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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : @ Dr. Thorstensen/ Nachfrage zu einer Antwort



kangaroo
01.09.2004, 16:01
Hallo Frau Dr. Thorstensen,

ich habe das vor einiger Zeit hier im Katzenforum gelesen und schreibe noch mal hier, weil es im alten längeren Beitrag etwas unübersichtlich ist:


Original geschrieben von admin
@gabi,

da fällt's halt ganz besonders auf....:(

Auszug aus der Wirkstoffdatenbank der Uni Zürich:
Kontraindikationen für Enrofloxacin:
Jungtiere / Wachstum
Hunde und Katzen, jünger als 12 Monate (Riesenrassen bis 18 Monate) sollten nicht mit Enrofloxacin behandelt werden, da es zu Knorpelschäden kommen kann. Auch Tiere mit bereits vorhandenen Knorpelschäden sollten nicht mit Fluorochinolonen therapiert werden. Eine rassespezifische Disposition wird beim Labrador vermutet (Kroker 1999a).


Wie sieht es denn bei Marbofloxacin (auch z.B. in Ohrtropfen, ebenso wegen des Ohrknorpels?) bei Labradors und Tieren mit Knorpelschäden aus? Gibt es hierzu ähnliche Erfahrungswerte wie bei Enrofloxacin?

admin
01.09.2004, 16:42
@kangaroo,
für Marbofloxazin gilt genau das gleiche:
Hunde und Katzen, jünger als 12 Monate, sollten nicht mit Marbofloxacin behandelt werden, da es wie Enrofloxacin zu Knorpelschäden führen kann. Auch Tiere mit schon vorhandenen Knorpelschäden sollten nicht mit Fluoroquinolonen therapiert werden.

Gyrasehemmer sind auch bei älteren Tieren (= Senioren) mit Vorsicht zu genießen, da es zu neurologischen Ausfallserscheinungen udn Nierenproblemen kommen kann.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Kirsten Thorstensen
Vet Services Manager

Zooplus AG

kangaroo
01.09.2004, 16:54
Hallo Frau Dr. Thorstensen,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Eine kurze Nachfrage habe ich noch: Gilt das auch für Ohrentropfen?

admin
01.09.2004, 17:07
Das betrifft auch Ohrentropfen, die ja über die Haut direkt auf den Knorpel einwirken.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Kirsten Thorstensen
Vet Services Manager

Zooplus AG

kangaroo
18.01.2005, 12:34
Hallo Frau Dr. Thorstensen,
ich habe doch noch eine Nachfrage:
Können die genannten Nebenwirkungen (neurologischen Ausfallserscheinungen etc.) bei Hundesenioren eigentlich auch bei lokal angewendeten Ohrentropfen auftreten (Vestibularbereich etc.)?
Gibt es Erkenntnisse aufgrund neuerer Studien zur Behandlung bei älteren Hunden?

Viele Grüße

kangaroo
19.01.2005, 13:36
Original geschrieben von kangaroo
Hallo Frau Dr. Thorstensen,
ich habe doch noch eine Nachfrage:
Können die genannten Nebenwirkungen (neurologischen Ausfallserscheinungen etc.) bei Hundesenioren eigentlich auch bei lokal angewendeten Ohrentropfen auftreten (Vestibularbereich etc.)?
Gibt es Erkenntnisse aufgrund neuerer Studien zur Behandlung bei älteren Hunden?

Viele Grüße

Butterling
19.01.2005, 13:46
Ich glaube, dass hier nicht regelmäßig nach solchen Anfragen geguckt wird. Schreib doch einfach nochmal über das Formular. Das hat bei mir beim letzten Mal auch funktioniert. :tu: