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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hilfe Agressive Wächterin!



Azima
05.08.2002, 14:33
Hallo!

Bin ganz neu und traue mich jetzt auch mal was zu fragen!
Weiß einfach nciht mehr weiter.

Ichhabe eine 1 1/2 Jahre alte RR Hündin. Sie ist eine super süße Maus und hört wirklich sehr gut. Wir sind schon lage in einer Hundeschule und ihr macht das ganze großen Spaß.
Leider habenw ir ein riesen Problem.

Wenn ich Nachts (bzw im Dunkeln) mit ihr noch einmal unsere Straße rauf und runter gehe damit sie nochmal Pieseln kann ist sie ein völlig anderer Hund.

Egal ob Hunde oder Fußgänger uns entgegen kommen oder einfachnur ein paar Meter weiter weg auf der anderen Straßenseite stehen, sie rastet völlig uas und bellt sich die Seele aus dem Hals.
Einmal ist sie mir auch durchgestartet weil ich sie frei laufen hatte und machte eine arme Fußgängerin total laut an. Sie würde nicht beißen oder so. Davon bin ich 100000 Prozent überzeugt aber sie bellt einfach rum bzw will zu den anderen Hunden immer hin und Terror machen. Bei anderen Hunden kann es auch gut dsein das sie sich prügeln will. Leider schon passiert :( Das wird auch manchmal Tagsüber zum Problem)

Jedenfalls hab ich alles versucht wenn sie ihren ausraster hat. Im guten mit Ablenken und Leckerchen, Sitz oder Paltzbefehl auch nachdrpücklich ins Platz gedrückt. Schnauzgriff, Halti, energisches bis sehr lautes anbrüllen sogar einmal hab ich sie sehr grob angefasst und auf den Boden gedrückt aber sie macht einfach weiter. Es interesseirt sie nciht die Bohne. Soald ich locker lasse (Schnauzgriff) oder auch wenn ich weiter gehen will sie bellt wie irre rum.

Jetzut weiß ich ehct nicht wa sich noch machen soll. ICh hab schon überlegt mich dann einfach blitzschnell aus dem Staub zu machen und sie alleine zu lassen damit sie schieß bekommt undmir nachläuft. Aber was ist wenn sie das auch nciht interessiert und nachher läuft sie doch über die Straße oder bellt weiter?
Oder ich dachte cih bitte die Personen den Hund nett anzusprechen und ihr ein Leckerchen zu geben. baer wer macht das schon mit??? Insbesondere wenn die Person auch noch Angst hat. Das mekrt die Mistbiene ja sofort.

Ich bin wirklich Ratlos!!! Bitte helft mir ich kann ja nciht immer Nachts um 2 die Nachbarschaft aus dem Bett holen! Das geht sich ernicht mehr lange gut!
Die Leute inder Hundeschule wußten auch keinen rechten Rat!

Bitte gebt mir ein paar gute Tips!!!!!!:( :( :( :( :( :( :( :(

Cockerfreundin
05.08.2002, 18:32
Wie lange zeigt sie dieses Verhalten nachts denn schon? Von Anfang an oder erst seit kurzem?

Hast Du mal durch den TA ihre Sehfähigkeit (im Dunkeln?) checken lassen??

Vielleicht hat es ja organische Gründe??

Grüße,
Annette

Thomas
05.08.2002, 21:42
Hallo Azima!

1.) Hundeschule wechseln! Eine Hundeschule die bei Problemverhalten "keinen Rat weiß" ist keinen Cent wert)
2.) Unterschiedliche Reaktionen Deinerseits vermeiden. Durch einen permantenten Wechsel von "im guten probieren/Ablenkung/Leckerli" und "im Bösen probieren/Abstafung" verwirrst du den Hund nur. Der Hund erkennt kein konsequentes Verhalten und somit ist der Effekt Deiner sämtlichen Bemühungen gleich null.
3.) "Abstrafungen" wie in´s Platz drücken und lautes Anbrüllen solltes Du umgehend unterlassen. Es handelt sich hier nicht um hundeverständliche Abstrafungen und sind somit wirkungslos bis kontraproduktiv.
4.) Arbeite an der Rangordnung. Deine Hündin hat offentlichlich eine Beschützerrolle für Dich übernommen. Der Chef (das solltest eigentlich Du sein), benötigt aber keine unaufgeforderte Hilfe.
5.) Stell Dich in den entpr. Situation vor sie (also zwischen Hund und Fremdperson) und wende den Schnauzengriff an, solange bis sich die gewünschte Wirkung (Stillhalten) einstellt. Falls sie sofort wieder anfängt wenn Du sie loslässt -> sofort wieder Schnauzengriff - bis sie endgültig aufhört.

Achtung: Sämtliche Anregungen habe ich unter der Voraussetzung gegeben, das es sich bei dem Gebelle Deiner Hündin um ein Verbellen eines potenziellen Angreifers handelt. Falls es sich allerdings eher um ein "Angstbellen" handelt (Schwanzstellung? Ohrenstellung? Nackenfell?) wäre selbstverständlich anders zu verfahren...

Gruß
Thomas

Azima
06.08.2002, 11:41
@Thomas

Erst mal Danke für die Antwort!

Also die unterschiedlichen Reaktionen meinerseits kamen j anur deshalb zu stande weil bei keiner meiner Reaktionen was passierte und ich halt aus verzweiflung alles versucht habe!
Ich dachte ja auch das der Schnauzgriff sicher die beste Methode ist aber leider bringt es ja nix. Du schreibst ich soll ihn so lange anwenden bis sie Ruhe gibt aber ich kann doch nciht 10 oder 20 Minunten lang ihr das Maul zu halten?!?!?!?! :confused:
Wenn ich nämlich los lasse bellt sie ja sofort wieder!!! Zwischen mich und die Person stellen ist auch etwas schwierig da sie ja schon anfängt wenn 20 Meter weiter auf der anderen Straßenseite jemand steht!!! Und ich bin nicht so sehr breit von der Statur her das sie die Personen dann icht doch sieht auf die Weite hin!
Was die Dominaz betrifft glaubich eigendlich nciht das sie denkt sie sei der Chef! Ich achte sehr darauf das sie im Altag genau merkt WO sie im Rudel steht (zb geh ich zu erst durch die Tür, gewissen Räume der Wohnung sind tabu, Couch und Bett sowieso tabu, ich esse zu erst, betteln bei Tisch gibt es nicht und und und) Mein Hundetrainer hat auchgesagt das es eindeutig kein Dominazproblem ist.

Wohl eher Unsicherheit! Und jetzt komme ich zu seiner Aussage ob es Angstbellen ist. Ich hab noch nciht so auf die Ohren dabei geachtet aber ihr stehen bei den Bellattacken immer die Haar zu Berge!!! Könnte es also doch unsicherheit sein???
Aber was muß cih dann tuen?? Du schreibst dann würdest du ganzanders Verfahren????

Gruß

Azima

PS die Hundeschule zu wechseln wäre nciht so einfach weil hier weit und breit keine andere gute ist. Jedenfalls keine die besser wäre. Ich hab schon einmal gewechselt undbin in der truppe jetzt eigendlich sehr zufrieden!

maff
06.08.2002, 13:47
Hallo Azima!
Wenn die "üblichen" Erziehungsmethoden nicht helfen, habe ich vielleicht einen Tipp für Dich.
Zunächst:
a, Ich schließe mich der Meinung an, dass Dein Hund die Beschützerrolle übernommen hat und sich verpflichtet fühlt, Dir die Gefahr vom hals zu halten. Es kommt übrigens oft vor, dass Hunde zwar zu Hause Frauchen/Herrchen als Boss akzeptieren, draußen die Sache aber anders sehen.
b, das Haareaufstellen hat nichts mit Angst zu tun. Dein Hund stellt seinen Kamm auf und erwartet offenbar Gefahr.
c, JEDER Hund kann und wird beißen, wenn es aus seiner Sicht sein muss


Ich glaube, Dein Hund ist durch die verschobene Rangordnung total im Stress: Er meint, Dich beschützen zu müssen. Die Aufgabe solltest Du ihm abnehmen. Kleiner Lesetipp dazu: "Mit Hunden sprechen" (Namen der Autorin hab ich leider vergessen, sie bschreibt aber genau diese Fälle).
Die einfachste Übung ist für den Anfang: Du kommst nach Hause, Hund freut sich. Normalerweise würdest Du ihn begrüßen etc. Machst Du aber nicht. Ignoriere ihn 5 Minuten, egal wie sehr er sich aufführt. Damit zeigst Du Deinen Status. Das läuft im Wölferudel genauso ab: Die Alpha-tiere haben das nicht nötig. Nach 5 Minuten rüfst Du denn Hund zu Dir und lobst ihn, wenn er kommt. Das kann man auf alle Bereiche durchziehen: Wenn der Hund es will, wird es ignoriert, wenn Du es willst, ist es ok. (spielen, streicheln, etc.) Laß Deinen Hund auerdem doch mal 15 Minuten Platz machen und korrigiere ihn sofort, wenn er sich rührt. Stell Dich ab und zu über ihn. Mit anderen Worten: Zeig ihm deutlich Deine Dominanz. Dann wird er Dich als Chef akzeptieren und sich den Stress nicht mehr antun Dich beschützen zu müssen. ICh finde jedenfalls, dass das eine ziemlich harmlose Methode ist. Sie verwirrt den Hund nicht. Nach ein paar tagen wirst Du merken, dass sich das Verhalten ändert. Allerdings musst Du echt konsequent sein. Achtest Du zum Beispiel darauf, dass wenn Du Besuch bekommst, Du zuerst begrüßt wirst und dann der Hund? Lauter Kleinigkeiten - aber die machen es aus.
Hoffe, Dir etwas geholfen zu haben,
liebe Grüße,
maff

Nemo
06.08.2002, 14:07
ich kann mich der Meinung von maff nur anschließen. Wir haben die Tipps aus dem Buch "Mit Hunden sprechen" (bei der Autorin kann ich helfen - Jan Fennell) ausprobiert. Die Tipps in dem Buch haben bei unserem Terrier sehr gut funktioniert, er hatte ein "kleines" Dominanzproblem, das eher durch uns selbst verursacht wurde. Aber jetzt läuft alles wunderbar.

Thomas
06.08.2002, 14:40
Hallo Azima!

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, bist Du Dir nicht ganz sicher ob es sich beim bellen um ein "Angstmotiviertes" oder eher ein "offensives" Verbellen handelt. Das Buch von Fennel kenne ich persönlich nicht, aber es wäre definitiv sehr sinnvoll, wenn Du Deinen Hund etwas besser lesen könntest. Wenn wir schon dabei sind, möchte ich meinen persönlichen Buchtipp ebenfalls "anbringen": Turid Rugaas "Calming Signals" (Diskussionsthread <click> (http://forum.zooplus.de/forum/showthread.php?threadid=2198), Bezugsquelle <click> (www.animal-learn.de)).
Falls Du zu der Überzeugung gelangen solltest, das ihr Verhalten Angstmotiviert ist, solltest Du hier den möglichen Ursachen auf den Grund gehen. Was könnte diese Angst ausgelöst haben? Warum fühlt sie sich nicht sicher in Deiner Gegenwart (zumindest Nachts)?
Beobachte Deinen Hund ab sofort einfach etwas genauer (Körpersprache) sieh´ Dir auch genau an, wie sich z.b. die Stänkereien mit anderen Hunden anbahnen.

Bei der ganzen Sache sollte m.M. nicht unerwähnt bleiben, das Du einen RR hast. Ich bin jetzt sicher nicht der RR-Fachmann, bestimmt nicht, aber es ist ja hinlänglich bekannt, das diese Rasse z.T. recht sensibel ist und über einen sog. 7.ten Sinn verfügt (Kein Wunder, wenn mann sich den ursprünglichen "Einsatzzweck" ansieht...). Auf den anderen Seite kann einem RR aus der ein oder anderen Zuchtlinie auch eine ordentliche Portion Schutztrieb sicher nicht abgesprochen werden, abgesehen von dem starken Hang zur Selbstständigkeit. Sicherlich kein Anfängerhund. Ich hoffe Du bist Dir dessen bewusst, das da evtl. einiges an Arbeit auf Dich zukommt. Das soll Dir jetzt keine Angst machen - im Gegenteil, sieh´s als Herausforderung ...

Gruß
Thomas

Azima
06.08.2002, 16:44
@ maff

Danke für den Buchtip. Werd mir das Buch mal näher anschauen.
Was deinen Tip mit der Begrüßung betrifft wird es dich sicher erstaunen das meine Begrüßung genau so abläuft. Ich ignoriere sie völlig und rufe sie erst nach einer Weile zu mir. Auf diese art habe ich ihr abgewöhnt die Bude vor lauter Freude ab zu reißen wenn ich heimkam. Hat super funktioniert! Auch alle anderen Kleingkeiten der dominaz beachte ich sehr!!
Ich denke also nicht das das Problem daher rühren könnte. Ich denke eher sie ist unsicher!

@Thomas
Ja ich bin mir sehr bewust a) keinen Anfängerhund zu haben und b) das RR einen ausgesprochenen Schutzrieb und den 7. Sinn haben. Aber dennoch muß es ja eine Möglichkeit geben eben diesen Trieb in den Griff zu bekommen. ICh bin ja froh und stolz wenn ich merke meinHund geht 10 cm größer im Dunkeln neben mir und schaut genau ob auch keiner kommt. Aber ich möchte halt nicht das sie immsofort und ohne Grund ausflippt. Das zeugt ja eher von unsicherheit und nicht wissen wie ich beeindrucken soll als von Sicherheit und des sich bewußtseins das Frauchen beschützen zu könne.
Du hast mir im übrigen jetzt auch keine Antwort darauf gegeben WIE ich denn nun vorgehen soll wenn es sich um unsicherheit handelt???
Bringt der Schnauzgriff da Hilfe oder was würdest du mache???
Ich möchte diese Herausforderung gerne annehmen un dmeinem Hund helfen aber eben wie???
Hab mich wirklich sehr mit der Rasse auseinander gesetzt und gehe jetzt auch in eine Rettungshundestaffel. Ich denke da wird sie sehr viel sicherer in allem werden.
Aber ich denke mein Problem löst sich dadruch nicht!

Thomas
07.08.2002, 01:55
Azima, ich hatte gestern nicht mehr die Gelegenheit zu antworten und jetzt ist es schon recht spät...
Ich melde mich (voraussichtlich morgen) nochmal.

Thomas

cheroks
07.08.2002, 10:42
@Thomas
hallo Thomas, du hast recht, ein Schnauzengriff kann auch länger dauern, vor allen Dingen, wenn ein Hund sich dem entziehen will. Ich habe die Erfahrung gemacht, das ein kurzer intensiver Griff oft schon zum Ziel führt. Allerdings voraussgesetzt, der Mensch führt ihn richtig aus und läßt keinen Zweifel daran, was das zu bedeuten hat. Viele Menschen neigen in so einer Situation dazu, aufgebracht, nervös oder selbst aggresiv dabei zu sein. Das wiederum impleziert dem Hund Schwäche des Menschen. Ein "Alpha" hat es nicht nötig durch übersteigertes Drohen und Bellen seine Position zu verteidigen. Eher der unsichere Hund, dem durch den Menschen die "Alphaposition" zugeschustert wurde (wie in den meisten Fällen), muss sich behaupten. Das erklärt vielleicht auch Azima´s Problem. Hunde sehen schlechter als Menschen, allerdings sehen sie in der Dunkelheit immer noch besser als Menschen. Sie sehen zwar nicht scharf, aber bewegte Objekte sehen sie. Oft ist der Mensch unsicher in der Dunkelheit und nicht der Hund, der Hund aber spürt das ganz genau und diese Unruhe (Angst) führt zu einem übersteigerten Angst/Aggressionsverhalten. Wenn man als Mensch jetzt auch noch anfängt zur Ablenkung Kommandos zu üben, erreicht man keine Verhaltensveränderung. Man verwirrt ihn nur noch mehr. Der Mensch muss als guter "Alpha" ruhig bleiben, die Stimme anpassen und im RICHTIGEN MOMENT den Griff anwenden .
Man kann solche Begegnungen im Dunklen ja auch üben!!!

Thomas
07.08.2002, 13:07
Hallo Azima,

ich habe das ganze nochmal überdacht und bin mittlerweile von meiner ersten Einschätzung abgekommen, das das Verhalten der Hündin aus einem "Schutztrieb" heraus resultiert. Das Verhalten erscheint mir vielmehr Angstmotiviert (wie eigentlich die meisten Kläffereien durch Ängste des jeweiligen Hundes resultieren).

Was also tun?
Der Schnauzengriff wäre "trotzdem" eine Möglichkeit. Allerdings nur unter der Voraussetzung, das selbiger, punktgenau, mit der richtigen Stärke und der richtigen Dauer angewandt wird. Hier wird ja sehr oft der Schnauzengriff als probates Mittel für Verhaltensabbruch angeraten. Ich nehme mich hierbei nicht aus. Allerdings befürchte ich, das der Schnauzengriff, der definitiv nicht leicht in der korrekten Anwendung ist, von vielen Hundhaltern falsch angewandt wird und somit nichts bringt bzw. sogar kontraproduktiv sein kann. Ich will Dich hierbei nicht direkt ansprechen, da ich ja weder Dich noch den Hund noch eure Bindung kenne. Trotzdem sollte mal allge. darauf hingewiesen werden.

Ich würde in Deinem Fall (vorallem weil Du eben schon diverse Dinge durchprobiert hast und der Hund daher die Reaktionen Deinerseits wahrscheinlich nicht unbedingt gleich richtig einordnen kann) zu einer anderen Möglichkeit raten, welche ja tendenziell auch schon von Cheroks vorgeschlagen wurde:

Geh viel Nacht´s spazieren, "bewaffnet" mit Leckerchen. Versuche Fremdpersonen VOR Deiner Hündin zu sehen/bemerken. Sobald du jemanden registrierst (also kurz bevor sie auch Deine Hündin registrieren wird), würde schon mal ein paar Leckerchen zur Hand nehmen und ab dem Augenblick, wo die Hündin die Fremdperson sieht die Leckerchen geben und loben - solange sie sich ruhig verhält . Sobald sie den ersten <Wuff> macht, hörst Du sofort mit der Leckerchenhabe auf und ignorierst sie (Nicht ansprechen und Rücken zuwenden). Also ganz nach dem (meiner Meinung noch oft bewährtem) Prinzip: Positives Verhalten bestärken - Ungewünschtes Verhalten ignorieren .

Zusätzlich solltest Du Deinen eigenen Gemütszustand bei den Nachtgassis überprüfen. Wie Cheroks ebenfalls angesprochen hat überträgt sich eine evtl. vorhandene Unsicherheit sehr schnell auf den Hund. Selbst wenn Du jetzt nicht unbedingt Angst bei Dunkelheit hat - trägst Du evtl. trotzdem ein gewisses Unwohlsein mit Dir rum, begründet durch die Angespanntheit (...weil sie ja gleich wieder bellen könnte und die Nachbar aus dem Schlaf reisst etc.)

Ein weitere Möglichkeit wäre, den Nachtspaziergang insgesamt etwas "lustiger" für den Hund zu gestalten. Ich könnte mir Vorstellen, das bei euch ein gewisses "Schema-F" eingekehrt ist: So nach dem Motto: Du befürchtest bereits VOR dem losgehen ein Theater und Deine Hündin weiß im Prinzip auch schon was evtl. wieder auf die Zukommt. Nimm z.b. Spielzeug mit (z.b. Suchspiele), lass sie ein paar Tricks machen oder was ihr halt sonst so Spass macht. Tagsüber geht sie doch auch "gern" Gassi, nehme ich an. Versuche also, den "Negativ-Aspekt" das Nachtsgehens rauszunehmen. Ziel sollte sein, das Deine Hündin auch Nachts gerne mit Dir rausgeht (weil da gibt´s ja super Leckerlies, Spiele etc.), was ihr Vertrauen und die Bindung zu Dir steigern sollte, mit dem "Nebeneffekt" das sie nicht mehr vor jeder Fremdperson Schiss hat und rumbellt, aus Angst davor, das ihr jemand an den Kragen gehen könnte.

Letzer (und entscheidender) Tip: Sei SEHR geduldig und erwarte keine schnellern Erfolge. Den Bell-Ausschalt-Knopf gibt es nicht. Erfreue Dich an jeder Situation in der sie nicht mehr bellt.

Good Luck!
Thomas

Azima
08.08.2002, 11:15
@ Thomas

Danke für die sehr ausführlich Antwort. KLingt recht plausiebel was du vorschlägst. Ich denke ich werde es einfach mal ausprobieren wird sicher kein leichtes Unterfangen werden.

Vor allem weil ich ja nicht immer den Grund des bellens sehen kann. Und ich hoffe nur sie bellt dann auch nciht zu lange wenn ich sie ignoriere! Dann ist die Nachbarschaft ja wieder wach!

Azima
08.08.2002, 11:22
Huch da hab ich shconabgeschickt wollte aber doch noch schreiben! :D

Also wie gesagt ich hoffe das bellen hält ishc dann in Grenzen. Ich weiß das ich keien Wunder erwarten kann und das sowas Zeit braucht.

Bin nur sehr gespannt ob sie auch auf ignorieren reagiert.

Was die Menge der Spaziergänge betrifft so ist da jede Nacht!!!
Aber ich sehein das ich bestimmt schonmit einem komsichen Gefühl los gehe! So ähnlich läuft das ja ab wenn ich andere Hunde sehe. ICH muß mich dann zusammenreißen normal zu sein damit sie auhc nciht reagiert!!!

Ich werde mir mal ws einfallen lassen den Nachtgang auch so intereesant wie die Tagesgassigänge zu gestallten. auch wenn sie dabei ja nciht so toben soll. Soll ja nur zum lösen sein. Aber1 2 Futterspiele wären sich ergut.
Vielleicht kann man ja auch mal eine andere Strecke gehen. mal sehen.

Jedenfalls Danke ich werd es mal ausprobieren und den Schnauzgriff üben;)

In der Richtigen situation muß ich den ja auch anwenden :p

pepsi
08.08.2002, 13:16
Hallo @ all
habe mir jetzt alle Beiträge durchgelesen und möchte meinen Senf auch dazu tun:D
Also ich habe das auch mit meinem Rüden aber bei ihm ist das (glaube ich) so weil er merkt das ich selber Angst im dunkeln draussen habe.Er macht das am Tage garnicht da ist er total lieb und ruhig. Ich bin total Nachtblind und ich denke das mein Hundi das merkt und mich beschützen möchte.Wie sieht es bei dir aus Azima.Könnte es sein das auch du dich im dunkeln nicht so wohl fühlst.Ist nur so eine Idee weil bei uns ist es so.
Gruß Pepsi

Azima
13.08.2002, 11:53
Hallo!

Jetzt hab ich mir alle tollen Beiträge durchgelesen und Nachts bereits mehrmals versucht es um zu setzten. Mit spiel und Leckerchen hat es teilweise auch shcon gut geklappt. Aber ich weiß ich muß mehr viel mehr Zeit geben. Aber das wird sicher.

Aaaaaaaaaaaber jetzt hatte ich neue netter Erfahrungen beim spazieren gehen machen dürfen :(

Also ich bin letzten mit meiner Hündin auf einem Feldweg (tagsüber) unterwegs da sehe ich in der ferne (ca 50 m) vor uns einen Radfahrer stehen. Einfach nur so er hat nix gemacht. Und bevor ich mcih versah sahmeine Hündin den Man auch und raste wie von der Lutzi gestochen los auf den Mann zu alle Haare zu berge uznd bellte den armen Mann grundlos an! Erst nachdem ich 3 mal sehr laut und böse grufen habe kam sie zurück und war auch sofort wieder ruhig!
Ich hab die Welt nicht verstanden und hab sie sofrt Sitz und Paltz machen lassen um ihr dadruch evtl kal r zu machen das war nicht gut und ich brauche deine Hilfe nicht ich bin der Chef!

Was sollte das nun wieder von ihr??? Geht das jetzt auch am hellichten Tag los??? :confused: :confused: :confused:

Ich weiß nciht was ich davon halten soll und wa sichmachen soll??? Der Mann war sehr gut zu sehen und es war keinerlei Grund für ihre Reaktion gegeben.

Thea
13.08.2002, 12:50
Hallo,
muss auch mal meinen Senf dazu geben. ich glaube schon, dass deine Hündin dich beschützen will, auch nachts, sonst würde sie nicht so auf vermeintliche Gegner zustürzen. Ich habe auch eine sehr ängstliche Hündin (Straßenhund aus Istanbul), auch sie hat so Angstattacken, dann versucht sie aber vor dem, was ihr Angst macht zu flüchten, aggressiv wird sie nur, wenn sie an der Leine ist und die "Gefahr " ihr zu nahe kommt und sie nicht fliehen kann. Deine Hündin meint auf die aufpassen zu müssen, also bist du nicht ihr Boss. Meinst du wirklich, das die Rangordnung geklärt ist? Du sagst, du must laut rufen oder brüllen damit sie kommt. Ein Rudelführer macht sowas nicht, er bleibt ruhig und gelassen, auch wenn der Hund gerade Mist macht. Mit Brüllen stachelst du sie nur an, so weiter zu machen. Hast du vielleicht ein ungutes Gefühl, wenn du alleine unterwegs bist und ein Radfahrer steht da so rum? Da du in der Vergangenheit so oft unterschiedlich auf die Macken deines Hundes reagiert hast, braucht du glaube ich eine Weile um eure Rangordnung richtig zu festigen, ich glaube deine Hündin wird dich sonst immer mehr "unterbuttern". Besorg die wirklich mal das Buch "Mit Hunden sprechen", mir ist dabei sehr viel aufgegangen, wobei der überall seine Dominanz auslebt, es ist wirklich sehr interessant und hilft.

Viel Glück, Thea

cheroks
13.08.2002, 18:40
Hallo Azima,
bist du in einer Hundeschule? Deine Hündin ist als großer Hund mit 1,5 Jahren ja in der "Rüpelphase" und versucht eben sich ihrer Meinung nach angemessen zu verhalten. Je öfter sie sich durchsetzt, desto schwieriger wird es sie vom Gegenteil zu überzeugen. Ich glaube sie braucht mehr Führung von dir. Du hast es noch nicht raus, wie du sie davon überzeugen kannst, das es gut für sie ist, wenn sie auf dich hört und dass es sich lohnt.
Wie passiert, du rufst sie, sie kommt nicht, du rufst sie, sie kommt nicht, erst beim dritten mal nach brüllen und schreien. Du konntest sie nicht davon abbringen zu tun was sie will, genauso wie beim Bellen in der Dunkelheit.
Wenn du mit ihr spielerisch übst, brüllst du die Kommandos ja nicht, sondern machst das ganze ja motivierend. Wenn du jetzt erwartest dass sie kommt wenn du sie anbrüllst wäre das ja dumm von ihr. Du signalisierst ihr, du bist aggressiv und wütend, schreist, angespannter Körper und da sie dass Verhalten von dir ja auch aus den Nachtspaziergängen kennt, wäre es dumm jetzt zu dir zukommen und vielleicht regst du dich ja auch über den Fahrradfahrer auf. Noch kurz den Fahrradfahrer verbellt, vielleicht beruhigt sie sich ja...
Sie hat nicht so recht begriffen, dass ein Hier auch verbindlich gemeint sein kann. Und ein gebrülltes Hier löst eher ein Meideverhalten aus. Übe mit ihr verbindliche Kommandos, wie Sitz obwohl du den Ball wirfst, sie darf erst laufen, wenn du es sagst. Lernerfolg: sie ist hoch motiviert, will hinter dem Ball her, sie darf aber erst, wenn du es ihr sagst, dann juhu hinter her. So lernt sie, dass ein Sitz die Motivation auch steigern kann und nicht zwangsläufig frustrierend ist, weil man Sitz immer nur dann machen muss, wenn man etwas nicht soll. Wenn man dann noch auf seinen Ton achtet, braucht man nicht zu brüllen, wenn es ernst wird, sondern legt Konsequenz in die Stimme. Das spürt ein Hund und das sollte reichen. Je mehr du übst, desto klarer wird ihr auch deine Position.