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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Meine mag keine Hündinnen"



Inge1810
13.09.2004, 13:55
.... könnte ich zur Zeit von Weitem Hundebegegnungen zurufen. :cool: Mal andersrum, sonst wird das ja meistens recht gern bei den Rüdenbesitzern kundgetan :rolleyes: . Meine Zicke wurde neulich 2,5 Jahre alt und seitdem übertreibt sie. Gut, zickig ist sie schon lange, musste immer etwas in ihrer Möchtegern-Wichtigkeit gebremst werden, aber nu iss es wirklich so, dass es mir irgendwo reicht. Da ich nicht einsehe ständig auf der Hut zu sein und verstohlen die Intimzone des fremden Hundes zu checken, ob Männlein oder Weiblein, um dann auszuweichen, geht`s nun wieder ab auf nen Hundeplatz, um extra viele Hündinnenbegegnungen herauszuprovozieren. Wenn ich es deuten müsste, würde ich sagen, viel Geschrei um nichts. Laut war meine Zicke ja schon immer gern. Sie gibt an wie Gräfin Rotz, untergibt sich der andere Hund deutlich, iss auch gut, aber wehe es muckt mal eine auf, dann wird sie stinkig. Sie wägt auch deutlich erkennbar ab, zickt fast ausschliesslich Hündinnen ihres Kalibers an. Kleinere Hündinnen werden entweder kurz abgeschnuffelt und dann links liegen gelassen oder zum Flitzen animiert, bei deutlich grösseren liegt sie sofort auf der Seite, aber wehe es entspricht ihrer Grösse und nähert sich ihr selbstbewusst. Ich seh nun net ein, sie sowas ständig allein ausfechten zu lassen, wo kommen wir denn da hin.... Selbst auf dem neuen Hundeplatz war sie nach anfänglicher Scheu der Meinung, Platzhirschin sein zu müssen. Iss sie aber net, wenn, dann komm ich erstmal vor ihr und ich kann diese Angeberei nunmal net ab (mal ganz zu schweigen von den anderen Hundehaltern ;)). Wenn sie andere Mädels net mag, dann soll sie sich m.E. halt fernhalten, also splitte ich und das funktioniert auch sehr gut. Ich erhoffe mir, dass sie irgendwann kapiert "Chefin mag das nicht, also lass ich es gleich bleiben".
Um ihrem Glauben an ihre Möchtegern-Wichtigkeit "vorzubeugen", hat sie intern Privilegien eingebüsst, z.B. Kuschelstunden auf`m Sofa sind nicht mehr, Kontaktliegen tun wir halt am Boden, bis mir der Rücken weh tut und ich mich wieder bequemer bette) etc. Ich merke, dass ihr diese Maßnahmen im Umgang mit den anderen Familienmitgliedern gut getan haben. Wir meiden nicht, wir suchen Begegnungen und ich splitte halt dann, wenn ich der Meinung bin, es ist wieder nur Gehabe. Was könnt Ihr mir aber noch raten, wie wir schnell wieder entspannte Begegnungen haben können? Ist ja nicht so, dass sie ein unsozialer Hund wäre, denn gerade darauf haben wir viel Wert gelegt. Ich hab mir nun schon sagen lassen, dass Hunde mit ca. 2-3 Jahren nochmal eine Art Phase durchmachen, in der sie allgemein neu sortieren, bis sie charakterlich dann quasi fertig sind. Ist ja nicht mein erster Hund, aber dass sie anders ist als die anderen, hab ich schon lang gemerkt, sie fordert mich mehr, was ja nichts Schlechtes ist, sonst würde ich wohl nicht zusehen, dass ich dazulerne. Ansonsten muss ich sagen, ist sie einfach ein toller Hund, die ultra viel Freude macht, durch ihren Spass am Lernen und ihr liebes Wesen, nur ihr Umgang mit Hündinnen, lässt derzeit zu wünschen übrig, aber das ist mir schon genug, um mich nicht damit abfinden zu wollen.
Habt Ihr ein paar Zusatzideen für mich?
:cu:

Dagi
13.09.2004, 14:46
Leider, liebe Inge...

... habe ich auch keine Ideen, denn Amy scheint auch grad in DER Phase zu sein (sie ist jetzt auch fast 2,5) :rolleyes: *stöhn* Hat allerdings bei ihr nicht mit Hündinnen generell zu tun...in der Mehrzahl sind eher Rüden :?: Ob das auch noch mit der Kastration zu tun hat? :?: Naja, generell gehen ihr halt die Hunde auf die Nerven, die so "aufdringlich" sind, und von der Schnüffelei nicht genug kriegen. Amy steht mehr auf GANZ kurze Kontaktaufnahme, und dann soll "Ruhe" sein. Wenn der andere Hund sie nicht interessiert, ihr dann aber ewig am Hintern hängt, oder nicht eine gewisse Distanz einhält, hebt sie jetzt auch mittlerweile die Lefzen, knurrt, bellt, hebt Lefzen...*seufz*...damit hat sie jetzt den Ruf der "Zicke vom Dienst" weg :( :0( Da bin ich mittlerweile auch etwas ratlos, was ich tun soll...

:( Dagi & Amy

Inge1810
13.09.2004, 15:06
Hallo Dagi... Leidensgenossin ;)
scheint echt was dran zu sein, dass es da nochmal so ne Phase gibt *seufz*.
Bei Kira hab ich halt den Eindruck, sobald ne Hündin selbstbewusst des Weges kommt wartet sie nur drauf, dass die andere irgendeinen Fehler macht, um sie dann "zu rupfen". :0( Gestern war`s ne Eurasier Hündin. Ich hab Kira extra absitzen lassen, bin auf die Hündin zu, Kontaktaufnahme durch mich, dann hab ich mich weggedreht und bin weitergegangen. Die Eurasier Hündin gleich zielstrebig zu Kira hin, da hör ich hinter mir schon wieder das Getobe..... wie kann die sich auch so dreist der Frau von und zu Kira nähern... *grummel* Ich frag mich langsam echt, ob ich unbewusst irgendeinen Fehler mache. Ich lasse sie nie von sich aus Kontakt aufnehmen, lege sie immer ab und gebe sie dann frei, nach dem Motto "von mir getestet und für o.k. befunden, geh hin und sei nett", aber sie erwartet wohl, dass sich andere Hündinnen ihr nur kriechend zu nähern haben, wenn überhaupt :( Anfangs ist sie auch immer "nett", aber wehe die andere macht irgendeinen Fehler (in ihren Augen, für mein Laienauge nicht so leicht erkennbar), dann schwenkt das blitzschnell um. Solang es laut ist, mach ich mir ja nicht wirklich Sorgen und sie hört auch sofort auf, wenn ich splitte, aber meinst die hat das irgendwie falsch verknüpft? Weder schreie ich hysterisch, noch fasse ich sie auch nur ansatzweise an, ich laufe nur dazwischen, entweder räuspere ich mich laut, oder "SCHLUSS JETZT" und dann lenk ich ihre Aufmerksamkeit auf mich, ein paar Unterordnungsübungen "feiner Hund" und dann wieder neutral. Auf`m Platz darf sie sich dann auch wieder gleich frei bewegen.
Amy verhält sich m.E. völlig korrekt, daran find ich jetzt nix zickiges, denn sie sagt klar was sie will und was nicht und dann ist ja auch gut. Kira macht ja eigentlich auch nix anderes, aber halt doch sehr übertrieben *seufz*.
Warten wir mal, vielleicht kommt der ultimative Ratschlag.
:cu:

Rüsselterriene
13.09.2004, 15:25
:D Versuch für den ultimativen Vorschlag:

Wofür ist der Kontakt gedacht? (Einfach mal überdenken.)

Fakt ist: Sie hat anscheinend nich die Nerven dafür, reagiert über. Geht aber auch nicht drauf los, sonst könntest du das Ablegen vergessen.

Mein Vorschlag also: Weitergehn, fremde Hunde wie Luft behandeln. Ist einer unvermittelt da und ist lästig oder aufdringlich, ruhig abschnappen lassen, dann aber weiterziehen oder eben splitten.

An der Leine sollte natürlich Ruhe herrschen, da liegt die Verantwortung beim Führer.

Ich frag mich manchmal, wieviel Hundekontakt überhaupt Sinn macht. Wie nah muss man sich kommen?

Anke

billymoppel
13.09.2004, 15:29
hallo inge,

nicht, dass von mir jetzt der ultimative vorschlag käme, denn den habe ich nicht.
allerdings glaube ich auch nicht, dass es sich nur um eine phase handelt.
an sich finde ich schon deinen ansatzpunkt falsch: derzeit läßt du deine hündin für das büßen, was sie ist - charakterlich. und ein biss'l - der eindruck drängt sich mir auf - weil du sie kontrollieren magst. dass sich mädels, nicht mit mädels ihres kalibers vertragen oder zumindest nicht besonders gut, ist doch nichts ungewöhnliches, oder? als mutter theresa wird nun mal nicht jeder geboren und zum streiten, gehören wie bei normalen rüden, immer zwei! du hast eine völlig normale hündin, die mit ihresgleichen eben nicht so gut auskommt. von einem rüden erwartet man nichts anderes und bei der hündin soll das anders sein? ist das nicht sexistisch und auch völlig wieder die hunde-natur?
und dann

"Wenn sie andere Mädels net mag, dann soll sie sich m.E. halt fernhalten, also splitte ich und das funktioniert auch sehr gut. Ich erhoffe mir, dass sie irgendwann kapiert "Chefin mag das nicht, also lass ich es gleich bleiben"."

das klingt nach utopie und illusion: einen hund kann man nicht ändern - wer sich stetig mit seinesgleichen auseinandersetzt (wie auch immer das geartet sein mag) ist eben der typ dazu. ein rudel-hund. andere sind grundsätzlich lieber für sich (wie amy beispielsweise, die eben distanz bevorzugt). nur erzieherisch eingreifen und das m.e. auch das, was du solltest. wenn du schon bei der annäherung merkst, dass sie wieder in hau-drauf-stimmung ist, musst du sie eben abrufen, anleinen oder was auch immer. mach ich doch bei billy auch - ich weiß, dass er sich gelegentlich - wenn überhaupt dann mit seinem kaliber anlegt. ich wüßte nicht, was ich daran per se ändern sollte, das ist doch der lauf der natur. ich muss ihn natürlich kontrollieren, aber das ist ja was anderes. soweit unterordnung von einem hund zu verlangen, dass er sich selbst aufgibt und ein anderer zu werden - mit den hier im forum präferierten thesen ist das wohl nicht zu erreichen.
und da ich mal davon ausgehehe, dass ihr verhalten nicht in einer sozialen störung wurzelt, sondern darin, dass sie einfach eine relativ dominante dame ist, wüsste ich nicht, was der hundeplatz bringen sollte - außer, dass sie im ernstfall besser auf dich hört.
auf das zwischenhundliche verhalten haben wir nun mal nicht so große einwirkungsmöglichkeiten und das ist auch gut so, sonst hätten alle bekloppten auch bekloppte hunde.

zusammengefaßt: kontrolle ja, aber mehr auch nicht.

gruß
bettina

Inge1810
13.09.2004, 15:29
@ Dagi
Du, eben fiel mir ein, Kira hat Amy doch damals am Auto auch angepampt, so in der Art kannst Dir das vorstellen läuft es heute bei fast jeder selbstbewussten Hündin ihrer Grössenklasse ab, nur noch etwas lauter.

:cu:

Inge1810
13.09.2004, 15:42
Hallo Bettina,
ja wenn ich von vornherein wüsste, dass gezickt wird, dann wär`s ja kein Thema, wie gesagt, erst ist sie ja umgänglich und dann geht`s erst los. Ich persönlich würde mich weniger einmischen, wären da nicht die geschockten Gesichter der anderen Hundehalter ;) Erklär denen mal, dass ultralaut nicht gleich ultraböse ist. Ich geh auf den Hundeplatz, damit nicht jede Begegnung mit Kontaktabbruch endet (sie auf die Idee kommen könnte "die haben wir vertrieben"), sondern gesplittet und dann weitergemacht wird, auch die Hunde, die sich vorher angepampt haben. Dagi war mit Amy ja bei uns, die zwei haben kurz "gezickt", dann sind wir erstmal Gassi gegangen. SO ist es ja super in Ordnung, aber wie gesagt.... hier wimmelt es von ängstlichen Leuten und das muss ich nunmal auch respektieren und meinen Hund bremsen. Ich will sie nicht ändern, denn sicher ist sie, wie sie ist, soll ja auch so bleiben, weil sie schon o.k. ist, aber ich möchte es in den Rahmen bekommen, dass ich nicht als Einzelgängerin ende, weil mein lautes Mädel ängstlichere Hundehalter verschreckt ;)
Da ich sie ohne Probleme abbringen kann, müssen wir auch keinen Ernstfall üben. Es geht einzig und allein darum, dass sie es nicht als Aufgabe ansieht, ständig ihre "Wichtigkeit" zur Schau zu stellen.
:cu:

brazil
13.09.2004, 16:50
Hallo Inge,

ich glaube es liegt am Namen ;) .
Nein, mal Scherz beiseite. Die ultimative Lösung für diese Problemchen gibt es wahrscheinlich eh nicht.

Meine Rottidame (Kira) ist auch eine ziemliche Zicke. Ich glaube nicht das das mit dem Alter unbedingt was zu tun hat. Vielmehr passieren diese Dinge aus unterschiedlicher Motivation heraus. Austesten der eigenen Stärke, Stärkung der eigenen Rudelposition, Dominanz (?).

Übrigens, bitte, bitte lass Dich nicht von den anderen Hundehaltern (besonders auf dem Hundeplatz) beeinflussen. Ich habe die Erfahrung gemacht, je öfter man eingreift, desto unsicherer und hektischer werden die Menschen aussen herum und auch die Situationen. Die Menschen denken das das besonders schlimm ist was der Hund gerade macht, sonst würde Herrchen ja nicht eingreifen und durch die Hektik aussen herum werden die Hunde wiederum angesteckt. Was die Situationen nicht einfacher macht.

Prinzipiell bin ich der Meinung, das Sozialisation des Hundes, nicht bedeuten muss das er sich "zivilisiert" nach menschlichem Ermessen unter Hunden verhalten muss. Vielmehr soll er sich wie unter Hunden auch hündisch verhalten dürfen. Darunter fallen nun mal auch kleinere Reibereien. Kira testet vielleicht im Moment auch einfach nur aus, wie weit sie gehen kann bzw. welche Stellung Sie sich erarbeiten kann (bei anderen Hunden, nicht bei Dir).

By the Way @ Dagi: zudem hat jede Hündin das Recht sich unliebsamer Rüden zu entledigen. Es ist eigentlich normal, das das ab und an auch ruppiger ausfällt.

Sozialisierung heisst für mich, das der Hund die Grenzen kennt. Also dann wenn der andere Hund sich unterwirft, die Sache auch erledigt ist.

Unsere Kira ist mittlerweile von einem ängstlichen, zurückhaltenden Hund, ziemlich weit in der Rudelordnung aufgestiegen. Sie zeigt viele Verhaltensweisen, wie auch Turid Rugaas (richtig geschrieben?) in Ihrem Buch/Video erläutert. Sie splittet beispielsweise Welpen, wenn es zu heftig wird.
Allerdings hat Sie es auch auf besonders wilde Junghunde abgesehen die die hündischen Verhaltensregeln vielleicht noch nicht so verinnerlicht haben. Sie knüpft sich diese Junghunde immer wieder vor bis sie es verstanden haben.

