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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Scheinträchtigkeit / Hund frisst kaum



cookie
24.09.2004, 11:51
Hallo Ihr Lieben,

meine kleine 11 Monate alte Bolonka-Hündin, ist scheinträchtig. Weil ihre Brustdrüsen sehr schmerzhaft angeschwollen waren (sie hat stundenlang nur noch gefiept!), hat ihr der Tierarzt Hormontabletten verschrieben.

Cookie war noch nie eine große Fresserin. Während der Hormongabe ging das einigermaßen. Wenigstens gingen einmal am Tag so 3 bis 4 Esslöffel Futter in sie rein.

Doch seit heute frisst sie wieder gar nichts mehr. Ich mach mir wirklich Sorgen. Sie läuft richtig angewidert von ihrem Fressnapf weg. Egal, was ich anbiete. Nichts!

Was tun? Schon wieder Tierarzt und eine appetitanregende Spritze? Der Tierarzt hat ganz eindringlich zur Kastration geraten, weil sie so Probleme hat.

Cookie ist mein erster Hund. Ich bin ein wenig unsicher. Freunde rieten, abzuwarten. Wenn der Hund Hunger hat, frisst er auch. Kann ich mich darauf verlassen?

Vielleicht wisst Ihr mir ja einen Rat...

Danke.

Lieber Gruß

Cookie

Naddel633
24.09.2004, 12:01
Hallo,

das stimmt sicher, das sie frißt wenn sie hunger hat! Wie oft war sie denn schon heiß?

Solche Scheinschwangerschaften bedeuten für die Hündinnen unheimlichen Streß und auch Schmerzen! Kommt drauf an, wie oft sie schon läufig war! Tritt die Scheinschwangerschaft nach der Läufigkeit auf, oder kann man irgendein Muster erkennen? Ist sie zum 1. Mal scheinschwanger?

Wenn sie Probleme damit hat, würde ich auch kastrieren lassen- Wenn es einmalig ist und kein Dauerzustand oder häufiger auftritt!

Dagi
25.09.2004, 11:41
Hallo Cookie,

so fing es bei uns auch an :( Aufgrund des Alters nehme ich an, dass es die erste Läufigkeit bei Deiner Hündin war und somit auch die erste Scheinträchtigkeit. Ungefähr so lief Amys erste Läufigkeit auch ab, fast nichts gefressen, zusätzlich vertrug sie sich während der Scheinträchtigkeit auch mit anderen Hunden nicht mehr, war nur schwermütig, und das, bis etwa zu dem Zeitpunkt, als ihre "eingebildeten" Welpen dann etwa einige Wochen alt gewesen wären. Auch homöopathische Mittel, die häufig gut helfen, Wegräumen von allem Spielzeug, viel Beschäftigung und Ablenkung brachten leider keinen Erfolg. Wir hatten grad mal etwa 2 Monate einen "normalen" Hund, da stand die nächste Läufigkeit ins Haus, und direkt danach die nächste Scheinträchtigkeit, die mit noch größerer Heftigkeit ablief, bis dahin, dass Amy wirklich Geburt spielte :0( Es war schlimm, das mit anzusehen. Ihr Wesen veränderte sich total, und die Milch lief so aus ihr raus, TROTZ Medikamente.

Arzt und Trainer rieten ebenfalls zur Kastration, da sie beide schon Hunde kannten, die dauerhaft durch die heftigen Scheinträchtigkeiten einen "Knacks weg" hatten.

So ließen wir Amy letzten November kastrieren, und ich bin heute froh, dass wir es getan haben.

Ich würde Dir empfehlen, auf die nächste Scheinträchtigkeit vorbereitet zu sein, es noch mal mit viel Ablenkung zu versuchen, rechtzeitig schon ein homöopathisches Mittel zu geben (bitte bei einem TA erfragen, der mit Homöopathie arbeitet, wird etwa ab Einsetzen der Läufigkeit gegeben) und alles wegzuräumen, was sie betüddeln könnte.
Falls das auch nichts bringt, würde ich ebenfalls zur Kastration raten.
Ich bin da normalerweise kein Freund von, und Scheinträchtigkeit ist ja an sich keine Krankheit, sondern hat (in der Natur) ihren Sinn und Zweck. Da es aber Hündinnen gibt, die es SO extrem haben, ist das für mich schon ein Grund zur Kastration zu raten, denn ich habe gesehen, wie schlimm das sein kann, und es ist eben das Einzige, was dauerhaft Abhilfe schafft. Wenn man dazu das Wissen nimmt, dass die Scheinträchtigkeiten nicht weniger stark werden, sondern eher sich in ihrer Heftigkeit noch steigern...naja, dann ist die Entscheidung wohl klar.

Wenn ihr euch zur Kastration entscheidet, achtet auf einen TA, der euch gut berät, der euch alles erklärt, und zu dem ihr Vertrauen habt.
Einige TÄ wenden auch bei der Kastration schon sehr kleine Schnitte (Mikrochirurgie?) an...soll nicht grad vorteilhaft sein. Wir hatten hier grad einen Fall, da wurde dann leider nicht alles entfernt, es wurden weiter Hormone produziert und die Hündin blutete zwar nicht mehr, aber scheinträchtig wurde sie weiterhin. Unser TA hat "klassisch" geschnitten (ca. 8 cm langer Schnitt), Amy war nur am ersten Tag echt aus der Bahn geworfen, aber ab dem nächsten Morgen war alles paletti, alles heilte gut und nach 10 Tagen konnten die Fäden raus.

Ich wünsche euch jedenfalls, dass alles gut wird, denn ich weiß, wie man darunter leidet.

:cu: Dagi & Amy