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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : erlösung und trauer zugleich



Larrys_Vox
06.08.2004, 21:22
irgendwie muss das jetzt raus...

heute nacht ist unser airedale-rüde larry nach langer krankheit und im alter von knapp 16 jahren gestorben. ich weiss, dass es ihm - wo immer er jetzt ist - besser gehen muss, weil er nicht mehr blind und taub ist und wieder laufen und hüpfen kann, was er immer so gern gemacht hat.

aber dieser moment... das lebende tier - sekunde - und es ist für immer weg. nicht umzukehren, nicht aufzuhalten.

es ist zwar ein geschenk, dass wir ihn nicht haben einschläfern müssen, er ist auch recht ruhig gestorben, er hat ein schönes leben gehabt, war gepflegt und geliebt... er hat auch uns selbstlos viel liebe gegeben...
man findet all diese logischen worte, aber dann doch keine worte, die die trauer mildern könnten.

bald bekommen wir ihn in der urne zurück.

SV-Giftspritze
07.08.2004, 02:36
Hallo Larrys_Vox , ich kann das gut nach fühlen.
Mein größter Alptraum war eines Tages meinen Sticker Einschläfern zulassen was dann auch gesehen ist ,am 19.8 Jährt sich sein Todestag zum erstenmal. Keiner sollte über Leben und Tot entscheiden müssen auch wenn diese Entscheidung manchmal genädig ist ,aber wie Lebt man damit?Den Tierarzt kann ich nach wievor nicht aufsuchen, getröstet hat mich das er in meinen Garten begraben ist . Ich habe mir 2 Wochen später ein neuen Hund ins Haus geholt, weil die Leere so groß war und denoch heule ich immer noch weil man nicht ein geliebtes Tier ersetzten kann. Ich wünsche dir das du einen Weg für deine Trauer findes

rhonda
08.08.2004, 02:19
es tut mir so schrecklich leid!!!! es muss fürchterlich sein,das geliebte tier egehen zu lassen!!!
ich fühle mit dir,und lass deine trauer ruhig raus!!! hier hast du immer ein offenes ohr!!

Larrys_Vox
08.08.2004, 22:22
naja, ich "freue" mich eben dass wir ihn nicht einschläfern mussten...

das war immer mal im raum, weil er immer weniger wurde, immer schwächer. ich denke, mit einer einschläferung könnte ich persönlich nicht leben. das tut mir immer leid für die, die es müssen und manche übertreiben es, wie eine dame in usnerer nachbarschaft vor X jahren - ihre airedale hündin war 8 und hatte hüftprobeleme. und? statt sie behandeln zu lassen, liess frauchen sie lieber einschläfern. mann, mann, mann... :0(

Larrys_Vox
08.08.2004, 22:29
Original geschrieben von rhonda
es tut mir so schrecklich leid!!!! es muss fürchterlich sein,das geliebte tier egehen zu lassen!!!
ich fühle mit dir,und lass deine trauer ruhig raus!!! hier hast du immer ein offenes ohr!!

danke :0( :0( :0(

unser TA hat uns immer gesagt, so stabil wie Larrys system ist, müssten wir ihn einschläfern lassen - ein horror - aber der kleine hat hier, wie im leben auch, auch im sterben einen eigenen kopf gehabt und ist "selbst" gegangen.

es ist nur schlimm, dass man das gar nicht zu ändern vermag.

Bluecat
10.08.2004, 10:22
Hallo Larrys Vox,

auch ich möchte Dir mein Mitgefühl aussprechen.....
Ich kenne diesen Schmerz nur zu gut, und wünsche Dir Kraft für diese schwere Zeit.......
Mir persönlich hat der Gedanke an das Regenbogenland immer sehr geholfen, und ich glaube fest daran, daß wir dort eines Tages unsere Freunde wiedertreffen......

Traurige, aber

uhumpel
17.08.2004, 11:30
Hi,

erst mal herzliches Beileid für Deinen Hundi.
1.tens sei dankbar über das tolle Alter
2.tens sei dankbar über das selbst gehen von ihm.

Er hatte mit Sicherheit ein tolles Leben bei Euch und ihr auch mit ihm. Er hinterläßt jetzt eine riesige Lücke bei Euch, die man
erst mal wieder füllen lernen muß.
Mein Katerchen ist jetzt schon 6 Wochen tot, wurde leider
eingeschläfert und war erst 15 Jahre alt.
Ich wäre auch froher gewesen wenn er hätte alleine gehen dürfen. Gott sei Dank konnte ich die letzten Tage rund um
bei ihm bleiben und wir hatten Zeit zum Abschied. Das Bild
vom Einschläfern werde ich nie vergessen, ich kann das
Wohnzimmer nicht mehr betreten ohne zu heulen.
Aber um meine übrig gebliebene 2.te Katze kümmere ich mich
besonders liebevoll, weil ich auch nicht weiss, wie lange ich sie noch haben werde, da sie schon 16 ist.

Uschi

Topsy
13.09.2004, 20:39
Hallo,

mir stehen die Tränen in den Augen, wenn ich das lese und Ihr habt Alle mein volles Mitgefühl. Meine Topsy ist 16 Jahre und plötzlich bekommt sie seit Mittwoch Anfälle, wo dann ihr Gleichgewicht zeitweise stark gestört ist. Unser TA sagte heute, wir versuchen es mit blutverdünnenden Medikamenten und wenn das nichts nutzt und die Anfälle öfter auftreten wäre es besser, meinen Hund erlösen zu lassen. Meistens ist es doch so, dass die meisten Tierbesitzer zu lange mit dem Erlösen warten. Es mag Ausnahmen geben, aber das sind Einzelfälle. Als ich unserer TÄ mal sagte, dass ich hoffe, dass Topsy von allein mal einschläft, sagte sie, dass würde nur Hundehaltern passieren, die ihr Tier nicht richtig beobachten, denn es gibt vor dem Tod immer einen Sterbeprozess und es würde viele Besitzer geben, die das nicht erkennen (wollen) und das Tier dann elendig nach langem Leiden stirbt. Es ist schwer den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, aber ich beniede die Tiere auch. Sie dürfen in Herrchens/Frauchens Armen sanft einschlafen, wenn das Leben für sie nicht mehr lebenswert ist, während wir Menschen bis zum Schluß evtl. in einem Pflegeheim dahinvegetieren dürfen. Ich jedenfalls habe meiner Topsy vor 16 Jahren versprochen, dass sie gehen darf, wenn sie unheilbar krank und so das Leben zur Last wird und ich werde bei ihr bleiben bis zum Schluss, denn das sind wir unseren Tieren schuldig, für die vielen Jahre, die sie uns ihre Liebe und Treue geschenkt haben und ich werde es dann als Erlösung für meinen Hund sehen und mich nicht als "Mörderin" fühlen...

Liebe Grüße

Elke

rhonda
13.09.2004, 21:02
wunderschön geschrieben!!!!!!!!!!!:0( :0( :0( :0( :0( :0( :0( :0( :0(