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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bellen-Nachbarn



Jotte
22.08.2004, 21:35
Hallo zusammen!

Ich habe eine Frage in rechtlicher Hinsicht:

Wir sind gerade in einer etwas "harten Trainingsphase" mit unserer 9 Monate alten Hündin. Unser Üben hat zur Folge, dass sie zwischendurch bellt. Je nachdem, ob ihr etwas passt oder nicht, bellt sie mal mehr, mal weniger. Selten mal für kurze Zeit abends um zehn, sonst am Tage zu normalen Zeiten. Wenn sie alleine ist, ist sie superfriedlich- also alles in allem unserer Meinung nach keine Ruhestörung.

Trotzdem hat neulich eine entfernte Nachbarin angerufen und sich beschwert und über Umwege haben wir auch schon von anderen gehört, die sich beklagt haben und einmal kamen böse ananyme Zurufe über den Zaun.
Bei jedem Bellen denken wir jetzt fast mehr an die Nachbarn, als an die Hundeerziehung....:mad:

Wie sieht es rechtlich aus, bei der Sorte Nachbarn weiß man nie... habt Ihr sowas schon erlebt?? Oder "das Patentrezept"??
Vielen Dank für Eure Antworten!
Katrin:cu:

Fritzfranz
23.08.2004, 07:05
Tagsüber ist das nicht so problematisch (sofern das Bellen nicht deutlich lauter ist als sonst so der allgemeine Geräuschpegel). 22 Uhr ist allerdings schon ein Problem, da soll Nachtruhe herrschen. Was Dir schlimmstenfalls drohen kann ist entweder eine Unterlassungsklage (kann teuer werden, wenn es danach zu weiterem Bellen kommt) oder, wenn die Nachbarn Mieter sind und wegen des Bellens ihre Miete mindern (können sie, wenn die Störung zu groß ist), Schadensersatzansprüche des Vermieters. Hängt natürlich alles von Lautstärke und Uhrzeit ab.
Julia:cu:

billymoppel
23.08.2004, 09:00
da bin ich aber mal neugierig: wie übt man mit einem hund den ganzen tag? ein hund hat konzentrationsphasen, die äußerst kurz sind, mehr als zwei- bis dreimal am tag fünf minuten sind da kaum drin. und was heißt "harte phase" und "nicht passen"? wenn ich über positive verstärkung arbeite, wird es einem hund immer "passen"!

gruß
bettina

Jotte
23.08.2004, 13:02
Hallo Bettina!
Du kannst beruhigt sein, weder überfordern wir unseren Hund, noch arbeiten wir mit Srafen. Positive Verstärkung ist auch unserer Meinung nach die beste Methode. Was ich meine ist konsequentes Verhalten über den Tag verteilt...wir üben z.B. mit ihr, dass sie sich auf ihren Platz legt, wenn Besuch kommt. Wenn sie das tut, gibt Leckerlies, wenn nicht, keine, und die meint sie sich dann z.B. mit Bellen einzufordern...
Wir sind nach einigem Hin und Her jetzt endlich zu einer guten Hundeschule gelangt, die uns auch super Tips für zuhause erklärt haben, ohne Druck und Strafe. Also ist die Erzeihung nicht das Problem, ich wollte mehr die rechtliche Seite wissen...
Viele Grüße
Katrin

tina81
26.08.2004, 12:25
Hallo,

so schnell kann euch da nichts passieren. Wenn sich ein Nachbar beim Ordnungsamt beschwert wirst du erst einmal benachrichtigt, dass sich jemand beschwert hat.

Bevor dann irgendetwas unternommen wird müssen sich die netten Herrschaften noch weitere male beschweren.
Bis irgendwann einmal das Veterenäramt bei Dir vor der Türe
steht. Das ganze hin und her dauert aber doch recht lange so das Ihr eurem Hund bis dahin bestimmt schon alles beigebracht habt.

Mach Dir da mal keine sorgen.
Unser Nachbar beschwert sich das unser Hund ununterbrochen bellt (z.B. die letzten 2 Wochen habe ich meinen Hund jeden Tag mit zur Arbeit genommen, aber unsere Nachbarn meinen er hätte ununterbrochen gebellt).:D

Jotte
29.08.2004, 09:18
Vielen Dank für Eure kompetenten und beruhigenden Antworten!
Es ist wirklich jetzt schon viel ruhiger geworden und manche Leute haben scheinbar nichts anderes zu tun...schön, dass das nicht nur bei uns so ist (oder auch nicht so schön..)!

Einen schönen Sonntag
Katrin