Von dem her, beobachte doch mal die Situationen genau, denn ich denke in manchen Situationen ist es besser Dingen Ihren Lauf zu lassen, d.h. nicht das Du dadurch nicht mehr Kiras Rudelboss bist. Ich denke man bekommt dann ein ganz gutes Gefühl dafür, wann ein Eingreifen notwendig ist und wann nicht. Nach meiner Erfahrung klären sich allerdings solche Situationen von selbst und zwar recht schnell.

Hoffe ich konnte Dir etwas moralische Unterstützung geben

Grüße
Brazil

Dagi
13.09.2004, 19:32
:D Inge, ich erinnere mich, als ob es gestern gewesen ist ;)
Ich überlege, ob diese Kontaktaufnahme durch Dich wirklich sinnvoll ist, ob es nicht wirklich sinnvoller wäre, andere Hunde komplett zu "ignorieren", so dass Kira sieht, dass auch der "Rudelchef" kein Interesse daran hat?!

@ Brazil

Ja, ICH finde das auch völlig normal, nur leider hab ich jetzt, nachdem das Vorurteil "unerzogener Dackel" abgebaut ist, mit dem nächsten Vorurteil zu "kämpfen": Dackel bellen, und sind zickig...DAVON bin ich völlig entnervt.
Klar, ist es mir persönlich auch etwas "unangenehm", ich hätt auch lieber, wie es früher war: Amy unterwirft sich allem, was des Weges kommt :cool: aber dafür ist sie eben jetzt zu "erwachsen"...
EIN Trostpflaster gibt es ja trotzdem für mich: wenn ich weiter gehe und "komm mit" sage, ist es überhaupt keine Frage, dass mein Hund mir folgt, während der andere Besitzer meist x mal "Fiffi nun komm endlich" rufen muss, weil der eben eigentlich uns folgen möchte oder es sogar tut
:rolleyes:
Übrigens dürfen bekannte Hunde an ihr schnüffeln, solange sie wollen, auch wenn sie dieses Schüffelbedürfnis eben nicht teilt :?:

