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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ernährung eines untergewichtigen Hundes?



billymoppel
19.08.2004, 05:03
also elena ist wirklich zu dünn: sie wird zwar immer ein graziles persönchen sein, weil sie eigentlich ein sehr kleiner hund auf zu hohen beinen ist. insofern ist ihr gewicht (5,5kg bei 38cm) kein maßstab -aber anatomische studien muss man auch nicht an ihr veranstalten können. da merkt man jedes knöchelchen und das brustbein ist richtig spitz.
leider frißt sie auch nicht eben viel und auch sehr langsam und bei trofu pur wird auch gern mal gemäkelt. fettige leckerlie nimmt sie gern, mit ihrem mini-mäulchen braucht sie aber ewig um kleine stücken zu zerlegen und dann ist sie erst mal müde. sie schläft üerhaupt sehr viel - es fehlt ihr natürlich auch an muskelmasse, sie macht aber (und das auch mit spass an der freude) die gleichen weiten spaziergänge wie die anderen beiden.
männe hat nun den vorschlag gemacht, ihr täglich ein ein halbes brötchen mit extra dick butter drauf zu verabreichen.
sonst noch ideen, wie man möglichst viel energie in kleine portionen verpacken kann?
sollte ich ihr extra immer noch eine portion nudeln machen? ich bin da auch im widerstreit - sie mäkelt beim trofu und frißt nur homöopathische mengen, also macht frauchen, weil sie ja zunehmen muss (was sie aber nicht weiß), brav jeden tag eine dose auf oder kocht nudel oder gibt buttersemmel. tolle erzíehung! was hund dadaurch lernt, ist ja leicht nachzuvollziehen. oder sollte ich dem fall derartige überlegungen ignorieren und die erziehung auf später vertagen, wenn sie ein bißchen mehr auf den rippen hat? nur kann ich mir den suppenkasper dann endgültig ins nest gelegt haben - sie ist sicher der typ (schon weil sie es gewohn war), der dann eben tage nichts oder nur wenig frißt.

außerdem vermute ich, dass sie nach wie vor dehydriert ist. sie stammt ja aus andalusien, da ist wasser sicher ein knappes gut. ich habe noch keinen hund erlebt, der beim spaziergang bei fast dreißig grad in anderthalb stunden nicht einmal trinkt. gut, sie hechelt auch nicht (zudem ist z.z. extrem kurz gschoren - war nötig, da alles verfilzt). aber auch sonst geht sie mir zu selten an den napf. sie bekommt schon alles mit wasser. wie kann ich sie animieren, mehr zu trinken? kommt das von selbst?

gruß
bettina

rhonda
19.08.2004, 12:44
ojeeeeeeeeeeee,keine ahnung,wie ich da helfen kann...........????
aber frisches wasser bietest du ja eh immer an..........und vielleicht einmal zum tierarzt,alles abklären lassen,eventuell infusionen.................... ..
ist butter nicht zu fett????
wie schaut es aus mit hüttenkäse???
dein tierarzt wird dir sicher weiterhelfen können..........
alles gute für euch!

Verena
19.08.2004, 13:36
Hallo, Bettina.

Erstmal vorweg: ich bin nur ganz selten ein Freund des strengen Durchgreifens, wenn's um Futterverweigerung geht. Es hat zu oft andere Gründe als dass ich dieses tagelange Hungern rechtfertigen könnte. Ein Hund wird seine Halter nur erziehen wollen, wenn er die Chance dazu sieht, und da kann man weißgott an anderen Stellen am Verhältnis arbeiten als ausgerechnet beim Futter.

Und ich gehe davon aus, dass gesundheitlich alles gecheckt ist.


Original geschrieben von billymoppel
sonst noch ideen, wie man möglichst viel energie in kleine portionen verpacken kann? sollte ich ihr extra immer noch eine portion nudeln machen?
Für Nudeln bin ich ja nicht so zu haben, pure Kohlenhydrate, die zwar bei Nichtgebrauch auch in Fett umgewandelt werden, aber bei zu dünnen Hunden würde ich immer erstmal Fett zuschießen, am besten tierisches - Schmalz find' ich da ganz angebracht.


Original geschrieben von billymoppel
wie kann ich sie animieren, mehr zu trinken
Da gibt's mehrere Hausmittelchen, muss man wohl von Hund zu Hund ausprobieren. Buttermilch soll ganz gut sein, einige schwören auch auf Kamillentee, aber immer nur sehr wenig (wobei der Tee ja nicht schaden kann).

Gruß, Verena

renschwein
20.08.2004, 10:32
Da kannst versuchen ob sie Wasser aus dem Wasserhan mag,klar bei uns kommt das Wasser auch aus dem Hahn :) ich meine Wasserhan an Hund davor setzen und abwarten Doro trinkt so mehr als aus ihrem Napf.
Mineralwasser trinken lassen.
Fleischbrühe?
Viel Erfolg Manuela

Briddy
20.08.2004, 12:44
Hallo Bettina,
ich würde schöne fette Hühnerbrühe vorschlagen. Aber nur selbstgekochte, die fertigen aus'm Glas enthalten zu viel Salz. Damit würde ich das Trofu einweichen und kleingefitzeltes Hühnerfleisch dazugeben. Das Trofu sollte aus möglichst kleinen Bröckchen bestehen, damit Elena schlechter das Fleisch von den Bröckchen aussortieren kann.
Was bei Jenna damals - zu den Zeiten, als sie noch total mäkelig und entsprechend dünn war - auch gut ankam, war Leberwurstsuppe. Du nimmst etwas Leberwurst und verquirlst die in warmem Wasser. Die "Suppe" gibst Du dann auch über's Trofu.
Noch 'ne Variante wäre z. B. Fleisch wie fette Hühnerherzen im Mixer mit Wasser zu vermatschen. Sieht anschließend fast aus wie Leberwurst und riecht auch so ähnlich.
Eine Bekannte von mir erzählte, ihr Hund liebt das Würstchenwasser. Also das, was im Glas/in der Dose mit drin ist. Könnte man ja auch mal versuchen.
Falls Dein Wuff auf Fleischwurst abfährt, kannst Du auch etwas Wurst in winzige Fitzel schneiden und zum Trofu geben. Die Stückchen müssen aber wirklich so klein sein, daß der Hund sie nicht raussortieren kann. Die "haften" an den Trofu-Brocken und wenn der Hund die Fleischwurst fressen will, muß er zwangsläufig die Trofu-Bröckchen mitfressen.
Was mich damals irre gemacht hat: Jedesmal, wenn ich dachte, ich hätte was gefunden, was Jenna so richtig mit Appetit verputzt, war das schon nach wenigen Tagen wieder out und ich mußte mir was Neues überlegen, grrmpf. Na ja, sie ist auch so groß geworden und seitdem wir barfen, ist Appetitlosigkeit kein Thema mehr.
Viel Erfolg
Briddy

billymoppel
20.08.2004, 14:19
rohfütterung habe ich gestern mal probiert: rindfleisch fraß sie nicht. putenhals hat sie mit apettit gegessen, fleisch, was ich noch von billy's dickem ende des halses runtergekratzt hatte, dagegen nicht. komisch, oder?
heute nun wieder trofu (bei uns gibt es solid gold - die brökchen sind also auch für sie geeignet) - sie hat nichts gegesen, obwohl ich es eingeweicht hatte. dann fiel mir ein schälchen billiges katzen-nafu (hatte ich mal für unseren hof-streuner gekauft, aber die frißt nur whiskas, das luder :D) in die hand. davon habe ich einen teelöffel unter die trofu-pampe gerührt - und schon gings. ich vermute mal, elena wurde mit abfällen gefüttert (oder hat sich selbst ernährt) - sie steht also auf alles was künstlich und mit lockstoffen und geschmachsverstärkern behaftet ist.
ich werde das also zunächst mit dem katzenfutter beibehalten. ist das schädlich? ist ja nur eine winzige menge. wenn sie dann ein bissl hochgepäppelt ist, werde ich aber härtere seiten aufziehen. :sn:

gruß
bettina

ps: elena ist soweit übrigens gesund. sie hat zwar einen geringen leishmaniose-titer von 1:50, aber davon kommt ihre dürrheit bestimmt nicht. :?:

Briddy
23.08.2004, 11:31
Ich glaube nicht, daß so geringe Mengen Katzenfutter schädlich sind, Du gibst es ja nur teelöffelweise als "Geschmacksverstärker" dazu. Wird nur schwierig sein, es Elena wieder abzugewöhnen. Jenna bekommt auch manchmal die Reste, die die Frettchen übriglassen (das ist aber auch nur ein kleiner Happs) und sie lebt immer noch:D
Jenna ist als Welpe vermutlich auch von Küchenabfällen ernährt worden. Sie mochte damals so gerne Kartoffeln und altes Brot:( und am liebsten vom Fußboden. Hundefutter und dann auch noch aus'm Napf fand sie irgendwie merkwürdig. Hast Du mal versucht, das Trofu auf'm Fußboden zu verstreuen? Wenn Elena gewöhnt ist, sich das Fressen zusammenzusammeln, kommt das vielleicht besser an?
Was das Barfen angeht, so bin ich durch einen Schäfer dazu gekommen. Der meinte, mein Hütehund sei zu mager (naja, seine sind zu moppelig:cool: ) und brachte mir eines Tages einen Rieseneimer voller stinkender Schafspansen vorbei. Jenna war begeistert!! Vielleicht kann sich Elena auch für dafür begeistern.
Gruß
Briddy

Nanook03
23.08.2004, 14:44
Die Wassermenge kann für einen "Südhund" durchaus normal sein.
Meine erste Hündin war aus Italien und hat weder an Pfützen noch an fremden Wassernäpfen getrunken und nach Rückkehr ins Haus auch nicht übermäßig viel. Beim laufen (im Hochsommer eine Stunde hinter dem Pferd im Schritt) hing ihr NIE die Zunge raus, maximal öffnete sie die Schnauze einen Zentimeter. Da würde ich mir nich soo große Gedanken machen.

Futtermäßig würde ich mich beim Tierarzt beraten lassen, der kennt sicher "dickmacher" in kleinen Mengen und für mäkelige Hunde wäre ein (gieriger) Fresspartner (evtl vom Nachbarn ;-)) und konsequentes wegstellen nach 15 Minuten sicher auch eine Möglichkeit

Looping
23.08.2004, 18:33
Hi,

frag doch mal die Zooplus-Tierärztin per eMail.

Sonst kann man auch bei der Tiermedizinischen Hochschule München einen Futterplan für den Hund ausarbeiten lassen (70 EUR kostet das).

Sonst noch ein Tipp: Penny oder Lidl-Mineralwasser ohne Kohlensäure statt Leitungswasser (Hunde mögen oft die Chlor- oder Fluor-Reste nicht, außerdem enthält es evtl. zu viel Kuper oder gar Blei).

Selbstkochen statt Fertigfutter, das manchen ursprünglichen Hunden zu naturfern schmeckt.

Oder Marengo Premium Select, das frißt jeder Hund, den ich kenne/treffe ohne zu Zögern mit Begeisterung :-)

Ich würd mal den Fachmann fragen!!

Hovi
24.08.2004, 00:28
Hi Bettina,

hast Du Dir mal überlegt, das Rinderfettpulver von Grau unters Futter zu mischen?

Das soll ja nicht nur ne Kalorienbombe sein (allein beim Gedanken daran nehme ICH schon zu :D ), sondern auch den Geschmack verstärken. Fett eben. Kohlehydrate helfen in dem Fall wirklich nicht viel weiter, ich würde es über tierische Fette versuchen.

Frißt Elena auch dann kein Fleisch, wenn es gewolft ist?

LG
Claudia

Heike+Lina
25.08.2004, 12:18
Versuch´s doch mal mit Dosenfutter für Hunde? Das kannst du ja auch unter das Trofu mischen.
Habe bisher einmal Dose gekauft von Almo. Das kam einfach spitzenmäßig an. Die Dose enthält auch sehr viel Wasser (was andere nätürlich für den Preis als Nachteil sehen).

Oder geb ihr einfach öfter Putenhälse! Ist eh am gesündesten.

LG
Heike

billymoppel
25.08.2004, 22:45
ach je, der hund macht mir sorgen: so unkompliziert und lieb sie sonst ist, ihr eßverhalten passt nicht zu mir :D heute hat sie wieder kaum was gegessen, obwohl ich die besten sachen aufgefahren habe. gewolftes fleisch mag sie auch nicht, also versuchen wir es morgen mal gekocht.
alles was heute ging, war ein wenig reis mit kieninger - pur wollte sie das aber auch nicht und ein paar übriggebliebene spaghetti carbonara vom abendessen. aber mengen für den hohlen zahn und eine vollwertige ernährung ist das ja auch nicht (ich habe nur das kieninger, was aus purem fleisch besteht). zum glück habe ich zwei staubsauger, die all die leckeren sachen, die sie nicht ißt, vertilgen. :D
mir kam auch der gedanke, dass sie sich beim füttern in gesellschaft der anderen hunde nicht wohlfühlt - hat aber auch nix gebracht. ich kaufe morgen mal ein billig-nafu - vielleicht geht das besser mit all den lockstoffen. wenigstens, bis sie körperlich auf'm damm ist und ich sie auch mal hungern lassen kann, falls madame nicht will: eventuell ißt sie ja nur paella? :D
übrigens hat sie seit heute für die kommenden kühlen und nassen tage ein mäntelchen und ein pullöverchen (*kreisch*) - aber ohne fett und ohne fell (musste ich scheren) und aus dem süden, wird mademoiselle zittern wie espenlaub.

gruß
bettina

Tina1965
26.08.2004, 09:01
oh je.....das kann ich gut nachfühlen. Ich bin immer ganz krank wenn meine Hundis nicht fressen. Bin ja auch noch dabei die beiden Racker an ihr Trofu zu gewöhnen. Meine Cassy ist auch so eine mäkelige Fresserin. Sie wiegt gerade mal 3 kg und manchmal frisst sie den ganzen Tag gar nichts, nicht mal Leckerchen können sie locken. Da ist mir dann mein "Staubsauger Benji" auch lieber:D

Das mit dem Mäntelchen hast Du richtig gemacht....auch wenn es noch so beknackt aussieht..... :D

aber Cassy hat auch so ein Teil. Wenn sie es nicht tragen würde, hätte sie schlimme Erkältungen im Winter.
Und eine Erkältung würde ich Deiner untergewichtigen Maus im Moment auf jeden Fall ersparen.

Kopf hoch...sie hat bestimmt noch einen Mini-Magen der sich im Laufe der Zeit sicher an die gute Nahrung hier in Deutschland gewöhnen wird und dann kommt auch der Apetit

Liebe Grüße
Tina

Mausefrosch
29.08.2004, 10:07
Hallo,
wir haben einen Hund aus der Türkei. Er fraß kein TroFu und auch bei Dosen machte er Probleme. Wenn er sie überhaupt anrührte, dann nur die erste Portion.
Ich würde dir raten, das Fleisch erst gekocht oder angebraten zu servieren, bevor du Rohfütterung versuchst.
Da mußt du austesten, ob dein Hund es lieber matschig mag, also mit Kochwasser oder lieber ohne gebraten oder abgeseiht.
Wir haben anfangs gedacht, wenn wir hart beliebn frißt er es schon, aber keine Chance. Nach einer Woche haben wir aufgegeben und zum Glück gibt es bei uns im Schlachthof einen Laden für Tierfutter, da wir einen Riesen von mitlerweile 40kg haben. Angefangen haben wir bei 20kg, du siehst, es wird schon...
Leber kannst du mal versuchen -mögen die meisten Hunde.
Dazu pampig gekochter Vollkornreis und gedämpftes pürriertes Gemüse, wobei ich anfangs Fleisch pur füttern würde wg der Akkzeptanz.

Viel Glück und gutes Zunehmen