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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein Hund ist seit der Medikamenten Einnahme apatisch



Cejay
13.08.2004, 12:03
Bei meinem Dackel wurden Schmerzen in der Lendenwirbesäule diagnostiziert. Er knickte beim gehen immer hinten weg und zog sein rechtes hinterbein nach. Die Spritzen die er bekam verursachte erbrechen. die ersten 2 tage fraß er normal weiter. nun habe ich für das We tabletten gegen die Rückenprobleme und die Übelkeit bekommen. Seit gestern frißt mein Dackel nicht mehr trinkt sehr wenig, bewegt sich nicht viel und schläft die meiste zeit. bisher hat er die tabletten freiwillig mit etwas schmierkäse eingenommen, aber auch diesen hat er heute früh verweigert.

Meine Frage nun kennt jemand diesen Krankheitsverlauf? Würde mich freuen Antworten zu bekommen

**. no
13.08.2004, 14:08
Wie heißen denn die Tabletten, die er bekommt? Hat dein Tierarzt mal ein Röntgenbild von der Wirbelsäule gemacht?

Naddel633
13.08.2004, 16:20
Hallo,

hat dein TA deinen Hund mal auf Dackellähme untersucht? Das ist eine Krankheit, die häufig, aber nicht nur beim Dackel auftritt! Oder auch Cauda-Equina-Syndrom. Solltest du mal machen lassen- röntgen etc.

Cejay
13.08.2004, 18:37
hallo

ja am Montag hab ich einen Termin zum Röntgen, mein TA wollte meinem Hund noch das we zeit lassen um zu schauen ob die Tabletten nicht doch anschlagen. Die Tabletten heißen: Rimackyl oder Riw(v)ackyl, kann die Schrift nicht genau entziffern... und vor dieser Tablette sol ich ihr Ranitidin geben.

Naddel633
13.08.2004, 19:46
Rimadyl heißt das Medikament! ES wird vorallem bei Arthrosen und Problemen im Bewegsungsapparat!
Dann wollen wir mal das Beste hoffen für deinen Dackel!

Maltesergirl
14.08.2004, 10:12
hast du dir mal überlegt, zu einem guten tierheilpraktiker zu gehen? gerade bei solchen problemen, wie sie dein dackel hat, kann die homöopathie oft sehr gute erfolge erzielen. außerdem sind homöopathische medikamente in der regel sehr viel besser verträglich als die chemischen.

**. no
14.08.2004, 11:30
Also ich würde mal sagen, bei einem Cauda-equina-Syndrom hilft Homöopathie auch nicht wirklich weiter!
Rimadyl gehört zu einer Stoffgruppe, zu der auch das Aspirin gehört. Und das kann durchaus schon mal auf den Magen gehen. Daß es so schnell ging, find ich allerdings schon seltsam.
Ich wünsch dir alles Gute!:tu:

thiel59
14.08.2004, 20:32
Hallo,
bei unserem Schäferhund wurde ein Cauda-Equina-Syndrom diagnostiziert. Er hatte die gleiche Symptome. Die Tierärztin von Zooplus hat mir folgendes geschrieben. Ein Cauda-Equina-Syndrom ist eine sehr ernste Erkrankung, sie bedeutet viel Einschränkung und Schmerzen. Diesem Syndrom liegt eine Instabilität der Wirbelsäule zwischen dem letzten Lendenwirbel und dem Kreuzbein zu Grunde. Durch die Instabilität werden das Rückenmark und die dort austretenden Nerven gequetscht. Das ist wie gesagt äusserst schmerzhaft und führt zu Nervenentzündungen und Ausfallserscheinungen/Lähmungen in der Hinterhand, wie dies bei Ihrem Hund der Fall zu sein scheint. Diese Krankheit ist leider nicht heilbar. Man kann bei Ihrem Hund lediglich mit entzündungshemmenden und schmerzlindernden Mitteln die Symptome bekämpfen und seine Lebensqualität verbessern. Eine Operation, bei der man die Wirbelsäule eröffnet, kann bei jüngeren Tieren eine dauerhafte Besserung bringen. Denn durch die Eröffnung der Wirbelsäule kann das Rückenmark ausweichen und wird nicht mehr komprimiert. So ein Eingriff ist aber nicht zu unterschätzen. Die Hunde brauchen danach oftmals eine recht lange Rekonvaleszenzzeit und es scheint oft erst einmal, als ob es schlechter sei als vor der OP. Man braucht hier also zum Teil viel Geduld. Neben einer Medikation kann Physiotherapie die Hunde wieder besser auf die Beine bringen. Wenn die Erkrankung sich aber erst in mittlerem Alter zeigt, sollte differentialdiagnostisch auch an Spondylosen, Bandscheibenvorfall oder andere degenerative Prozeße gedacht werden. Ein Kernspin wäre dringend anzuraten, lassen Sie sich an eine entsprechend ausgerüstete Klinik überweisen. meines Wissens hat in Ihrer Region ein solches Diagnosezentrum eröffnet. Was die Medikation angeht, so ist es sinnvoll wäre es mit sogenannten NSAID (nicht steroidalen Entzündungshemmern) wie Terpoxalin (Zubrin) oder Cox-2 hemmer (v. Pfizer), auch Metoxicam (Metacam) wäre einen Versuch wert, anzufangen und bei Bedarf zu stärkeren Mitteln zu wechseln. Potentielle Nebenwirkungen der schulmedizinischen Mittel sollten gegen die Stärke der Beschwerden und die Verbesserung der Lebensqualität abgewogen werden.
Unser Tierarzt hat Nero Phen Pred verschrieben. Diese Tabletten hat er nicht vertragen und bekam durch die Nebenwirkungen ein Cusiing-Syndrom. Furchtbar! Lesen Sie meinen Beitrag dazu unter thiel59.
Ich wünsche Ihrem Hund alles Liebe und gute. Wenn er noch jung ist, vielleicht läßt sich da noch was machen. Unser Nero mt fast 8 Jahren ist für eine Operation zu alt. Er bekommt auch zurzeit Rimadyl und kommt mit dieser Tablette gut zurecht. Fragt sich aber, wie lange.

