi,

habe nur mal gehört und gelesen, dass man mit hoch dosiertem Antibiotika behandeln muss.

Es gibt aber doch auch Tierärztliche Hochschulen, die sich mit Parasitologie auskennen. Hier müsste man doch einen vernünftige Aussage erhalten.

Wie wärs denn mal mit einer 2ten Meinung einer TiHo ?

Hier mal die Adresse eines Parasitologen:
Prof. Dr. Heinz Mehlhorn
Institut für Zoomorphologie
Parasitologe an der Universität Düsseldorf
Universitätsstr. 1
40225 Düsseldorf
Tel. 0211 / 81 - 1 30 52
Fax 0211 / 81 1 44 99
e-mail: mehlhorn@uni-duesseldorf.de

Vielleicht kann amn dir hier auch weiterhelfen oder dir kompetente Adressen geben.

Viel Glück

balou
07.10.2004, 14:08
Hallo,
ich war noch bei einem zweiten TA, dieser beschäftigt sich hauptsächlich mit Neurologie bzw. Neurochirurgie beim
Hund. Er war von der Diagnose des Kollegen nicht sonderlich
überzeugt, da seiner Meinung nach ein Hund Mit FSME selten
überlebt und unser Jack dafür einfach zu fit sei.
Er gab mir die Adresse eines Arztes an der Uniklinik Bern,
der sich Hauptsächlich mit dieser Krankheit beschäftigt.
Ich hab ihm jetzt eine Mail geschrieben und bin mal gespannt
auf seine Antwort.
:confused:

HSV
07.10.2004, 14:26
Hi,

ja das bin ich auch mal.

Sag hier mal bescheid!

Ich habe im Internet auch mal ne Geschichte eines jungen Hundes mit FSME glesen, der auch überlebt hat. Man hat bei ihm aber eine Rückenmarkspunktion gemacht um zu sehen, ob die Krankheit Virus- oder Bakterienbedingt ist.

Nur so könne man ausschließen, dass es sich ggf. doch "nur" um Borreliose handelt.

Frag michnicht, ich bin kein Experte.
Aber dein Weg hört sich gut an und du bist bei den Spezialisten gelandet.

Alles gute und melde dich mal.

Hovi
08.10.2004, 18:04
Hallo,

FSME ist doch eine VIRUSerkrankung.

Was sollen Antibiotika da helfen?

Gute Besserung an Deinen Hund!

LG
Claudia

2Setter
01.11.2004, 12:10
kann mir einer erklären, was FSME ist? habe davon noch nie gehört...
danke meike

Hovi
01.11.2004, 16:24
FSME = Frühsommer-Meningitis = Hirnhautentzündung.

Das Erregervirus wird von Zecken übertragen, doch befällt die Krankheit überwiegend Menschen.

billymoppel
01.11.2004, 16:30
Frühsommerenzephalitis oder genuaer Frühsommer-Meningo-Enzephalitis. sprich: eine viruale hirnhauttentzündung. meist wird die infektion (von der tiere und menschen) betroffen sind, nicht bemerkt und verläuft harmlos bis grippeähnlich. nur selten ist das gesamte nervensystem beteiligt - falls es dann überlebt wird, sind meistens neurologische schäden die folge.
eine behandlungsmöglichkeit bei ausgebrochener infektion besteht nicht. infiziert werden mensch und tier über den zeckenbiss (in deutschland vorwiegend in ba-wü und bayern). möglich ist für den menschen auch einen infektion uber nicht pasteurisierte milch, da viele kühe (wenn auch nicht sichtbar) erkrankt sind. dieser infektionsweg ist aber die absolute ausnahme.

@ balou

da es sich um eine viruserkrankung handelt, sollte der nachweis durch antikörpertest möglich sein. den erreger selbst nachzuweisen halte ich ich für nicht möglich (beispiel: bei der hiv-infektion kennt man den erreger an sich erst seit ein paar jahren). eine behandlung mit antibiotika ist in dem fall nonsens.
falls dein hund tatsächlich krank war (normalerweise sehr sehr hohes fieber) ist es jetzt eh zu spät und du wirst dich mit den neurologischen schäden abfinden müssen. behandlung dann allenfalls symthomatisch. natürlich muss eine ausschlußdiagnose zur borrelliose gemacht werden. fsme ist - im gegensatz zu manchen formen dieser - keine chronische, sondern eine akute erkrankung.

gruß
bettina

Blanche
11.11.2004, 13:09
Hallo!

Ich als "Südländerin" kann ein Lied über Zeckenbefall singen!

Erst Mal würde mich interessieren, was denn Auslöser war, dass Du Dein Hund hast untersuchen lassen? Du sagst etwas von Verhaltensveränderungen, meinst Du damit Müdigkeit?
Zudem schreibst Du nicht, in welchem "Zusammenhang" die Blutuntersuchung gemacht wurde. Es gibt da nämlich Labortests unter dem Sammelbegriff "Reisekrankheiten", die neben durch Zecken übertragene Krankheiten auch andere Parasiteninfektionen nachweisen können. Wo hast Du Deinen Hund her? Warst Du Mal mit ihm im Süden (Griechenland usw.) am Strand?

Ich frage das alles, weil mein Tierheimhund nämlich aus Griechenland ist und sich dort durch Sandflöhe einige Blutkrankheiten eingefangen hat, die im Frühstadium zwar gut behandelbar waren, aber durch die TÄ hier erst sehr spät erkannt wurden. Sie war unheimlich schlapp... Da gab es einige Verwechslungen. Überlege Dir also nochmal genau, wo und wann Dein Hund sich hätte anstecken können!!

Liebe Grüße und gute Besserung

Nathalie