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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Arthrose



horsegirl
08.08.2002, 20:18
Hi Ihr!
Bei mir, wo ich reite, hat ein Pferd Arthrose und wird trotzdem jeden Tag bis zu 2 Stunden geritten. Ist das OK?
Außerdem hat es einen Eisenbeschlag. Das ist doch auch nicht gut, oder??
Jetzt habe ich schon meiner Schwester gesagt sie soll ihn nicht mehr reiten, aber das hilft ja auch nichts. Sie würde ihn ja nur einmal in der Woche reiten.
Er lahmt auch öfters, was ja klar ist.
Kann man da nichts gegen Arthrose machen??
Sie mögen Pferde eigentlich schon sehr gerne, aber zu viel Geld geben sie für sie nicht aus.

Naja, ich hoffe ihr könnt mir ein bisschen was sagen!

Bis denn,
Julia:confused: :confused:

Patricia
09.08.2002, 12:06
Nein, man kann gegen Arthrose und das Fortschreiten von Arthrose nichts machen. Für das Pferd ist es mehr oder minder schmerzhaft (vergleichbar mit Gelenkrheuma, falls Du Dir darunter mehr vorstellen kannst).
Arthrose ist eine Verschleiss-Erkrankung.
Sorry, dass ich Dir keine günstigere Antwort geben kann.
Gruss
Patricia:(

Patricia
09.08.2002, 12:07
P.S.: Teilweise kann man den Pferdeorganismus unterstützen mit Präparaten wie z. B. Teufelskralle. Da man aber all diese Medikamente auf Langzeit füttern muss, wird das ein teurer Spass.

madonnna
13.08.2002, 19:12
Man kann was dagegen machen: aber nur das es nicht schlimmer wird.
Man kann es nicht lindern aber stoppen!!
Ein Pferd von unserem Stall hat auch Arthrose und die geben dem Pferd immer eine Paste ins Futter .
Seitdem ist es bei dieser stute nicht mehr schlimmer geworden. weiß aber nix genaueres.
Stoppen kann man es also schon!
Bye

Patricia
13.08.2002, 22:04
Madonna,
bitte schreibe erst, wenn Du etwas 100%ig weisst.
Helfen tust Du Horsegirl mit Deinen Aussagen so nicht.
Bei Arthrose kann man die Schmerzen lindern. Da es sich aber nicht um ein akutes Krankheitsbild handelt, sondern um ein Chronisches, welches seinen Ursprung in Verschleiss des Knochenapparates hat, ist ein sogenanntes "Stoppen des Vorganges" nicht möglich. Arthrose ist immer fortschreitend.
Und dass das Pferd in dem von Dir angegebenen Beispiel "irgendeine Paste" ins Futter kriegt, ist nun wirklich keine konkrete Aussage.
Gruss
Patricia

madonnna
14.08.2002, 21:07
Vielleicht hilft es ihr doch wenn sie ihrem Tierarzt sagt dass es da so eine Paste gibt...
Aber bei der Stute von unserem Stall wird es nicht mehr schlimmer-das weiß ich
Ich denke, sie soll selbst entscheiden, falls es ihr Pferd ist.
Bye

Patricia
16.08.2002, 13:03
Eine Entscheidung steht einem selbst immer frei.
Das hat aber nichts damit zu tun, dass Du Ungenaues schreibst oder Fehlinformationen formulierst.
Aber gut, ich denke, da überfordere ich Dich.
Gruss
Patricia

didie
21.08.2002, 15:23
HAllo,

also meine 23-jährige Stute hat auch Arthrose seit ca. 3 JAhren. Mein Tierarzt, dem ich vollstens vertraue und der in unserer Gegend auch wirklich ein Begriff für jeden Tierfreund ist, hat es abgelehnt mit Cortison zu behandeln (was mir sehr entgegen kommt). Statt dessen bekommt sie nur Homöopathika (rhus toxidendron D12 bzw. harpagophytum D 12 täglich 10 Globuli immer abwechselnd). Sie wird auch voll geritten, ich passe aber sehr auf, daß sie extrem lange warm geritten wird, keine engen Wendungen geht, kein Springen, keine Überanstrengung (auch das Reiten hat mein TA verordnet, da es sich bei ihr um eine Versteifungsarthrose handelt (es gibt da wohl verschiedene Arten)). Auch lahmt sie nicht, sie geht eben nur mit dem betroffenen Bein steifer. Sie hat lt. Dr. Kraft keine Schmerzen, was ich ihm auch wirklich glaube, denn ich kenne mein Pferd seit 18 JAhren und weiß, wann es ihr nicht gut geht. Seit den 3 Jahren ihrer Erkrankung ist diese kaum fortgeschritten und behindert sie auch nicht besonders. Wenn es einmal ganz schlimm kommt, ist ihr Bein dann eben steif. Dann muß ich sehen, wie es weitergeht (vielleicht kommt es ja nicht soweit bzw. sie kann damit umgehen). Aber auf gar keinen Fall wird sie bei mir leiden und hat es auch noch nie...
Ich wünschte nur, daß Tierhalter nicht so schnell aufgeben, wenn mal ein negatives Ergebnis auf einen zukommt. Ich habe meinen TA auch nur gefunden, weil ich damals meine dämpfige Pony-Stute nicht aufgeben wollte (sie ist dank ihm 28 geworden und hatte seit seiner Behandlung keine Probleme mehr mit der Lunge). Es gibt viele alternative Heilmethoden, die auch helfen können.

Sorry, daß ich so von Dr. Kraft schwärme, aber für mich ist er fast schon ein "Gott in Weiß".

Ich wünsche Dir, daß Du bei dem Pferd etwas helfen kannst...

Liebe Grüße

Didie