Cejay
16.08.2004, 00:00
Zuerst mal danke an alle für die Ratschläge und Besserungswünsche.
Meinem Hund geht es wieder ein wenig besser, er ist wieder recht fidel nur die Lahmheit ist noch da und das Wegknicken der Hinterläufe. Morgen ist die Röntgenuntersuchung, und dann sehen wir weiter.

Gruß Stephanie

Maltesergirl
16.08.2004, 20:20
Original geschrieben von **. no
Also ich würde mal sagen, bei einem Cauda-equina-Syndrom hilft Homöopathie auch nicht wirklich weiter!
Ich wünsch dir alles Gute!:tu:

nun, die krankheit selbst kann man vielleicht nicht heilen, aber mit homöopathie könnte man zumindest die symptome lindern. rimadyl macht doch meines wissens auch nichts anderes oder wird dadurch die krankheit geheilt???

hast du dich eigentlich schon mal näher mit der homöopathie und deren wirkungsweise auseinander gesetzt?

aber jeder muß letzten endes selbst entscheiden, wie und womit er seinen hund behandelt...

es sollte lediglich ein denkanstoß sein, es doch auch mal mit alternativen zur schulmedizin zu versuchen. dies kann meiner meinung nach doch nie schaden, oder? man kann sogar die homöopathie in kombination mit der schulmedizinischen behandlung einsetzen.

**. no
17.08.2004, 11:11
Ich finde gut, daß du das so siehst. Bin auch der Meinung, daß man beides in Betracht ziehen kann. leider gibt es aber auch ne Menge leute, die da nicht differenzieren und die Schulmedizin generell verteufeln. Ich denke, man sollte sich mit Problemen an Homöopathen wenden, die auch eine schulmedizinische Ausbildung haben.

Naddel633
17.08.2004, 11:41
Hallo,

also Rimadyl heilt zwar eine Krankheit nicht, aber sie wirkt entzündungshemmend. Ich weiß das es einige homöopathische Medis gibt, die auch so wirken- nur leider dauert das oftmals sehr lange. Und wenn ein Hund eine Schmerzhafte Entzündung in den Gelenken hat, dann schadet Riumadyl sicher nicht, sondern wirkt eher als Homöopathie. Ich muß unserem Retriver dauerhaft Rimadyl geben- gebe auch zusätzlich Traumeel oder Arnica! Aber nur mit Homöopatie zu arbeiten, bedeutet für den Hund erst mal über einen längeren Zeitraum weiterhin Schmerzen, weil die nautürlichen Medis natürlich länger zum Anschlagen brauchen.

Ich denke auch, es kommt ganz auf die Erkrankkung an. Wenn ein ´Hund sich ein Beinchen verstaucht hat, dann würde ich sicherlich auch nicht gleich Schmerzmittel geben lassen. Aber wenn es was so schwerwiegendes ist, wie Cauda Equina, dann sind, dem Hund zu liebe, Schmerzmittel erstmal Pflicht, um die Schmerzen erstmal zu lindern, um dann mit Homöopathie aufbauen zu können!

**. no
18.08.2004, 14:04
Was ist eigentlich beim Röntgen rausgekommen? Oder hab ich das jetzt irgendwo übersehen? Ich hoffe doch, Deinem Hund geht´s wieder besser?

Cejay
18.08.2004, 22:34
Also auf dem Röntgen waren keine offensichtlichen Bandscheibenvorfälle o.ä. zu erkennen. Mein Tierarzt meinte das sind alterspezifische Problem.Sie bekommt jetzt noch weitere 5 Tage Rimadyl und wenn das Nachziehen der Hüfte dann immer noch nicht weg ist wird ein Ct gemacht. Psychisch is sie aber wieder voll oben auf, und quietschvergnügt wie eh und je.