:cu: Dagi & Amy

Inge1810
13.09.2004, 19:49
Hallo Brazil,
ja, konntest Du, danke für die moralische Unterstützung :)
Das ist eben auch ein Mitgrund, dass ich mich wieder für einen Hundeplatz entschieden habe (wir waren ja bereits zur Welpenspielstunde und anschliessend Hundeschule, haben dann aber pausiert), eben weil dort Leute sind, denen sich nicht gleich das Entsetzen im Gesicht festsetzt, wenn ein grosser schwarzer Hund lauter wird. Nebenbei wird dort natürlich auch gearbeitet, aber wir sind weniger wegen der Grunderziehung dort, denn die steht, sondern weil dort endlich das angeboten werden soll, was wir suchen, geistige und körperliche Auslastung. Mal sehen, ob wir uns zum Hundesport überreden lassen, der dort hauptsächlich praktiziert wird ;) Ich liebäugle aber mehr mit dem geplanten Agility, Obedience, Dogdancing etc. (ist noch im Aufbau).
Ich mach mir keine Sorgen, dass sich Kira bei uns zu wichtig nimmt, das ist klar und sie ist ein Hund, bei dem ein kleiner Blick ausreicht. Ich habe schon immer darauf geachtet, dass sie hier nicht zuviel Privilegien hat (auch weil mir damals prophezeit wurde, dass sie ein dominantes Mädel wird, was ich aber so nicht glaube, weil sie dazu nicht souverän genug ist, ich nenne es halt eher Wichtigtuerin) und somit ist sie ein unkompliziertes Familienmitglied geworden. Mein Hauptproblem waren wirklich überwiegend die ängstlichen Hundehalter, die sofort panisch wurden und ich (harmonieliebend) schnell eingegriffen habe. Ich habe bemerkt, dass Kira dadurch auch unsicherer geworden ist, wie es bisher gelaufen ist, vielleicht auch daher ihre gesteigerte "Übertreibung". Zoff wird auf dem Hundeplatz auch nicht geduldet, aber mir war eben wichtig, dass der Kontaktabbruch nicht jedesmal erfolgt, der in meinen Augen eh völlig unnötig wäre, aber wie sag ich`s meinen Mithundlern....
Vielleicht denke ich wirklich zu illusorisch, ich hätte Kira gerne viele unbeschwerte Hundekontakte gegeben, aber ich werd dieses Wunschdenken wohl besser etwas zurückschrauben und besser selektieren. Sollen die Leute doch denken, dass ich nen "bösen, schwarzen Hund" habe.... schade, ich hätte es gerne anders gehabt, aber wie, bei dem Gegröhle... Rüden sind auch manchmal betroffen, aber derzeit sinds doch überwiegend Mädels :( . Dafür freu ich mich dann immer besonders über die Hundeleute, die gelassen bleiben und mir sagen "na endlich kriegt meine(r) mal eins auf den Deckel, sonst teilt die (der) immer aus" ;) Genauso stört`s mich nicht, wenn Kira mal eine auf`s Dach bekommt... wer austeilt...... aber solche Begegnungen sind bei uns leider viel zu selten, obwohl die Zicken plötzlich blitzschnell keine mehr sind, nachdem genug rumgebrüllt wurde.
Ich hab gelesen, dass Du auch aus Franken kommst, zufällig Nähe Nürnberg? :rolleyes: Mit ner Rottidame hat`s Kira übrigens auch mal aufnehmen wollen, keine Ahnung, warum sie die als ihr Kaliber angesehen hat, nur war der das alles viel zu blöd und hat es an sich abprallen lassen... tja... da sieht man es mal, gell? ;)
:cu:

Inge1810
13.09.2004, 19:59
:D
Ja, ICH finde das auch völlig normal, nur leider hab ich jetzt, nachdem das Vorurteil "unerzogener Dackel" abgebaut ist, mit dem nächsten Vorurteil zu "kämpfen": Dackel bellen, und sind zickig...DAVON bin ich völlig entnervt
Ach Dagi, wir sind uns doch verdammt ähnlich, denn ich denke, genau das ist unser Problem..... Wir wollten es der Welt beweisen mit unseren Hunden. Vorurteile ausräumen wollte ich auch und habe auch viel erreicht, dadurch, dass ich den Leuten zeigen kann "schaut her, ich rufe und sie dreht sofort ab, kommt zu mir und legt sich hin, grosse schwarze Hunde sind nicht böser als andere", aber dann kommt wieder eine Situation, in der Kira einfach lautstark zeigt was Sache ist und da ist es wieder in den Blicken "typisch... grosser schwarzer böser Hund will meine süsse Mausi anfallen". Dass Mausi es vielleicht genauso faustdick hinter den Ohren hat... wen interessiert`s.... wie bei Euch wohl keiner mehr sehen mag, dass ein fremder Rüde einfach kein Recht dazu hat penetrant an Amy`s Hintern herumzuschnuffeln.
Tja... wohl wieder mal ein Fall von wir sind das Problem, weil uns die anderen Leute zu sehr interessieren.... Sollte uns egal sein, aber fällt mir auch schwer.... sehr schwer.....
:cu:

Dagi
14.09.2004, 09:48
Hey Inge,

Tja... wohl wieder mal ein Fall von wir sind das Problem, weil uns die anderen Leute zu sehr interessieren.... Sollte uns egal sein, aber fällt mir auch schwer.... sehr schwer.....
VOLLE Zustimmung :rolleyes: , ist genau mein Problem...mein Fell wird irgendwie nicht dick genug *seufz*

obwohl die Zicken plötzlich blitzschnell keine mehr sind, nachdem genug rumgebrüllt wurde.
Ebenfalls VOLLE Zustimmung :D
Nebenan haben wir doch jetzt nen kleinen JRT-Welpen - der wurde erst mal in seine Schranken verwiesen, aber jetzt darf er alles - sie liiiiebt "ihren" Welpen :D Und das ist es bei Amy fast immer - lernt sie den Hund kennen, akzeptiert sie ihn, freut sich bei der nächsten Begegnung regelrecht. Deswegen bringt uns in diesem Punkt auch die Huschu nix - sie kennt alle und mag alle.
Einzig neulich die Englische Bulldogge wurde Dauerangekläfft, und den wird sie wohl nie mögen...schade, denn die Besitzer nehmen ihr Gebell nicht ernst, sind unser Alter, vernünftige Ansichten und sind SEHR nett *seufz*, aber so wie sie sich aufregt...das fällt schwer, dauerhaft zu ignorieren. So extrem hab ich es allerdings auch noch nie vorher oder hinterher erlebt. Schade, da such ICH mir mal nette Leute - und sie ist mit dem Hund nicht einverstanden :rolleyes: Die Hunde, mit denen sie "einverstanden" ist...ja, wie soll ich sagen...da sind die Besitzer zwar alle nett, ungefähr im Alter, dass sie meine Großeltern sein könnten :D und über ihre Ansichten zur Hundeerziehung, wenn überhaupt eine erfolgt, naja, reden wir nicht drüber :rolleyes: :cool: ... Komischer Hund *tz*

:cu: Grüße von Leidensgenossin zu Leidensgenossin ;)

Ginger_19
14.09.2004, 19:12
Hallo,
ich habe auch so eine Zicke, allerdings ist meine schon 7 1/2 Jahre. Bei fremden Hunden ist sie manchmal unsicher, sie hatte bis vor einem Jahr nur wenige Hundebegegnungen, aber normalerweise ist sie einfach nur rotzfrech. :D
Mit Hündinnen ihres Schlages kommt sie allerdings normalerweise problemlos aus. Da wird ein bisschen gebellt und geknurrt und dann ist gut. Jüngere Hunde, vor allen Dingen, wenn sie frech und/oder unerzogen sind, weist sie zurecht. Ich lasse sie i.d.R. nur nach Absprache an fremde Hunde (normalerweise gehe ich einen Bogen) und wenn wir dann zusammen gehen. Zum Glück treffe ich viele Hundebesitzer, die echt locker reagieren, wenn meine rumbellt bzw. knurrt. Allerdings macht sie das nur am Anfang, den Rest des Spaziergangs ist sie friedlich. Wo sie sich doch sehr zurückhält, sind ältere Hündinnen. Da getraut sie es sich nicht. Mit Hunden, die sie kennt, gibt es auch selten Probleme.

Ich arbeite übrigens mit Clicker mit ihr. Und es wird langsam besser. Zumindest ist die Angst vor fremden Hunden weg,teilweise ist sie noch unsicher, je nach Hundetyp und Größe. Nur Frontalbegegnungen sind schwierig. Die hat sie nie gelernt. Aber auch da wird sie besser. Es braucht halt alles seine Zeit.

LG Ginger

Inge1810
16.09.2004, 15:01
Also... nicht meine Hündin ist unnormal, die anderen sind nicht gut genug sozialisiert... jawoll.... :D
Heute gab es nochmal einen Test, hab mir eine Hündin, selbst rotzfrech, also kein "Hascherle" ausgeliehen. Die Besitzerin, eine Kollegin gab sie mir mit den Worten "die kann ruhig mal was einstecken, ich vertrau Deiner Kira". Ablauf war wie gehabt, die beiden kannten sich vorher noch nicht, Kira ihren Kamm gestellt, Rute halb waagrecht, aber tendierend nach oben und "gefährlich" auf die Hündin zugelaufen, dann erstmal kurze Flitzrunde. Die Hündin holte sich ihren Kauknochen und rannte davon, Kira hinterher, beanspruchte den Knochen für sich und ging einmal kurz und heftig auf die Hündin los, die quietschte, warf sich auf den Rücken, merkte wohl, dass mit Kira da nicht zu spassen ist und siehe da.... Kira liess sofort ab. Ich hab die zwei Hunde in`s Auto gepackt und bin heimgefahren, seitdem sind die beiden hier in grösster Eintracht, als wär es nie anders gewesen. Test absolut erfolgreich bestanden :D Hab mit meiner Kollegin nochmal telefoniert, um ihr mitzuteilen, dass sich zwei Freundinnen gefunden haben und sie sagte zu mir "war mir klar, ich scheine Deinem Hund mehr zu vertrauen, als Du selbst". Der Satz hat mir echt zu denken gegeben und ich habe so zurücküberlegt, angefangen hat es, als mir gesagt wurde, mein Hund wär nicht normal, überdominant etc.. Das ging mir wohl so nahe, dass ich angefangen habe viel zu kritisch mit meinem Hund zu sein. Jetzt ärgere ich mich darüber, denn der heutige Tag hat mir wieder gezeigt, dass mein Hund eine deutliche Sprache spricht, laut und nicht zu überhören und wenn der andere Hund auch deutlich antwortet, reagiert sie sofort darauf. Sie ist sozial und ihre Lautstärke habe ich aus menschlicher Sicht gesehen, in hündischer ist es wohl angemessen, denn die zwei Mädels verstehen sich hier blendendst und es gab nicht das kleinste Theater, weil ein fremder Hund in "ihr" Revier eingedrungen ist, denn sie hat gelernt, dass es mein Revier ist und was sie tut, ist nur ihre Regeln abzustecken.
@ Ginger, Kira ist nur bedingt unsicher und kaum ängstlich, meist ist sie sehr selbstbewusst, weiss, was sie will und setzt das unter Hunden auch durch. Kommt ihr einer blöd, dann wird sie sauer und wird halt noch deutlicher. Ich wünsch Euch, dass Ihr weiter so gut vorankommt.
:cu:

brazil
16.09.2004, 17:19
Hallo Inge,

tut mir leid das ich mich jetzt erst wieder melde. Um Deine Frage zu beantworten: ja ich bin eine waschechte fränkin, allerdings noch ein stückchen richtung osten - Oberfranken.
In welchem Verein bist Du denn, vielleicht sieht man sich ja mal bei einem Turnier?

Grüße
Brazil

Ginger_19
17.09.2004, 08:58
Original geschrieben von Inge1810
@ Ginger, Kira ist nur bedingt unsicher und kaum ängstlich, meist ist sie sehr selbstbewusst, weiss, was sie will und setzt das unter Hunden auch durch. Kommt ihr einer blöd, dann wird sie sauer und wird halt noch deutlicher. Ich wünsch Euch, dass Ihr weiter so gut vorankommt.
:cu:
Hallo Inge,
Unsicher ist sie nur bei fremden Hunden und das auch nur noch je nach Situation. Ich denke, dass das auch noch besser werden wird. Im Moment scheint es wiedermal besser zu werden. Bei Hunden, die sie kennt, sehe ich keine Unsicherheit.
Übrigens hat sie mit Hündinnen, die sie kennt, so gut wie nie Raufereien. Ich denke, dass sie mit ihrem Gebelle und Geknurre auch oft sofort die Grenzen aufzeigt. Von jüngeren Hunden, besonders Hündinnen, erwartet sie, dass die sich ihr unterordnen. Älteren ordnet sie sich unter bzw. hält sich sehr zurück mit ihrer Knurrerei. Allerdings treffe ich selten ältere Hunde, was ich schade finde.

LG Theresa