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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kortison bis ans Lebensende...



dogcat
18.09.2004, 21:03
Hallo,

meine 9jährige Hündin bekommt seit 2 Wochen tägl. Kortisontabletten. Bei ihr wurde vor einigen Monaten eine Zyste im Gehirn festgestellt, ein vergrößertes Herz und Wasser in der Lunge. Außer dem Kortison bekommt sie Herz- und Entwässerungstabletten.

Die Kortisongabe ist die letzte Möglichkeit meiner Hündin noch einige Zeit oder länger Lebensfreude und -qualität zu geben.

Bevor mit der Kortisonbehandlung angefangen wurde, litt sie unter starken motorischen Störungen.

Jetzt mit dem Kortison geht es ihr wieder blendend. Sie ist wieder die "Alte":)

Auf Dauer soll Kortison ja sehr schädlich sein. Aber für meine Bine gibt es keine andere Behandlungsmethode.

Was laßt ihr, deren Hunde auch Kortison brauchen, in Abständen für Untersuchungen durchführen, um zu sehen, ob das Kortison Schaden im Körper anrichtet??

Nebenwirkungen habe ich bis jetzt noch nicht beobachtet. Sie trinkt zwar viel, aber das soll wohl gut sein...

Das war jetzt ziemlich lang...

Liebe Grüße
Anett

:mad:

Hovi
19.09.2004, 10:11
Hallo Anett,

was genau soll das Cortison im Falle Deiner Hündin denn therapieren?

Bei den doch recht schweren Krankheiten Deines Hundes wirst Du ihn ja ohnehin regelmäßig untersuchen lassen, incl. großem Blutbild.

Ansonsten wirst Du viele Nebenwirkungen bald selber sehen können (stumpfes, brüchiges, ausgedünntes Fell, Hautveränderungen, bei einigen Hunden Wassereinlagerung im Gewebe, so dass sie "aufgeschwemmt" wirken).

Bei Langzeitgabe kommen weitere Nebenwirkungen (z. B. Entkalkung der Knochen, Neigung zu Magengeschwüren) hinzu. Das dauert aber seine Zeit, und bei einem 9 jährigen Hund brauchst Du Dir darüber wenig Gedanken machen.

Mich würde nur interessieren, was genau das Cortison bei Deiner Hündin therapieren soll?

LG
Claudia

dogcat
19.09.2004, 20:33
Hallo Claudia,

seit sie die Cortisontabletten bekommt, verhält sie sich wieder völlig normal.

Die Störungen, die bei ihr auftraten, werden verursacht durch die Zyste im Gehirn. Der TA verordnet nicht gern Cortison, aber im Fall meiner Bine war es einen Versuch wert. Und es wirkt, keine Ahnung wie und gegen was. Sie wird nicht mehr gesund werden. Aber so kann sie hoffentlich noch ne Weile leben...

LG
Anett

Schwedensabsi
20.09.2004, 07:48
Hallo Annett,
wie wurde die Zyste im Kopf diagnostiziert? Hat man sie auf einem Röntgenbild gesehen?
Welche Art motorischer Störungen hat die Bine denn?
Übrigens wurde bei meiner Hündin Carrie 13,5 Jahre Kortison gegeben wg. Verdacht auf Tumor, damit ein evtl. Tumor im Gehirn, der evtl. auf ein bestimmtes Areal im Gehirn drückt, abschwillt.

Viele Grüße und alles Gute
Sabine Löning

Hovi
20.09.2004, 09:40
Hallo Annett,

das Cortison wirkt abschwellend bei Entzündungen und posttraumatischen Ödemen... ich nehme mal an, dass es deshalb auf die Zyste im Gehirn wirkt.

In dem Fall ist die Cortisongabe sicherlich angebracht. Häufig vergehen viele Monate, bis sich das Cortison so stark an Haut und Fell niederschlägt. Wenn es Deinem Hund noch Lebensqualität bietet, dann würde ich mir ehrlich gesagt gar nicht mehr zu sehr über die Nebenwirkungen den Kopf zerbrechen.

Dein Hund ist drauf angewiesen, und es gibt ihm noch eine schöne Zeit, mach Dich nicht verrückt mit Eventualitäten.

Liebe Grüße
Claudia

Lotta
20.09.2004, 10:04
Hallo Anett,

Kortison erhöht den Blutzucker. Manche Hunde können da problemlos gegenregulieren, bei anderen gibt es Probleme. Deswegen würde ich ab und zu den Blutzucker messen lassen, um eine mögliche Diabetes schnell zu erkennen.
Kortison stellt außerdem Energie aus den langfristigen Speichern Fett und Muskel bereit. Das heißt, der Hund nimmt ab, obwohl man das manchmal durch die Wassereinlagerung nicht sieht. Du kannst ja mal deinen Tierarzt fragen, ob ein Fett- und Proteinreicheres Futter angezeigt ist.

Ansonsten schließe ich mich Hovi an, wenn dein Hund diese Medizin bracht, braucht er sie und soll sein Leben so lange wie möglich genießen.

Grüße von Lotta

AnjaK
20.09.2004, 10:30
Hallo, meine Hündin wird im März 6 Jahre und bekommt seit letzten November Kortison. Sie ist zwar verfressener geworden, aber ich achte auf ihr Gewicht. Leider hat sie dermaßen Fell verloren, das sie jetzt schon ein Mäntelchen trägt, damit sie nicht friert. Ansonsten gehts ihr recht gut und meiner Meinung nach sind die Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen, wenn unseren Hunden dadurch noch ein paar lebenswerte Jahre ermöglicht werden.
LG Anja und Rudel:cu:

dogcat
20.09.2004, 20:45
Hallo,

die Zyste wurde per CT festgestellt, Röntgen hätte in dem Fall nichts gebracht.

Die Störungen, die auftraten, waren: extrem im Kreis laufen, immer in die gleiche Richtung, unruhiges hin- und hergehen, an der Straße/Ampel warten unmöglich, ständiges Stoßen, hat in die Wohnung/ins Treppenhaus gepinkelt, in den Freßnapf gekuckt, ohne zu wissen, was sie soll, und noch einiges mehr.

Manch andere Hundehalter haben uns bestimmt für Tierquäler gehalten. Aber ich geb doch meinen Hund nicht so einfach auf...

Mit dem Cortison gehts ihr super, allerdings hat sie schon starken Appetit, "nascht" draußen wieder rum. Aber was solls, das wichtigste ist, daß Hundi sich gut fühlt. Ich hoffe sehr, daß sie so noch eine ganze Weile leben kann.

Zum Zweitbefund werde ich die Bilder vom CT noch an einen Neurologen an der FU Berlin schicken.

Gruß
Anett

sandi1
21.09.2004, 14:52
hallo!!
Ich statte euch gerade einen besuch ab vom Katzenforum!

Also ich hatte früher auch einen collie, der schwer nierenkrank war, und deshalb auch chortison bekam! sei bekam es seitdem sie 3 Jahre alt war. Sie wurde dadurch sehr dick, und ihr fell wurde ganz dünn. Und mir sagte der Ta auch, das irgendwann das Chortison die nebenwirkung mit sich bringen kann, das sich die zellstoffe von den Knochen lösen können. Das war bei unserem Hund auch leider der Fall, aber erst nachdem sie schon 7 Jahre Chortison bekam. Ich denke auch das man die nebenwirkungen mit den wirkungen vergleichen muß. ohne chortison hätte sich unser hund mit starken Juckreitz sehr gequält, und wäre wahrscheinlich auch nicht einmal diese 10 Jahre geworden. Ok sie war sehr träge, und verhielt sich wie ein alter hund, aber die quälerei durch das jucken war nicht mehr.

Sofia
24.09.2004, 12:22
Hallo,

Leo (8Kg) bekommt auch Cortison seit mitte Juni. Er bekommt im Moment 1,25 mg am Tag wegen seiner sekundären Autothrombozytopenie wir versuchen das Cortison abzusetzen.
Nebenwirckungen sind: er hat 1 Kg zugenommen, ich finde seine Haut ist nicht mehr so elastisch, die Haut schuppt ein bischen, er hat mehr Apettit, seine Ausdauer hat abgenommen, er trinkt mehr.
Wie schwer ist denn dein Hund und wieviel Cortison bekommt er pro Tag?

Liebe Grüße
Astrid

dogcat
25.09.2004, 19:27
Hallo Astrid,

meine Hündin wiegt 27 kg und bekommt momentan 25 mg Cortison pro Tag. Angefangen haben wir mit 50 mg. Ich finde, daß ist ziemlich hoch dosiert. Aber ich vertraue dem TA, er wird schon das richtige machen. Meinem Hund gehts so gut.

Und aufgrund der schwerwiegenden Erkrankung soll sie die Zeit, die sie noch hat, so unbeschwert wie möglich verleben...

Gruß
Anett

Topsy
28.09.2004, 12:57
Hallo Anett,

ich denke auch, wichtig ist, wie der Hund lebt und nicht wie lange. Ich weiß, dass ist einfach gesagt... Wenn es Deinem Hund mit dem Cortison gut geht, würde ich nicht allzu sehr über die Nebenwirkungen nachdenken. Mach Deinem Hund ein schönes Leben, wenn es sein muss mit Cortison, und genießt jeden Tag. Ich fühle mit Dir, denn meine alte Topsy macht mir zur Zeit auch ein paar Probleme und auch ich würde ihr gerne weniger Medis geben, aber manchmal gehts nicht anders...

Alles Gute

Elke :wd: